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von Andrea Müller
Aktuelle Evolution-Versionen bringen eine (leider nur englischsprachige) Kurzreferenz mit, die die wichtigsten Tastaturkürzel des Programms auflistet. Über den Menüpunkt Hilfe / Kurzreferenz zeigen Sie die Übersicht in einem PDF-Betrachter an (Abbildung 1). Wer mit der englischen Sprache nicht auf Kriegsfuß steht, hat mit der Kurzreferenz die wichtigsten Tastenkombinationen immer im Blick, etwa [Strg-N]. Damit legen Sie im gerade aktiven Evolution-Modul einen neuen Eintrag an. Befinden Sie sich im Kalender, erstellen Sie mit dieser Tastenkombination einen neuen Termin, im E-Mail-Modul öffnet sich bei einem Druck auf [Strg-N] dagegen der Nachrichten-Editor.
Gnome bringt ebenso wie KDE mehrere virtuelle Arbeitsoberflächen mit. Im Gnome-Panel gibt es einen Arbeitsflächenumschalter, über den Sie auf einen anderen Desktop wechseln. Noch schneller geht es auch unter Gnome mit der Tastatur: Drücken Sie [Strg-Alt-Pfeil nach rechts], um zum nächsten und [Strg-Alt-Pfeil nach links], um zum vorigen Desktop zu gelangen.
Wenn Sie in Firefox häufig mehrere Seiten geöffnet haben, auf denen sich oft etwas ändert, etwa News-Portale, müssen Sie diese regelmäßig neu laden, um auf dem Laufenden zu bleiben. Das gelingt auch, ohne jeden der Reiter zu markieren und auf das Symbol zum Aktualisieren zu klicken: Öffnen Sie das Kontextmenü eines Tabs, indem Sie die Registerlasche des Reiters mit der rechten Maustaste anklicken. Dort wählen Sie Alle Tabs neu laden, damit Firefox die geöffneten Seiten erneut beim Web-Server anfordert.
Über dieses Kontextmenü schaffen Sie ebenfalls Ordnung im Firefox-Fenster. Mit Hilfe des Eintrags Andere Tabs schließen entfernen Sie alle Reiter bis auf einen. Hier lauert eine kleine Stolperfalle: Firefox behält nur den Reiter bei, aus dessen Kontextmenü Sie den Menüeintrag ausgewählt haben. Möchten Sie also noch weiter auf der Seite im aktuellen Tab stöbern, achten Sie darauf, auch dessen Kontextmenü zu öffnen.
Die Liste der schon besuchten Seiten öffnen Sie in Firefox mit [Strg-H]. Über das Drop-down-Menü Ansicht sortieren Sie den Verlauf nach fünf Kriterien (Abbildung 2). Das ist praktisch, wenn Sie nach einer Adresse suchen, an deren Namen Sie sich nicht erinnern können, wohl aber an das Datum Ihres letzten Besuchs. In diesem Fall finden Sie den Eintrag am schnellsten, indem Sie sich im Menü für die Sortierreihenfolge Nach Datum entscheiden.
Ebenfalls nützlich ist die Option Nach meistbesuchte. Sie zeigt die Seiten, die Sie am häufigsten ansurfen, ganz oben in der Liste an. Sie können dann direkt aus dem Verlaufsfenster heraus ein Lesezeichen für Ihre Lieblingsseiten setzen. Klicken Sie einfach einen Eintrag mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Lesezeichen für diesen Link hinzufügen aus dem Kontextmenü. Die Option sollten Sie so oft wie möglich nutzen, denn standardmäßig reicht der Verlauf nur eine Woche zurück: Danach löscht Firefox die dort gespeicherten Adressen automatisch.
Links neben dem Drop-down-Menü Ansicht liegt im Verlaufsfenster das Eingabefeld für eine Suche im Verlauf. Erinnern Sie sich nur noch an einen Teil einer Internet-Adresse, geben Sie ihn in dieses Feld ein und drücken [Eingabe]. Firefox fischt alle schon besuchten Seiten heraus, in deren Name die eingegebene Zeichenkette vorkommt.
Das Suchfeld ist in der Standardeinstellung sehr schmal -- Sie vergrößern es, indem Sie den Verlaufsbereich mit gedrückt gehaltener linker Maustaste nach rechts ziehen. Bewegen Sie dazu die Maus über die Trennlinie zwischen den beiden Fensterbereichen. Sobald Sie die Maus richtig positioniert haben, ändert der Zeiger seine Form und präsentiert sich als Doppelpfeil.
Entweder man liebt oder man hasst sie: Wohl kaum jemand steht dem Thema HTML-Mails gleichgültig gegenüber. Während sich manche Nutzer über farbig formatierte Post mit blinkenden Bildchen freuen, packt andere das Grausen, und sie verbannen den Absender solcher Nachrichten in den Spam-Filter. Viele Anwender haben Ihr E-Mail-Programm sogar so konfiguriert, dass HTML-Mails wegen Werbeverdacht erst einmal in einen speziellen Müllordner wandern.
Haben Sie Bekannte, die selbst HTML-Mails verschicken und auch gerne solche erhalten, vermerken Sie das im Adressbuch von Evolution. Wechseln Sie dazu in den Abschnitt Kontakte. Doppelklicken Sie dort auf die gewünschte Visitenkarte und setzen Sie ein Häkchen vor die Option Wünscht HTML-E-Mails.
In der Standardeinstellung fragt Evolution nach, wenn Sie versuchen, eine HTML-Nachricht an einen Kontakt zu schicken, bei dem Sie diese Option nicht aktiviert haben.
Mit Eingabe von gnome-search-tool in ein Schnellstartfenster starten Sie die grafische Dateisuche des Gnome-Desktops. Fahnden Sie dort nach einer Konfigurationsdatei, von der Sie zumindest den Namen kennen, führt die Suche trotzdem nicht zum Erfolg. Das liegt daran, dass das Programm standardmäßig nicht nach "versteckten" Dateien sucht, deren Namen mit einem Punkt beginnen.
Um trotzdem bei der Suche Erfolg zu haben, aktivieren Sie die Option Weitere Einstellungen anzeigen und wählen im Drop-down-Menü Verfügbare Kriterien den Eintrag Verborgene Dateien und Ordner anzeigen aus. Mit einem Klick auf Hinzufügen übernehmen Sie die Option. Starten Sie die Suche erneut, damit das Tool auch die Dateien findet, deren Name mit einem Punkt beginnt.
Unter Gnome übernimmt gedit die Rolle als Standard-Text-Editor. Es ist dort denkbar unkomfortabel, einen Text mit einer eingerückten Liste zu schreiben: Sobald Sie nach einem Listenpunkt einen Zeilenumbruch einfügen, steht der Cursor wieder am Anfang der Zeile. Sie müssen für jeden Unterpunkt erneut auf die Tabulatortaste drücken. Das geht auch einfacher: Öffnen Sie über Bearbeiten / Einstellungen das Konfigurationsmenü und setzen Sie auf der Registerkarte Editor ein Häkchen vor Auto-Einzug aktivieren. Wenn Sie nun einen Zeilenumbruch nach eingerücktem Text einfügen, setzt gedit den Cursor an den Beginn der vorherigen Zeile.
Der Text-Editor gedit speichert die letzten 25 Aktionen, so dass Sie sie über [Strg-Z] rückgängig machen können. Erscheint Ihnen der Vorgabewert als zu gering, erhöhen Sie ihn unter Bearbeiten / Einstellungen / Editor. Tragen Sie im Abschnitt Rückgängig eine andere Zahl in das Eingabefeld hinter Begrenzen auf ein. Möchten Sie alle Aktionen der laufenden Sitzung zurücknehmen können, setzen Sie stattdessen ein Häkchen vor Unbegrenzt. (amü)
| Mandrake-Tipp: Mausrad nachträglich einrichten |
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Mandrake Linux verfügt zwar über eine recht gute Hardware-Erkennung, bisweilen macht es jedoch einen Fehler beim Einrichten der Maus. Das passiert besonders häufig, wenn das Eingabegerät an einem PS/2-Anschluss des Computers hängt. Richtet das System bei der Installation eine Standardmaus mit zwei Tasten ein, können Sie das Rad nicht zum Scrollen in Programmfenstern nutzen. Dieses Problem beheben Sie mit mousedrake, dem Konfigurations-Tool für den Schreibtischnager.
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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