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von Thomas Hümmler
Möchten Sie wissen, ob Ihre Linux-Distribution bereits KDE 3.3 mitbringt? Dann klicken Sie einfach im Hilfe-Menü irgendeiner KDE-Anwendung auf den Eintrag Über KDE. Im folgenden Dialogfenster steht oben die KDE-Version, zum Beispiel 3.3.1 (Abbildung 1).
Haben Sie versehentlich den Bereich der KDE-Leiste geschlossen, über den Sie zwischen den einzelnen Desktops wechseln, erhalten Sie ihn über das Kontextmenü der KDE-Leiste zurück. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich und wählen Sie Hinzufügen / Miniprogramm / Umschalter. Bis zur KDE-Version 3.2 war der Arbeitsflächenumschalter immer zweizeilig. In Version 3.3 können Sie auch auf auf die einzeilige und dreizeilige Darstellung umschalten. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den Umschalter und wählen Sie Anzeigen / Zeilen. Im aufklappenden Untermenü entscheiden Sie sich für einen der Einträge Automatisch, 1, 2 oder 3. Markieren Sie Automatisch, sucht KDE die passende Darstellung abhängig von der Anzahl der Arbeitsflächen aus.
In älteren KDE-Versionen konnten Sie bis zu 16 Arbeitsflächen einrichten. Was anfangs für Windows-Umsteiger, die von dort nur einen Desktop kennen, ungewohnt ist, mag man bald nicht mehr missen. Unter KDE 3.3 hat sich die maximal erlaubte Anzahl der Arbeitsflächen noch einmal erhöht: auf insgesamt 20.
Um mehr Arbeitsflächen einzurichten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Umschalter in der Kontrollleiste und wählen Virtuelle Arbeitsflächen einrichten (Abbildung 2). Im folgenden Dialog stellen Sie mit dem Schieberegler zunächst die Anzahl der Arbeitsflächen ein. Anschließend können Sie jeder Arbeitsfläche einen aussagekräftigen Namen geben. Schließen Sie den Konfigurationsdialog mit Klick auf OK. Die zusätzlichen Desktops richtet KDE sofort ein, ohne dass Sie sich ab- und wieder anmelden müssen.
Den Navigationsbereich im Konqueror öffneten Sie in KDE 3.1 mit der Funktionstaste [F9]. In KDE 3.2 und 3.3 ist ihm kein Tastenkürzel mehr zugeordnet, und Sie erreichen ihn zunächst nur über Fenster / Navigationsbereich anzeigen. Um sich den Weg übers Menü zu sparen, richten Sie den gewohnten Aufruf per Funktionstaste leicht wieder ein: Klicken Sie dazu auf Einstellungen / Kurzbefehle festlegen und suchen Sie in der folgenden Liste den Eintrag Navigationsbereich anzeigen. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche mit der Aufschrift Keine. Drücken Sie nun die Taste [F9], um die Funktionstaste dem Befehl zuzuweisen. Mit OK verlassen Sie den Einstellungsdialog.
Welche praktischen Tastenkombinationen die Arbeit mit Konqueror noch effizienter gestalten, verraten wir in der Tabelle Konqueror-Tastenkürzel. Einige Tastenkombinationen funktionieren nur im Browser- oder Datei-Manager-Modus. So gelingt das Löschen einer Datei mit Druck auf [Umschalt-Entf] nur, wenn Konqueror Dateien auf der Festplatte darstellt, nicht aber auf einer Web-Seite oder in einem FTP-Verzeichnis. Andere Tastenkürzel, wie [F6], um den Inhalt der Adresszeile zu markieren, funktionieren sowohl im Datei-Manager- als auch im Browser-Modus.
| Konqueror-Tastenkürzel | |
| Funktion | Tastenkombination |
|---|---|
| Weitersuchen | [F3] |
| Schrift verkleinern | [Strg--] |
| Schrift vergrößern | [Strg-+] |
| Alles auswählen | [Strg-A] |
| Suchen | [Strg-F] |
| Dokumentinformationen anzeigen | [Strg-I] |
| Quelltext anzeigen | [Strg-U] |
| Eigenschaften | [Alt-Eingabe] |
| Zurück | [Alt-Pfeil nach links] |
| Ein Verzeichnis nach oben | [Alt-Pfeil nach oben] |
| Nach vorne | [Alt-Pfeil nach rechts] |
| In den Mülleimer werfen | [Entf] |
| Stopp | [Esc] |
| Handbuch zu Konqueror | [F1] |
| Umbenennen | [F2] |
| Terminal öffnen | [F4] |
| Erneut laden | [F5] |
| Adresse markieren | [F6] |
| Voriges Unterfenster aktivieren | [Strg-,] |
| Nächstes Unterfenster aktivieren | [Strg-.] |
| Kopieren | [Strg-C] |
| Fenster duplizieren | [Strg-D] |
| Adress-Anzeige löschen | [Strg-L] |
| Menüleiste ein-/ausschalten | [Strg-M] |
| Neues Fenster | [Strg-N] |
| Adresse aufrufen | [Strg-O] |
| [Strg-P] | |
| Startseite | [Strg-Pos1] |
| Beenden | [Strg-Q] |
| Aktuelles Unterfenster verselbständigen | [Strg-Umschalt-B] |
| Aktuelles Unterfenster duplizieren | [Strg-Umschalt-D] |
| Vollbildmodus | [Strg-Umschalt-F] |
| Ansicht in linke und rechte Hälfte teilen | [Str-Umschalt-L] |
| Neues Unterfenster | [Strg-Umschalt-N] |
| Unterfenster nach links verschieben | [Strg-Umschalt-Pfeil nach links] |
| Unterfenster nach rechts verschieben | [Strg-Umschalt-Pfeil nach rechts] |
| Aktive Ansicht schließen | [Strg-Umschalt-R] |
| Ansicht in obere und untere Hälfte teilen | [Str-Umschalt-T] |
| Einfügen | [Strg-V] |
| Aktuelles Unterfenster schließen | [Strg-W] |
| Ausschneiden | [Strg-X] |
| Rückgängig | [Strg-Z] |
| Löschen | [Umschalt-Entf] |
| Was ist das? | [Umschalt-F1] |
| Alle Unterfenster neu laden | [Umschalt-F5] |
Im Konqueror können Sie sowohl eine Farbe als auch ein Bild als Hintergrund einstellen. Während diese Funktion in KDE 3.2 noch auf zwei Befehle aufgeteilt war, haben die KDE-Entwickler sie in Version 3.3 der Übersichtlichkeit halber zusammengefasst. Wählen Sie Ansicht / Hintergrundfarbe festlegen, es erscheint der Dialog Hintergrund-Einstellungen -- Konqueror. Hier gibt es zwei Optionen: Entweder entscheiden Sie sich für Farbe und suchen über die Schaltfläche rechts daneben eine Farbe Ihrer Wahl aus oder Sie klicken Sie auf Bild und wählen eines aus der Liste aus. Um eine eigene Grafik einzubinden, öffnen Sie über die Schaltfläche rechts daneben den Dateiauswahldialog. Der Dialog für den Konqueror-Hintergrund bietet eine Vorschaufunktion, in der Sie das Bild bzw. die ausgewählte Farbe sehen (Abbildung 3).

Der Datei-Manager und Web-Browser Konqueror mausert sich immer mehr zum Allround-Werkzeug. Beispielsweise können Sie über ihn auch die Module des KDE-Kontrollzentrums erreichen. Wählen Sie dazu einfach im Gehe-zu-Menü den Eintrag Einstellungen. Dann zeigt der Konqueror statt Dateien und Ordnern die Haupteinträge des Kontrollzentrums an. Per Klick öffnen Sie entweder die einzelnen Module oder Sie gelangen zu einer weiteren Auswahl, in der weitere Einstellungsmodule bereit stehen. (Abbildung 4).
Den Menüeintrag Gehe zu / Einstellungen gibt es erst seit der KDE-Version 3.3. Die Module des Kontrollzentrums erreichen Sie allerdings auch schon in Version 3.2. Dazu geben Sie in der Adresszeile einfach settings:/ ein und drücken die Eingabetaste. settings gehört zu den so genannten lokalen Protokollen von KDE. Welche es sonst noch gibt und wozu diese dienen, steht in der Tabelle Lokale Protokolle von KDE.
| Lokale Protokolle von KDE | |
| Protokoll | Funktion |
|---|---|
| audiocd:/ | Daten einer Audio-CD im Konqueror laden. |
| camera:/ | Zugriff auf eine angeschlossene Digitalkamera. |
| devices:/ | Zugriff auf die im System vorhandenen Laufwerke. |
| file:/ | Ab dem Wurzelverzeichnis Zugriff auf Ordner und Dateien. |
| floppy:/ | Zugriff auf die Dateien auf einer Diskette, wenn diese gemountet ist. |
| fonts:/ | Zugriff auf persönliche und systemweite Fonts. |
| man:/ | Über dieses Protokoll sind die Manpages im Konqueror erreichbar. |
| programs:/ | Über die Eingabe programs:/ haben Sie im Konqueror Zugriff auf das K-Menü. |
| settings:/ | Hierüber erreichen Sie die Module und Applets des Kontrollzentrums. |
| system:/ | Dieses Protokoll ist eine Kombination aus drei Protokollen: devices:/ (sorgt für den Zugriff auf die im System vorhandenen Laufwerke), settings:/ (Zugriff auf die Module und Applets des Kontrollzentrums) sowie das KDE-Internet-Protokoll print:/ mit dem Zugriff auf CUPS, das Drucksystem unter Linux. |
| tar:/ | Das Protokoll, um tar-Archive zu öffnen und zu lesen. |
| zip:/ | Dieses Protokoll dient zum Öffnen, Lesen und Entpacken von Zip-Dateien. |
Wenn Sie im Web-Browser Konqueror ein Lesezeichen speichern wollten, ging das bislang so: Auf Lesezeichen klicken, eventuell die Maus über einen Lesezeichen-Ordner bewegen und den Menüeintrag Lesezeichen hinzufügen auswählen. Wenn Sie darüber hinaus den Namen eines Lesezeichens ändern wollten, gelang das nur im Lesezeichen-Editor.
KDE 3.3 bietet nun die Möglichkeit, einen Dialog zu öffnen, sobald Sie Lesezeichen / Lesezeichen hinzufügen wählen oder [Strg-B] drücken (Abbildung 5). Dort können Sie dem Lesezeichen direkt einen anderen Namen geben, den gewünschten Lesezeichenordner aussuchen oder einen neuen Unterordner zum Lesezeichenmenü hinzufügen.
Damit sich dieser praktische Nachfrage öffnet, müssen Sie über Einstellungen / Konqueror einrichten eine Option des Konquerors anpassen. Wechseln Sie im Einstellungsdialog zum Eintrag Web-Verhalten und schalten Sie im Bereich Lesezeichen die Option Beim Hinzufügen von Lesezeichen nach Namen und Ordner fragen ein.

Im Web-Browser Konqueror stellen Sie die Anzeige der Lesezeichen auf der Lesezeichen-Leiste so ein, dass er nur die markierten Lesezeichen anzeigt. Öffnen Sie dazu mit Lesezeichen / Lesezeichen bearbeiten den Lesezeichen-Editor. Markieren Sie dort eines Ihrer Lesezeichen, das auf der Leiste erscheinen soll. Wählen Sie Bearbeiten / In Werkzeugleiste anzeigen und speichern Sie die Änderung über das Disketten-Icon in der Symbolleiste. Nun können Sie noch weitere Einträge zur Anzeige markieren.
In KDE 3.3 wählen Sie Einstellungen / Konqueror einrichten. Wechseln Sie dort ins Menü Web-Verhalten und schalten Sie im Bereich Lesezeichen die Option Nur markierte Lesezeichen in Lesezeichenleiste anzeigen ein. Bestätigen Sie die Auswahl mit OK (Abbildung 6).
In KDE 3.2 schalten Sie diese Anzeige noch im Lesezeichen-Editor ein. Wählen Sie Einstellungen / Nur markierte Einträge in Konquerors Lesezeichenleiste anzeigen, speichern Sie die Lesezeichen und verlassen Sie den Editor.
Wenn Sie über Einstellungen / Werkzeugleisten die Lesezeichen-Leiste (Konqueror) einschalten, sehen Sie eventuell nur eine leere Leiste. Das ist dann der Fall, wenn Sie noch keine Lesezeichen zur Anzeige ausgewählt haben. Das holen Sie im Lesezeichen-Editor nach: Markieren Sie, wie im vorigen Tipp beschrieben, die gewünschten Lesezeichen und platzieren Sie sie über Bearbeiten / In Werkzeugleiste anzeigen in der Leiste. Anschließend bietet der Konqueror sie sofort zu Auswahl an.
Der Web-Browser Konqueror bietet in der KDE-Version 3.3 zwei neuen Funktionen: Aufklappfenster ("Popups") in Unterfenstern anzeigen und Nach Schließen eines Unterfensters das zuletzt benutzte aktivieren (Abbildung 7).
Standardmäßig sind diese beiden Optionen ausgeschaltet. Um sie zu aktivieren, wählen Sie Einstellungen / Konqueror einrichten und wechseln ins Menü Web-Verhalten. Die neuen Funktionen erreichen Sie über die Schaltfläche Erweiterte Optionen im Bereich Browsing mit Unterfenstern. Ist die Option Aufklappfenster ("Popups") in Unterfenstern anzeigen aktiviert, drängeln sich störende Pop-up-Fenster nicht mehr in eigenen Fenstern in den Vordergrund, sondern Konqueror öffnet sie in weiteren Tabs. Die Einstellung Nach Schließen eines Unterfensters das zuletzt benutzte aktivieren sorgt dafür, dass der Konqueror nicht zum Tab links eines geschlossenen Unterfensters wechselt. Stattdessen springt er zu dem Unterfenster, das zuvor aktiv war.
Es gibt Web-Seiten, die man regelmäßig aktualisieren möchte, weil sich auf ihnen ständig etwas ändert. Das geht in Konqueror ganz einfach: Laden Sie die Web-Seite und wählen Sie Extras / Automatisch aktualisieren. Im Untermenü ist Keine voreingestellt -- Konqueror aktualisiert die Seite also niemals selbständig. Wählen Sie eines der acht Intervalle von 15 Sekunden bis 60 Minuten, damit der Browser die Seite automatisch neu lädt.
Die Einstellung zum Aktualisieren gilt jedoch nur für diese Instanz des Web-Browsers. Öffnen Sie beispielsweise einen Link in einem neuen Fenster oder einem Tab, springt der Wert wieder auf die Voreinstellung zurück.
Manche Web-Seiten speichern nicht nur ab, als was sich ein Browser zu erkennen gibt, sondern verweigern gar die Anzeige einer Seite, wenn Sie nicht mit dem Internet Explorer unterwegs sind. Das ist oft technisch gar nicht nötig -- die fraglichen Seiten zeigen auch andere Browser wie Mozilla oder der Konqueror korrekt an. Außerdem ist das Auswerten der Browser-Kennung nicht besonders schlau: Nahezu jedes Surf-Programm ist auf Ihren Benutzerwunsch hin unter einem Pseudonym im WWW unterwegs. So kann sich der Konqueror auch als Internet Explorer ausgeben.
Sie stellen die falsche Identität im Kontrollzentrum unter Internet & Netzwerk / Web-Browser / Browser-Identifizierung ein. Klicken Sie im Bereich Site/domain-spezifische Kennung auf die Schaltfläche Neu für einen neuen Eintrag. Im folgenden Dialogfenster tragen Sie unter Bei Verbindung mit eine Website ein, der Sie einen anderen Browser vorgaukeln wollen -- etwa www.microsoft.com. Aus der Liste Folgende Identität angeben wählen Sie aus 21 Browsern samt Betriebssystem einen aus, als der sich der Konqueror ausgeben soll, etwa Internet Explorer 6.0 on Windows XP. Klicken Sie auf OK, damit KDE die Kennung für die eingestellte Website registriert.
Unter KDE 3.3 gelangen Sie sogar ohne Umweg über das Kontrollzentrum zu dieser Option: Wählen Sie Extras / Browser-Kennung ändern aus dem Konqueror-Menü. Im folgenden Untermenü wählen Sie eine der Browser-Kennungen aus. Klicken Sie stattdessen auf Einrichten, erscheint der gleiche Dialog wie bei der Browser-Identifizierung im Kontrollzentrum (Abbildung 8).
Im Konqueror aus KDE 3.3 ist es möglich, komplette Websites zu archivieren. Dazu wählen Sie Extras / Webseite archivieren. Im folgenden Dialog suchen Sie einen Ordner aus, in dem Sie das Archiv speichern wollen. Ändern Sie gegebenenfalls den Namen. Dabei dürfen Sie auf die Eingabe der standardmäßig eingestellten Endung (.war für Web-Archiv) verzichten -- Konqueror hängt sie automatisch an den von Ihnen gewählten Dateinamen an. Sobald Sie auf Speichern klicken, öffnet sich ein weiterer Dialog. In diesem zeigt der Browser den Fortschritt der Sicherung an (Abbildung 9).
Stylesheet-Dateien sichert der Konqueror ebenso wie Javascript-Daten und Bilder, die auf einem anderen Rechner als der Rest der Website liegen. Sind alle Dateien abgespeichert, gelangen Sie über die Schaltflächen OK und Schließen zurück zum Browser. Um die Web-Seiten später zu betrachten, öffnen Sie die abgespeicherte Datei mit der Endung .war einfach im Konqueror.
Kommen Sie auf eine Website, die Java oder Javascript zur korrekten Darstellung benötigt, müssen Sie diese Funktionalität eventuell erst aktivieren. Dafür gibt es in Konqueror mehrere Möglichkeiten: Sie können Java und Javascript dauerhaft für jede oder nur für bestimmte Websites einschalten.
Um Java und Javascript dauerhaft zu aktivieren, wählen Sie Einstellungen / Konqueror einrichten und wechseln in das Menü Java & JavaScript. Aktivieren Sie auf der Registerkarte Java die Option Java global aktivieren und setzen Sie im Bereich JavaScript ein Häkchen vor JavaScript global aktivieren.
Möchten Sie Java oder Javascript nur für bestimmte Websites zulassen, klicken Sie im Bereich Domain-spezifisch auf Neu und tragen im Folgedialog in das Feld Rechner- oder Domainnamen die Adresse der Seite ein, z. B. www.bayerische.staatsoper.de (Abbildung 10). Mit dem Klick auf OK fügen Sie die Website zu der domain-spezifischen Liste hinzu.
Wie der Konqueror mit Cookies umgeht, regeln Sie über Einstellungen / Konqueror einrichten im Menü Cookies. Diese Web-Kekse dienen nicht nur dazu, Daten über Ihr Surf-Verhalten zu sammeln, sondern haben manchmal auch einen praktischen Nutzen. So speichern manche Web-Foren in Cookies, welche Beiträge Sie schon gelesen haben. Besuchen Sie das Forum erneut, zeigt die Seite neue Beiträge farbig hinterlegt an.
Auf der Karteikarte Regelungen steht ganz oben die Option Cookies zulassen. Schalten Sie sie aus, wird das Surfen auf einigen Seiten sehr unkomfortabel. Manche Angebote können Sie sogar nur nutzen, wenn Ihr Browser Cookies annimmt.
Deshalb empfiehlt es sich, Cookies einzuschalten und anhand der weiteren Optionen den Umgang mit ihnen zu regeln. Der erste Abschnitt enthält Einstellungen, die für alle Cookies gelten. Die Option Nur Cookies vom gleichen Server akzeptieren sollten Sie einschalten. Es gibt nämlich Seiten, die auf Ihrem Rechner Cookies anderer Server hinterlassen, etwa von Werbefirmen, und die so ein Profil über Ihr Surf-Verhalten erstellen. Ist die Option aktiviert, unterbinden Sie das, und Sie erhalten nur Cookies von dem Server, den Sie gerade besuchen.
Cookies werden zum Beispiel von Web-Mail-Diensten dazu benutzt, die Kennung für eine Sitzung zu speichern. Das hat den Vorteil, dass Sie nicht jedes Mal Ihr Passwort eingeben müssen, wenn Sie auf eine andere Seite des Dienstes wechseln. Aus diesem Grund sollten Sie auch die Option Sitzung-Cookies automatisch annehmen einschalten. Diese Cookies werden für den Verlauf einer Sitzung gespeichert und von Konqueror gelöscht, sobald Sie die Seite verlassen. Die Option gilt übrigens unabhängig von den Regeln im Bereich Standardregelung. Sitzungs-Cookies akzeptiert Konqueror selbst dann, wenn Sie keine anderen Kekse von dieser Web-Seite annehmen.
Schalten Sie die Option Alle Cookies als Sitzungs-Cookies ansehen ein, behandelt Konqueror alle Cookies als Sitzungs-Cookies und löscht sie, wenn Sie eine Seite verlassen. Damit verlieren Sie allerdings die Funktionen in Web-Foren, die Sie über neue Nachrichten informieren.
Wenn Sie eine Internet-Seite besuchen, die Java, Javascript oder Cookies erfordert und von der Sie nur in diesem Moment Informationen benötigen, können Sie diese Funktionen für die gerade aktuelle Sitzung hinzuschalten. Das geht wesentlich schneller als eine Domain-spezifische Regelung im Einrichtungsdialog zu erstellen, ist aber erst mit KDE 3.3 möglich.
Wählen Sie dazu den Befehl Extras / HTML-Einstellungen und aus dem Untermenü einen oder mehrere der Einträge JavaScript, Java oder Cookies. Anschließend müssen Sie die Seite mit einem Druck auf [F5] erneut laden.
Die Erlaubnis gilt nur für das aktuelle Programmfenster. Sobald Sie ein Unterfenster oder einen Link in einem anderen Fenster öffnen, setzt Konqueror die Einstellungen wieder zurück.
KSim ist ein Plug-in-basierender Systemmonitor für KDE. Sie können ihn als weitere Kontrollleiste auf dem KDE-3.3-Desktop plazieren (Abbildung 11). Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen leeren Bereich der Kontrollleiste und wählen Hinzufügen / Kontrollleiste / KSim.
Die neue Leiste blendet KDE auf der rechten Desktop-Seite ein. Sie zeigt verschiedene Informationen wie den Rechnernamen, die so genannte Uptime (die Zeit seit dem letzten Start des Rechners), Speicherbelegung, Auslagerungsspeicher und CPU-Belastung an.
Über welche Systeminterna das Programm Sie auf dem Laufenden halten soll passen Sie leicht an: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ausblendknopf und wählen Sie KSim einrichten aus dem Kontextmenü. Im Menü Monitors bestimmen Sie, was Sie beobachten wollen:
Im Menü Plugins stellen Sie anschließend für die zuvor markierten Punkte ein, was KSim anzeigen soll (Abbildung 12). Markieren Sie beispielsweise den Prozessor, für den Sie das Anzeigeformat ändern wollen. Über die Schaltfläche Ändern (Modify) öffnet sich ein Fenster, in dem Sie den Wert eintragen können. Es gibt fünf Varianten:
Unter Dfree sind die gemounteten Partitionen gelistet. Markieren Sie einfach die, die KSim anzeigen soll, etwa einen eingesteckten USB-Stick. Voreingestellt ist hier die Anzeige des belegten Platzes in Prozent. Das Aktualisierungsintervall liegt standardmäßig bei 60 Sekunden -- möglich sind Werte zwischen einer Sekunde und 99 Sekunden.
Im Plug-in Disk stellen Sie über Hinzufügen ein, welche Laufwerke KSim überwacht. Das Plug-in Net dient dazu, den Datentransfer über die Netzwerkschnittstellen zu beobachten. So zeigt eth0 wie viele Daten Sie über die Netzwerkkarte übertragen, ppp0 ist die richtige Schnittstelle, wenn Sie den Datentransfer über Modem oder DSL im Auge behalten wollen.
Im Menü Verschiedenes legen Sie noch einige weitere Anzeigeoptionen fest. Unter Allgemein bestimmen Sie die Anzeigegröße der Graphen für CPU, Laufwerke und Netzwerkverbindungen. Voreingestellt sind die Minimalwerte 40 (für die Höhe) und 58 (für die Breite). Sie können sie jeweils bis auf 200 erhöhen.
Reichen Ihnen diese Informationen nicht aus, zeigt KSim auf Wunsch auch die Uhrzeit und das Datum, die Uptime, die Speicherauslastung und den Füllstand der Swap-Partition an. Für die Uptime und die Speicherauslastung dürfen Sie das Anzeigeformat selbst bestimmen. Als Parameter für Uptime akzeptiert KSim:
Die Anzeige der Speichernutzung modifizieren Sie mit Hilfe der folgenden Parameter:
Für die Anzeige des Auslagerungsspeichers bietet KSim die drei Parameter %t (gesamter Auslagerungsspeicher), %f (freier Swap-Speicher) und %u (benutzter Swap-Speicher). (amü)

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Last modified: 2007-04-05 11:10
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