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von Thomas Hümmler
Für die Fritz!Box Fon brauchen Sie DSL und einen Telefonanschluss -- ob ISDN oder analog, ist dabei egal. Wenn Sie weder das Gerät noch die DSL-Leitung haben, können Sie die Fritz!Box Fon bei einigen Providern gleich mitbestellen: Dann kostet das sonst etwa 200 Euro teure Kästchen nur 30 Euro. Auf Linux-Seite benötigen Sie einen JavaScript-fähigen Web-Browser wie Konqueror oder Firefox.
Das Gerät ist ein Generalist in Sachen Kommunikation. Sie können mit jedem Computer, der mit der Fritz!Box verbunden ist, über DSL im Internet surfen. Sind Telefone angeschlossen (bis zu drei analoge und acht ISDN-Geräte), können Sie zusätzlich übers Internet telefonieren -- aber ebenso gut auch auf dem herkömmlichen Weg über ISDN oder das analoge Festnetz. Die Bandbreite, die für Telefonate übers Web nötig ist, kann die Fritz!Box Fon automatisch verwalten. Das hat zwar zur Folge, dass manchmal die Surf-Geschwindigkeit geringer ist, aber beim Telefonieren leidet die Sprachqualität nicht -- sonst ein typisches Handicap bei Internet-Telefonie.
Die Fritz!Box Fon können Sie über Netzwerkkarte, USB-Schnittstelle oder WLAN mit einem Computer (oder mehreren) verbinden. Um das Gerät unter Linux einrichten und nutzen zu können, müssen Sie die Netzwerkkarte so konfigurieren, dass sie die IP-Adresse von einem DHCP-Server erhält -- also direkt von der Fritz!Box Fon. Das ist bei Standardinstallationen der von EasyLinux unterstützten Distributionen der Fall. Falls Sie manuell eine feste IP-Adresse zugewiesen haben, ändern Sie das in wenigen Schritten (siehe Kasten Umstellung auf DHCP).
| Umstellung auf DHCP |
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Im Folgenden beschreiben wir die Umstellung auf DHCP für Suse Linux 9.2 / 9.3, Mandrake Linux 10.2 und Fedora Core 3. Suse Linux 9.2 und 9.3
Mandrake Linux 10.2
Fedora Core 3
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Die Fritz!Box Fon (genauer: das Modell 7050) hat auf der Rückseite außer DSL-, USB- und Netzwerkbuchsen fünf Anschlussmöglichkeiten für analoge und ISDN-Endgeräte. In der WLAN-Variante kommt noch eine Stummel-Antenne hinzu, denn da dient das Kästchen zusätzlich als Access Point, über den weitere Rechner mit WLAN-Adapter Internet-Zugang bekommen.
Zuerst schließen Sie das Gerät ans Stromnetz an, dann wird die Fritz!Box mit dem DSL-Splitter verbunden. Ein vorhandenes DSL-Modem können Sie abklemmen, da die Fritz!Box selbst ein DSL-Modem ist. Es folgt der Anschluss ans ISDN- oder analoge Telefonnetz. Dazu stecken Sie das mitgelieferte ISDN-/Analogkabel in die gleichnamige Buchse der Fritz!Box, das andere Ende des Kabels kommt bei einem ISDN-Anschluss in den NTBA, bei analoger Telefonverbindung mit dem entsprechenden Adapter auf die F-Buchse des DSL-Splitters.
ISDN-Endgeräte oder eine TK-Anlage werden mit der ISDN-S0-Buchse der Fritz!Box Fon verbunden; über die Expertenfunktion Anlagenkopplung können Sie die Fritz!Box Fon auch als Nebenstelle an eine Telefonanlage koppeln. Analoge Geräte stöpseln Sie -- eventuell mit Hilfe der mitgelieferten Adapter -- in die Anschlüsse Fon1 und Fon2 oder in die mit Fon3 beschriftete Kabelklemme.
Um die Benutzeroberfläche der Fritz!Box Fon zu nutzen, benötigen Sie eine Netzwerkverbindung vom PC zur Fritz!Box. Die können Sie per WLAN, LAN oder USB aufbauen. Eine LAN-Verbindung ist auch via Switch oder Hub möglich; dazu stecken Sie das Netzwerkkabel in die Uplink-Buchse des Switches bzw. des Hubs.
Wenn Sie alles richtig eingetragen haben, starten Sie Konqueror oder Firefox und geben fritz.box in die Adresszeile ein. Daraufhin erscheint die Oberfläche der Fritz!Box. Wählen Sie Einrichtungsassistent, um den DSL-Zugang einzurichten. Klicken Sie Weiter und wählen Sie im folgenden Fenster die Option Alle angeschlossenen Computer nutzen den Internetzugang von FRITZ!Box (DSL-Router). Dann suchen Sie aus der Liste darunter den Provider aus (Abbildung 1). Weiter geht es im nächsten Fenster mit der Eingabe der Internetzugangs-Kennung und des Internetzugangs-Passworts. Danach legen Sie die Art der Verbindung fest -- für einen Flatrate-Tarif können Sie hier beispielsweise Abrechnung nach Datenvolumen oder Pauschalpreis (Flatratetarif) und dauerhaft wählen. Wenn Sie jetzt Weiter wählen, werden die Verbindungsdaten noch einmal angezeigt (das Passwort allerdings verschlüsselt); ein abermaliges Weiter speichert die Daten und prüft die Internet-Verbindung, das nächste Weiter zeigt eine Zusammenfassung an, und schließlich gelangen Sie mit Fertig zurück zur Eingangsmaske.
Die Fritz!Box ist gegen den Zugriff von außen geschützt. Wenn auf Ihrem Rechner allerdings ein Mail- oder Web-Server läuft, muss dieser von außen zugänglich sein. Das gilt auch für manche andere Programme wie zum Beispiel File-Sharing-Anwendungen. In solchen Fällen müssen Sie bestimmte Ports für eingehende Verbindungen freigeben: Ports dienen dazu, mehrere Server-Dienste auf einem Rechner unterscheidbar zu machen.
Ports geben Sie über Internet / Portfreigabe frei. Hier sind bereits einige Anwendungen aufgeführt. Wollen Sie eine davon freigeben, gehen Sie so vor: Klicken Sie in der Liste der Portfreigaben links neben der gewünschten Anwendung einfach auf das Kästchen Aktiv und dann auf Übernehmen.
Sind mehrere Computer mit der Fritz!Box verbunden, klicken Sie neben der Anwendung auf die Schaltfläche Ändern. Im folgenden Fenster tragen Sie die IP-Adresse des Computers ein, auf dem ein Port freigegeben werden soll. Die IP-Adresse erfahren Sie im KDE-Infozentrum ([Alt-F2] und kinfocenter eingeben) unter Netzwerk-Schnittstellen. Aktivieren Sie die Option Freigabe aktiv und klicken Sie abschließend auf Übernehmen.
Finden Sie Ihre Anwendung nicht in der Liste, erzeugen Sie über die Schaltfläche Neue Portfreigabe einen neuen Eintrag. Geben Sie der Port-Freigabe einen aussagekräftigen Namen, wählen Sie das nötige Protokoll und tragen Sie den Port ein, den Sie für Benutzer aus dem Internet freigeben möchten. Anschließend tragen Sie noch die IP-Adresse des Rechners und den Port ein, den Sie im lokalen Netzwerk freigeben wollen (Abbildung 2). Auch hier aktivieren Sie wieder die Option Freigabe aktiv und klicken abschließend auf Übernehmen.
Um mit der Fritz!Box übers Internet telefonieren zu können, müssen Sie zunächst die Anmeldedaten und die Internet-Rufnummer einstellen, dann die Festnetzrufnummern in das Gerät eingeben und den Telefonen Internet- und Festnetznummern zuweisen.
Zum Einrichten der Anmeldedaten und der Internet-Rufnummer klicken Sie unter Telefonie auf den Eintrag Internettelefonie und dann auf Neue Internet-Rufnummer. Im folgenden Dialog wählen Sie den Anbieter (1&1, GMX, Schlund & Partner) und geben die VoIP-Nummer und das Passwort ein. Wenn Sie in der Liste Internet-Telefonieanbieter wählen, können Sie auch die erforderlichen Daten (wie Internet-Rufnummer, Benutzername und Registrar) für weitere Anbieter wie Sipgate, Freenet oder Web.de eintragen. Bis zu zwei Internet-Rufnummern können Sie in der Fritz!Box Fon einrichten.
Wollen Sie die Datenübertragung beim Telefonieren gering halten, schalten Sie die Sprechpausen-Erkennung ein (Abbildung 3). Diese Funktion unterdrückt das Senden von Daten, wenn nicht gesprochen wird, beeinflusst aber auch die Sprachqualität auf der Gegenseite. Die Option steht in der Benutzeroberfläche der Fritz!Box unter Telefonie / Internettelefonie, wenn die Experteneinstellungen sichtbar sind -- dazu schalten Sie die Option unter System / Ansicht ein.
Die Fritz!Box Fon verträgt sich mit jedem Endgerät und jedem Festnetzanschluss. Um die ISDN-Festnetzrufnummern einzugeben, wechseln Sie in das Menü Telefonie / ISDN-Endgeräte oder Telefonie / Nebenstellen. Klicken Sie dort auf ISDN-Rufnummern. Im folgenden Dialog können Sie bis zu zehn Mehrfachrufnummern (auch MSNs genannt) -- also Ihre Rufnummern ohne Vorwahl -- eintragen. Haben Sie stattdessen eine analoge Telefonnummer, tragen Sie diese ebenfalls unter Telefonie / ISDN-Endgeräte ein -- in das Feld Rufnummer des Festnetz-Anschlusses.
Die Hauptrufnummer ist für ISDN-Geräte ohne zugewiesene Rufnummer. Abgehende Gespräche von solchen Geräten werden über diese Nummer geführt. Eine Internet-Nummer wird automatisch zur Hauptrufnummer. Damit nicht alle analogen Endgeräte (Telefone, Faxgeräte oder Anrufbeantworter) gleichzeitig auf Anrufe reagieren, weisen Sie unter Telefonie / Nebenstellen die Internet- und Festnetznummern den einzelnen Anschlüssen Fon1, Fon2 und Fon3 zu. Die erste Nummer dort ist diejenige, über die standardmäßig Verbindungen von diesem Anschluss nach außen hergestellt werden. Da die Fritz!Box Fon gleichzeitig eine Telefonanlage ist, können Sie auch den zweiten oder dritten Eintrag für ausgehende Verbindungen nutzen; dazu wählen Sie vor der Telefonnummer entweder *2# oder *3#.
Über Merkmale der Nebenstellen passen Sie das Verhalten der drei Anschlüsse noch weiter an. So wählen Sie für jeden Anschluss, ob Telefon, Fax oder Anrufbeantworter angeschlossen sind. In der Grundeinstellung ist die spontane Amtsholung aktiviert, die Nummer des Anrufers wird angezeigt und der Anklopfschutz ist eingeschaltet. Merkmale wie die Anzeige der eigenen Rufnummer beim Angerufenen oder die Rufabweisung, wenn Sie bereits über die Nummer telefonieren, können Sie in diesem Fenster zusätzlich einschalten.
Im Menü Telefonie / Wahlregeln legen Sie eine Call-by-call- oder eine Preselection-Vorwahl fest. Sie regeln hier außerdem, welche Nummernbereiche wie angewählt werden. Vorwahlen, für die hier eine Verbindungsart (Festnetz oder Internet) festgelegt ist, werden immer auf diesem Weg angewählt -- oder gar nicht, falls Sie die Option Sperren wählen.
Voreingestellt sind in dieser Liste bereits einige internationale Vorwahlen, die Notrufnummern 110 und 112 sowie die so genannten Mehrwertdienste, die mit 0137, 018, 019, 0700, 0800 und 0900 beginnen (Abbildung 4). Weitere Nummernbereiche fügen Sie über die Schaltfläche Neue Wahlregel hinzu.
Die System-Software der Fritz!Box Fon aktualisiert der Hersteller AVM häufig, wenn Fehler gefunden wurden oder neue Funktionen hinzugekommen sind. Diese Updates sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Sie können sie ganz einfach über System / Firmware-Update einspielen. Klicken Sie auf Zur aktuellen Firmware, um die Download-Seite des Herstellers zu öffnen, klicken Sie dort auf Download starten und speichern Sie die Image-Datei auf der Festplatte. Danach wählen Sie die Datei über Durchsuchen aus und aktualisieren die Software über Update (Abbildung 5). Da dieser Vorgang einigermaßen systemkritisch ist, werden alle Telefon- und Internet-Verbindungen für die Dauer der Aktualisierung unterbrochen. (hge)
| Infos | |
| Produktname | AVM Fritz!Box Fon |
| Preis | ab 130 Euro (ohne WLAN, niedrigster gefundener Preis) |
| Internet | http://www.avm.de/FRITZBox_Fon/ |
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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