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Erschienen in EasyLinux 03/2005   »   Ausgabe bestellen

Nachrichten

Kurz notiert

Getmail 4.3.0: Kleines Hilfsprogramm, das E-Mails von Mailservern herunterlädt und in lokale Mailboxen einsortiert. Es beherrscht dabei den Umgang mit unterschiedlichen User-Accounts sowie den verschlüsselten Download der Nachrichten via SSL. Die aktuelle Version behebt einen Fehler in der Kommunikation mit einem POP-Server. http://www.qcc.ca/~charlesc/software/getmail-4/

KPlayer 0.5.3: Multimedia-Programm für KDE, dass auf dem MPlayer aufsetzt. Es spielt verschiedene Video- und Audio-Formate ab und greift dabei auf beispielsweise auf Videogeräte oder Dateien zu. Die aktuelle Zwischen-Release beseitigt ein Problem, das auftrat, wenn die Anwendung sich Größe und Verhältnis der Bilddarstellung merken sollte. http://kplayer.sourceforge.net

IceWM 1.2.20: Schlanker Window-Manager, der sich leicht über die Tastatur bedienen und mittels Themes sehr einfach optisch verändern lässt. Die aktuelle Version behebt einen Bug, der verhinderte, dass die Menüleiste genau am oberen Rand andockt. Zudem lassen sich Themes nun auch im Home-Verzeichnis installieren. http://www.icewm.org

LinkChecker 2.1: Hilfsprogramm, das eine lokale oder entfernte Web-Seite nach kaputten Links untersucht. Zu der Vielzahl von Features gehört unter anderem die automatisierte Untersuchung von passwortgeschützten Seiten, die Kommunikation durch einen Proxy sowie die Überprüfung von Mail-Links. Die aktuelle Version beherrscht nun auch die Spezifikationen von XHTML und wertet diese richtig aus. http://linkchecker.sourceforge.net

Suse 9.2 als DVD-Version zum Download

Suse bietet seit Januar ein komplettes DVD-Image ihres Produktes Suse Linux Professional zum Download an.Die 4,5 GByte große Datei steht auf ftp.suse.com und zahlreichen Mirror-Seiten vor allem bei deutschen Universitäten zur Verfügung.

Nicht ganz brandneue Versionen des beliebten kommandozeilenorientierten Download-Programms wget brechen allerdings aufgrund eines Programmierfehlers nach 2 GByte ab. Als Ersatz empfiehlt sich zum Beispiel das Programm ncftpget, das auf den meisten Linux-Systemen installiert ist, oder der textbasierte Browser lynx mit der Option -source.

Linus Torvalds unter den besten Managern 2004

Das amerikanische Magazin Business Week wählte Linus Torvalds unter die 17 besten Manager des Jahres 2004. Er ist in dieser Liste der einzige, der keinem kommerziellen Unternehmen vorsteht. Zu den 17 ausgezeichneten zählenunter anderem der AMD-Boss Hector Ruiz oder Xerox-Chefin Anne Mulcahy.

Business Week begründet die Wahl von Linus Torvalds mit den beträchtliche finanziellen Auswirkungen, die Linux auf die Geschäftswelt hat und zitiert Experten, die den Linux-Markt im Jahr 2008 auf 35 Milliarden Dollar schätzen. Das Magazin ergänzte die Liste zusätzlich um eine unterhaltsame Auswahl der schlechtesten und kriminellsten Manager des vergangenen Jahres http://www.businessweek.com/magazine/toc/05_02/B39150502manager.htm.

Abb. 1: So sehen erfolgreiche Manager aus: Linus Torvalds auf der Website des US-Magazins Business Week.

Multimedia-Player Xine 1.0

Die Entwickler des Multimedia-Players xine stellten die Version 1.0 fertig. Die Software war jedoch schon vor dieser ersten "stabilen" Version bei vielen Anwendern im Einsatz und in den meisten Linux-Distributionen enthalten. So bietet die aktuelle Version keine neuen Funktionen im Vergleich zum Vorgänger. Da sie aber ein Sicherheitsproblem behebt, empfiehlt das Entwicklerteam dennoch den Download unter http://www.xinehq.de.

Bei xine handelt es sich im wesentlichen um eine Bibliothek, die xine-lib, die die Verarbeitung der verschiedenen Video- und Audio-Codecs übernimmt. Um sich einen Film oder eine DVD anzuschauen, braucht der Benutzer ein Frontend wie beispielsweise Kaffeine http://kaffeine.sourceforge.net.

Außerdem stellen die Entwickler auf ihrer Web-Seite nur Archive mit dem Quellcode zur Verfügung. Dort findet sich jedoch ebenfalls eine Link-Sammlung von anderen Sites, die Pakete für unterschiedliche Distributionen anbieten. Da diese jedoch nicht von den Distributoren selbst kommen, können sie unter Umständen Konflikte mit bereits installierter Software hervorrufen und sind daher mit Vorsicht zu genießen.

Abb. 2: Der Multimedia-Player Xine in Aktion. Auch mit den Menüpunkten von Video-DVDs kommt er mit entsprechenden Plugin zurecht.

Adobe Reader 7 für Linux kommt

Der kostenlose PDF-Reader der Firma Adobe wird in Version 7 auch für Linux erhältlich sein. Künftig heißt er aber nicht mehr Adobe Acrobat Reader, sondern schlicht Adobe Reader. Die Version 6 gab es nur für Windows, mit der aktuellen Version will Adobe nun wieder Linux-Benutzer ansprechen. Während Adobe Reader 7 für Mac und Windows bereits erhältlich ist, befindet sich die Linux-Version noch im öffentlichen Beta-Test. Die Registrierung dafür wurde wegen großer Nachfrage bereits geschlossen.

Mit der neuen Reader-Version lassen sich Notizen in Dokumente einfügen und PDF-Dateien auch bearbeiten, wenn das der Ersteller des Dokuments erlaubt hat -- das war bisher nur mit dem kostenpflichtigen Acrobat-Werkzeug möglich. Nach eigenen Angaben verbesserte Adobe ebenfalls das Browser-Plugin, sodass es Dokumente aus dem Web nun schneller läd.

Die kalifornische Firma scheint in letzter Zeit ihr Linux-Engagement zu verstärken. Beispielsweise wurde sie Mitglied bei den Open Source Development Labs (OSDL), der Industrievereinigung, die auch Linus Torvalds beschäftigt.

Neue Opera-Version komfortabler

Bei den Arbeiten an der kommenden Version des Browsers Opera (http://www.opera.com) legen die Entwickler einen Schwerpunkt auf Komfort-Features für den Anwender: Ein verbesserte Druckfunktion und eine optimierte Anzeige der Seiten sowie schneller Zugriff auf die wichtigsten Funktionen sind bereits in der Betaversion im Einsatz.

Allerdings sollten Anwender die Funktion "Fit-to-width" mit Vorsicht genießen: Der Browser staucht zwar Web-Seiten, die breiter sind als das Fenster, er expandiert aber auch Seiten, die von grundsätzlich auf schmalere Darstellung programmiert sind und zieht diese auseinander (siehe Abbildung 3).

Der Browser vereinfacht dem Anwender zudem den Zugriff auf RSS-Feeds, kleine Nachrichten-Schnipsel, die von vielen Seiten mittlerweile bereitgestellt werden. Ist solche ein Feature vorhanden, blendet das Programm einen entsprechenden Eintrag in die Menüleiste ein.

Über welche Fähigkeiten die Software darüber hinaus verfügt, steht derzeit ebenso wenig fest, wie der Codename der Release. Ein paar Geheimnisse wollte der norwegische Hersteller bis zur voraussichtlichen Freigabe der stabilen Version im ersten Quartal 2005 für sich behalten. Es sollen aber so umfangreiche Änderungen sein, dass die Firma sich dazu entschied, bei der Versionnummer einen Sprung zu vollziehen und so warten die Anwender also auf eine Release 8.0.

Abb. 3: Des Guten zuviel: Der neue Opera bringt alle Web-Seiten auf Wunsch auf Fensterbreite. Nicht immer mit dem gewünschten Effekt.
Internet-Telefonie-Software aktualisiert

Immer mehr Internet-Provider bieten die Möglichkeit, Telefongespräche über das Internet zu führen. Dies setzt eine entsprechende Software voraus, wie sie der Anbieter Skype http://www.skype.com unter gleichem Namen kostenlos über seine Web-Site veröffentlicht.

Über ein selbstentwickeltes Protokoll erlaubt das Programm dem Benutzer sowohl kostenlose Anrufe zu anderem Voice-over-IP-Teilnehmern als auch -- mit einem kostpflichtigen Add-On -- günstige Gespräche ins weltweite Festnetz. In die umgekehrte Richtung, also aus dem Festnetz zu einem VoIP-Anschluss, funktioniert die Technik derzeit nicht.

Mittels Kontaktdaten wählt der Benutzer die Gegenstelle per Klick an und bekommt -- sofern die technischen Voraussetzungen vorhanden sind -- neben der Ton- auch eine Bildverbindung. Darüber hinaus ermöglicht das Programm einen Text-Chat mit bis zu 50 Teilnehmern.

Auf der Web-Seite stehen RPM-Pakete für die aktuellen Version von Suse, Mandrake und Fedora zur Verfügung, die sich einfach über das Paketmanagement der jeweiligen Distribution installieren lassen.

Abb. 4: Die Telefonie-Software Skype erlaubt sogar Konferenzschaltungen mit mehreren Teilnehmern zum Nulltarif über das Internet.

Browser und Mail-Client mobil

Flott waren sie schon, jetzt wird das Duo Firefox und Thunderbird mobil. Die Entwickler planen für die kommenden Version die Unterstützung eines neuen Standards mit dem Namen U3 http://www.u3.com. Dieser legt fest, wie eine Anwendung beschaffen sein sollte, damit sie von einem Wechselmedium starten kann. Praktisch hieße das, der Anwender installiert die beiden Programme plus Benutzerprofile und persönliche Daten, wie Mails, auf einem USB-Stick und kann diese dann an vielen Rechner benutzen. (Andreas Grytz/agr)

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