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Erschienen in EasyLinux 02/2005   »   Ausgabe bestellen

Multimedia-Tastatur für Linux

Tastenwirbel

von Andrea Müller


Unter Windows haben sie ihren Siegeszug schon vor Jahren angetreten: Multimedia-Tastaturen, mit denen Sie schnell Programme starten oder die Lautstärke ändern. Ein solches Gerät soll jetzt auch den Pinguin fliegen lehren. Wir haben die CyMotionMaster Linux getestet.

Multimedia-Tastaturen sind etwas Feines: Neben den normalen Tasten bringen sie zahlreiche Sondertasten mit, über die Sie häufig gebrauchte Funktionen aufrufen. So navigieren Sie per Tastendruck im Browser, starten das Mail-Programm oder schneiden schnell Text aus und fügen ihn wieder ein. Zwar bieten auch die meisten Programme Tastenkürzel für diese Aufgaben, der Nachteil dabei ist jedoch, dass Sie immer mindestens zwei Tasten auf einmal drücken müssen. Kommen Ihre Lieblingsprogramme mit unterschiedlichen Shortcuts daher, gilt es, gleich mehrere dieser Kombinationen auswendig zu lernen.

Sondertasten

Solange ein Tastendruck einen so genannten Keycode sendet, lassen sich Multimedia-Tastaturen auch unter Linux nutzen. Das geht beispielsweise mit einer Hilfsanwendung wie Xbindkeys [1]. Sendet eine Taste jedoch keinen Keycode, schauen Sie trotz externer Helferlein in die Röhre -- etwas, das niemals beim Programm ankommt, kann es auch nicht auswerten. Was passiert, wenn Sie eine Taste drücken, erfahren Sie beispielsweise mit dem Kommando xev an, das Sie aus einer KDE-Konsole starten. xev öffnet ein kleines Fenster mit einem schwarzen Quadrat. Sobald Sie darüber die Tastatur bedienen, sehen Sie in dem Konsolenfenster, aus dem Sie es gestartet haben, Informationen zu der Taste und ihre Belegung. In Abbildung 1 haben wir [Strg] gedrückt. Im markierten Teil der Ausgabe steht der Keycode und in Klammern dahinter, womit die Taste belegt ist -- im Beispiel Control_L.

Abb. 1: Das Kommando "xev" verrät den Keycode einer Taste.

Vor dem Kauf weiß man jedoch nicht, ob die Sondertasten einer Tastatur für Linux auswertbare Keycodes erzeugen. Damit auch für Linux-Nutzer die Anschaffung einer Tastatur kein Glücksspiel mehr ist, bietet der Auerswalder Hersteller Cherry [1] eine Linux-Multimedia-Tastatur an, die CyMotionMaster Linux G86-21070. Laut der Produktbeschreibung können Sie alle 29 Sondertasten bequem unter Linux nutzen. Wir haben uns eines der Geräte angesehen und auf Herz und Nieren getestet.

Die schlechte Nachricht zuerst: Unter Mandrake Linux gelang es uns nicht die Steuer-Software für die Tastatur zu nutzen. Weder mit den vorhandenen Suse-Linux-Paketen noch mit der selbst übersetzten Version der Software lief das Programm korrekt. Nutzer dieser Distribution sollten daher auf die 40 Euro teure Anschaffung des Geräts verzichten. Beim selbst übersetzen der Cherry-Programme fiel außerdem auf, dass die Skripte, die das Kompilieren erledigen nicht den unter Linux gängigen Standards entsprechen -- das Kompilieren der Software stellt daher nicht nur Linux-Einsteiger, sondern auch erfahrene Nutzer vor eine unnötig große Hürde.

Gut ausgestattet

Die schwarz-silberne Tastatur bekennt sich schon optisch zu Linux. Auf der Oberseite prangt das Pinguin-Logo, auch die sonst obligatorische Windows-Taste musste einer mit Tux bedruckten weichen. Die rechte Windows-Taste hat Cherry komplett entsorgt und sie durch eine weitere @-Taste ersetzt. Neben den optischen Reizen bietet die CyMotionMaster Linux 29 Sondertasten. Die in der obere Reihe steuern verschiedene Browser wie Konqueror, Mozilla und Firefox und Multimedia-Anwendungen wie Amarok, Mplayer und XMMS.

Sowohl links als auch rechts neben dem normalen Tasten-Block gibt es jeweils eine weitere Reihe Sondertasten. Mit den rechts liegenden wechseln Sie schnell den Desktop und rufen die Programmfunktionen Rückgängig und Wiederherstellen auf. Das funktioniert beispielsweise in KWrite oder OpenOffice. Die Tasten auf der linken Seite dienen zum Scrollen in Anwendungsfenstern und bieten schnellen Zugriff auf die Funktionen Kopieren, Ausschneiden und Einfügen. Am unteren Rand finden Sie die Regler zum Justieren der Lautstärke und zum Stummschalten des Rechners.

Wer alle Sondertasten nutzen will, sollte die CyMotionMaster Linux über PS2- und nicht über USB mit dem Rechner verbinden. So funktionieren die Tasten zum Justieren der Lautstärke nur am PS2-Anschluss. Möchten Sie sie auch über USB nutzen, ist es nötig, das Kernel-Modul für USB-Mäuse neu zu übersetzen. Das scheitert unter der Personal-Version von Suse Linux schon daran, dass dem System keine Entwicklungswerkzeuge beiliegen.

Mit im Paket enthalten ist Suse Linux 9.1 auf einer CD. Diese "Special Edition" entspricht vom Umfang her der Personal-Version, bringt jedoch keine gedruckten Handbücher mit. Auch auf den Suse Installations-Support müssen Sie mit dieser Version verzichten. Dazu kommt eine weitere CD, auf der Sie die Linux-Software zur Konfiguration der Tastatur finden.

Die Dokumentation auf der CD ist mangel- und fehlerhaft. Die Dateien README und INSTALL geben viel zu knappe Hinweise zur Installation, eine Beschreibung der einzelnenen Sondertasten und deren Funktionen fehlt. Was die Tasten bewirken, soll der Anwender offenbar in einer ruhigen Stunde durch Ausprobieren herausbekommen. Noch schlimmer sind einige Fehler: So rät die Anleitung, das Daemon-Programm, das die Arbeit im Hintergrund erledigt, mit dem Befehl keymand --plugin /usr/share/chreey/plugins/kde-gui.so zu starten. Dort liegt das Plugin aber weder bei Installation des Suse-Linux-Pakets, noch wenn man den mitgelieferten Quellcode selbst übersetzt Die Plugins finden Sie stattdessen im Ordner /usr/local/lib/keyman. Darüber hinaus sind beide Hilfedateien trotz des einheimischen Herstellers englischsprachig.

Der erste Eindruck, noch ohne die Cherry-Software, ist positiv. Die Tasten haben einen gut spürbaren Druckpunkt. Pfiffig gelöst ist die leichte Abschrägung der Feststelltaste. Sie verhindert, dass man die Taste versehentlich aktiviert und dann in Großbuchstaben weiterschreibt. Etwas unpraktisch sind die fünf Sondertasten auf der linken Seite. Allzu leicht drückt man die Einfügen-Taste anstelle von [Umschalt]. Das ist jedoch nur eine Gewöhnungsfrage -- nachdem wir zwei Tage mit der CyMotionMaster Linux gearbeitet hatten, kam es nicht mehr zu diesen Vertippern.

Schnellstart mit Suse Linux

Um den Sondertasten Leben einzuhauchen, gilt es zunächst die mitgelieferte Software einzuspielen. Am einfachsten gelingt das unter Suse Linux. Dazu müssen Sie nicht die von Cherry mitgelieferte Distribution installieren: Auch Suse Linux 9.1 Professional und die brandneue Version 9.2 arbeiten problemlos mit dem Cherry-Tool zusammen.

Unter Suse Linux 9.2 gibt es eine kleine Besonderheit: Bevor Sie mit der Installation der Tastatur-Software loslegen, spielen Sie zunächst mit YaST das aumix-Paket ein. Diese Mixer-Anwendung ruft die Tastatur auf, sobald Sie über die Sondertasten die Lautstärke anpassen. Am schnellsten kommt das Paket über die Kommandozeile auf Ihre Festplatte. Öffnen Sie eine KDE-Konsole und erlangen Sie mit su und dem Root-Passwort in der nächsten Zeile Administratorrechte. Geben Sie

yast -i aumix

ein. YaST startet im Textmodus und fordert Sie auf, die Installations-DVD einzulegen. Danach kopiert er aumix auf die Festplatte und beendet sich.

Die Installation des Tastatur-Treibers gestaltet sich ebenso leicht:

  1. Legen Sie die Cherry-Treiber-CD ein und wechseln Sie in Konqueror in den Ordner /media/cdrom. Wenn Sie schon mit Version 9.2 der Distribution arbeiten, bindet das System die CD eventuell in das Verzeichnis /media/dvd ein.
  1. Markieren Sie zuerst das aumix-Paket. Dieses Programm ruft ein Druck auf die Lautstärketasten des Keyboards auf. Wer mit Suse Linux 9.2 arbeit überspringt diesen Schritt. Diese Version bringt ein eigenes aumix-Paket mit, das Sie wie oben beschrieben bereits installiert haben sollten.
  1. Klicken Sie auf den Button Installiere Paket mit YaST (Install package with YaST unter Suse Linux 9.2), um die Software zu installieren. In der folgenden Dialogbox authentifiizieren Sie sich dazu mit dem Administratorpasswort.
  1. YaST spielt die Software ein, bringt die Konfigurationsdateien auf den neuesten Stand und beendet sich.
  1. Markieren Sie nun im Ordner /media/cdrom das Paket keyman-0.6.0-2.i586.rpm und spielen Sie es ebenso ein, wie zuvor die Mixeranwendung aumix.

Das Programm, das für die Funktion der Sondertasten zuständig ist, starten Sie über den Eintrag Keyman aus dem Startmenü (Abbildung 2). Sollt bei Ihnen der Menüeintrag fehlen, rufen Sie das Tool über ein Schnellstartfenster ([Alt-F2]) auf, in das Sie kkeymansystray eingeben.

Abb. 2: Über diesen Menüeintrag starten Sie das Programm "Keyman", mit dem Sie die Sondertasten der CyMotionMaster Linux nutzen.

Sondertasten Fedora Core 2

Das von Cherry geschnürte Paket ist zwar für Suse Linux, funktioniert mit einem kleinen Trick allerdings auch unter Fedora Core 2. Die KDE-Versionen der Distributionen liegen nah genug zusammen, so dass sogar das KDE-Steuerprogramm seine Arbeit erledigt. Das Problem dabei ist, dass Suse Linux anders als die anderen Distributionen KDE nach /opt/kde3 und nicht nach /usr installiert. KDE-Anwendungen aus Suse-Linux-Paketen finden daher unter Fedora Core 2 ihr Datenverzeichnis nicht. Sie schauen in /usr nach, die Dateien aus dem Suse-Linux-Paket liegen jedoch in /opt.

Unter Fedora Core 2 gehen Sie so vor, um die Software einzuspielen:

  1. Laden Sie zunächst das libidn-Paket aus dem EasyLinux-Download-Bereich [3] herunter. Doppelklicken Sie auf die Datei und geben Sie im KDE-Dialog, der nachfragt, womit Sie das Paket öffnen wollen, system-install-packages ein. Authentifizieren Sie sich als Administrator, denn nur Root darf unter Linux Software einspielen. Der Installationsassistent überprüft die Abhängigkeiten, kopiert die Software auf die Festplatte und beendet sich.
  1. Da Sie den Paket-Manager überlisten müssen, spielen Sie das Keyman-Paket auf der Kommandozeile ein. Öffnen Sie eine KDE-Konsole und werden Sie mit dem Befehl su und Eingabe des Administratorpassworts in der nächsten Zeile zu Root.
  1. Legen Sie die Cherry-CD ein. Die Distribution mountet sie automatisch. Über das Verzeichnis /mnt/cdrom greifen Sie auf die CD zu.
  1. Installieren Sie die Software mit dem Befehl
    rpm -i --badreloc --noscripts --relocate /opt/kde3=/usr /mnt/cdrom/keyman-0.6.0-2.i586.rpm
    Der Parameter --badreloc schaltet eine RPM-interne Überprüfung ab. Beim Erstellen eines Pakets kann derjenige, der es baut festlegen, dass es sich in jedes beliebige Verzeichnis installieren lässt. Diese Option ist standardmäßig abgeschaltet. Das ist sinnvoll, da bei manchen Programmen absolute Pfade einprogrammiert sind. Solche Anwendungen erwarten ihre Daten in einem bestimmten Verzeichnis und funktionieren nicht, wenn man diese Dateien in einen anderen Ordner packt. Mit --badreloc zwingen Sie RPM ein Pakete in ein anderes Verzeichnis als vorgesehen zu installieren. Dazu gehört die Option --relocate /opt/kde3=/usr. Sie legt fest, dass alles, was normalerweise unterhalb von /opt/kde3 landen würde, stattdessen in die Verzeichnisse im Ordner /usr wandert. --noscripts verhindert, dass rpm die zum Paket gehörende Skripte ausführt. Dadurch vermeiden Sie eine Fehlermeldung, denn die Skripte richten die Keyboard-Kontrolle als Dienst ein. Fedora Core 2 nutzt dafür jedoch andere Befehle als Suse Linux, so dass das nicht funktioniert.
  1. Sobald Sie selbst wieder Text eingeben können, ist die Software eingerichtet. Die Tastatur-Software starten Sie über den Eintrag Keyman im KDE-Menü oder über ein Schnellstartfenster ([Alt-F2], in das Sie kkeymansystray eingeben.
  1. Damit der Dienst, der die Sondertasten richtig belegt automatisch beim Booten startet, passen Sie sein Startskript an. Geben Sie dazu kwrite /etc/init.d/cherry in die immer noch geöffnete KDE-Konsole ein.
  1. Entfernen Sie in der Textdatei die Suse-spezifischen Kommentarzeilen am Anfang. Sie beginnen alle mit einer Raute (#). Geben Sie stattdessen die folgenden Zeilen ein:
    #!/bin/sh
    #chkconfig 345 88 88
    #description: Tastatursteuerung
    An den Befehlen im Skript ändern Sie nichts. Die Datei sollte aussehen wie in der folgenden Abbildung.

  1. Speichern Sie das Startskript und schließen Sie KWrite.
  1. Rufen Sie jetzt noch den Befehl
    /sbin/chkconfig --add cherry
    auf. Er erzeugt die Verknüpfungen in den Runlevel-Verzeichnissen [4]. Dadurch startet Linux den Tastatur-Daemon automatisch beim Booten.

Herantasten

Mit dem Cherry-Programm aktivieren Sie die Sondertasten der CyMotionMaster Linux. Das Tool nistet sich nach dem Start im Systembereich der KDE-Leiste ein (Abbildung 3) und startet im Hintergrund den Dienst, der die Sondertasten belegt. Damit Sie das Programm nicht immer manuell aufrufen müssen, aktivieren Sie den Autostart. Klicken Sie dazu das Symbol im Systembereich an, um den Einstellungsdialog zu öffnen. Setzen Sie auf der Registerkarte General ein Häkchen vor Automatically start on login (Abbildung 4). Ein Wermutstropfen ist, dass die Anwendung keine deutschsprachigen Menüs hat.

Sobald Sie eine der Sondertasten drücken, erscheint neben dem Kicker-Applet ein Infofenster, das die zugeordnete Aktion einblendet.

Abb. 3: Die "Keyman"-Software startet als Kicker-Applet.

Abb. 4: Hier legen Sie fest, dass das Cherry-Tool automatisch startet.

Ab sofort lassen sich die Zusatztasten nutzen. Die oberen zehn steuern Browser und Multimediaprogramme. So blättern Sie in Konqueror vor und zurück, laden eine Seite neu oder öffnen mit Druck auf die Taste mit der Lupe den Suchdialog. Das gelingt ebenso in anderen Browser, wie etwa Mozilla oder Firefox.

Die fünf rechten Tasten sind ebenso bedruckt wie die Knöpfe eines Kasettenrekorders. Ein Druck auf das Play-Äquivvalent öffnet xmms, die anderen Tasten dienen dazu die Wiedergabe zu stoppen, zum vorherigen oder nächsten Lied der Play-Liste zu wechseln oder dazu, die CDROM-Schublade zu öffnen.

Die Sondertasten auf der linken Seite bieten von oben nach unten folgende Funktionen:

Ebenso praktisch sind die Bedienelemente rechts neben den normalen Tasten. Sie bewirken von oben nach unten:

Die vier Tasten rechts neben [Pause] hat Cherry als Schnellstarter für Anwendungen konfiguriert. Von links nach rechts passiert bei einem Druck darauf folgendes:

Mit den unten liegenden Tasten steuern Sie die Lautstärke oder schalten den Rechner komplett stumm. Fedora Core 2 bietet dabei sogar visuelles Feedback und zeigt an, was Sie gerade tun (Abbildung 6).

Abb. 6: Fedora Core 2 blendet eine Statusanzeige ein, wenn Sie über die Sondertasten die Lautstärke ändern.

Ganz nach Wunsch

Mit dem KDE-Tool ändern Sie die Tastenbelegung nach Ihren Wünschen. So können Sie etwa die Schnellstarter leicht mit anderen Programmen belegen. Um den KDE-Taschenrechner durch den Text-Editor KWrite zu ersetzen, gehen Sie so vor:

  1. Öffnen Sie das Einstellungsmenü über einen Klick auf das Symbol in der KDE-Leiste. Wechseln Sie dort auf das Register Key actions.
  1. Scrollen Sie in der Liste auf der linken Seite bis zum Eintrag XF86Calculator und klicken Sie auf das Pluszeichen davor.
  1. Markieren Sie Calculator KCalc, um die Einstellungen in der rechten Fensterhälfte anzuzeigen. Geben Sie ins Feld Name einen neuen Namen ein, etwa KWrite. In das Feld command gehört der Befehl zum Start des Editors: Schreiben Sie in dieses Feld kwrite&.

  1. Sobald Sie die Änderung mit OK bestätigen, startet bei einen Druck auf die Taste mit dem Taschenrechner der KDE-Text-Editor.

Ebenso leicht passen Sie die vordefinierten Tastenkombinationen für den Browser an. So braucht man die Funktion Abbrechen nicht so häufig. Sie können beispielsweise dafür sorgen, dass ein Druck auf diese Taste Sie zum nächsten Tab bringt.

  1. Wechseln Sie im Konfigurationsprogramm auf den Reiter Key actions. Markieren Sie dort XF86Stop in der Liste.
  1. Klappen Sie alle Einträge darunter aus und markieren Sie Mozilla - Stop.
  1. In der rechten Fensterhälfte schreiben Sie hinter Keys die Tastenkombination Control_L+Page_Down ([Strg-Bild runter]). Wenn Sie mögen, geben Sie der Aktion zusätzlich noch einen anderen Namen.

Ein Druck auf die Taste mit dem x bringt Sie künftig zum nächsten Tab in Mozilla.

Fazit

Wenn die Linux-Tastatur wie erwartet funktioniert, ist es eine Freude mit ihr zu arbeiten. Das gute Schreibgefühl und die frei konfigurierbaren Sondertasten ermöglichen effizientes Arbeiten. Eine grundlegende Schwäche liegt in dem Steuerprogramm, das als KDE-Applet daherkommt. So schön die Integration in den KDE-Desktop auch ist, Gnome-Nutzer haben so kaum etwas von dem Keyboard. Außerdem schreitet die KDE-Entwicklung rasch voran, es ist also unwahrscheinlich, dass das Applet auch noch mit KDE 3.4 zusammenarbeitet. Da man gewöhnlich eine Tastatur länger nutzt als seine Linux-Distribution bleibt abzuwarten, ob Cherrys Linux-Aktivitäten nicht nur ein Lippenbekenntnis sind. Lässt sich der Quellcode des Applets mit neueren KDE-Versionen nicht mehr übersetzen, steht Cherry in der Pflicht, Updates bereitzustellen. Ob Sie die CyMotionMaster auch mit zukünftigen Distributionen noch nutzen können, wird erst die Zukunft zeigen. (amü)

Infos
[1] Xbindkeys-Artikel: Kalle Gerwien, EasyLinux 02/2004, S. 78 f.
[2] Cherry-Homepage:http://www.cherry.de/
[3] EasyLinux-Download-Bereich: http://www.easylinux.de/Download
[4] Linux-Boot-Konzept-Artikel: Andrea Müller und Elisabeth Bauer, "Hochfahren", EasyLinux 01/2004, S. 74 ff.

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