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von Thomas Leichtenstern
Der Web-Browser ist auf vielen Rechnern häufig die am meisten benutzte Anwender-Software. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, die an ihn gestellt werden. Im Vordergrund steht dabei neben der Stabilität die Bedienung und korrekte Darstellung der Seiten.
Im Test treten die neuesten Releases der am häufigsten benutzten Browser unter Linux gegeneinander an: Opera 8, Firefox 1.0.4 und Konqueror 3.4. Intention des Testes ist es in erster Linie, die Handhabung und Darstellung der Programme zu testen. Zu diesem Zweck haben wir als Prüfstein für die Browser fünf technisch anspruchsvolle Referenz-Seiten gewählt:
Der einzige kommerzielle Vertreter im Test zeigt sich erst nach dem Bezahlen von 34,- Euro werbefrei. So lange bleibt in der rechten oberen Ecke ein wenig störendes Werbebanner (Abbildung 1) aktiviert. Optional zum Banner blendet Opera [1] auch Google-Ads ein, deren Inhalt von Ihrem Surf-Verhalten beeinflusst wird. Zur Drucklegung lag noch keine deutsche Übersetzung vor, weswegen wir die englische Variante besprechen.
Nach dem Öffnen wirkt Opera zunächst schlicht. Ein Klick auf den New-page-Button öffnet das erste echte Browser-Fenster. Gegenüber der Vorgängerversion fällt als erstes die Toolbar am unteren Rand der Adressleiste auf. Wichtige Elemente wie Bookmarks, meistbesuchte Web-Seiten und Suchleiste sind nach Ansicht der Entwickler damit am besten für den Anwender zu erreichen. Die Funktionen dieser Zusatzleiste definieren Sie zum großen Teil selbst.
Die nach links gerichteten Pfeile links neben der Adressleiste entsprechen in ihrer Funktion etwa den Seite-zurück-Button anderer Browser. Die nach rechts gerichteten dagegen haben die Funktion des vorwärts-Links, wie er in Suchmaschinen bei mehrseitigen Treffern angezeigt wird. Der Doppelpfeil >> öffnet die nächste Trefferseite. Die markanteste Fähigkeit von Opera ist jedoch das beliebige Anordnen geöffneter Webseiten. Ein Klick auf die Buttons Tile und Cascade sortiert die geöffneten Web-Seiten über- oder nebeneinander.
Benutzerdefinierte Gruppen - so genannte Sessions - erlauben ihnen, über einen Mausklick mehrere Web-Seiten gleichzeitig zu öffnen. Die Zoom-Funktion von Opera unterscheidet sich zu anderen Browsern dahingehend, dass Opera auch Inhalte wie Bilder, Flash-Animationen und Java-Applets in der Größe anpasst. Betätigen Sie dazu die [Strg]-Taste und scrollen Sie mit dem Mausrad, bis die Seite die gewünschte Größe erreicht. Zusätzliche Funktionen wie den integrierten Download-Manager, Notizblock oder Mail-Client erreichen Sie durch einen Klick auf das Icon Panels, der die Toolbar einblendet. Opera seigt jedoch nur die Funktionen, die tatsächlich aktiv sind. Existiert als Beispiel kein E-Mail-Konto, fehlt der entsprechende Button.
Für ungeübte Benutzer ist die Konfiguration (Abbildung 2) von Opera zunächst verwirrend. Zu umfangreich sind die Möglichkeiten und zu versteckt diverse Einstellungen, um diese ohne Mühen zu finden. Grundlegende Einstellungen zum Layout des Browsers erreichen Sie über den Menüpunkt Tools / Appearance. Neben dem gewünschten Skin legen Sie hier fest, welche Funktionstasten und Suchfenster auf dem Browser zu platzieren sind.
Das technische Verhalten von Opera legen Sie über den Menüpunkt Tools / Preferences fest. Grundlegende Einstellungen wie die Startseite und den Umgang mit Pop-ups stellen Sie unter dem Reiter General ein. Die Rubrik Advanced fasst detailierte Verhaltensweisen wie Browser-Kennung, mime-Types und Such-Shortcuts zusammen. Diese erlauben ihnen, durch die Eingabe des festgelegten Kürzels gefolgt vom Suchbegriff die direkte Anzeige der Suchergebnisse. Die Suchleiste rechts neben der Adressleiste bietet neben der Suche im geöffneten Dokument auch diverse Webseiten wie Google, Amazon oder Ebay als Suchoption an. Eine grafische Möglichkeit, die Eingabeleiste um eigene Einträge zu erweitern, sieht Opera nicht vor. Ebenso fehlt die Möglichkeit, alle Treffer im geöffneten Dokument farblich hervorzuheben.
Beim Besuch verschlüsselter Web-Seiten zeigt Opera im linken Teil der Adressleiste einen gelben Hinweisbalken mit dem Namen des Zertifikats, das sich beim Klick darauf öffnet. Stimmt der Name des Zertifikats nicht mit der URL der Web-Seite überein, erscheint ein Warnhinweis. Sie haben die Wahl, ob Sie die Web-Seite trotzdem besuchen oder die Verbindung unterbrechen möchten. Potenziell unsichere Seiten markiert Opera auch bei verschlüsselter Übertragung mit einem geöffneten Vorhängeschloss. Nach welchen Kriterien der Browser diese Entscheidung jedoch trifft, lässt sich im Test nicht klären.
In der Grundeinstellung akzeptiert Opera alle ankommenden Cookies. Unter dem Menüpunkt Tools / Preferences / Advanced / Cookies steht jedoch eine breite Palette an Möglichkeiten bereit, wie mit Cookies zu verfahren ist. Der Browser trennt dabei die Behandlung von normalen und so genannnten Third Party Cookies, die nicht von der ursrünglichen Web-Seite stammen. Etwas schmaler gerät die manuelle Einflussnahme auf den Umgang mit Pop-ups. Hier bietet Opera lediglich vier Möglichkeiten vom kompletten Blocken bis zur kompletten Freigabe aller Pop-ups. Jedoch funktioniert dieser Blocker auch im Urpsrungszustand ohne Fehl und Tadel. Im Test erblickt kein unerwünschtes Pop-up das Licht der Browserwelt.
Positiv fällt der Menüpunkt Tools / Delete private data... auf. Darüber können Sie mit wenigen Mausklicks sämtliche Spuren Ihrer letzten Surfsession löschen.
Kontrolle über den aktuellen Inhalt des Browser-Caches erhalten Sie über die Eingabe opera:cache in der Adressleiste des Browsers. Der Befehl opera:history zeigt die History des Browsers.
Statische Web-Seiten zeigt Opera in aller Regel korrekt an. Geringfügige Tabellenfehler bei manchen Seiten wie in der Rubrik "Wirtschaft" von http://www.spiegel.de fallen kaum ins Gewicht. Anders sieht es bei den Börsen-Charts von Spiegel aus. Hier weigert sich Opera standhaft, die Charts gemäß den Anwendereinstellungen richtig darzustellen.
Nahezu unbrauchbar ist Opera für web-basierte Chat-rooms wie die der Online-Community http://community.freenet.de. Hier verweigert Opera gänzlich den Dienst (Abbildung 3) und verabschiedet sich mit der Fehlermeldung "Verbindung verloren". Im Test kumuliert die Seite im Hauptspeicher und bringt es nach einigen Stunden auf stattliche 230 Mb.
Den Routenplaner http://www.map24.de zeigt Opera in allen Belangen korrekt an. Im Test führt das Schliessen des Tabs jedoch zu einem Absturz des Browsers. Keine Probleme hat Opera bei der Darstellung des Online Auktionshauses Ebay. Alle Funktionen arbeiten korrekt, alle Seiten sind richtig dargestellt.
Die extrem schnelle Wechsel besuchter Seiten ( <|> ) ist beeindruckend. Beinahe ohne Verzögerung zeigt Opera auch ältere Einträge an.
Opera punktet vor allem in der benutzerdefinierten Darstellung gegenüber den anderen Browsern. Das komplette Zoomen ist ebenso bemerkenswert wie die beliebige Anordnung von Webseiten. Schwächen zeigt Opera jedoch bei der Wiedergabe interaktiver Webinhalte. Ein möglicher Grund dafür ist, dass Opera sich in der Grundeinstellung als Internet Explorer zu erkennen gibt. Verfügt die besuchte Seite über eine Browser-Kennung, liefert der Webserver für den IE optimierte Seiten aus. Negativ fällt die wenig intuitive Konfiguration des Browsers auf. Die Tatsache, dass Opera keine Schnittstelle zum Einbinden von Erweiterungen vorsieht, ist in Anbetracht der bereits enthaltenen Features zu verschmerzen.
| Zusammenfassung Opera |
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Plus:
Minus:
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Firefox [2], ursprünglich Teil der Mozilla Suite, wird seit dem Jahr 2002 als eigenständiges Projekt geführt. Einst Geheimtip unter Insidern ist der smarte Fuchs (Abbildung 4) zwischenzeitlich zu einem der meistbenutzten Webbrowser avanciert.
Tabbed Browsing - also das öffnen mehrerer Web-Seiten in einem Browser - gehört zum Standard-Reportoire von Firefox. Der einfachste Weg, einen Link im neuen Tab zu öffnen ist der Klick mit der mittleren Maustaste auf diesen. Mehrere Webseiten gleichzeitig öffnen Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf einen Ordner in Ihren Bookmarks klicken und aus dem Kontextmenü den Punkt in Tabs öffnen wählen. Die simultane Darstellung mehrerer Webseiten bietet Firefox jedoch nicht an.
Im Ursprungszustand sind die Einstellmöglichkeiten, die Firefox bietet, eher beschränkt. Das kommt jedoch der Bedienerfreundlichkeit zugute. Auch als ungeübter Benutzer finden Sie sich auf Anhieb mit dem Browser zurecht. Über den Menüpunkt Bearbeiten / Einstellungen erreichen Sie das Konfigurationsfenster (Abbildung 5) von Firefox. Darüber stellen Sie die grundlegenden Eigenschaften des Browsers ein.
Die Expertenkonfiguration des Browser erreichen Sie über die Eingabe von about:config in der Adressleiste. Hier stehen Ihnen alle Optionen zur Verfügung, die Firefox zu bieten hat. Über einen Doppelklick auf den gewünschten Eintrag ändern Sie den Wert.
Der Eintrag about:cache zeigt Ihnen alle im Cache befindlichen Objekte an, über about:plugins erhalten Sie die Liste derzeit installierter Plugins. Für einen Tapetenwechsel bietet der Browser einige hundert Themes zum Download an. Ein reichhaltiges Angebot leicht zu installierender Erweiterungen [3] passt den Browser an beinahe alle Anforderungen an. Das Spektrum reicht von einfachen Funktionsergänzungen bis hin zu eigenständigen Applikationen wie IRC-Chats und FTP-Clients. Zeigt der Browser ein in die Webseite integriertes Objekt wie Flash oder Java nicht an, erscheint stattdessen der Hinweis Plugin nachinstallieren. Ein Klick auf das Feld startet die Suche und Installation des fehlenden Objektes.
Profis und Webdesignern stellt Firefox den sogenannten DOM(Document Object Model)-Inspector (Abbildung 6) zur Verfügung. Dieser Analysiert Webseiten und zeigt diese in einer baumartigen Struktur geordnet nach Tags an. Zur Fehlersuche in Javascript bietet der Browser eine Javascript Konsole.
Zur Suche in geladenen Dokumenten bietet der Browser zwei Modi. Die Testenkombination [Strg+F] öffnet am unteren Ende des Browsers eine eine Suchleiste. Der zweite Modus erlaubt die Eingabe direkt im Browser-Fenster. Klicken Sie auf ein beliebiges Feld im der angezeigten Web-Seite und geben Sie den Suchbegriff ein. Die dafür notwendige Anpassung der Konfiguration finden Sie unter Bearbeiten / Einstellungen / Erweitert / Die Funktion "Beim Eintippen suchen" verwenden.
Auch zur Web-Suche stellt der Browser mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Zur Suche nach in Wörtern in in angezeigten Seiten markieren Sie diese und öffnen mit der rechten Maustaste das Kontextmenü. Ein Klick auf den Punkt "Web-Suche nach.." startet einen Suchlauf des markierten Wortes bei Google.
Zur normalen Suche im Web bietet Firefox rechts neben der Adressleiste ein weiteres Eingabefenster. Tragen Sie Ihren Suchbegriff ein und wählen Sie aus dem Pull-down Menü die gewünschte Suchseite. Die Liste der Einträge erweitern Sie, indem Sie auf den letzten Menüpunkt Suchmaschinen hinzufügen..." klicken. Auf der Webseite haben Sie die Auswahl zwischen eingen hundert verschiedener Suchseiten, welche Sie per Mausklick dem Menü hinzufügen. Eine Funktion, überflüssige Einträge aus dem Menü zu entfernen bietet Firefox allerdings nicht.
Die dritte Möglichkeit der Suche bietet Firefox in Form definierter Schlüsselwörter. Klicken Sie hierzu auf das Eingabefeld einer Suchmaschine. Im Kontextmenü (rechte Maustaste) wählen Sie den Punkt "Ein Schlüsselwort für diese Seite hinzufügen...". In der Adressleiste von Firefox stellen Sie das gewählte Kürzel vor den Suchbegriff. Damit öffnet der Browser direkt die Ergebnisse des Suchlaufes.
Firefox verfügt ebenso wie seine Mitbewerber über einen Cookie- und Pop-up Filter. Letzterer erlaubt jedoch nur die Eingabe erlaubter Webseiten ohne genauere Definition, welche Art von Popups zu blocken sind. Beim Cookie-Filter hingegen haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet. Hier haben Sie die Wahl, wie lange Cookies gespeichert werden und von welchen Seiten (nur ursprüngliche Webseite) diese akzeptiert werden. Die Option Einmal gelöschte Cookies nicht mehr akzeptieren verhindert den wiederholten Empfang unerwünschter Cookies. Jedoch sollten Sie diese Möglichkeit mit Bedacht verwenden um zu verhindern, dass Ihnen Ebay und Co. künftig den Zutritt verwehrt.
Ein Passwort-Manager speicher eingegebene Zugansdaten auf Wunsch ab. Ob es sinnvoll ist, dass das entsprechende Verwaltungsmodul die Passwörter auf Wunsch im Klartext anzeigt, lässt sich streiten.
Beim Aufruf einer verschlüsselten Web-Seite erscheint ein Pop-up mit einem Hinweis darauf. Stimmt das gesendete Zertifikat nicht mit der Seite überein, öffnet Firefox eine Sicherheitswarnmeldung mit detailierter Beschreibung des vorliegenden Fehlers. Beim Klick auf das Vorhängeschloss rechts neben der URL öffnet der Browser das zur Seite gehörende Zertifikat. Praktisch und sinnvoll ist die automatische Prüfung nach Updates für den Browser und installierte Erweiterungen. Stehen neue Komponenten zur Verfügung, meldet ein Pop-up das und bietet direkt den Download an.
Als einziger Browser im Test leistet sich Firefox bei der Darstellung der Testseiten keine Fehler. Sowohl statische Inhalte als auch interaktiver Content wie Web-Chats, Flash-Animationen und Java-Applets zeigt der Browser auf allen Testseiten richtig an. Dies ist jedoch nicht alleine das Verdienst von Firefox. Aufgrund der zwischenzeitlich hohen Verbreitung des Browsers erlaubt es sich heute kaum noch eine große Seite, Firefox zu ignorieren. Ein Vorzug, den die Konkurrenten Opera und Konqueror in dieser Form oft noch nicht geniessen.
Firefox ist der am einfachsten zu bedienende Browser im Testfeld. Unerfahrene Anweder finden sich binnen Minuten mit den Einstellungen zurecht. Power-User haben ihre Freude an der Unzahl verfügbarer Erweiterungen, die den Browser zum Multitalent machen. Im Test verhält er sich sehr robust. Abstürze oder Hänger sind nicht zu beobachten.
| Zusammenfassung Firefox |
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Plus:
Minus:
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Im Grunde ist Konqueror [4] kein Browser sondern eine Hülle, die verschiedene Komponenten zu einem mächtigen Tool vereint. Konqueror nutzt KIO-Slaves für Zugriffe auf die Daten, KParts zum Darstellen sowie Plugins, um seine Funktionen zu erweitern. Zur Darstellung von Webseiten bedient sich Konqueror des KParts KHTML (Abbildung 7). Diese so genannte Renderengine wird als modifizierte Version auch von Apples Safari-Browser verwendet.
Konqueror ist integraler Bestandteil der grafischen Oberfläche KDE und fungiert dort unter anderem als Datei-Manager, Bild- und Dokumentenbetrachter. Möchten Sie dieses Allzweckwerkzeug unter einer anderern Oberfläche benutzen, genügt es, die KDE-Base zu installieren.
Konfiguration und Bedienung
Auch Konqueror setzt vor den Preis den Fleiß. Um sich im Konfigurationswirrwar (Abbildung 8) des Browsers zurechtzufinden, benötigen Sie sowohl ein grundlegendes Verständnis von Konqueror als auch einiges an Geduld, um alle Optionen zu finden, die zum Anpassen an die persönlichen Bedürfnisse wichtig sind.
Die Hauptkonfiguration des Browsers finden Sie unter dem Menüpunkt Einstellungen / Konqueror einrichten.... Grundlegende Einstellungen wie Umgang mit Cookies und JavaScript finden Sie hier ebenso wie verwendete Standardschriften und Web-Tastenkürzel. Diese ermöglichen das Zuweisen bestimmter Abkürzungen zu Suchseiten. Suchbegriffe mit vorangestellten Kürzeln liefert direkt die gewünschten Treffer im Browserfenster. Die Menüpunkte Plugins, Verschlüsselung und Dateizuordnung sind dem versierteren Anwender vorbehalten, da darüber nicht nur für den Browser wichtige Änderungen vorzunhemen sind. Eine Fehlkonfiguration an diesen Stellen stört den kompletten Konqueror nachhaltig.
Praktisch ist die KGet Dateitransferverwaltung. Ein Klick auf den blauen nach unten gerichteten Pfeil in der Werkzeugleiste öffnet ein Kontextmenü. Der Klick auf den Eintrag "Alle Verknüpfungen anzeigen" öffnet ein Fenster mit allen auf der Webseite verfügbaren Links. Zum Download der gewünschten Datei markieren Sie den entsprechenden Eintrag und klicken auf den blauen Pfeil am oberen Ende des Fensters.
Beim erstmaligen Besuch einer Web-Seite zeigt Konqueror ein Dialogfenster, das die Behandlung des gesendeten Cookies abfragt. Zur Auswahl stehen temporäres und dauerhaftes Erlauben sowie dauerhaftes Blocken. Nähere Informationen zum Inhalt des Cookies liefert ein Klick auf den Button Details. Im Konfigurationsfenster bietet der Browser weitreichende Einstellungen zur Behandlung von Cookies. Über den Reiter Verwaltung erreichen Sie nach Domänen sortierte Richtlinien.
Der Popup-Blocker ist in die Verwaltung von Java & JavaScript integriert. Neben den Optionen zulassen, ablehnen und nachfragen besteht die Möglichkeit, Popups intelligent zu filtern. Nach welchen Regeln dieser Filter greift lässt sich im Test jedoch nicht klären. Sämtliche Popups blockiert der Browser zwar zuverlässig, ohne jedoch darauf hinzuweisen.
Adressen SSL-verschlüsselter Seiten zeigt Konqueror gelb hinterlegt an. Bei Unstimmigkeiten zwischen besuchter Webseite und Zertifikat erscheint ein Warnhinweis. Ein Klick auf das Vorhängeschloss am unteren Bildrand öffnet das zur Seite gehröende Zertifikat.
Konqueror zoomt lediglich html-basierte Inhalte einer Web-Seite. Bis zur Darstellung der gewünschten Größe treten dabei oft einige Sekunden Verzögerung auf. Ähnlich verhält es sich bei der Darstellung besuchter Web-Seiten über die vor | zurück-Icons. Wie Opera stellt auch Konqueror mehrere Web-Seiten simultan dar. Jedes Konqueror-Fenster lässt sich durch einen Klick auf den unteren Begrenzungsbalken horizontal oder vertikal teilen. Dieser Vorgang lässt sich mit jedem neuen Unterfenster wiederholen. Der Umgang mit diesen Splitscreens ist jedoch erst einmal gewöhnungsbedürftig, da alle über die selbe Adressleiste angesporchen werden. Zur Aktivierung des gewünschten Fensters klicken Sie entweder in das Browser-Fenster oder auf den unteren Begrenzungsbalken. Das jeweils aktive Fenster erkennen Sie am weissen Abschlussbalken. Über die zu verschiebende Trennlinie zwischen den Webseiten legen Sie die Anzeigegröße fest. Um Tabs - in Konqueror Unterfenster genannt - in einer neuen unabhängigen Instanz zu öffnen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Tab und wählen aus dem Kontextmenü den Eintrag Unterfenster verselbständigen.
Die Darstellung einiger Inhalte der Referenzseiten lässt im Konqueror zu Wünschen übrig. Der Chat der Freenet-Community - an dem schon Opera scheitert - bleibt auch Konqueror-Benutzern verschlossen da der Link zum Betreten des Chatrooms nicht angezeigt wird. Das Java-Applet der Routen-Planers Map24 (Abbildung 9) zeigt der Browser zunächst nur zur Hälfte an. Abhilfe schafft die Größenänderung des Browser-Fensters, welche einen Reload des Applets bewirkt und dieses im Anschluss korrekt darstellt.
Eine Geduldsprobe ist die Navigation im Demokonto der Deutschen Bank. Konqueror lässt sich zur Darstellung der Seiten viel Zeit. Nicht selten nimmt der Wechsel in eine andere Kategorie 10 Sekunden und mehr in Anspruch. Opera schafft das im Vergleich deutlich schneller. Die Darstellung vieler Bereiche ist erheblich zu klein geraten. Ohne ein nachträgliches Zoomen sind einige Einträge kaum zu entziffern.
Speziell mit der Darstellung script-basierter Inhalte hat Konqueror Probleme. Gegenüber den anderen Test-Teilnehmern leistet sich der Browser keine gravierenden Schwächen, glänzt aber auch nicht durch technische Finessen, die ihn von seiner Konkurrenz abheben.
Die Stärke von Konqueror ist zweifelsfrei die Flexibilität im Umgang mit anderen Protokollen und Medien, die jedoch im Test nicht zum Tragen kommt.
| Zusammenfassung Konqueror |
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Plus:
Minus:
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Der Allrounder im Testfeld ist Opera. Eine Menge Features bieten für viele Fälle das richtige Werkzeug. Die fehlende Schnittstelle für Erweiterungen nagelt Sie jedoch darauf fest, was Opera von Hause aus an Features anbietet. In der Geschwindigkeit des Seitenaufbaus hinterlässt Opera subjektiv den schnellsten Eindruck aller getesteten Browser.
Einen anderen Weg geht Firefox. In der Grundausstattung eher spartanisch bietet er die Möglichkeit, Erweiterungen nachzuinstallieren. Dies macht den smarten Fuchs zu einem beinahe massgeschneiderten Browser, den Sie flexibel jeder Situtation anpassen können.
Sowohl in der Darstellung als auch in der Geschwindigkeit kann Konqueror mit dem Testfeld nicht mithalten. Verbunden mit einer gewöhnungbedürftigen Bedienung eignet er sich in erster Linie für Poweruser, die die Funktionsvielfalt des Programmes jenseits der Webseitendarstellung zu schätzen wissen.
| Infos |
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[1] Opera Webseite: http://www.opera.com |
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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