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von Andrea Müller
Haben Sie unter Suse Linux Evolution als Mail-Programm installiert, funktioniert die Rechtschreibprüfung nicht, obwohl es unter den Editor-Einstellungen einen entsprechenden Menüpunkt gibt. Das liegt daran, dass Suse beim Erstellen des Evolution-Pakets vergessen hat, die Programme als Abhängigkeiten zu definieren, die bei der Rechtschreibprüfung die Arbeit im Hintergrund verrichten. Mit wenigen Schritten rüsten Sie das Feature nach:
Sobald Sie Evolution erneut starten, wacht das Mail-Programm über Tippfehler. Aktivieren Sie die Rechtschreibprüfung über den Menüpunkt Werkzeuge / Einstellungen / Editor-Einstellungen / Rechtschreibprüfung. Setzen Sie dort ein Häkchen vor die gewünschte Sprache. Da Sie mit dem Paket aspell-de nur das deutsche Wörterbuch eingespielt haben, steht als Sprache lediglich Deutsch zur Auswahl. Um andere Sprachen hinzuzufügen, installieren Sie einfach weitere Wörterbücher. Die Namen der Pakete beginnen alle mit aspell-, dahinter folgt das Kürzel für die Sprache; so ist aspell-it das richtige Päckchen, wenn Sie italienische Mails verfassen und überprüfen wollen.
Rechtschreibfehler bzw. das, was es dafür hält, markiert Evolution künftig rot unterstrichen, so wie Sie es von Textverarbeitungsprogrammen gewohnt sind (Abbildung 1). Ein Klick mit der rechten Maustaste auf ein so gekennzeichnetes Wort öffnet das Kontextmenü. Wählen Sie dort Rechtschreibprüfung, um sich die Korrekturvorschläge anzeigen zu lassen. Über Falsch geschriebenes Wort ignorieren weisen Sie Evolution an, dieses Wort von der Prüfung auszunehmen. Mit Klick auf Wort zu Wörterbuch hinzufügen markieren Sie das Wort dauerhaft als richtig -- Evolution bemängelt die Schreibweise auch später nicht. Das ist besonders bei Eigennamen sinnvoll, von denen nur sehr wenige im Wörterbuch stehen.
Nutzen Sie den Bildbetrachter gthumb [1], um Urlaubsfotos als Dia-Show zu betrachten, können Sie die Anwendung gleich im richtigen Modus starten. Extra für diesen Zweck bringt gthumb den Aufrufparameter --slideshow mit. Öffnen Sie mit Druck auf [Alt-F2] ein Schnellstartfenster und geben Sie dort
gthumb --slideshow
ein. Das Programm startet im Vollbildmodus und zeigt eine Dia-Show mit den Bildern des zuletzt geöffneten Ordners an. Wollen Sie lieber die Fotos in einem anderen Verzeichnis betrachten, ist auch das kein Problem: Geben Sie gthumb zusätzlich den richtigen Ordner im Schnellstartfenster mit. Der passende Aufruf könnte so aussehen:
gthumb --slideshow /pfad/zu/den/fotos
/pfad/zu/den/fotos ersetzen Sie dabei durch den richtigen Verzeichnisnamen, also etwa /home/ihr_benutzername/bilder.
Standardmäßig übernimmt gthumb das Klickverhalten von Nautilus; die Ordner in der Baumansickt öffnen sich erst nach einem Doppelklick. Bevorzugen Sie im Bildbetrachter die Navigation per Einzelklick, stellen Sie dieses Verhalten im Optionsdialog ein. Öffnen Sie ihn über Bearbeiten / Einstellungen und wechseln Sie auf den Registerreiter Browser. Ändern Sie dort den Eintrag im Auswahlmenü hinter Klickverhalten auf Objekte durch einfachen Klick aktivieren.
Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Das fragt man sich zumindest, wenn man auf Web-Seiten gerät, auf denen die Schrift munter vor sich hinblinkt. Das bewirkt Text, der im HTML-Code in die Tags <blink></blink> eingeschlossen ist. Was eigentlich die Aufmerksamkeit des Betrachters wecken soll, wirkt jedoch oft störend, wenn man sich auf den Inhalt einer Seite konzentrieren will.
Im Browser Mozilla stellen Sie das lästige Textflackern leicht ab: Geben Sie in die Adresszeile about:config ein. Der Browser öffnet eine Seite, auf der Sie auch Einstellungen ändern, die Sie im Konfigurationsmenü nicht finden. Links stehen die alphabetisch sortierten Optionen, in der Spalte Wert (Value, wenn Sie das deutsche Sprachpaket nicht installiert haben) die dazu gehörenden Werte. Scrollen Sie bis zum Eintrag browser.blink_allowed in der ersten Spalte. Klicken Sie ihn mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Bearbeiten (Modify), um die Standardeinstellung zu ändern.
In der sich öffnenden Dialogbox steht derzeit true (wahr). Das bedeutet, dass Mozilla blinkenden Text anzeigen soll. Ändern Sie den Eintrag auf false (unwahr) und bestätigen Sie die Einstellung mit einem Klick auf OK. In der Konfigurationsübersicht ändert sich der Wert in der Spalte Status von Standard zu vom Benutzer gesetzt (user set) (Abbildung 2). Außerdem erscheint diese Zeile jetzt fett gedruckt. Das hilft Ihnen, modifizierte Optionen leicht wiederzufinden. Kommen Sie jetzt auf eine Seite, die die HTML-Anweisung <blink> benutzt, zeigt Mozilla zwar den Text an, nicht aber das Blinken.
Wer viele E-Mails bekommt, muss die Nachrichten in Evolution nicht jedes Mal mit der Maus markieren, um sie zu lesen. Viel schneller navigieren Sie mit der Tastatur durch Ihr Postfach. Ein Druck auf [.] bringt Sie zur nächsten ungelesenen Mail, mit [Pfeil runter] und [Pfeil hoch] blättern Sie durch den Text. Haben Sie erst die E-Mails gelesen, die an letzter Stelle im Posteingang liegen, gibt es auch eine Abkürzung zu den darüber eingeordneten ungelesenen Nachrichten: Drücken Sie dafür die Komma-Taste.
Haben Sie schnell durch Ihren Posteingang geblättert und dabei unwichtige Nachrichten sofort übersprungen, kann es sein, dass einige davon noch als ungelesen markiert sind. Mit zwei Tastenkombinationen markieren Sie dann alle Nachrichten und ändern ihren Status auf gelesen: Drücken Sie [Alt-A] -- das erledigt das Markieren -- und direkt danach [Alt-K]. Allen Mails den Status ungelesen verpassen geht ebenso schnell: Nutzen Sie [Umschalt-Alt-K] statt [Alt-K].
Standardmäßig zeigt Evolution während des Starts eine Grafik, den so genannten Splash-Screen an. Mögen Sie das nicht, unterdrücken Sie die Ladegrafik, indem Sie das Gnome-Mail-Programm in einem Schnellstartfenster ([Alt-F2]) mit dem Parameter --no-splash aufrufen. Der vollständige Befehl lautet evolution --no-splash.
Der Bildbetrachter GQview [1] startet immer in Ihrem Home-Verzeichnis, wenn Sie ihn über das K-Menü aufrufen. Haben Sie Ihre Bilder säuberlich in einen Unterordner einsortiert, ist es lästig, immer erst dorthin zu wechseln. Sie umgehen die überflüssige Klickerei, indem Sie GQview im Einstellungsdialog ein anderes Startverzeichnis vorgeben.
| Infos |
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[1] Marcel Hilzinger: Bildbetrachter-Artikel, "Guck mal", EasyLinux 10/2004, S. 28 ff.
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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