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von Martin Loschwitz
Als Antwort auf den Artikel "Fuchs und Fertig" in EasyLinux 01/2005 erreichten die Redaktion viele Leserbriefe. Ein Problem beschrieben die Benutzer dabei besonders häufig: Nach dem Upgrade oder der Installation von Firefox 1.0 funktioniert Java für Websites nicht mehr. Das lässt sich in der Regel schnell beheben -- meist fehlt nichts als ein so genannter symbolischer Link an der richtigen Stelle auf das Java-Plug-in. Ein symbolischer Link entspricht in etwa einer Dateiverknüpfung unter Windows -- ein Verweis an einer Stelle im Dateisystem, der auf die Originaldatei zeigt. Ausführlich behandelt haben wir das Thema symbolische Links in [1].
Diesen Link legt normalerweise die Java-Setup-Routine bei der Installation an, wenn Sie von beiden Programmen die Distributionspakete verwenden. Firefox erkennt den Link beim Start und lädt das entsprechende Plug-in. Danach steht die Java-Funktionalität in Firefox zur Verfügung.
Das Problem liegt nun genau an der Stelle, bei der im Firefox-Ordner der Java-Link angelegt wird. Als Sie Firefox auf das System gebracht haben, war Java natürlich schon installiert. Daher fehlt der Link im Firefox-Ordner. Obwohl Java installiert ist, erkennt der Browser es nicht. Sie müssen also lediglich jenen Link manuell setzen.
Auch wenn Sie vorher gar kein funktionstüchtiges Java hatten, müssen Sie auf den Komfort der Bibliothek nicht verzichten. Die Java-Installation ist bei allen Distributionen schnell erledigt. Wenn Sie Java auf Ihrem System bereits benutzt haben, überspringen Sie den folgenden Schritt.
Diese Beschreibung geht davon aus, dass Firefox im Verzeichnis firefox in Ihrem Home-Verzeichnis installiert ist. Überprüfen Sie zuerst im Konqueror, ob das auch bei Ihnen der Fall ist, und passen Sie sonst die Verzeichnisnamen in den Befehlen an.
Sowohl den verschiedenen Versionen von Suse Linux 9.1 als auch Suse Linux 9.2 liegt eine komplette Java-Umgebung bei. Sie installieren diese mit YaST2.
Fedora Core liegen keine Java-Pakete bei. Wie so oft sprang aber Dag Wieers in die Bresche und bietet fertige Pakete an, die Sie problemlos in Fedora Core 2 installieren.
Bei Mandrake Linux 10.1 gestaltet sich die gesamte Angelegenheit schwieriger. MandrakeSoft stellt keine passenden RPM-Pakete bereit und auch im Netz finden sich keine, die problemlos mit RpmDrake installierbar wären. Deswegen ist der Umweg über ein RPM-Paket von Sun notwendig.
Nun fehlt noch der symbolische Link. Der folgende Schritt ist distributionsunabhängig; Sie müssen lediglich den Pfad zum Java-Plug-in anpassen.
Wenn Java nun noch immer nicht in der Liste der Plug-ins steht, gibt es dafür leider viele mögliche Gründe. Oft ist ein Tippfehler beim Erstellen des Links der Schuldige. Wenn ein Link auf eine nicht existierende Datei verweist, zeigen alle Distributionen ihn in der Kommandozeile beim Aufruf von ls in $HOME/firefox/plugins in roter Farbe unterlegt.
Sind Sie sicher, dass der Link stimmt, ist intensive Fehlersuche angesagt. In diesem Fall sollten Sie zunächst Firefox vollständig beenden. Rufen Sie danach mit [Alt-F2] und konsole ein Kommando-Fenster auf und führen Sie dann den Befehl $HOME/firefox/firefox aus. So sehen Sie im Terminal eventuelle Hinweise auf Fehler, die Firefox beim Start ausgibt. Diese verschwinden ansonsten im Nirvana, wenn Firefox aus einem Menü heraus gestartet wird. Die Fehler, die in der Konsole angezeigt werden, geben meist schon einen Hinweis darauf, wo das Problem genau liegt. Eine Suche im Netz nach der jeweiligen Fehlermeldung bringt oft letzte Erkenntnis, zumal man fast sicher sein kann, dass man nicht der Einzige mit einem Problem ist. (eba)
| Infos |
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[1] Daniel Molkentin: "Verknüpfungen per Shell", EasyLinux 11/2004 S. 81f.
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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