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Erschienen in EasyLinux 05/2005   »   Ausgabe bestellen

Telefonbuch und Routenplaner für Linux

Ruf doch mal an

von Andrea Müller


Gibt es in Hachenburg einen Zahnarzt und vor allem: wie kommt man dahin? Diese Fragen beantworten ein Telefonbuch und umfangreiches Kartenmaterial -- oder aber die kombinierte Auskunfts- und Routenplaner-Software aus dem TVG-Verlag. Wir haben die Linux-Version des Programms getestet.

Trotz unterschiedlichster Telefonbuch- und Routenplandienste im Internet erfreut sich entsprechende Software für die lokale Festplatte großer Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man bei der fest installierten Variante den Datenbestand immer griffbereit hat und nicht auf eine Internet-Verbindung angewiesen ist. Gerade wenn man viel unterwegs ist oder nur eine Modem-Verbindung nutzt, findet man mit Telefonbuch- und Routenplaner-Software schneller die gewünschten Informationen als bei der Online-Recherche.

Mit dem Programm "Das Telefonbuch Map&Route" bietet der TVG-Verlag, eine DeTeMedien-Tochter, die passende Software auch für Linux an (http://www.tvg-software.de/). Diese Linux-Version müssen Sie nicht separat erwerben: Sie liegt zusammen mit der Windows-Software auf der Installations-CD. TVG setzt dabei nicht wie viele andere Hersteller auf den Windows-Schnittstellen-Emulator Wine, sondern hat ein natives Linux-Programm entwickelt. Das hat den Vorteil, dass die Anwendung unter Linux genauso performant läuft wie unter Windows. Auf einige Features der Software müssen Linux-Anwender jedoch verzichten: So funktioniert die Übergabe von Kartenausschnitten und Wegbeschreibungen an PDA-Geräte mit Palm OS und Windows CE bislang nur unter dem System aus Redmond.

Obwohl die Verpackung suggeriert, das Programm verrichte nur unter Suse, Red Hat und Debian Linux seinen Dienst, spielte die Anwendung in unserem Test mit allen vier von EasyLinux unterstützten Distributionen zusammen -- selbst der Betrieb auf einem etwas älteren Mandrake-Linux-9.2-System gelang problemlos.

Für unseren Test verwendeten wir die Ausgabe "Herbst 2004" des Programms. Beim Erscheinen von Easylinux 05/2005 ist eventuell schon die Frühjahresversion der Software mit aktualisiertem Datenbestand und erweiterten Funktionen erhältlich. Sie arbeitet ebenfalls mit Linux zusammen. EasyLinux hat bereits eine Testversion angefordert und wird Sie darüber informieren, falls sich an der Installation des Programms etwas ändert.

Wegweiser zur Installation

"Das Telefonbuch Map&Route" umfasst drei CD-ROMs. Auf der ersten befindet sich das Installationsprogramm, die CDs 2 und 3 sind mit dem Rufnummernverzeichnis und den Kartendaten gefüllt. Sie starten die Installation von der Kommandozeile, wobei Sie einigen Stolperfallen ausweichen müssen. Wer mit Fedora Core 2 oder Suse Linux arbeitet, kann sofort mit unserer Installationsanleitung loslegen. Für Mandrake-Linux-Nutzer gilt es zunächst, das Paket cdialog nachzuinstallieren. Am schnellsten gelingt das in einem Befehlsfenster. Erlangen Sie mit dem Befehl su und dem Administratorpasswort in der nächsten Zeile root-Rechte und geben Sie urpmi cdialog ein. Das Programm fordert die erste Installations-CD an und installiert cdialog.

Die Telefonbuch-Software spielen Sie unter allen von uns unterstützten Distributionen mit dem mitgelieferten Installationsskript ein:

  1. Legen Sie die erste CD ins Laufwerk und öffnen Sie über einen Klick auf das CD-Symbol auf dem Desktop den Konqueror im Mount-Verzeichnis.
  1. Notieren Sie den Mount-Punkt, also den Pfad, der in der Konqueror-Adresszeile hinter file: steht. Unter Suse Linux ist es /media/dvd, wenn ein DVD-Laufwerk in Ihrem Rechner steckt. Öffnen Sie eine KDE-Konsole. Geben Sie dort das Kommando
    kdesu sh /pfad/zum/mount-ordner/install_linux
    und in der folgenden Dialogbox das root-Passwort ein. Wer mit Mandrake Linux arbeitet, wird stattdessen mit dem Befehl su und dem root-Passwort in der nächsten Zeile zum Administrator und gibt
    sh /pfad/zum/mount-ordner/install_linux
    ein. Der kdesu-Aufruf blieb auf unserem Testsystem reproduzierbar hängen. /pfad/zum/mount-ordner/ ersetzen Sie durch das Mount-Verzeichnis der CD-ROM, das Sie im Konqueror notiert haben. Schließen Sie das Konqueror-Fenster, falls es noch geöffnet ist. Damit sorgen Sie dafür, dass später beim CD-Wechsel das Laufwerk nicht blockiert ist.
  1. Drücken Sie im sich öffnenden Konsolenfenster [Eingabe], um die Installation zu starten.
  1. Das Programm fragt, ob Sie die Nutzungsbedingungen anerkennen. Bejahen Sie die Frage mit einem Druck auf [Eingabe]. Im nächsten Fenster übernehmen Sie die Vorgabe Einzelplatzinstallation mit der Eingabetaste.
  1. Der Installer entpackt nun die Programmdateien und fragt, ob Sie den Datenbestand der zweiten CD auf die Festplatte kopieren möchten. Sie sollten auch hier mit Ja antworten, da Sie ansonsten jedes Mal die CD einlegen müssen, um nach einer Rufnummer zu suchen. Das ist lästig, und außerdem dauert es wesentlich länger, die Daten auf der CD zu durchsuchen. Allerdings benötigen Sie dafür 650 MByte freien Festplattenspeicher.

  1. Legen Sie auf die Aufforderung des Installationsassistenten hin CD 2 ein.Unter Fedora Core 2 können Sie zwar die erste CD entnehmen und die zweite einlegen, allerdings kann sie der Installer nicht mounten. Er versucht, auf die Verknüpfung /dev/cdrom zuzugreifen, die bei Fedora Core 2 standardmäßig nicht existiert. Drücken Sie deshalb im Bildschirm mit der Fehlermeldung auf [Eingabe]. Danach fordert der Installer die CD erneut an. Mounten Sie sie über einen Doppelklick auf das CD-Symbol auf dem Desktop und drücken Sie danach im Installer die Eingabetaste. Da die CD schon eingehängt ist, beginnt er direkt mit dem Kopieren der Daten. Schließen Sie nun das geöffnete Konqueror-Fenster, damit Sie die CD später auswerfen können. Haben Sie ein wenig Geduld: Das Kopieren dauert zwar keine halbe Stunde, wie die Dialogbox behauptet, mit mehreren Minuten Wartezeit müssen Sie allerdings rechnen.
  1. Der Installer fordert CD 3 an. Unter Suse Linux kommt es dabei zu einem Fehler, da er die CD nicht aushängen kann. Das liegt an submount, das unter Suse Linux CDs automatisch einbindet. Drücken Sie den Auswurfknopf am CD-Laufwerk, entnehmen Sie den Datenträger und wechseln Sie mit [Tab] auf die Schaltfläche Nein. Damit untersagen Sie dem Installer weitere Aushängversuche. Kurz darauf meldet er sich mit der Frage nach der dritten CD. Ein Druck auf [Eingabe] startet das Kopieren des Kartenmaterials. Unter Fedora Core 2 greifen Sie wieder zu dem in Schritt 7 beschriebenen Trick, die CD manuell einzuhängen. Dann klappt auch dort das Kopieren der Daten fehlerfrei.

Nach dem Einspielen der Software informiert Sie das Installationsprogramm darüber, dass Sie "Das Telefonbuch Map&Route" mit dem Kommando starttfdmr starten können. Nach einem Druck auf [Eingabe] bietet der Installer an, das Programm ins Menü einzutragen, und beendet sich. Unter Suse Linux finden Sie danach im K-Menü einen neuen Ordner namens Programme, aus dem heraus Sie die Routenplaner- und Telefonbuch-Software starten (Abbildung 1). Fedora-Nutzer finden einen entsprechenden Eintrag im Ordner Office des K-Menüs. Wer mit Mandrake Linux arbeitet, ruft als Administrator den Befehl update-menus in einer KDE-Konsole auf. Danach finden Sie auch unter dieser Distribution einen neuen Ordner namens apps im KDE-Menü, der eine Verknüpfung zur Telefonbuch- und Routenplaner-Software enthält.

Abb. 1: Sie starten die Software entweder aus dem Menü oder über den Befehl "starttfdmr".

Anschluss gesucht

Nach dem Start aus dem Menü oder über ein Schnellstartfenster, in das Sie starttfdmr eingeben, präsentiert sich "Das Telefonbuch Map&Route" in einem viergeteilten Fensterlayout. Oben liegt die Rufnummern-Suchleiste, in der Sie als Hauptsuchkriterien den Ort und den Namen eingeben. Die Suchergebnisse zeigt das Programm im linken Fensterteil an. Gewerbliche Einträge färbt es dabei rosa ein, so dass Sie sie auf den ersten Blick von Privatanschlüssen unterscheiden können. Sobald Sie einen der Treffer markieren, sehen Sie im unteren Fensterbereich den kompletten Telefonbucheintrag (Abbildung 2). Die Eingabefelder sind unabhängig voneinander: So können Sie durch den Suchbegriff Hinze im Eingabefeld Name alle Teilnehmer im gesamten Bundesgebiet auflisten, deren Nachname mit der Zeichenkette Hinze beginnt. Die Telefonbuch-Software findet nicht nur den Suchbegriff selbst, sondern auch Hinzelmann, Hinzert und Hinzen. Geben Sie dagegen nur einen Suchbegriff in das Feld Ort ein, jedoch keinen Namen, listet die Anwendung im Ergebnisfenster das komplette Telefonbuch dieses Ortes auf. In der rechten Fensterhälfte, die normalerweise die Routenplaneransicht zeigt, blendet das Programm eine Kurzhilfe ein, die Ihnen Tipps zur effizienten Suche verrät.

Abb. 2: Im unteren Fensterbereich zeigt die Anwendung Details zum markierten Eintrag an.

Wissen Sie nicht genau, wie sich ein Nachname schreibt, hilft ein Klick auf Komfortsuche weiter. Diese dauert jedoch ein wenig länger. Dabei sucht das Telefonbuch nicht nach der exakten Zeichenkette, sondern führt eine phonetische Suche durch. Sie erhalten also auch Namen, die dem eingegebenen Suchbegriff vom Klang her ähneln. Die Eingabe von Hinze fischt zusätzlich alle Teilnehmer heraus, deren Name sich nicht nur mit z, sondern mit tz schreibt, also etwa Hintze (Abbildung 3). Bei diesem Beispiel liefert die Komfortsuche für das gesamte Bundesgebiet fast 1500 Treffer mehr als die normale Suche.

Abb. 3: Mit der Komfortsuche finden Sie auch Teilnehmer, deren Name so ähnlich klingt wie der eingegebene Suchbegriff.

Um Teilnehmer mit einem häufig vorkommenden Namen zu finden, definieren Sie über die Schaltfläche mehr Suchkriterien weitere Bedingungen wie den Vornamen oder die Adresse des gesuchten Anschlussinhabers. Bei der Eingabe ins Feld Straße lauert allerdings ein Stolperstein: Suchbegriffe, die auf straße enden, müssen Sie stattdessen mit der im Telefonbuch gebräuchliche Abkürzung str eingeben. Der Suchbegriff Parkstraße liefert kein einziges Ergebnis, wohingegen Parkstr alle Teilnehmer auflistet, die in der Parkstraße wohnen.

Diese Einschränkung gilt auch bei der Suche nach Teilnehmern in einem bestimmten Umkreis. So finden Sie mit der Eingabe von Zahnarzt in das Feld Beruf, 1 in das Feld Umkreis und Ausfüllen der Felder im folgenden Dialog (Abbildung 4) alle Zahnärzte im Umkreis eines Kilometers.

Abb. 4: In dieser Eingabemaske definieren Sie die Kriterien für eine Umkreissuche.

Mehr als ein Telefonbuch

Die Anwendung sucht nicht nur Rufnummern heraus, sondern bietet noch weitere Optionen für die gefundenen Einträge an. Der Eintrag Briefeditor ausführen aus dem Kontextmenü eines Treffers startet KWrite mit einem Schreiben an den Teilnehmer, in das das Programm schon den Adressat und das Datum eingetragen hat. Die Funktion Rufnummer vorlesen oder Ansage aus der Symbolleiste liest die Telefonnummer des ausgewählten Eintrags vor. Damit das gelingt, muss jedoch das Paket sox installiert sein. Die Distributoren spielen es nicht standardmäßig ein. Wenn Sie Wert auf das Vorlesen der Rufnummer legen, installieren Sie das Programm einfach über die Paketverwaltung Ihrer Distribution nach.

Über die Schaltfläche Exportieren schreiben Sie alle Datensätze des Ergebnisfensters in eine CSV-Datei. Dort trennt das Programm die einzelnen Felder eines Datensatzes durch Kommata -- Dateien in diesem Format können Sie leicht in ein Tabellenkalkulationsprogramm wie OpenOffice Calc oder Excel importieren. Allerdings exportiert "Das Telefonbuch Map&Route" maximal 75 Datensätze, eventuell müssen Sie also vor dem Exportieren die Suche durch zusätzliche Kriterien einschränken.

Telefonnummern und Adressen, die Sie häufig benötigen, übernehmen Sie mit dem Eintrag Ins persönliche Telefonbuch übernehmen in eine private Rufnummernliste. Das funktioniert auch mit mehreren Einträgen des Ergebnisfensters auf einmal. Halten Sie einfach die Strg-Taste gedrückt und markieren Sie alle Einträge, die Sie in das persönliche Telefonbuch eintragen wollen. Die dort gespeicherten Rufnummern zeigen Sie mit einem Klick auf Pers.Tele. in der Symbolleiste an. Kontakte, die Sie dort gespeichert haben, lassen sich über den Kontextmenüeintrag Bearbeiten auch verändern (Abbildung 5). Das ist praktisch, wenn einer Ihrer Bekannten umzieht oder wenn Sie zusätzlich die Mail-Adresse eines Kontakts eintragen möchten.

Die Software speichert die Telefonbuchdatei unter dem Namen personal_phonebook.ldif im Ordner .tfdmr Ihres Home-Verzeichnisses. Das LDIF-Format ist zum Speichern von Adressdaten weit verbreitet, und Sie können diese Datei problemlos über Datei / Importieren / LDIF Adressbuch importieren ins KDE-Adressbuch importieren. Allerdings erscheinen dort alle importierten Adressen als Arbeitsadresse.

Abb. 5: Im persönlichen Telefonbuch können Sie Einträge um weitere Informationen ergänzen.

Sehr gut gelöst ist die Anbindung des Telefonbuchs an die Routenplaner-Komponente: Mit dem Kontextmenüeintrag Auf der Karte zeigen sehen Sie direkt, wo ein Teilnehmer wohnt, In die Stationsliste übernehmen definiert die Adresse eines Teilnehmers als Wegpunkt der zu berechnenden Route.

Fahr doch mal hin

Das Planen einer Route erledigen Sie in der rechten Fensterhälfte. Erscheint Ihnen der Kartenausschnitt zu klein, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Punkt der Karte und wählen Vollbild aus dem Kontextmenü. Über die zweite Schaltfläche von links legen Sie die Reisestationen fest. Geben Sie in das Eingabefeld PLZ und Ort entweder eine Postleitzahl oder den Namen einer Stadt ein. Die Angabe von Straße und Hausnummer ist optional. Ein Druck auf [Eingabe] fügt den Ort als Startpunkt zur Stationsliste hinzu. Der nächste Wegpunkt wird automatisch zum Ziel der Reise. Definieren Sie mehr als zwei Stationen, lassen sich die einzelnen Wegpunkte über ihr Kontextmenü in der Stationsliste nach oben verschieben. Haben Sie alle definiert, ermittelt die Software nach einem Klick auf Weg berechnen die Reiseroute. Um eine einigermaßen realistische Zeitberechnung zu erhalten, stellen Sie zuvor im Drop-down-Menü Fahrzeugtyp ein, ob Sie mit einem langsamen, schnellen oder Standard PKW unterwegs sind.

Hat die Software den Weg berechnet, öffnet sich automatisch die Listenansicht der Reiseroute (Abbildung 6). Ein Klick auf das Symbol mit der Weltkugel bringt Sie zur Straßenkarte, auf der das Programm die Route blau einfärbt. In dieser Ansicht haben Sie auch Zugriff auf die Lupenwerkzeuge, mit denen Sie einzelne Ausschnitte vergrößern und verkleinern. Noch schneller gelingt das Vergrößern, indem Sie mit gedrückt gehaltener linker Maustaste ein Markierungsviereck innerhalb der Karte aufziehen (Abbildung 7).

Abb. 6: Die Listenansicht zeigt die markanten Wegpunkte einer berechneten Route an.

Abb. 7: Einzelne Kartenauschnitte vergrößern Sie mit dem Lupensymbol bis hin zur Stadtplangröße.

Die Qualität der berechneten Fahrstrecken ist durchwachsen. Auf Deutschlands Autobahnen fühlt sich Map&Route daheim, sobald es allerdings daran geht, eine innerstädtische Adresse anzufahren, sucht das Programm eher ungünstige Routen aus. So kommt man zwar auch ans Ziel, allerdings wesentlich langsamer als nötig. Warum die Software einen Reisenden, der von einer anderen Stadt aus in die Süskindstraße nach München (unsere Verlagsanschrift) fahren will, durch die halbe Stadt scheucht, anstatt ihn über die Autobahnausfahrt Zamdorf zu lotsen, ist unverständlich. Der Weg über den Mittleren Ring verlängert die Reisezeit unnötig. Auch zwischen kleinen, nah beieinander liegenden Ortschaften berechnet die Software öfters Umwege: Das umgehen Sie, indem Sie Punkte einer günstigeren Strecke zur Stationsliste hinzufügen, was natürlich nur funktioniert, wenn Sie einigermaßen mit dem Weg vertraut sind oder einen Ortskundigen kennen.

Außer dem Telefonbuch und dem Routenplaner wartet das Programm noch mit einigen Zusatz-Features auf, die Sie über das Menü Extras erreichen. Ein Vorwahlverzeichnis erwartet man bei einer Telefonbuch-Software -- Bankleitzahlen, KFZ-Kennzeichen und Messertermine bis Ende 2005 sind hingegen eine praktische Zugabe. In der Frühjahrsausgabe werden sowohl die Linux- als auch die Windows-Version des Programms die Rückwärtssuche im Telefonbuch beherrschen. Sofern der Anschlussinhaber der Speicherung seiner Daten für die Rückwärtssuche nicht widersprochen hat, können Sie einfach eine Rufnummer eingeben und erfahren, auf wen dieser Telefonanschluss angemeldet ist. Bislang gibt es für "Das Telefonbuch Map&Route" Zusatz-Software, die dieses Feature nachrüstet und nur mit der Windows-Version des Programms zusammenarbeitet.

Fazit

"Das Telefonbuch Map & Route" ist eine runde Sache, vor allem da sich der Hersteller nicht damit zufrieden gegeben hat, den Weg über eine halbherzige Wine-Lösung zu wählen, sondern ein natives Linux-Programm anbietet. Die Routenplanerfunktion schwächelt zwar im Gegensatz zur Telefonbuchkomponente ein wenig, führte uns aber bei unseren Tests zumindest immer ans Ziel. Verbesserungsbedarf besteht allein bei der Installationsroutine, die der Zeit hinterherhinkt. Die Installer weiß nichts von den automatischen Mount-Mechanismen moderner Distributionen und stolpert prompt darüber. Für unerfahrene Linux-Nutzer gestaltet sich das Einspielen des Programms daher unnötig kompliziert. Ist die Anwendung erst einmal auf der Festplatte, arbeitet sie stabil und zuverlässig und hat im Gegensatz zu Online-Diensten den Vorteil, dass man sie jederzeit nutzen kann. (amü)

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