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Erschienen in EasyLinux 02/2005   »   Ausgabe bestellen

OpenOffice

Tipps und Tricks zu OpenOffice

von Thomas Hümmler


OpenOffice ist für Umsteiger zunächst ungewohnt, vor allem, wenn Sie früher mit dem Programmpaket von Microsoft gearbeitet haben. Die folgenden Tipps und Tricks helfen Ihnen beim Umgang mit der Tabellenkalkulation Calc, mit angedockten Fenstern und Symbolleisten.

Zellbereiche in OpenOffice Calc nicht drucken

In der Tabellenkalkulation Calc können Sie einzelne Tabellenblätter und auch ganze Dokumente schützen. Oder Sie legen nur für einzelne Zellen fest, dass der Drucken-Befehl diese ignoriert. So verhindern Sie beispielsweise, dass Nebenrechnungnen oder Kommentare, die Sie einfach in die Zellen geschrieben haben, mitgedruckt werden.

Um eine oder mehrere Zellen nicht auszudrucken, markieren Sie diese zunächst. Anschließend wählen Sie Format / Zelle oder drücken die Tastenkombination [Strg-1], dann wechseln Sie ins Register Zellschutz. Markieren Sie im Bereich Ausdruck die Option Für Ausdruck ausblenden und bestätigen Sie mit OK.

Nun werden diese Zellen nicht mitgedruckt. Sie können diesen Schutz mit einen Kennwort für die Tabelle oder das gesamte Dokument versehen, aber die Ausdruckssperre gilt auch ohne Passwortschutz; sie lässt sich aber ohne Weiteres wieder aufheben. Wollen Sie trotzdem ein Kennwort vergeben, wählen Sie Extras / Dokument schützen / Tabelle bzw. Extras / Dokument schützen / Dokument.

Lebensalter in Tagen

Wollen Sie wissen, wie viele Tage genau Sie schon auf dem Buckel haben? Dann schreiben Sie Ihr Geburtsdatum in die Zelle B1 und in die Zelle B2 folgende Formel: =-TAGE(B1;HEUTE()) (Abbildung 1).


Abb. 1: So alt wird kein Schwein: Mit der Formel "=-TAGE(B1;HEUTE())*24*60*60" erfahren Sie Ihr Alter in Sekunden.

Wie oft werden wir noch wach?

Auch wenn das Fest gerade erst vorbei ist, Kinder wollen immer wissen, wie lange es noch bis zum nächsten Weihnachten dauert. Die Formel =24.12.-JETZT() verrät es ihnen.

Internet-Adressen nicht als Hyperlinks formatieren

In der Standardeinstellung wandelt OpenOffice Internet-Adressen automatisch in Hyperlinks um. Wenn Sie das nicht möchten, schalten Sie die Option unter Extras / AutoKorrektur/AutoFormat im Register Optionen aus. Entfernen Sie dazu die Häkchen neben URL erkennen.

Wenn Sie die automatische URL-Erkennung nicht komplett abschalten möchten, verwandeln Sie einen einzelnen Hyperlink auf eine von zwei Arten zurück: Direkt nach der Eingabe und Umwandlung in einen Hyperlink formatieren Sie diesen mit der Tastenkombination [Strg-Z] zurück in gewöhnlichen Text. Bemerken Sie die Umwandlung erst später, markieren Sie den Hyperlink und wählen Sie den Befehl Format / Standard.

Gallery, Navigator und Stylist andocken

Die Fenstergallerie (Extras / Gallery), Navigator (Bearbeiten / Navigator) und Stylist (Format / Stylist) können Sie ans Programmfenster von OpenOffice andocken (Abbildung 2). Der Stylist darf dabei links oder rechts am Rand stehen, Navigator und Gallery können außerdem oben und unten stehen.

Zum Andocken haben Sie zwei Möglichkeiten: Halten Sie die [Strg]-Taste gedrückt und ziehen Sie das Fenster mit gehaltener linker Maustaste an der Titelleiste zum Rand hinaus. Ein Rahmen deutet an, wo das Fenster landen wird, wenn Sie die Maustaste loslassen.

Schneller geht es so: Halten Sie die [Strg]-Taste gedrückt und klicken dann doppelt auf einen freien Bereich des Fensters oder eine frei Stelle in der Symbolleiste des Fensters. Damit landet das Fenster an der Position, an der es zuletzt angedockt war.

Mit der gleichen Methode lösen Sie ein angedocktes Fenster anschließend auch wieder.

Abb. 2: Gallery (Mitte), Navigator (unten) und Stylist (rechts) erscheinen entweder als eigenständige oder als angedockte Fenster.

Cursor verschwindet unter angedockten Fenstern

Wenn Sie ein Fenster andocken, kann es vorkommen, dass der Cursor dahinter verschwindet. Sie ändern dieses Verhalten, indem Sie das Fenster fixieren. Dazu klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem Pin am Rand des angedockten Fensters. Das Symbol ändert sich und der Pin deutet grafisch an, dass das Fenster anheftet. Wenn Sie nun den Text bearbeiten, bleibt der Cursor immer im sichtbaren Teil des Programmfensters verschoben.

Angedockte Fenster aus- und einblenden

Angedockte Fenster zeigen über oder neben dem Pin-Symbol eine Schaltfläche mit einem Pfeil an. Klicken Sie auf dieses Symbol, wird ein eingeblendetes Fenster ausgeblendet und umgekehrt.

Angedockte Fenster blenden sich automatisch aus

Ein ausgeblendetes angedocketes Fenster bringen Sie mit einem Klick auf dessen Rand zurück auf den Bildschirm. Dank der AutoHide-Funktion von OpenOffice verschwindet es wieder, wenn Sie mit dem Mauszeiger den Fensterbereich wieder verlassen.

Schaltfläche zu einer Symbolleiste hinzufügen

Den Funktions-, Objekt-, Werkzeug- und anderen Symbolleisten fügen Sie bei Bedarf weitere Schaltflächen hinzu. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die betreffende Symbolleiste und wählen Sie den Befehl Sichtbare Schaltflächen. Daraufhin erscheint ein Untermenü mit allen für die jeweilige Leiste vordefinierten Schaltflächen. Wählen Sie hier die Schaltfläche aus, die zusätzlich auf der Symbolleiste erscheinen soll. Folgende Befehle können Sie hinzufügen:

Schaltfläche sichtbar machen

Sie können für jede Symbolleiste von OpenOffice die Liste der sichtbaren Schaltflächen bearbeiten. Dazu wählen Sie Extras / Anpassen, wechseln auf das Register Symbolleisten und klicken dort auf Bearbeiten.

Wählen Sie nun aus der Liste Symbolleisten den Eintrag, den Sie ändern wollen. Klappen Sie in der Liste unter Verfügbare Schaltflächen eine Kategorie auf und markieren Sie eine Funktion. Klicken Sie auf Hinzufügen (Abbildung 3) und die Schaltfläche wird unter der aktuell markierten eingefügt.

Möchten Sie die Liste unter Verwendete Schaltflächen neu sortieren, wählen Sie eine Schaltfläche und verschieben diese mit den Buttons Nach oben oder Nach unten.

Abb. 3: Die Symbolleisten lassen sich an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Eigene Symbole für OpenOffice definieren

In OpenOffice können Sie zusätzlich oder anstelle der Symbole des Programms eigene Grafiken einbinden. Dazu müssen Ihre Symbole als Bitmap-Datei, also im BMP-Format, vorliegen und genau 24 x 24 Pixel messen. Der erste Buchstabe des Dateinamens muss ein "L" sein -- ob groß oder klein geschrieben, ist egal.

Kopieren Sie die Symboldatei ins Installationsverzeichnis von OpenOffice, und dort in den Unterordner share/config/symbol. Jedes Mal, wenn Sie den Dialog Schaltfläche bearbeiten starten, durchsucht OpenOffice dieses Verzeichnis nach neuen Symbolen (Abbildung 4).

Zum Kopieren brauchen Sie Root-Rechte. Starten Sie also den Konqueror über ein Schnellstartfenster mit [Alt-F2] und der Eingabe kdesu konqueror und geben Sie im Dialogfenster das Root-Passwort ein. Dann können Sie das Symbol in den Ordner kopieren oder verschieben.

Abb. 4: Die in OpenOffice enthalteten Symbole ergänzen Sie durch eigene Grafikdateien.

Symbole für OpenOffice mit Gimp erzeugen

Um ein eigenes Symbol zu erzeugen, benutzen Sie zum Beispiel das Bildbearbeitungsprogramm Gimp. Laden Sie ein beliebiges Bild, das Sie auf Symbolgröße schrumpfen wollen. Wählen Sie Bild / Bild skalieren und geben Sie als Breite und Höhe jeweils 24 ein. Damit das klappt, deaktivieren Sie die Option Ansichtsverhältnis beschränken, symbolisiert durch eine Kette neben den Eingabefeldern für den Skalierungsfaktor. Ein Klick auf OK bringt das Bild auf Symbolgröße (Abbildung 5).

Danach speichern Sie es als BMP-Datei ab. Wählen Sie Datei / Speichern unter... und geben Sie dem Bild einen geeigneten Dateinamen. Dieser sollte mit L beginnen und mit .bmp enden. (csc)

Abb. 5: Mit den Bildbarbeitungsprogramm Gimp bringen Sie Grafiken in die richtige Größe, um sie als OpenOffice-Symbole zu verwenden.

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