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Erschienen in EasyLinux 06/2005   »   Ausgabe bestellen

Tipps & Tricks zu KDE 3.3

Besser arbeiten mit KDE

von Elisabeth Bauer und Thomas Hümmler


Schneller und bequemer surfen und mailen, die Kontrollleiste nach eigenen Wünschen gestalten, HTML-Seiten überprüfen -- die KDE-Tipps beschäftigen sich diesmal mit KMail, dem Konqueror und der Kontrollleiste.

Tipp: Elemente per Mausklick arrangieren

Wenn Sie eine Dreitastenmaus besitzen, können Sie ganz einfach die Elemente in der Kontrollleiste nach Ihren Vorstellungen sortieren. Klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf ein Icon und ziehen Sie es an den gewünschten Platz. Bei mehrteiligen Elementen wie dem Systemabschnitt oder der Uhr müssen Sie dazu auf die kleine Anfasserleiste am linken Rand des Elements klicken.

Wer eine Maus mit nur zwei Tasten besitzt, hält stattdessen beide gedrückt. Alternativ klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Symbol und wählen Knopf verschieben. Der Mauszeiger verwandelt sich nun in ein kleines Kreuz, und Sie können das Symbol mit der linken Maustaste verschieben.

Tipp: Anfassersymbole ausblenden

Sobald alle Elemente am richtigen Platz sind, braucht man die Anfassersymbole in der Kontrollleiste eigentlich nicht mehr. Wer es schlicht mag, blendet die Anfasser einfach aus. Auch wenn danach nicht mehr neben den Elementen der Kontrolleiste auftauchen, können Sie diese trotzdem noch verschieben: Klicken Sie dazu einfach an die Stelle, an der sich der nun ausgeblendete Anfasser normalerweise befindet.

Die Anfasser entfernen Sie mit nur wenigen Mausklicks. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Kontrollleiste und wählen Sie im Kontextmenü Kontrollleisten-Menü / Kontrollleiste einrichten. Unter Layout im Reiter Erscheinungsbild öffnen Sie den Dialog Erweiterte Optionen. Dort haben Sie unter Anfasser für Mini-Programme die Wahl zwischen Sichtbar, Anzeige bei Mausberührung und Ausblenden (Abbildung 1).

Abb. 1: In den erweiterten Einstellungen bestimmen Sie, wie KDE die Anfasser in der Kontrollleiste darstellt.

Tipp: Zwischentitel im K-Menü abschalten

Stören Sie die gefetteten Zwischentitel wie Aktionen im K-Menü, schaltet Sie diese mit einem kleinen Trick ab. Öffnen Sie dazu im Editor Kate die Datei .kde/share/config/kickerrc und fügen Sie im Abschnitt [menus] die Zeile ShowMenuTitles=false ein. Damit die Änderung wirksam wird, starten Sie die Kontrollleiste neu. Am einfachsten geht das mit dem Tool xkill: Öffnen Sie mit [Alt-F2] ein Schnellstartfenster und geben Sie dort xkill ein. Der Mauszeiger nimmt nun eine andere Form an. Mit einem Klick auf die Kontrollleiste beenden Sie das Programm. Abermals über ein Schnellstartfenster, diesmal mit der Eingabe kicker, zaubern Sie die Kontrollleiste wieder auf den Desktop. Sobald Sie nun das K-Menü aufklappen, sind die Zwischenüberschriften verschwunden.

Tipp: Farbwähler für die Kontrollleiste

HTML-Seiten von Hand, zum Beispiel in Quanta, zu schreiben, ist nach ein wenig Einlesen in die Materie gar nicht so schwer, wenn da nicht die kryptischen Farbwerte in Hexadezimalziffern wären. Wie war nochmal der Wert für ein schönes Hellblau? Der Farbwähler in der Kontrollleiste hilft weiter: Über Hinzufügen / Mini-Programm / Farbwähler integrieren Sie das nützliche Werkzeug in die KDE-Leiste. Sehen Sie nun in einem beliebigen Programm auf dem Desktop eine Farbe, die Ihnen gefällt, genügt ein Klick auf die Pipette. Der Mauszeiger verwandelt sich in ein Kreuz, mit dem Sie die entsprechende Farbe aufnehmen und wahlweise den Hexadezimalwert oder den RGB-Wert in die Zwischenablage kopieren. Diesen fügen Sie mit einem Klick der mittleren Maustaste in Ihr HTML-Dokument ein.

Der Farbwähler speichert die aufgenommenen Farben in einem Verlaufsmenü, so dass Sie auch die vorherigen über einen Klick der linken Maustaste auf den bunten Punkt erreichen (Abbildung 2).

Abb. 2: Praktisch für Web-Designer: Der KDE-Farbwähler verrät den Hexadezimalwert einer per Pipette vom Bildschirm aufgenommenen Farbe.

Tipp: Beliebige Programme im Systemabschnitt ergänzen

Der Systemabschnitt rechts in der Kontrollleiste ist normalerweise dazu gedacht, extra dafür programmierte Applikationen aufzunehmen, wie etwa einen Lautstärkeregler oder die Zwischenablage des KDE-Desktops. Mit dem Befehl ksystraycmd platzieren Sie unter KDE 3.3 beliebige Programme in diesem Abschnitt. Dazu müssen Sie zuerst herausfinden, welcher Befehl diese Anwendung startet (siehe Tipp "Aufrufbefehle von Programmen"). Wer häufig Screenshots anfertigt, hat mit dem folgenden Kommando das Tool Ksnapshot immer zur Hand. Geben Sie in der Konsole

ksystraycmd --title 'ksnapshot' ksnapshot &

ein, erscheint ein kleines Ksnapshot-Icon im Systemabschnitt. Mit einem Klick der linken Maustaste blenden Sie das Bildschirmfotoprogramm ein und aus, ohne dass es wie beim Minimieren Platz in der Fensterleiste verschwendet. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie es so von allen Arbeitsflächen aus bequem erreichen -- einfach per Klick ausblenden, zur nächsten Arbeitsfläche wechseln und dort wieder einblenden.

Tipp: Aufrufbefehle von Programmen

Wer Programme nicht aus dem K-Menü, sondern über den Schnellstartdialog oder das KDE-Terminal-Programm Konsole starten will, muss den Programmnamen kennen, der oft nicht mit dem Eintrag im Menü identisch ist. In den meisten Fällen kommen Sie mit Raten und konsequenter Kleinschreibung schon recht weit. So starten Sie zum Beispiel das KDE-Mail-Programm KMail -- wer hätte das gedacht -- mit dem Befehl kmail. In der Konsole können Sie auch den Anfangsbuchstaben raten und sich mit der Tabulatortaste die vorhandenen Möglichkeiten anzeigen lassen. Geben Sie k ein und drücken zweimal [Tab], fragt die Shell, ob Sie wirklich alle vorhandenen Befehle mit k sehen wollen. Bestätigen Sie diese Nachfrage mit [Y], füllt sich das Konsolenfenster mit fast allen KDE-Programmen, die auf Ihrem System installiert sind. Einige wenige, wie zum Beispiel der HTML-Editor Quanta, beginnen mit einem anderen Buchstaben.

Finden Sie auch auf diesem Weg das gesuchte Programm nicht, hilft zuletzt der Blick in den KDE-Menü-Editor. Sie starten ihn mit einem Rechtsklick auf das K-Menü und der Auswahl von Menü-Editor. Hier finden Sie alle Einträge des K-Menüs (Abbildung 3). Wenn Sie einen in der linken Spalte markieren, zeigt der Menü-Editor in der rechten Fensterhälfte an, mit welchem Befehl Sie das Programm starten. Die nach dem Befehl folgenden Parameter können Sie beim Aufruf in der Shell normalerweise weglassen, es genügt die Eingabe des Programmnamens. Setzen Sie dahinter nach einem Leerzeichen noch ein &-Zeichen, zum Beispiel kteatime &, damit die Konsole die Anwendung im Hintergrund startet. Sie erhalten dann wieder eine Eingabeaufforderung, den so genannten Prompt, und können weitere grafische Programme aus diesem Shell-Fenster starten.

Abb. 3: Im KDE-Menü-Editor erfahren Sie den Namen eines Programms.

Tipp: Weltzeituhr Kworldclock

Wer wissen will, wieviel Uhr es gerade in Sydney ist, findet es mit der KDE-Weltzeituhr heraus (Abbildung 4). Sie starten das Tool über die Eingabe von kworldclock in ein mit [Alt-F2] geöffnetes Schnellstartfenster. Das Programm zeigt eine Weltkarte, auf der das Programm mit Licht oder Schatten die Tageszeit der Orte symbolisiert. Wenn Sie mit der Maus über die Karte fahren, erscheinen in kleinen Pop-up-Fenstern die Städtenamen mit den aktuellen Uhrzeiten dieser Orts.

Dort stellen Sie leicht weitere Städte ein: Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Programmfenster auf den gewünschten Ort und wählen Sie Uhren / Hinzufügen. Geben Sie als Kommentar den Namen der Stadt ein und bestätigen Sie Ihre Wahl mit einem Klick auf OK. Kworldclock zeigt nun am unteren Rand die Uhrzeit an diesem Ort an. Fügen Sie so viele Uhren wie gewünscht hinzu und wählen Sie dann Einstellungen speichern.

Abb. 4: Die KDE-Weltzeituhr zeigt, wo auf der Welt gerade Tag und Nacht ist.

Tipp: Konqueror: Mehrere Dateien auswählen

Oft will man Dateioperationen wie Kopieren oder Löschen gleich auf einen Stapel Dateien anwenden. Der Konqueror bietet verschiedene Möglichkeiten, mehrere Dateien auf einmal auszuwählen. Wenn sie alle nebeneinander liegen, ziehen Sie mit der gedrückten linken Maustaste ein Rechteck über den gewünschten Dateien auf. Weitere fügen Sie der Auswahl mit einem Klick der linken Maustaste bei gedrückt gehaltener [Strg]-Taste hinzu. Haben Sie alle gewünschten Dateien ausgewählt, erreichen Sie die passende Aktion wie Löschen, Kopieren nach oder Verschieben nach mit einem Klick der rechten Maustaste, der das Kontextmenü öffnet.

Tipp: Dateien mit Platzhaltern auswählen

Wollen Sie in einem gut gefüllten Verzeichnis alle Dateien mit einem bestimmten Text im Namen auswählen, erledigen Sie das am schnellsten mit so genannten Wildcards. Über Bearbeiten / Auswahl / Auswählen oder mit der Tastenkombination [Strg-+] öffnen Sie den Eingabedialog für das Muster, das Sie bei der Suche verwenden wollen.

Dort ist bereits ein * eingetragen. Dieses Zeichen dient als Platzhalter für beliebige andere Zeichen. Geben Sie zum Beispiel *anna* ein, wählt Konqueror alle Dateien und Verzeichnisse aus, in deren Namen die Zeichenfolge anna vorkommt, mit *.zip erwischen Sie alle Zip-Archive auf einen Schlag. Die Option Löschen bietet Konqueror direkt im Auswahldialog an, klicken Sie stattdessen auf OK oder drücken Sie [Eingabe], markiert der Datei-Manager die passenden Dateien und Verzeichnisse, und Sie können sie übers Kontextmenü oder per Drag & Drop kopieren oder verschieben.

Tipp: Konqueror: Surfen mit Reitern

Beim Surfen passiert es dauernd: Sie stöbern gerade auf einer Website, finden einen interessanten Link, wollen aber die aktuelle Seite noch nicht verlassen. Wer jedoch für jeden Link ein neues Browser-Fenster öffnet, findet im Fensterabschnitt der Kontrollleiste bald nichts mehr wieder. Wie Firefox unterstützt deshalb auch der Konqueror so genanntes "Tabbed Browsing" -- Reiter, die in einem Fenster sauber gruppiert sind. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf einen Link klicken und In neuem Unterfenster öffnen auswählen, lädt der Konqueror die Seite in einem Reiter im Hintergrund, statt ein neues Fenster zu öffnen.

Tipp: Link in neuem Tab öffnen

Klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf einen Link, lädt Konqueror diesen normalerweise in einem neuen Fenster. Über Einstellungen / Konqueror einrichten... stellen Sie das Verhalten um: Markieren Sie dazu unter Web-Verhalten die Checkbox Verknüpfungen in Unterfenstern anzeigen statt in extra Fenstern. Um eine Seite in einem neuen Tab zu öffnen, klicken Sie einfach mit der mittleren Maustaste auf einen Link. Praktischerweise wechselt der Konqueror nicht automatisch zum neuen Reiter, sondern Sie können in Ruhe weiter auf der gerade geöffnete Seite schmökern.

Tipp: Leere Tabs öffnen

Auch wenn Sie keinem Link folgen, sondern eine URL in die Adresszeile eingeben, können Sie Tabs nutzen. Der Konqueror bietet drei Möglichkeiten, leere Reiter zu öffnen: Klicken Sie dazu auf den Button ganz links in der Tab-Leiste, wählen Sie im Menü Datei die Option Neuer Tab oder drücken Sie [Strg-T].

Tipp: Aktuelles Fenster duplizieren

Wer schnell ein zweites Konqueror Fenster öffnen will, muss das nicht mühsam über den Menüeintrag Datei / Neues Fenster erledigen. Ein Klick auf das Konqueror-Radsymbol ganz rechts in der Werkzeugleiste öffnet ein weiteres Fenster -- und zwar genau in dem Verzeichnis, in dem Sie sich gerade befinden. Haben Sie mehrere Reiter geöffnet, übernimmt Konqueror deren Anordnung auch im neuen Fenster.

Tipp: Falsche Umlaute im Konqueror?

Wenn der Designer einer Website keinen Zeichensatz angegeben hat, passiert es manchmal, dass Konqueror deutsche Umlaute und andere Zeichen falsch oder als Fragezeichen darstellt. In so einem Fall geben Sie die Kodierung manuell an, so dass der KDE-Browser die Seite trotzdem richtig darstellt. Probieren Sie dazu im Menü Ansicht unter Kodierung festlegen / manuell aus, welche Kodierung passt. Mit Unicode (utf8) oder Westeuropäisch dürften Sie in der Regel richtig liegen. Hundertprozentig verlässlich ist dieses Verfahren nicht, gegen eine fehlerhaft gespeicherte Datei hilft auch ein manueller Zeichensatzwechsel nichts.

Tipp: Web-Seiten im Konqueror validieren

Wer selbst Web-Seiten gestaltet, findet in der Validierungsfunktion des Konqueror einen zuverlässigen Helfer. Surfen Sie zu der Seite, die Sie überprüfen wollen, und wählen Sie im Menü Extras / Webseite überprüfen / HTML überprüfen. Konqueror ruft dann den W3C-Validator auf, der Ihnen verrät, ob Ihre Seite dem HTML-Standard entspricht. Auch für Stylesheets bringt das Programm ein Prüf-Tool mit: Wählen Sie dazu den Menüeintrag CSS überprüfen. Ebenfalls nützlich ist der Linkchecker, den Sie über den Eintrag Verknüpfungen überprüfen aufrufen. Der Validierungsdienst des W3C sendet nun eine Anfrage für jeden Link auf der betreffenden Seite und gibt nach einer Wartezeit aus, welche Links ins Leere, d. h. auf nicht mehr vorhandene Dateien, zeigen.

Tipp: Newsticker im Konqueror anzeigen

Der Konqueror ist nicht nur Datei-Manager und Web Browser, sondern zeigt auf Wunsch auch RSS-Feeds an (Abbildung 5): Das sind Dateien in einem standardisierten Format, die Zusammenfassungen und Links zu neuen Einträgen einer Website enthalten. Für Nachrichten-Sites und Blogs gehört es mittlerweile zum guten Ton, einen solchen Feed anzubieten. Kommt ein neuer Eintrag auf der Website hinzu, wird der RSS-Feed automatisch aktualisiert. Spezielle Programme, so genannte RSS-Reader, laden diese Dateien in regelmäßigen Abständen und halten Sie so über die Änderungen auf dem Laufenden, ohne dass Sie die Website selbst ständig überprüfen müssen.

Um den Konqueror in einen RSS-Reader zu verwandeln, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die senkrechte Navigationsleiste iam linken Fensterrand und wählen im Kontextmenü Navigationsbereich einrichten / Hinzufügen / Newsticker. Im Navigationsbereich erscheint nun ein neuer Reiter mit einem Zeitungssymbol und der Schaltfläche Einrichten. Klicken Sie darauf, um einen Newsticker zu abonnieren: Voreingestellt sind die KDE-Nachrichten. Bestätigen Sie den Dialog mit OK, damit Konqueror im Navigationsbereich die Überschriften der letzten Nachrichten herunterlädt. Sobald Sie eine markieren, öffnet der Konqueror die zugehörige Nachricht im Browser.

Weitere Ticker ergänzen Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Balken der KDE-Nachrichten klicken und Newsticker einrichten wählen. Im Feld unter Einrichten geben Sie die Adresse des gewünschten Tickers an -- zum Beispiel http://www.tagesschau.de/xml/tagesschau-meldungen/ für die aktuellen Meldungen der Tagesschau -- und klicken auf Hinzufügen (Abbildung 6). Eine thematisch geordnete Liste mit vielen RSS-Feeds finden Sie unter http://www.rss-verzeichnis.de/.

Abb. 5: Im Navigationsbereich zeigt der Browser die Schlagzeilen des Tagesschau-Newstickers an.

Abb. 6: In diesem Dialog ergänzen Sie den Newsticker um weitere RSS-Feeds.

Tipp: Tabs in Konqueror schneller schließen

Wenn Sie viele Tabs geöffnet haben, ist es lästig, zum Schließen eines Reiters immer zum Button ganz rechts am Fensterrand wechseln zu müssen. Über die Konqueror-Konfiguration verpassen Sie allen Reitern eigene Schaltflächen zum Schließen. Diese zeigt der Konqueror an Stelle des so genannten Favicons, eines kleinen Bildsymbols der jeweiligen Website, direkt auf dem Tab an. Öffnen Sie im Menü Einstellungen den Dialog Konqueror einrichten. Unter Web-Verhalten finden Sie beim Punkt Browsen mit Unterfenstern den Button Erweiterte Optionen. In diesem Dialog aktivieren Sie die Option Den Knopf "Schließen" anstelle des Webseitensymbols anzeigen und bestätigen die Änderungen mit OK.

Tipp: Tab-Schaltflächen entfernen

Wer, wie im vorigen Tipp beschrieben, separate Schließen-Buttons im Konqueror eingestellt hat, braucht den allgemeinen Knopf rechts in der Reiterleiste nicht mehr unbedingt. Über einen Eintrag in der Konfigurationsdatei .kde/share/config/konquerorrc in Ihrem Home-Verzeichnis entfernen Sie diesen Knopf: Fügen Sie dazu im Abschnitt [FMSettings] die Zeile

CloseTabButton=false

ein. Wer neue Reiter sowieso nur mit der Tastenkombination [Strg-T] und nie per Button öffnet, kann mit

AddTabButton=false

auch die Schaltfläche für neue Reiter entfernen.

Tipp: Schließen-Buttons mit Hover-Effekt

So praktisch die separaten Buttons zum Schließen auch sind, eine unschöne Auswirkung haben sie: Der Konqueror zeigt die Favicons der geöffneten Websites nicht mehr an. Doch das lässt sich beheben: Öffnen Sie die Datei .kde/share/config/konquerorrc in einem Text-Editor und ändern Sie im Abschnitt [FMSettings] die Zeile

PermanentCloseButton=true

in

PermanentCloseButton=false

Zusätzlich ergänzen Sie darunter die Angabe

HoverCloseButton=true

Speichern Sie die Datei und starten Sie den Konqueror neu. Wenn Sie jetzt neue Reiter öffnen, zeigt Konqueror standardmäßig ein Favicon. Nur wenn Sie mit der Maus über den Reiter fahren, verwandelt es sich in ein Symbol zum Schließen des Tabs.

Tipp: Titellänge für Tabs festlegen

In der Datei .kde/share/config/konquerorrc stellen Sie auch ein, wie lang die Titel von Reitern maximal sein dürfen. Ergänzen Sie dazu im Abschnitt [FMSettings] die Zeilen

MaximumTabLength=30
MinimumTabLength=3

Die Zahlenangabe besagt, wie viele Zeichen maximal und minimal in einem Reitertitel erscheinen. Wenn dem Browser der Platz in der Reiterleiste ausgeht, verkürzt er die Titel. Das verhindern Sie, indem Sie MinimumTabLength auf einen hohen Wert setzen, zum Beispiel 15. Um immer gleich große Reitertitel zu erhalten, tragen Sie in beiden Zeilen den selben Wert ein.

Tipp: Lese- und Empfangsbestätigung in KMail

In KDE 3.3 können Sie von jeder Mail eine Empfangs- und Lesebestätigung anfordern. Dazu wählen Sie im Nachrichten-erstellen-Fenster (Sie öffnen es mit einem Druck auf [Strg-N]) den Befehl Optionen / Empfangsbenachrichtigung anfordern. Damit schalten Sie für diese Mail die Quittungsfunktion ein.

Die Option kann zum Beispiel in der innerbetrieblichen Kommunikation sinnvoll sein. Deshalb bietet KMail die Möglichkeit, sie dauerhaft zu aktivieren. Wählen Sie dazu Einstellungen / KMail einrichten und wechseln Sie ins Menü Komposer (in älteren KDE-Versionen trägt es den Namen Nachrichten erstellen). Dort schalten Sie auf der Registerkarte Allgemein die Option Automatisch Empfangs- und Lesebestätigungen anfordern ein und bestätigen mit einem Klick auf OK (Abbildung 7).

Nun fordert KMail von jedem Empfänger eine Benachrichtigung an. Das funktioniert jedoch nur, wenn der Empfänger bzw. dessen Mail-Programm das auch zulässt. In der eigenen Firma kann man die Rechner entsprechend konfigurieren, extern ist das meist nicht machbar. Wenn Sie daher eine Mail außer Haus schicken, können Sie die Funktion beim Schreiben der Mail wie zuvor mit Optionen / Empfangsbenachrichtigung anfordern ausschalten.

Abb. 7: In diesem Menü richten Sie KMail so ein, dass es für jede Nachricht eine Empfangsbestätigung anfordert.

Tipp: Mail-Empfang bestätigen

Wenn Sie für Mails eine Empfangsbestätigung einfordern, können Sie natürlich nicht zurückstehen und die Anforderung einer solchen von anderen ignorieren. Das ist jedoch die Voreinstellung von KMail. Um sie zu ändern, wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln im Menü Sicherheit auf die Registerkarte Lesen. Dort stellen Sie im Bereich Empfangs- und Lesebenachrichtigungen die Versandregelung ein (Abbildung 8):

Abb. 8: Auf der Registerkarte "Lesen" stellen Sie unter "Empfangs- und Lesebenachrichtigungen" ein, wie KMail mit angeforderten Empfangsbestätigungen umgeht.

Tipp: Anhänge mit KMail an Outlook senden

Wenn ein Empfänger Ihrer Nachrichten sich beschwert, er könne die Anhänge an Ihren Mails nicht öffnen, benutzt er vielleicht Outlook oder Outlook Express als Mail-Programm. Um dieses Problem zu umgehen, können Sie KMail auf den Versand von Anhängen umstellen, die zwar nicht dem Standard entsprechen, mit denen Outlook jedoch zurecht kommt. Sie hören richtig: Benutzer von Microsoft-Produkten denken oftmals, weil diese so verbreitet sind, dass sie auch den Marktstandard darstellen, obwohl es sich um produkteigene -- teilweise falsch implementierte -- Funktionen handelt. So erscheinen in Outlook und Outlook Express Anhänge, in denen die Dateinamen Umlaute oder Sonderzeichen enthalten, als wären sie falsch kodiert.

Wenn Sie Outlook- oder Outlook-Express-Nutzern kein anderes Mail-Programm wie Thunderbird schmackhaft machen können, stellen Sie KMail einfach um. Wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln Sie ins Menü Komposer. Auf der Registerkarte Anhänge schalten Sie die Option Outlook-kompatible Vergabe von Namen für Anhänge ein. Nun kodiert KMail die Namen von Dateianhängen auf eine nicht-standardisierte Weise, die Outlook und Outlook Express verstehen.

Aber Vorsicht: Wenn Sie Mails mit Anhang verschicken, erzeugen Sie nun Nachrichten, die von geltenden Standards abweichen. Sie werden von E-Mail-Programmen, die sich korrekt verhalten, nicht unbedingt richtig interpretiert. Verwenden Sie diese Option daher nur, wenn es nicht anders geht.

Tipp: KMail erinnert an fehlende Anhänge

Schreiben Sie auch manchmal Nachrichten wie "anbei das gewünschte Dokument" und vergessen dann, es mitzuschicken? Dann ist eine weitere Nachricht nötig, bei der Sie den Anhang mitschicken und sich für Ihre Schusseligkeit entschuldigen. Das vermeiden Sie, indem Sie KMail ein wenig mitdenken lassen. Das macht das Programm eigentlich schon von Haus aus und weist Sie bei bestimmten Wörtern im Nachrichtentext darauf hin, dass noch ein Anhang fehlt. Leider sind das in der Grundeinstellung nur die Wörter Attachment (engl. für Anhang) und attached (engl. für angehängt).

Unter Einstellungen / KMail einrichten nehmen Sie im Menü Komposer auf der Registerkarte Anhänge weitere Signalwörter in die Liste auf: Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen, geben Sie im folgenden Dialog ein neues Schlüsselwort ein und bestätigen Sie Ihre Eingabe mit einem Klick auf OK (Abbildung 9). Sinnvolle Schlüsselwörter, die KMail noch nicht kennt, sind etwa "anbei" oder "Anhang".

Damit KMail die neuen Vorgaben beachtet, stellen Sie sicher, dass die Option Suche nach fehlenden Anhängen aktivieren eingeschaltet ist -- andernfalls reagiert KMail nicht auf die neu eingetragenen Signalwörter.

Abb. 9: Die Liste der Schlüsselwörter, auf die KMail reagiert, erweitern Sie im "Komposer"-Menü um zusätzliche Begriffe.

Tipp: Mail-Benachrichtigung in der Kontrollleiste

Auf Wunsch weist KMail Sie im Systembereich der Kontrollleiste darauf hin, dass neue Mails im Posteingangsordner liegen. Um dieses Feature zu aktivieren, wechseln Sie mit Einstellungen / KMail einrichten in den Konfigurationsdialog. Im Menü Erscheinungsbild klicken Sie auf die Registerkarte Systembereich der Kontrollleiste. Aktivieren Sie die Option Anzeige über Systemabschnitt der Kontrollleiste. Damit sind die Optionen im Bereich Kontrollleistenmodus aktiv. Wählen Sie KMail immer in der Kontrollleiste anzeigen. Das ist beispielsweise dann ratsam, wenn Sie schnell auf das E-Mail-Programm zugreifen wollen. Die Option KMail nur in der Kontrollleiste anzeigen, wenn ungelesene Nachrichten vorliegen hingegen zeigt das KMail-Symbol nur dann, wenn neue Nachrichten eingetroffen sind; eine Zahl auf dem Symbol teilt Ihnen mit, wie viele ungelesene Nachrichten es sind (Abbildung 10).

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das KMail-Symbol, gelangen Sie über das Untermenü Neue Nachrichten in direkt in den Postordner mit den ungelesenen Mails.

Abb. 10: Rechts zeigt das KMail-Symbol, wie viele Mails Sie noch nicht gelesen haben.

Tipp: Erscheinungsbild von KMail anpassen

Wenn Sie KMail starten, sehen Sie links die Ordnerliste und in der rechten Fensterhälfte die Nachrichtenliste, den Text der markierten Mail (die so genannte Nachrichtenvorschau) und eventuell den Aufbau der Nachricht mit Anhängen.

Dieses Fensterlayout passen Sie über das Menü an: Wählen Sie dazu Einstellungen / KMail einrichten und wechseln Sie in den Abschnitt Erscheinungsbild. Dort sind Sie auf der Registerkarte Layout am richtigen Ort. Für die Anzeige der linksbündigen Ordnerliste bietet das Programm die Optionen lang und kurz. Entscheiden Sie sich für die zweite Möglichkeit, erstreckt sich die Nachrichtenvorschau über die gesamte Breite des Programmfensters, die Ordnerleiste nimmt dann nur der Nachrichtenliste ein wenig Platz weg.

Im Nachrichtenvorschaubereich legen Sie fest, ob Sie diesen Bereich gar nicht oder unterhalb (Voreinstellung) bzw. rechts neben der Nachrichtenliste sehen wollen; die zweite Option funktioniert allerdings nur, wenn Sie mit einer langen Ordnerliste arbeiten.

Den Nachrichtenstrukturbereich zeigt KMail standardmäßig immer immer dann an, wenn eine Mail aus mehr als einer Datei besteht. Sie können ihn auch generell ausblenden oder für jede Mail anzeigen lassen. Außerdem kann der Struktur- oberhalb des Vorschaubereichs liegen. Die Platzierung stellen Sie im untersten Bereich der Registerkarte Layout ein (Abbildung 11). (amü)

Abb. 11: Hier legen Sie das Layout der Posteingangsordner, der Nachrichtenliste sowie des Vorschau- und Strukturbereichs fest.

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