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Erschienen in EasyLinux 01/2005   »   Ausgabe bestellen

Analoges Telefonmodem mit Ethernet-Anschluss und DSL-Modem-Emulation

Vernetztes Modem

von Mirko Dölle


Analoge Telefonanschlüsse sind nach wie vor im Gebrauch, auch wenn die Industrie fast nur noch Geräte für DSL und ISDN anbietet. Das Ethernet-Telefonmodem von Devolo ist eine Ausnahme und benötigt nicht einmal Linux-Treiber.

Glaubt man der Werbung, ist die ganze Republik komplett mit ISDN und DSL versorgt. In der Praxis arbeiten viele Anwender noch mit analogen Telefonleitungen und demzufolge analogen Modems.

Mit den inzwischen ausgestorbenen seriellen Modems war die Linux-Einbindung kein Problem, das Protokoll zwischen Rechner und Modem weitestgehend standardisiert und praktisch überall gleich. Mit Einführung der Win-Modems änderte sich die Situation, nun wurden vermehrt digitale Sound-Prozessoren (DSP) ähnlich wie bei einer Soundkarte für die Erzeugung der Modemfrequenzen eingesetzt. An eine Standardisierung war angesichts der vielen unterschiedlichen Chips nicht zu denken, erstmals waren für die Ansteuerung von Modems spezielle Treiber erforderlich.

Dieser Trend hat sich bei den USB-Modems fortgesetzt, die Intelligenz der externen Geräte wurde auf ein Minimum beschränkt, um Kosten zu sparen, die Folge war wiederum die Notwendigkeit verschiedenster Treiber für die unterschiedlichen Modems.

Mit dem Microlink 56k Fun LAN stellte Devolo Ende August erstmals ein analoges Telefonmodem mit Ethernet-Schnittstelle vor. Anstelle einer seriellen Schnittstelle oder eines USB-Ports wird das Modem an eine herkömmliche Netzwerkkarte angeschlossen. Zudem emuliert das Modem ein herkömmliches DSL-Modem mit PPPOE (Point-to-Point Protocol over Ethernet), so dass keine speziellen Einrichtungsprogramme erforderlich sind.

Bei den Kontroll-LEDs an der Gerätevorderseite hat Devolo offenbar gespart. Anstelle der sechs bis acht LEDs eines herkömmlichen analogen Modems finden sich beim LAN-Modem lediglich drei: Power, Data und Connect. Die Connect-LED ist zudem falsch beschriftet, da sie die Funktion der Off-Hook-LED eines herkömmlichen seriellen Modems erfüllt. Der Benutzer kann also nicht feststellen, ob tatsächlich eine Verbindung zustande gekommen ist, sondern nur, dass das Modem abgenommen hat.

Suse Linux

Die Einrichtung des Ethernet-Modems unter Suse Linux 9.0 und 9.1 verläuft fast identisch. In beiden Fällen verwenden Sie das Modul für die DSL-Einrichtung von YaST und konfigurieren Devolos LAN-Modem wie ein handelsübliches DSL-Modem:

  1. Starten Sie YaST über das KDE-Menü System und geben Sie auf Aufforderung das Root-Passwort ein
  1. Klicken Sie in der Rubrik Netzwerkgeräte auf DSL, nach wenigen Sekunden startet das DSL-Konfigurationsmodul und führt eine automatische Geräteerkennung durch.
  1. Im Eingangsdialog des DSL-Moduls finden Sie rechts unten unter Keine Konfiguration vorhanden ein Unbekanntes DSL-Gerät (PPPOE-artig) aufgeführt. Dies ist das Devolo Microlink 56k Fun LAN.

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ändern rechts unten, oberhalb der Schaltfläche Beenden. Die dann folgenden Übersicht Überblick über die DSL-Konfiguration enthält sowohl in der Kategorie DSL-Geräte als auch in Provider keine Einträge. Klicken Sie unterhalb der Kategorie DSL-Geräte auf Hinzufügen.
  1. Die folgende Eingabemaske fragt den Betriebsmodus für PPP, hier wählen Sie PPP über Ethernet, sowie die Ethernet-Karte, die an das Modem angeschlossen ist, ab. Unter Suse Linux 9.0 wird die Ethernet-Karte lediglich als eth0 oder eth1 bezeichnet, bei der Version 9.1 ist wie in der nachfolgende Abbildung gezeigt die Hardware-Adresse der entsprechenden Netzwerkkarte aufgeführt:

    Die Einstellung Geräte-Aktivierung beeinflusst, unter welchen Umständen sich das Modem einwählt. Mit der Einstellung Beim Booten würde das Modem bei jedem Systemstart automatisch einwählen, damit Sie die Einwahl selbst via KInternet unter Kontrolle haben, sollten Sie wie abgebildet den Modus Manuell einstellen. Klicken Sie dann auf Weiter
  1. Damit ist die eigentliche Einrichtung des Modems abgeschlossen, YaST springt nun automatisch zur Provider-Auswahl. Hier können Sie keinen der voreingestellten Provider auswählen, sondern müssen stets auf Eigene Provider umstellen und dann mit der Schaltfläche Neu einen neuen Provider-Eintrag anlegen.
  1. YaST fragt nun die Daten des Providers ab. Die nachfolgende Abbildung zeigt als Beispiel die Einstellungen für den Tarif Arcor Basis 24. Die notwendigen Daten erhalten Sie von Ihrem Provider. Klicken Sie nach der Eingabe auf Weiter

  1. Wenn Sie bei Schritt 5 die Geräte-Aktivierung auf Beim Booten gestellt haben, können Sie nun in der Maske Verbindungsparameter die automatische Einwahl (Dial on Demand) aktivieren. Damit würde sich das Modem immer dann einwählen, wenn der Rechner eine Verbindung ins Internet anstößt -- etwa beim Booten, weil er versucht, seinen eigenen Rechnernamen beim Nameserver des Providers aufzulösen.

    Die Optionen Während Verbindung DNS ändern und DNS automatisch abrufen sorgen dafür, dass Ihr Rechner automatisch nach der Einwahl den DNS-Server einstellt, dessen IP-Adresse Ihr Provider jeweils übermittelt.
    Die Einstellung Verbindung abbrechen nach (Sekunden) Inaktivität ist auch dann wichtig, wenn Sie wie hier empfohlen die Einwahl mit KInternet von Hand kontrollieren. Sollten Ihnen die standardmäßig voreingestellten fünf Minuten Inaktivität zu wenig sein, wählen Sie einfach einen höheren Wert -- schalten Sie die automatische Trennung jedoch besser nicht aus. In Ermangelung von Flatrates für ISDN- oder analoge Internetzugänge kann es teuer werden, falls Sie einmal vergessen sollten, die Internetverbindung am Abend abzuschalten. Der Autor empfiehlt, spätestens nach einer Stunde Inaktivität automatisch trennen zu lassen.
  1. Damit ist auch die Einrichtung des Providers abgeschlossen und YaST kehrt automatisch zur Übersicht aus Schritt 4 zurück, mit dem Unterschied, dass nun das LAN-Modem als Gerät dsl0 im Abschnitt DSL-Geräte und in diesem Fall Arcor als provider0 aufgelistet sind:

    Klicken Sie auf Beenden, um alle Einstellungen zu speichern und das YaST-Konfigurationsmodul für DSL zu verlassen.

Im Unterschied zu einem DSL-Zugang benötigen Sie für die analoge Interneteinwahl noch eine Telefonnummer. Das Devolo Microlink 56k Fun LAN erwartet den so genannten Modem-String, also den Einwahlbefehl mit allen Modem-Einstellungen und Telefonnummer, als DSL-Service-Namen. Der Service-Name wird hauptsächlich in England, Österreich und der Schweiz benutzt, um sich per DSL-Modem bei verschiedenen Netzbetreibern einwählen zu können. Suse Linux 9.0 und 9.1 sehen jedoch keine Möglichkeit vor, den Service-Namen während der Konfiguration über YaST einzugeben -- ein Problem, was also nicht nur die Anwender des Devolo-LAN-Modems, sondern allgemein alle DSL-Nutzer in den genannten Ländern betrifft.

Um den Service-Name einzustellen, müssen Sie unter Suse Linux 9.0 und 9.1 jeweils die Datei /etc/pppd/peers/pppoe bearbeiten. Dazu benötigen Sie Root-Rechte:

  1. Öffnen Sie mit der Tastenkombination [Alt+F2] den Ausführen-Dialog und tippen Sie das Kommando kdesu kwrite /etc/ppp/peers/pppoe ein.

  1. Der Inhalt der Datei unterscheidet sich grundlegend zwischen den Versionen 9.0 und 9.1. Abbildung 1 zeigt die Datei von Suse Linux 9.0, Abbildung 2 die von Version 9.1.
  1. Als letzten Eintrag fügen Sie den Modem-String als Service-Namen an. Er besteht aus dem Modem-Anwahl-Befehl "atdt" für Tonwahlverfahren gefolgt von der Telefonnummer Ihres Providers. Leerzeichen sind innerhalb des Modem-Strings nicht erlaubt. Falls Sie über eine Telefonanlage mit Amtsholung wählen, können Sie "0," der Telefonnummer des Providers voranstellen, das Komma bewirkt, dass das Modem an dieser Stelle eine Wählpause von etwa einer halben Sekunde macht, um auf das Freizeichen zu warten.
    Unter Suse Linux 9.0 heißt der Parameter "pppoe_srv_name", gefolgt von einem Leerzeichen und dem Modem-String als Service-Namen. Sie sehen den Eintrag blau unterlegt in Abbildung 1 mit der Telefonnummer von Arcor als Beispiel.
    Bei Suse Linux 9.1 heißt der Parameter "rp_pppoe_service", wiederum gefolgt von einem Leerzeichen und dem Modem-String als Service-Namen. In Abbildung 2 sehen Sie wiederum das Beispiel für Arcor blau unterlegt.
  1. Speichern Sie die Änderungen und beenden Sie KWrite.

Abbildung 1: Die PPPOE-Konfigurationsdateien von Suse Linux 9.0 und 9.1 unterscheiden sich grundlegend, da andere Plugins für den Einwahl-Dienst PPP eingesetzt werden ...

Abbildung 2: ... weshalb auch je nach Version der Konfigurationsparameter für den Service-Name anders heißt. Die jeweiligen Einträge für den Provider Arcor sind blau unterlegt.

Damit ist die Einrichtung abgeschlossen. Nachdem Sie sich im KDE-Menü über Abmelden abgemeldet und neu an der grafischen Oberfläche angemeldet haben, kontrollieren Sie die Internetverbindung über das gerade grauen Stecker mit goldenen Kontakten und geradem Kabel (nicht zu verwechseln mit dem dunkelblauen Stecker mit silbernen Kontakten und gebogenem Kabel). Dahinter verbirgt sich das Programm KInternet -- sollte Ihnen der Stecker einmal "abhanden kommen", können Sie KInternet auch per [Alt+F2] und kinternet von Hand aufrufen.

Mit einem Klick auf den Stecker starten Sie die Einwahl, während dessen erscheint ein Blitz vor dem Stecker-Symbol und am Modem leuchtet die Connect-LED. Steht die Internetverbindung, ändert sich das Symbol in zwei miteinander verbundene Stecker, hin und wieder symbolisieren auch wandernde Vierecke zwischen den Steckern den Datenfluss. Mit einem Klick auf das Symbol der verbundenen Stecker trennt die Verbindung wieder und das Modem legt einige Sekunden später auf, was Sie an der verlöschenden Connect-LED erkennen.

Mandrake Linux 9.2

Unter Mandrake Linux 9.2 verwenden Sie für die Einrichtung des Devolo-LAN-Modems das Modul DrakConnect aus dem Mandrake Kontrollzentrum. Standardmäßig ist das Mandrake-Kontrollzentrum nicht im KDE-Menü enthalten, weshalb Sie es mit Hilfe des Ausführen-Dialogs starten müssen:

  1. Drücken Sie auf der KDE-Oberfläche die Tastenkombination [Alt+F2] und geben Sie als auszuführenden Befehl "drakconf" an. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Ausführen.
  1. Nach Eingabe des Root-Passworts startet das Mandrake Kontrollzentrum. Klicken Sie in der Rubrik Netzwerk & Internet auf DrakConnect. Die Eingabemaske von DrakConnect wird im Fenster des Mandrake Kontrollzentrums angezeigt.
  1. Für die Einrichtung des Internetzugangs bietet Ihnen Mandrake einen Assistenten an. Klicken Sie in DrakConnect auf die Schaltfläche Hier starten Sie den Assistenten. Der Assistent öffnet ein eigenes Fenster, in dem die weitere Konfiguration abläuft.
  1. Der Assistent verfügt über eine Autoerkennung, die Sie auf der Willkommensseite aktivieren sollten. Klicken Sie dann auf Weiter.
  1. Im nächsten Dialog wählen Sie die einzurichtenden Verbindungen aus. Wenn Sie lediglich eine Netzwerkkarte besitzen, an die nur das Devolo-LAN-Modem angeschlossen ist, aktivieren Sie lediglich ADSL-Verbindung und deaktivieren den Punkt LAN-Verbindung -- die Netzwerkkarte wird automatisch für den Gebrauch mit dem LAN-Modem konfiguriert. Klicken Sie auf Weiter.

  1. Sie werden jetzt auf Englisch informiert, dass die ADSL-Konfiguration startet. Klicken Sie einfach auf Weiter.
  1. In der nun folgenden Auswahl des Betriebsmodus wählen Sie PPPOE verwenden aus und klicken dann auf Weiter.

  1. Die nächste Eingabemaske beschäftigt sich mit den Zugangsdaten des Providers. Im Unterschied zu YaST von Suse Linux fragt DrakConnect auch zwei DNS-Server Ihres Providers ab, die es fest einträgt. Das Beispiel zeigt die Zugangsdaten für den Tarif Arcor Basis 24. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf Weiter.

  1. Auf die Nachfrage, ob DrakConnect die Konfiguration anwenden soll, antworten Sie mit Ja.
  1. Damit Sie von Hand bestimmen können, wann Ihr Rechner online geht und wann nicht, sollten Sie die nun folgende Frage, ob die Verbindung beim Systemstart hergestellt werden soll, mit Nein beantworten.
  1. Zum Abschluss der Konfiguration fragt DrakConnect, ob es eine Internetverbindung aufbauen soll. Da Sie den Service-Name mit der Telefonnummer Ihres Providers nirgends eingeben konnte, wählen Sie Nein, da die Anwahl nicht funktionieren kann.

Wie schon bei Suse Linux sieht auch Mandrake Linux 9.2 nicht vor, den Service-Name bei der ADSL-Einrichtung einzugeben. Benutzte Suse Linux in den Versionen 9.0 und 9.1 jeweils ein Plugin des Dienstes PPP, um die Internetverbindung über das LAN-Modem aufzubauen, verwendet Mandrake Linux 9.2 das Zusatzprogramm pppoe.

Die Konfigurationsdatei, in der Sie den Service-Namen respektive Modem-String eintragen müssen, lautet unter Mandrake Linux 9.2 /etc/ppp/pppoe.conf. Dafür benötigen Sie Root-Rechte:

  1. Drücken Sie auf dem KDE-Desktop die Tastenkombination [Alt+F2], geben Sie im Befehlsfeld "kdesu kwrite /etc/ppp/pppoe.conf" ein und klicken Sie dann auf Ausführen. Daraufhin startet KWrite.
  1. Blättern Sie so weit, bis Sie den Eintrag "SERVICENAME" sehen. Hinter dem Gleichheitszeichen tragen Sie nun den Modem-String alias Service-Namen ein. Dieser setzt sich aus dem Einwahl-Befehl "atdt" und der Telefonnummer Ihres Providers zusammen. Es ist wichtig, dass der Modem-String kein Leerzeichen enthält. Abbildung 3 zeigt in der blau unterlegten Zeile den Modem-String für die Einwahl bei Arcor, Sie müssen lediglich die Telefonnummer austauschen.
  1. Speichern Sie die Datei und beenden Sie KWrite.

Abbildung 3: Unter Mandrake Linux 9.2 kommt wiederum ein anderes Programm wie unter Suse Linux 9.0 und 9.1 zum Einsatz, weshalb sich die Konfiguration unterscheidet. Bei Mandrake Linux tragen Sie den Service-Name wie in der zweiten Zeile hervorgehoben ein.

Zum Abschluss sollten Sie den Rechner neu starten, damit die Änderungen der Netzwerkkonfiguration wirksam werden. Für die Internet-Einwahl steht unter Mandrake Linux 9.2 kein separates Einwahlprogramm zur Verfügung. Sie müssen daher jedes mal DrakConnect über das Mandrake Kontrollzentrum aufrufen. Normale Benutzer, die das Root-Passwort nicht kennen, können die Internet-Einwahl daher nicht starten.

Abbildung 4 zeigt die Netzwerk-Eingabemaske von DrakConnect innerhalb des Mandrake Kontrollzentrums, während eine Internet-Verbindung besteht. Der Status ist "Verbunden", zum Trennen der Verbindung klicken Sie auf die Schaltfläche "Trenne Verbindung...". Gibt es keine Internetverbindung, heißt diese Schaltfläche "Verbinde..." und baut auf Klick eine Internetverbindung auf.

Abbildung 4: Die Einwahl unter Mandrake Linux 9.2 ist sehr umständlich und nur Benutzern mit Root-Rechten zugänglich. Die Anwahl und das Trennen der Verbindung erfolgt über die gleiche Schaltfläche.

Fedora Core 2

Nur die Konfigurationswerkzeuge von Fedora Core 2 sehen vor, den Service-Namen direkt bei der Einrichtung ohne umständliches Editieren irgend welcher Dateien. Dafür gibt es aber andere Klippen zu umschiffen:

  1. Starten Sie den Wizzard zur Internetkonfiguration über das KDE-Menü Systemtools.
  1. In der Geräteübersicht werden Ihnen alle bereits eingerichten Netzwerkgeräte angezeigt -- darunter wahrscheinlich auch Ihre bereits eingerichtete Netzwerkkarte. Diesen Eintrag müssen Sie unbedingt löschen, anschließend speichern Sie, starten den Rechner neu und beginnen die Einrichtung von neuem.
  1. Klicken Sie, nach eventuellem Neustart, auf die Schaltfläche Neu. Damit konfigurieren Sie ein neues Netzwerkgerät, in diesem Fall das LAN-Modem. Dazu startet der eigentliche Assistent.
  1. Im Assistenten wählen Sie zuerst den Verbindungstyp -- in diesem Fall eine "xDSL-Verbindung" -- und klicken auf Vor
  1. Die nächste Eingabemaske fragt die Zugangsdaten für den Provider ab, zudem die Netzwerkkarte, an der das LAN-Modem angeschlossen ist. Die Zugangsdaten erhalten Sie wie immer von Ihrem Internetprovider.

  1. Im nächsten Dialog zeigt Ihnen der Assistent noch einmal eine Zusammenfassung der angegebenen Zugangsdaten an. Anschließend kehrt er zur Übersicht der konfigurierten Geräte zurück. Die gerade eingerichtete Internetverbindung wird jetzt aufgelistet:
  1. Doppelklicken Sie nun den Geräteeintrag, darauf hin zeigt der Wizzard die erweiterten Einstellungen an.
  1. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert, gleich in der ersten Zeile fragt der Dialog nun den Service-Name ab. Hier geben Sie den Modem-Anwahlbefehl "atdt" gefolgt von der Telefonnummer Ihres Providers ein. Leerzeichen sind nicht erlaubt.

  1. Speichern Sie die Konfiguration über das Menü Datei und verlassen Sie den Wizzard. Anschließend starten Sie den Rechner neu.

Damit ist die Einrichtung komplett. Die Anwahl steuern Sie Mit der Netzwerkgerät-Kontrolle, die Sie im KDE-Menü unter Systemtools finden. Sollte die Einwahl misslingen, das Modem jedoch über die Connect-LED eine Verbindung anzeigen, gab es möglicherweise bei der Einrichtung eine Kollision zwischen den Gerätenamen. In diesem Fall sollten Sie die Konfiguration noch einmal von neuem beginnen, indem Sie zunächst alle Verbindungseinträge löschen, speichern, den Rechner neu starten und dann die Konfiguration in einem Zug, ohne Betätigen einer Schaltfläche Zurück, durchführen.

Fazit

Das Devolo Microlink 56k Fun LAN ist die nahezu optimale Lösung für alle Linux-Anwender, die auf ein analoges Telefonmodem angewiesen sind. Bei USB-Modems ist die Versorgung mit Treibern oftmals ungewiss, und serielle Modems findet man höchstens noch bei E-Bay. Durch die Emulation eines Ethernet-DSL-Modems sind für den Betrieb des Devolo-Geräts keinerlei besondere Treiber erforderlich, genauso wenig wie spezielle Einrichtungsprogramme. Lediglich der Umstand, die Telefonnummer über den Service-Namen einrichten zu müssen, bereitete im Test Probleme. Diese sind jedoch in den Konfigurationsprogrammen der jeweiligen Distributionen begründet, Devolo hat den Service-Namen nicht erfunden, sondern benutzt hier ein standardisiertes Feld, das im europäischen Ausland auch für die reguläre ADSL-Konfiguration benötigt wird.

Insgesamt verdient sich das Devolo Microlink 56K Fun LAN die Empfehlung der Redaktion, mit einem Preis von unter 60 Euro ist es nicht einmal teurer als herkömmliche USB-Modems, dafür wird es aber auf absehbare Zeit problemlos mit allen Linux-Distributionen zusammen arbeiten. (mdö)

Devolo Microlink 56k Fun LAN

Hersteller: Devolo www.devolo.de

Beschreibung: Analoges Telefonmodem mit Ethernet-Anschluss und DSL-Modem-Emulation

Lieferumfang: Netzteil, Telefonkabel (TAE-N auf RJ-11), Cross-Patch-Kabel

Preis: 50 bis 60 Euro

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