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von Claudia Dotterweich
In Bilddateien können Sie mehrzeilige Texte mit dem Textwerkzeug einfügen. Hier erklären wir Ihnen kurz die Textformatierungsmöglichkeiten mit Gimp. Wählen Sie aus der Werkzeugleiste das Werkzeug Text zum Bild hinzufügen aus ([T]). Wenn Sie das Fenster Werkzeugeinstellungen geöffnet haben, sehen Sie die Einstellungsmöglichkeiten für das Textwerkzeug. Neben Schrift, Größe und Farbe können Sie auch die Textausrichtung (links-/rechtsbündig, Blocksatz) festlegen.
Damit die eingefügte Schrift vor allem bei großen Buchstaben und schrägen Bereichen nicht zu kantig erscheint, sollten Sie die Standardeinstellung Kantenglättung aktiviert lassen. Bei kleinen Schriftgrößen führt diese Funktion allerdings zu verschwommenen, schlecht lesbaren Buchstaben.
Die Funktion Hinting sollten Sie ebenfalls aktiv lassen: Mit dieser Methode werden die von der Schriftart bereitgestellten Informationen zu einer besseren Schriftdarstellung verwendet. Der Text sieht dann weniger ausgefranst aus. Falls Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, klicken Sie Auto-Hinting erzeugen an. Hierbei wird automatisch die beste Darstellungsmöglichkeit der ausgewählten Schriftart berechnet, unabhängig von den in der jeweiligen Schrift enthaltenen Informationen (Abbildung 1).
In einem mehrzeiligen Text können Sie die einzelnen Absätze mit Hilfe des Einzugs besser kennzeichnen. Zudem lässt sich der Zeilenabstand regulieren.
Falls Sie den Bildtext drehen, spiegeln oder verzerren möchten, aktivieren Sie Pfad aus Text erzeugen.
Wenn Sie bisher mit Photoshop gearbeitet haben, wird Ihnen der Umstieg auf Gimp erleichtert. Sie können Dateien vom Typ .psd (Photoshop) ohne Probleme in Gimp öffnen. Umgekehrt funktioniert das auch: Gimp-Dateien lassen sich über das Bildmenü Datei / Speichern unter im Photoshop-Format sichern.
Mit der neuen Gimp-Version 2.2 wurde die Benutzeroberfläche stark an die Bedürfnisse der Anwender angepasst. Eine nützliche Neuerung ist die Vorschaufunktion. Diese Funktion leistet sehr gute Dienste beim Transformieren von Bildern. Um ein Bild zu drehen, klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol Ebene oder Auswahl drehen ([Strg-R]). Halten Sie anschließend die linke Maustaste gedrückt und drehen Sie das Bild in die gewünschte Position. Sobald diese Funktion ausgeführt wird, öffnet sich das Dialogfenster mit den Drehinformationen. Hier können Sie den Winkel der Drehung definieren und zusätzlich die Positionen Zentrum X und Zentrum Y festlegen (Abbildung 2).
Die Bildskalierung funktioniert ähnlich: Hierfür klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol Ebene oder Auswahl skalieren ([Umsch-T]). Sobald Sie mit der Maus auf das Bild klicken, öffnet sich der Skalierinformationen-Dialog. Die aktuelle Breite und aktuelle Höhe können Sie mit der Maus oder durch Eingabe der entsprechenden Größenangaben in das Dialogfenster einstellen.
Hinweis: Um das komplette Bild zu drehen oder zu skalieren, achten Sie darauf, dass in dem Bild keine Auswahl markiert ist. Gimp arbeitet ansonsten mit der markierten Auswahl.
Entsprechend den Vorgabewerten wird bei der Erstellung eines Bildes mit transparentem Hintergrund ein helles Schachbrettmuster verwendet. Wenn Sie mit dieser Standardeinstellung nicht zufrieden sind, ändern Sie die Farbe des transparenten Hintergrunds über das Werkzeugmenü Datei / Einstellungen. Klicken Sie im Dialogfenster Einstellungen auf den Punkt Anzeige. Im Bereich Transparenz ordnen Sie dem Transparenztyp eine der sechs Auswahlmöglichkeiten zu. Zusätzlich können Sie hier noch die Größe des Schachbretts anpassen, das für die Anzeige der Transparenz verwendet wird.
Vielleicht befindet sich in der Pinselvorlage, die Sie über Datei / Dialoge / Pinsel aufrufen können, nicht der von Ihnen benötigte Pinsel. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Script-Fu sehr schnell einen eigenen, einfachen Pinsel erstellen können.
Wählen Sie den Menüpunkt Xtns / Script-Fu / Pinsel erstellen und dann eine der vier Pinselvorgaben aus. In der Dialogbox legen Sie den Namen, die Breite und die Höhe des Pinsels fest. Zusätzlich kann der Abstand zwischen den einzelnen Pinselstrichen definiert werden. Nachdem Sie den Pinsel erzeugt haben, wird dieser in der Dialogbox für Pinsel ([Umsch-Strg-B]) zur Auswahl bereit gestellt. Ihren Pinsel können Sie über das Symbol Pinsel löschen jederzeit wieder aus der Dialogbox entfernen.
Die Farbpipette gehört zu den Malwerkzeugen, Sie rufen Sie per Mausklick auf das entsprechende Symbol im Werkzeugkasten auf. Sie können auch die Taste [O] verwenden. Klicken Sie mit diesem Werkzeug in ein in Gimp geöffnetes Bild, dann wird der Farbton des angeklickten Pixels als Vordergrundfarbe ausgewählt. Die wichtigsten Farbinformationen erscheinen in der Dialogbox Farbpipette.
In einem Bild mit mehreren Ebenen können Sie einzelne Ebenen vor oder hinter andere Ebenen schieben. Sie haben mehrere Möglichkeiten, eine Ebene zu positionieren. Markieren Sie die zu verschiebende Ebene mit einem Mausklick (Abbildung 3). In der Dialogbox Ebenen stehen zwei Symbole zum Positionieren der Ebene zur Verfügung: Mit Ebene anheben setzen Sie die aktive Ebene um eine Stufe nach oben und mit Ebene senken um eine Stufe nach unten. Bei gehaltener Umschalt-Taste wird die aktive Ebene ganz nach oben bzw. nach unten verschoben.
Per Drag & Drop können Sie die Position einer Ebene ebenfalls schnell bestimmen: Ziehen Sie einfach die aktive Ebene mit der Maus an die gewünschte Stelle im Stapel.

Über ein bestehendes Bild legen Sie mit dem Farbverlauf-Werkzeug einen transparenten Farbverlauf. Öffnen Sie das zu bearbeitende Bild und fügen Sie diesem einen Alphakanal hinzu. Als Nächstes drücken Sie die Taste [L] und wählen in den Werkzeugeinstellungen bei Farbverlauf die Option VG nach Transparent. Regulieren Sie noch die Deckkraft und legen Sie durch Ziehen mit der Maus den Anfangs- und Endpunkt fest.
Zur Darstellung bewegter Objekte verwenden erfahrene Fotografen gerne den Mitzieheffekt: Dabei wird die Bewegung im Bild eingefangen. Das Objekt bleibt scharf, der Hintergrund wird unscharf. Einen ähnlichen Effekt können nun auch weniger geübte Fotografen ganz einfach mit Gimp erzeugen.
Markieren Sie mit einem Auswahlwerkzeug das gewünschte Objekt im Bild und klicken Sie im Bildmenü auf Filter / Weichzeichnen / Bewegungsschärfe .... Wählen Sie in der Dialogbox für diesen Filter bei Weichzeichnungsart den Punkt Linear aus. Als Parameter geben Sie für Länge den Wert 50 und für Winkel den Wert 45 an. Im Vorschaufenster sehen Sie das Ergebnis Ihrer Auswahl. Sie können die hier gegebenen Beispielwerte auch verändern und so mit dem Werkzeug experimentieren (Abbildung 4).
Soll sich das Bildfenster beim Vergrößern oder Verkleinern der Bildansicht anpassen, ändern Sie die Einstellungen von Gimp. Rufen Sie über Datei / Einstellungen den Einstellungsdialog aus, gehen Sie dort auf den Punkt Bildfenster und aktivieren Sie die Option Fenstergröße beim Vergrößern und Verkleinern anpassen. Die hier vorgenommenen Änderungen gelten sofort für das aktive Bild. (hge)
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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