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Erschienen in EasyLinux 01/2005   »   Ausgabe bestellen

Doom 3 unter Linux

Schön schaurig

von Andrea Müller


Unheimliches geschieht auf einer Marskolonie im Jahre 2145: Menschen verschwinden, ein undurchsichtiger Wissenschaftler hat etwas zu verbergen, und plötzlich bricht die Hölle los. In Doom 3 ist es Ihre Aufgabe, den Untergang zu verhindern.

Auf nur wenige Spiele mussten First-Person-Shooter-Fans so lange warten wie auf Doom 3. Dafür überzeugt das Spiel mit exzellenter Grafik und gruseliger Horroratmosphäre. Ein installiertes Windows gehört nicht zu den Systemvoraussetzungen: id Software bietet Doom 3 auch für Linux an.

Hardware-Hunger

Als minimale Installationsvoraussetzung empfiehlt der Hersteller einen Computer mit 1-GHz-Prozessor, 256 MByte Arbeitsspeicher und eine 3D-beschleunigte Grafikkarte mit mindestens 64 MByte Grafikspeicher. Ausreichend ist diese Konfiguration nicht, es sei denn, Sie wollen den Grafik-Leckerbissen Doom 3 in einer Auflösung von 640x480 mit minimalen Details spielen.

Unser Testsystem, ein Athlon mit 2 GHz, 256 MByte RAM und einer GeForce4 Ti 4600, stellte bei mittleren Details das Spiel flüssig dar, so lange wir uns auf eine Auflösung von 800x600 beschränkten.

Ebenfalls wichtig ist unter Linux bislang die Grafikkarte. Doom 3 spielt mit ATI-Karten noch nicht richtig zusammen. Besitzen Sie eine ältere Karte, die von Haus aus grafikbeschleunigt läuft, startet das Spiel nicht einmal. Mit dem ATI-Treiber lädt Doom3 zwar, wird jedoch innerhalb einer Minute immer langsamer und produziert Grafikfehler -- kurz darauf friert das Spiel komplett ein. ATI arbeitet an dem Problem und hat tatsächlich kurz vor Redaktionsschluss eine Version des Linux-Treibers veröffentlicht, die die Probleme mit Doom 3 beseitigen soll [1]. Auf dem Suse-Linux-FTP-Server gab es die aktuellen Treiber jedoch noch nicht. Wir haben daher Doom 3 auch mit einer ATI Radeon 9200 und dem aktuellen Treiber angespielt, allerdings fror das System nach einer Stunde Spielzeit komplett ein und war auch nicht mehr über Netzwerk erreichbar.

Besser haben es Anwender mit Nvidia-Hardware: Dort gilt es, wie unter [2] beschrieben, den Herstellertreiber einzuspielen. Zusätzlich verlangt Doom 3, dass Sie den Bildschirm mit einer Farbtiefe von 24 Bit oder höher betreiben. Im Kasten Farbtiefe ändern erklären wir, wie Sie die Einstellung überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Farbtiefe ändern

Unter Mandrake Linux finden Sie die Einstellung für die Farbtiefe im Kontrollzentrum. Öffnen Sie es über Einstellungen / Configure your computer des K-Menüs und geben Sie das Root-Passwort ein. Wechseln Sie zum Eintrag Hardware und starten Sie das Modul Bildschirmauflösung ändern. Im Auswahlmenü links neben dem Farbstreifen ist der Eintrag 16 Millionen Farben (24 Bit) der richtige für Doom 3. Nach einem Klick auf OK informiert Sie das Programm, dass Sie sich ab- und wieder anmelden müssen, um die Farbtiefe zu ändern. Loggen Sie sich also aus und wieder neu ein, bevor Sie Doom 3 das erste Mal starten.

Suse-Linux-Anwender passen die Farbtiefe über System / YaST an. Markieren Sie in der linken Fensterhälfte Hardware und starten Sie den Dialog Grafikkarte und Monitor aus der Auswahl auf der rechten Seite. Klicken Sie dort auf Ändern. Im so gestarteten Programm SaX wählen Sie Anzeige / Farben/Auflösung(en) aus der Baumansicht. Klicken Sie auf Konfiguration ändern und im nächsten Bildschirm auf Eigenschaften. Im Drop-down-Dialog auf der Registerkarte Farben suchen Sie den Eintrag 16.7 Mio. [24 Bit] heraus. Das Programm wechselt sofort zum Register Auflösungen. Ändern Sie dort nichts, sondern schließen Sie den Dialog mit der OK-Schaltfläche. Mit jeweils einem Klick auf Fertig und Abschließen übernehmen Sie die neue Farbtiefe. Nehmen Sie das Angebot an, die Einstellung zu testen. Stellt das System den blauen Hintergrund mit dem Pinguin korrekt dar, wählen Sie Speichern, damit SaX die Konfigurationsdatei ändert. Melden Sie sich ab und wieder neu an, um das grafische System in der neuen Farbtiefe zu starten.

Bei Fedora Core 2 ändern Sie die Farbtiefe noch schneller: Starten Sie den Assistenten über Systemeinstellungen / Anzeigen und geben Sie das Administratorpasswort ein. Falls es noch nicht eingestellt ist, wählen Sie auf der Registerkarte Bildschirmeinstellungen hinter Farbtiefe den Eintrag Millionen. Mit dem OK-Button weisen Sie die Anwendung an, die neue Farbtiefe in die Konfigurationsdatei zu schreiben. Auch unter Fedora Core 2 melden Sie sich neu an, damit das grafische System die neue Konfiguration lädt.

Installation

Unter allen vier von EasyLinux unterstützten Distributionen läuft die Doom-3-Installation gleich ab. Sie haben die Wahl zwischen einer Demo-Version des Spiels und der Vollversion. Wir beschreiben, wie Sie die Demo-Version einspielen. Da der Installer der Vollversion identisch aufgebaut ist, lesen Sie im Kasten Vollversion installieren die Besonderheiten nach.

  1. Laden Sie die fast 500 MByte große Demo-Datei von [3] herunter oder nutzen Sie den im Artikel Reißender Datenstrom vorgestellten BitTorrent-Client QTorrent. Mit QTorrent geht der Download wesentlich schneller als über den chronisch überlasteten FTP-Server von id Software.
  1. Öffnen Sie eine KDE-Konsole und authentifizieren Sie sich mit su und dem Root-Passwort in der nächsten Zeile als Administrator.
  1. Wechseln Sie mit cd /pfad/zum/download_ordner in das Verzeichnis, in dem Sie die Datei gespeichert haben. Rufen Sie
    bash doom3-linux-1.1.1282-demo.x86.run
    auf, um den Installer zu starten. Da Sie die Linux-Shell bash als Interpreter angeben, ist es nicht nötig, das Doom-3-Installationsskript ausführbar zu machen. Das Programm ist textbasiert und stellt Ihnen einige Fragen. Die Vorgabeeinstellungen sind jedoch sinnvoll gewählt, so dass Sie diese in fast jedem Dialog mit [Eingabe] bestätigen können.
  1. Im ersten Schritt ermittelt der Installer, welche Distribution Sie verwenden, und erkennt die Version der C-Bibliothek. Drücken Sie [Eingabe], um zum nächsten Bildschirm zu gelangen. Unter Fedora Core 2 sollten Sie sich nicht wundern, dass das Programm meint, es mit RedHat Linux (or similar) zu tun zu haben -- der Installer kennt Fedora Core 2 noch nicht, doch das Spiel funktioniert später ebenso wie unter den anderen Distributionen.

  1. Danach zeigt das Programm die Lizenzvereinbarung an. Mit Druck auf die Eingabe-Taste fahren Sie mit der Installation fort.

  1. Das Angebot, die Readme-Date anzuzeigen, nehmen Sie ebenfalls an. Dort finden Sie die Systemvoraussetzungen nach und den Link zu einer Web-Seite, auf der Sie englischsprachige Troubleshooting-Tipps zu Doom 3 finden [4].
  1. In der folgenden Abfrage des Installationspfades übernehmen Sie ebenfalls die Vorgabeeinstellung /usr/local/games/doom3-demo. Im nächsten Bildschirm bietet der Installer an, eine Verknüpfung zu Doom 3 im Ordner /usr/local/bin anzulegen. Stimmen Sie mit Druck auf [Eingabe] zu. Dadurch müssen Sie Doom 3 nicht mit der vollen Pfadangabe aufrufen, sondern es reicht aus, doom3-demo in ein Schnellstarfenster einzugeben.
  1. Danach fragt der Installer den gewünschten Installationsumfang ab. Da die Demo-Version keine Abstufungen zulässt, drücken Sie [Eingabe]. Der Installer erkundigt sich, ob er einen Startmenüeintrag für Doom 3 anlegen soll. Bajahen Sie die Frage ruhig, obwohl Sie das Spiel später trotzdem nicht im K-Menü finden. Aktuelle Distributionen benutzen meistens ein eigenes Menüsystem, das das Doom-3-Installationsprogramm nicht kennt.
  1. Der Installer hat nun alle notwendigen Informationen gesammelt und kopiert die Demo-Version in den Ordner /usr/local/games/doom3-demo. Ist er damit fertig, bietet er an, Doom 3 sofort zu starten. Da Sie momentan als Administrator unterwegs sind, wechseln Sie mit der Tab-Taste auf die No-Schaltfläche und drücken [Eingabe]. Mit Root-Rechten sollten Sie nur Programme ausführen, die Sie zur Administration des Systems brauchen; alle anderen starten Sie besser als normaler Benutzer.
  1. Der folgende Dialog meldet, dass die Installation abgeschlossen ist. Ein letzter Druck auf [Eingabe] beendet das Programm.
Vollversion installieren

Um die Vollversion von Doom 3 zu installieren, benötigen Sie die Windows-Version des Spiels. Sie enthält alle Daten, die Sie für Doom 3 brauchen. Die freiwillige Selbstkontrolle (FSK) hat Doom 3 in die Kategorie Spiele eingeordnet, die Sie erst ab einem Alter von 18 Jahren erwerben dürfen. Trotzdem finden Sie Doom 3 in den meisten Elektronikfachmärkten oder in der Computer-Abteilung großer Kaufhäuser.

Laden Sie den Linux-Installer doom3-linux-1.1.1282.x86.run von der Doom-Download-Seite [3] herunter. Öffnen Sie eine KDE-Konsole und starten Sie die Datei als Benutzer Root mit dem Kommando

bash doom3-linux-1.1.1282.x86.run

Der einzige Unterschied zwischen Demo- und Vollversion ist der Installationsordner: Die Vollversion landet im Verzeichnis /usr/local/games/doom3. Beantworten Sie alle Fragen des Installationsprogramms. Jetzt gilt es, die Doom-3-Dateien von den drei CDs in das Programmverzeichnis zu kopieren. Legen Sie dazu die erste Doom-3-CD ein. In der Standardeinstellung mounten alle von uns unterstützten Distributionen den Datenträger automatisch.

Geben Sie

kdesu konqueror

in ein Schnellstartfenster ein und weisen Sie sich mit dem Root-Passwort als Administrator aus. Wechseln Sie in das CD-Verzeichnis. Unter Fedora Core 2 und Mandrake Linux sind Sie im Ordner /mnt/cdrom, unter Suse Linux entweder in /media/cdrom oder media/dvd richtig. Die zu kopierenden Dateien liegen im Ordner Setup/Data/base. Markieren Sie die pak002.pk4-Datei. Wählen Sie nun Bearbeiten / Kopieren aus dem Menü und wechseln Sie in den Ordner /usr/local/games/doom3/base. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Konqueror-Fensters und legen Sie die kopierten Dateien mit Einfügen dort ab. Von CD 2 kopieren Sie zwei Dateien, die dort ebenfalls im Ordner Setup/Data/base liegen, in das Verzeichnis /usr/local/games/doom3/base. Sie benötigen pak000.pk4 und pak001.pk4. Jetzt fehlen nur noch pak003.pk4 und pak004.pk4 von der dritten CD. Sie liegen ebenfalls unter Setup/Data/base und gehören in denselben Zielordner.

Die Administrator-Aufgaben sind damit beendet -- ab sofort können Sie Doom 3 als normaler Nutzer über ein Schnellstartfenster ([Alt-F2]) starten, in das Sie doom3 eingeben.

Startklar

Für den Einzelspielermodus sind die Optionen in der Voll- und Demo-Version identisch (Abbildung 1). Zunächst sollten Sie über Optionen / System die gewünschte Auflösung und Detailstufe einstellen. Im System-Dialog finden Sie ebenfalls einen Schieberegler, um die Lautstärke anzupassen. Hören Sie keinen Ton, kann das am KDE-Soundserver artsd liegen. Lenken Sie in diesem Fall die Soundausgabe von Doom 3 um, indem Sie das Spiel mit artsdsp doom3 bzw. artsdsp doom3-demo starten. Eine andere Möglichkeit besteht darin, artsd vor dem Start von Doom 3 mit dem Befehl killall artsd in einer KDE-Konsole gewaltsam zu beenden. KDE startet ihn automatisch neu, sobald ein Programm auf den Soundserver zugreifen will.

Abb. 1: Über "Options" im Doom-3-Startbildschirm passen Sie die Spieloptionen an.

Im Dialog Controls stellen Sie die Tastenkombinationen ein, die Sie zum Bewegen, Ducken oder Springen nutzen wollen. Um einen Tastaturbefehl anzupassen, markieren Sie den Eintrag in der Spalte Key Assignment. Doom 3 blendet den Text Press Any Key ein. Sobald Sie die gewünschte Taste drücken, trägt Doom 3 sie in den Konfigurationsdialog ein. Die wichtigsten Tastenkombinationen listen wir in der Tabelle Spielsteuerung auf.

Ein neues Spiel starten Sie über New Game. Im aufklappenden Menü stehen vier Schwierigkeitsstufen von Recruit bis Nightmare zur Auswahl. Die letzte ist allerdings noch gesperrt -- dem absoluten Albtraum dürfen Sie sich erst stellen, wenn Sie Doom 3 einmal in einem der anderen Schwierigkeitsgrade durchgespielt haben.

Spielsteuerung
TasteFunktion
Vorwärts bewegen[W] oder [Pfeil hoch]
Rückwärts bewegen[S] oder [Pfeil runter]
Nach links[A]
Nach rechts[D]
Springen[Leertaste] oder rechte Maustaste
Ducken[C]
Rennen[Umschalt] in Kombination mit einer Richtungstaste
Schießen/Interaktionlinke Maustaste
Schnellspeichern[F5]
PDA aufrufen[Tab]
Zwischen Waffe und Taschenlampe wechseln[F]

An die Waffen

Wer erwartet, direkt mit schwerem Rüstzeug gegen die Ausgeburten der Hölle anzutreten, irrt. Sie beginnen Ihren Dienst als Marine auf dem Mars, wo die UAC (United Aerospace Corporation) ein Foschungszentrum unterhält. Der Rezeptionist stattet Sie nicht etwa mit einer Waffe, sondern einem PDA aus. Über dieses Wunderwerk der Technik haben Sie Zugriff auf E-Mails, Sprachaufzeichnungen, Videos, Ihre aktuellen Befehle und das Inventar. An Informations-Terminals spielen Sie über Download Now neue Daten auf das Gerät, das sich automatisch mit anderen PDAs synchronisiert, an denen Sie vorbeilaufen. Im Spielbildschirm blendet Doom 3 nach einer Synchronisation ein PDA-Symbol ein. Sie sollten dann mit Druck auf [Tab] den PDA öffnen und die Daten aufmerksam studieren. Die Mails und Audioaufzeichnungen Ihrer Kollegen enthalten wertvolle Hinweise zum Spiel (Abbildung 2) oder gar Zugangs-Codes zu Waffenkammern und Medizinschränken.

Abb. 2: Im Verlauf des Spiels strafen Sie David Robbins Lügen. Kettensägen sind auch auf dem Mars alles andere als nutzlos.

Mit dem neuen Spielzeug erhalten Sie gleich den ersten Auftrag: Melden Sie sich beim befehlshabenden Offizier Sergeant Kelly, der Ihnen weitere Befehle geben wird. Auf dem Weg zum Hauptquartier bemerken Sie gleich, dass auf dieser Forschungsstation etwas nicht stimmt. Ein führender UAC-Mitarbeiter und sein Leibwächter befragen den leitenden Wissenschaftler Dr. Betruger nach seltsamen Vorkommnissen. Spiele-Profis wissen sofort Bescheid: Nur ein Auge und dazu noch einen deutschen Namen -- der Kerl riecht förmlich nach Ärger. Machen Sie noch einen Abstecher in die Kantine zum "Hau den Truthahn" in Doom-1-Optik (Abbildung 3) und melden Sie sich bei Ihrem Vorgesetzten.

Abb. 3: Der Spielautomat in der Kantine erinnert an Doom 1. Je schneller Sie zuschlagen, desto mehr Punkte bekommen Sie.

Er weist Sie an, einen verschwundenen Forscher aufzuspüren. Auf dem Weg zum Kommunikationszentrum erhalten Sie endlich die erste Waffe und eine Taschenlampe. Die Lampe benötigen Sie häufig, da Sie in Doom 3 oftmals durch stockdunkle Gänge traben, in denen Sie weder die Hand vor Augen noch heranstürmende Gegner sehen: Untermalt von passend gruseligem Sound ist das Spiel so nichts für schwache Nerven.

Im Kommunikationszentrum angekommen finden Sie zwar den Forscher, doch nun geschieht die Katastrophe: Eine Invasion von Höllenwesen sucht die Forschungsstation heim. Sie töten Ihre Kollegen oder verwandeln sie in Zombies. Ihr erster Gegner ist der gerade aufgespürte Wissenschaftler, der nichts Menschliches mehr an sich hat. Durch die gegnerverseuchten Gänge erkämpfen Sie sich den Weg zurück zum Hauptquartier. Glücklicherweise finden Sie reichlich Munition, Medikits und sogar zwei bessere Waffen als die mickrige Pistole. Die Schrotflinte erweist sich im Nahkampf als unschlagbar; zielen Sie auf den Kopf eines Gegners, reicht ein Schuss, um ihn niederzustrecken. Mit der Maschinenpistole (Abbildung 4) erledigen Sie aus der Entfernung die Monster, die mit Feuerkugeln nach Ihnen werfen (Abbildung 5).

Abb. 4: Auf dem Rückweg zum Hauptquartier finden Sie hier die Maschinenpistole.

Gegen diese Gegener wehren Sie sich am effektivsten mit der Maschinenpistole.

Zurück im Hauptquartier beginnt die eigentliche Mission: Sie müssen herausfinden, was geschehen ist, und den Horror stoppen. Bei dieser Aufgabe begegnen Ihnen weit gefährlichere Monster, denen Sie mit noch stärkeren Waffen, wie etwa einem Raketenwerfer, zu Leibe rücken. Die ziemlich langsamen Zombies halten Sie später mit der munitionssparende Kettensäge in Schach. Über das ganze Spiel hinweg sind Sie in Funkkontakt mit Sergeant Kelly, der Ihnen weitere Befehle gibt. Wissen Sie einmal nicht weiter, schauen Sie sich genau um: In der näheren Umgebung finden Sie meistens Schlüsselkarten, Schalter oder Computer-Terminals, die wichtige Türen öffnen. Ist die Gegnerschar zu überwältigend, hilft eventuell einer der Cheats aus dem Kasten Faule Tricks weiter.

Online-Wettkampf

Haben Sie Doom 3 in allen Schwierigkeitsstufen durchgespielt, stellen Sie sich doch dem Multiplayer-Modus: Eine breitbandige Internet-Verbindung vorausgesetzt, messen Sie sich dort im Deathmatch mit Spielern auf der ganzen Welt. Über Multiplayer / Multiplayer Settings im Hauptmenü tragen Sie einen Spielernamen und den Lizenzschlüssel ein. Den Key finden Sie auf der Rückseite des Doom-3-Handbuchs. Ohne gültigen Lizenzschlüssel, lassen Sie die Server nicht zum Online-Spiel zu. Wählen Sie danach Multiplayer / Find Multiplayer Game, um eine Liste aller Doom-3-Server anzuzeigen (Abbildung 5). Suchen Sie sich einen Server aus, auf dem schon einige Mitspieler angemeldet sind. Über Join Game treten Sie dem Spiel bei. Haben Sie im Optionsdialog keine Lizenznummer eingegeben, fragt Doom 3 sie jetzt ab. Während einer Online-Partie rufen Sie über [Esc] das Menü auf, in dem Sie Ihren Status ändern oder die Verbindung zum Server trennen. (amü)

Abb. 5: Mit Klick auf die Spaltenüberschriften "Players" sortieren Sie die Server-Liste nach der Spieleranzahl.
Faule Tricks

Ist Ihnen Doom 3 zu schwer, gibt es die so genannte Cheat-Konsole, in der Sie sich unverwundbar machen oder Ihre Ausrüstung aufstocken. Sie rufen sie während des Spiels mit [Strg-Alt-^] auf. Geben Sie dort einen der folgenden Cheats ein und bestätigen Sie die Auswahl mit Druck auf [Eingabe]. Mit [^] schließen Sie die Konsole.

  • give health: Setzt die Lebenspunkte auf 100
  • give ammo: Füllt Ihre Munitionsvorräte auf
  • give all: Gibt Ihnen alle Waffen plus Munition
  • give weapon_machinegun: Stattet Sie mit der Maschinenpistole aus
  • give weapon_chainsaw: Verhilft Ihnen zur Kettensäge
  • give weapon_rocketlauncher: Der Raketenwerfer gehört Ihnen
  • give weapon_bfg: Sie erhalten die stärkste Schusswaffe des Spiels
  • god: Macht Sie unverwundbar
  • com_showFPS 1: "Mein Rechner ist schneller als Deiner" -- blendet rechts oben die Frame-Zahl ein
  • screenshot: Legt einen Screenshot im TGA-Format im Ordner /home/benutzername/.doom3/base/screenshots (bei der Demoversion heißt das Verzeichnis /home/benutzername/.doom3-demo/demo/screenshots) ab.

Infos
[1] Fehlerbereinigter ATI-Treiber: http://www.ati.com/support/drivers/linux/radeon-linux.html
[2] Grafikkarten-Artikel: Mirko Dölle, "Drei mal drei", EasyLinux 12/2004, S. 76 ff.
[3] Download-Seite für Doom3: ftp://ftp.idsoftware.com/idstuff/doom3/linux/
[4] Hilfe bei Doom3-Problemen: http://zerowing.idsoftware.com/linux/

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