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Erschienen in EasyLinux 08/2005   »   Ausgabe bestellen

Leserbriefe

Gimp 2 unter Suse 9.0

Ist es möglich, Gimp unter Suse Linux 9.0 von Version 1.2 auf 2.3 upzudaten? Wo gibt es Dokumentation zu dieser Frage oder einen Artikel aus einer Ihrer Zeitschriften?

Hans-Ulrich Berger

EasyLinux: Generell ist es möglich, Gimp 2.x unter Suse Linux 9.0 zu installieren, aber sehr aufwendig. Sie müssten dazu mehrere Pakete (neben Gimp auch Gtk und Glib) selbst aus den Quelltexten kompilieren.

Für Suse Linux 9.1 und einige andere Distributionen haben wir das in der Redaktion für Ausgabe 06/2005 gemacht -- es war sehr aufwendig.

Wenn Sie über weit fortgeschrittene Linux-Kenntnisse verfügen (es also gewohnt sind, regelmäßig Programme zu kompilieren), dann können Sie es versuchen -- ich würde selbst in diesem Fall davon abraten.

Der richtige Weg ist ein Distributions-Update, also die Installation von Suse Linux 9.2 oder 9.3 -- die 9.0-Version ist halt etwas alt. (hge)

Einführung einer Sicherheitsrubrik

Ich lese Eure Zeitung ja doch regelmäßig und muss feststellen, dass das Thema Sicherheit etwas kurz kommt. Es gibt keine extra Rubrik speziell für Sicherheitshinweise. Auch fehlt eine direkte Anleitung, wie das System gut abgesichert werden kann. Dazu gehört auch das Thema von Sicherheitsprogrammen, wie Viren-Scanner für Linux und Anti-Spam-Software wie Spamassassin und deren Installation bzw. Bedienung.

Auf der Community-Site http://mandrivauser.de wurde über das Thema Sicherheit und Linux gerade heftig diskutiert und festgestellt, dass dieses Thema bei den Distributionen nicht ausreichend berücksichtigt wird. Auch wird die zunehmende Gefahr, durch größere Verbreitung und größere Sicherheitslücken, die potentiell durch größere Bedienerfreundlichkeit enstehen (was Einsteigern wie mir das leben ja leichter macht) wohl nicht ganz so ernst genommen.

Daher wäre es wichtig, in Eurer Zeitung dieses Thema aufzugreifen. Für die Sicherheit unserer Syteme sind wir als User zwar selbst verantwortlich, aber es muss auch das nötige Handwerkszeug da sein. Vielleicht führt eine größere Diskussion in der Presse ja zu einer gesteigerten Sensibilisierung der Distributoren.

Peter Wiersbin

EasyLinux: Das Hauptproblem dürfte sein, dass man die meisten Sicherheitslücken nicht "einfach so" erklären kann -- ihr Verständnis erfordert meist tiefe Kenntnisse des Systems, womit wir viele Leser überfordern würden. Deshalb gibt es die so genannten Insecurity News auch nur im Linux-Magazin, nicht einmal im LinuxUser.

Die derzeit beste Lösung ist, regelmäßig die Updates der Distributoren einzuspielen, etwa von unseren Service-Kit-DVDs.

Standardmäßig installieren alle aktuellen Distributionen eine Firewall, die keine Dienste von außen mehr zulässt.

Viren-Scanner sind (für die Linux-Seite) überflüssig -- alle derzeitigen Produkte scannen ausschließlich nach Windows-Viren -- die unter Linux nicht funktionieren können. Ein Linux-Virus befindet sich nicht im Umlauf. Auch ergibt es wenig Sinn, einen Linux-Virus zu schreiben. (Dies hängt mit der Systemstruktur zusammen.)

Die Installation von SpamAssassin ist für Linux-Einsteiger viel zu komplex und daher leider kein EasyLinux-Thema. (mdö)

Canon LBP-1120

Ich bin Newbie und habe ein großes Problem: Ich besitze einen neuen Canon LBP 1120 Lasershot. Suse Linux 9.3 erkennt ihn, aber ich kann nicht drucken. Ich habe alles probiert, so wie es in Euren Zeitungen steht; bin auf die Homepage von Canon usw. gegangen... Ich kriege das Ding nicht zum Laufen. Auch wenn ich Live-CDs einspiele, dasselbe Drama. Was kann ich noch tun?

Andreas Wehner

EasyLinux: Laut Homepage von Canon ist der LBP 1120 ein GDI-Drucker, d.h. die Aufbereitung der Druckdaten findet nicht im Drucker selbst, sondern auf dem PC (über den Treiber) statt.

Es gibt unter http://software.canon-europe.com/Printers/Laser_Beam_Printers/LaserShot_LBP1120524.asp einen Treiber für Linux, den der Hersteller mit Red Hat Linux 9 und TurboLinux 10 getestet hat -- ob der unter Suse Linux läuft, ist eher zweifelhaft.

Es gibt dort auch die Quelltexte des Treibers, aber deren Übersetzung erfordert fortgeschrittene Kenntnisse.

Generell sollte man beim Druckerkauf darauf achten, dass das Gerät ein Standardprotokoll beherrscht, bei Laser-Druckern z. B. eine der Sprachen PCL oder PostScript. (hge)

LinVDR, 07/2005

Ich habe den VDR von der beigefügten CD installiert und bin begeistert von dieser Distribution. Leider dauert der Brennprozess für eine DVD im Burn-Plug-in (2875 MByte mit Menüs) sehr lange (mehrere Stunden).

Ich setze einen PIII mit 1200 MHz, 512 MByte RAM und einen LG-4060-DVD-Brenner ein, der normalerweiser vierfach brennt. Gibt es eine Möglichkeit, den Brennprozess zu beschleunigen ?

Ralf Bosma

EasyLinux: Das liegt an einem Fehler in der Distribution, das Programm tee muss ausgetauscht werden.

Dazu kopieren Sie das Debian-Paket linvdr-tee.deb (das Sie unter http://linvdr.org/download/linvdr/beta/0.7/ finden) auf den LinVDR-Rechner und rufen das Kommando

debtool -f linvdr-tee.deb

auf. Wenn Sie das Paket z. B. mittels Windows auf das Netzlaufwerk Export kopieren, lautet der Befehl

debtool -f /pub/export/linvdr-tee.deb

Sollte das alles nicht funktionieren und nur Fehlermeldungen auftauchen, schauen Sie mit

find / -name linvdr-tee.deb

nach, wo genau das Paket gelandet ist. Sie geben dann

debtool -f

gefolgt von der Ausgabe des find-Befehls ein. (mdö)

Service Kit, alte Distributionen

In Ausgabe 06/2005 lag eine DVD mit Sicherheits-Updates für Suse Linux 9.1/9.2 bei. Heft 07/2005 enthält Sicherheits-Updates für Suse 9.2/9.3. Werden auf zukünftigen DVDs ältere Versionen weggelassen (z. B. Suse 9.1)? Sollte dem so sein, welches Update von Suse Linux 9.1 Personal empfehlen Sie?

Gerold Schenk

EasyLinux: Auf den DVDs finden Sie Updates fuer die jeweils im zugehörigen Heft von EasyLinux unterstützten Distributionen -- zur Zeit sind das Suse Linux 9.2/9.3, Fedora Core 3 und Mandrake Linux 10.2; bei jedem Versionswechsel fallen ältere Versionen raus, sowohl bei der Behandlung in den Artikeln als auch auf der DVD (und auch auf der CD) -- der Platz auf der DVD reicht leider nicht aus, um auch ältere Versionen weiter zu bedienen.

Suse Linux 9.1 können Sie z. B. günstig auf unser Starter Kit mit Suse Linux 9.2 aktualisieren, das entspricht vom Umfang her der Personal-Version. Alternativ steigen Sie direkt auf Suse Linux 9.3 um. (hge)

Firefox 1.0.4, 07/2005

Ich bin ein aufmerksamer Leser Ihrer Zeitschrift und hätte da jetzt eine Frage: Auf der Vorderseite schreiben Sie: "Firefox 1.0.4 -- Komfortabel und sicher ins Internet", auf Seite 15 im Heft schreiben Sie: "Web Browser Firefox 1.0.2", und weiter unten auf der Seite schreiben Sie: "Mail-Programm Thunderbird 1.0.4"... Irgendwas stimmt doch da nicht.

Auf der Seite von Mozilla (http://www.mozilla.org) steht dann vermutlich die Lösung: Firefox 1.0.4 und Thunderbird 1.0.2 sind die aktuellen Versionen!

Wollte dies nur kurz mitteilen. Danke für die tolle Zeitschrift.

Ralf Leichtle

EasyLinux: Das war ein klassischer Zahlendreher. Gemeint waren Firefox 1.0.4 und Thunderbird 1.0.2 -- das sind die momentan aktuellen Versionen. (tle)

Leser-Tipps

Systemklänge unter Suse 9.x / KDE 3.4

Wird unter Suse Linux 9.x KDE 3.4 installiert, fehlen ab sofort die klangvollen Systemmeldungen -- und das, obwohl im Kontrollzentrum, Sound&Multimedia / Soundsystem / Sound testen beim Klick auf die Taste durchaus Klänge produziert werden. Aber schon der Check unter Systemnachrichten / Aktionen: Klang abspielen endet leider in Stille.

Schuld soll u. a. das Paket kdemultimedia3-mixer sein, das bei jedem Booten alle Lautstärkeregler auf Null setzt. Zusätzlich fehlt in der KDE-Datei startkde eine Programmzeile. Im Internet findet sich zum Problem folgende Lösung, deren Urheber leider nicht bekannt ist:

  1. kdemultimedia3-mixer mittels Yast löschen.
  1. Stattdessen kamix mit Yast installieren und damit alle Sound-Regler aufrehen.
  1. Datei /opt/kde3/bin/startkde als Administrator root wie folgt ergänzen:
    Unter der Zeile
    test -n "$KDEWM" && KDEWM="--windwowmanager $KDEWM"
    die folgende neu einfügen:
    kdeinit +knotify
  1. Änderung speichern und neu booten.

Ab dem Neustart hört man wie von Zauberhand den Startklang und die Systemmeldungen wieder. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert. (Peter Vieweger)

Updates mit Yast

Mein Rechner mit Suse Linux 9.x brach beim Paket-Update mittels Yast immer an bestimmten Stellen mit Fehlermeldungen ab, für den Zugriff auf bestimmte Dateien würden die Rechte nicht ausreichen. Aber Yast läuft mit Root-Rechten! Die Untersuchung der Verweigerungsdateien ergab, dass sie unschlüssige Werte zeigten und sich jedem Änderungszugriff verweigerten. Wie ich jetzt weiß, waren Fehler im Reiser-Dateisystem ursächlich, die z. B. durch Abstürze oder Schreib- und Lesefehler entstehen können.

In solchen Fällen hilft nur noch eine Reparatur des Reiser-Dateisystems von außen: Dafür nutzte ich ein Knoppix-Linux, z. B. wie es auf der EasyLinux-DVD 07/2005 enthalten ist, und bootete damit neu.

Mit [Strg-Alt-F2] rief ich eine Root-Konsole auf und gab das Kommando

reiserfsck --check /dev/hda4

ein, wobei hda4 die fehlerhafte Partition bezeichnet. reiserfsck zeigte mir sofort mehrere Fehler an, von denen einige nur durch

reiserfsck --rebuild-tree /dev/hda4

behebbar waren. Nach diesem Reparaturlauf waren die Fehler weg, die vorher fehlerhaften Dateien zeigten schlüssige Werte und waren auch wieder editierbar. Der Einsatz des Programms reiserfsck lohnt sich also. Allerdings wird auch geraten, zumindest von wichtigen Dateien vorher Sicherungskopien anzulegen. Und in einer Konsole kann man mit man reiserfsck die Programm-Details erfahren. (Peter Vieweger)

Opera 8 auf Deutsch

Zum Artikel über die Web-Browser habe ich eine praktische Ergänzung: Opera gibt es meines Wissens nach für Linux nur auf Englisch. Es ist aber ganz simpel, ihm die deutsche Sprache beizubringen. Unter http://www.opera.com/download/languagefiles/ findet man für praktisch alle Versionen deutsche Sprachdateien -- für die aktuelle Version 8 allerdings noch nicht.

Man kann sich aber aus der Windows-Version (die gibt es immer sehr schnell in einer deutsche Lokalisierung) die entsprechende Datei (de.lng, 173,3 KByte) besorgen und als root nach /usr/share/opera/locale kopieren.

Anschließend kann man unter Tools / Preferences / Details in der Zeile User interface languge die o. g. Datei einstellen. Danach ist auch Opera 8 komplett der deutschen Sprache "mächtig". Das klappt unter allen mir bekannten Distributionen. Hat man die Sprachdatei aus Windows nicht, kann man es auch mit einer Datei aus einer Vorgängerversion (z. B. 7.54) versuchen. Die Übersetzung ist dann allerdings nicht ganz vollständig.

Der Meinung, dass die Konfiguration dieses Browsers unübersichtlich ist, kann ich nicht so richtig beipflichten. Ich finde Mozilla, Firefox & Co. wesentlich verwickelter -- das kann aber auch daran liegen, dass ich Opera seit der Version 3.6 (also schon in meiner Vor-Linux-Zeit) benutze und mich einfach daran gewöhnt habe. Nur von der Benutzung des Mail-Clients habe ich inzwischen etwas Abstand genommen, denn Signaturen und Verschlüsselung gehen mit KMail einfacher.

Zum Schluss noch ein weiterer Tipp: Es gibt für Opera eine Vielzahl von interessanten oder auch unsinnigen Skins. Unter der letzteren Rubrik empfiehlt sich ganz besonders "Neanderthal" (Abbildung 1) -- so einen "steinzeitlichen" Browser haben nur die wenigsten! (Heinz-Stefan Neumeyer)

Abb. 1: Der "Neanderthal"-Skin für Opera.

Mehr Debian?

Ich finde es klasse, dass Ihr nun auch etwas über Debian schreibt. Zwar habe ich Suse Linux, aber Debian interessiert mich schon länger, und ich möchte auch mal umsteigen. Ich fände es klasse, wenn in EasyLinux diese Nicht-RPM-Distribution mehr behandelt werden würde, und denke, dass auch Einsteiger bzw. leicht Fortgeschrittene Debian auf ihrem Rechner installieren möchten.

Vielleicht ist es eine Idee, z. B. Ubuntu mal als Live-CD oder -DVD beizulegen -- dann kann man schon mal reinschnuppern.

Gotthard Schaab

Ich nutze sowohl ein Suse- als auch ein (reguläres) Debian-System. Nachdem ich in der letzten Ausgabe las, dass Sie vermehrt auch Debian-User "versorgen" wollen, könnte dies (wenn sich diese Ankündigung auch bewahrheitet) ein Grund sein, künftig EasyLinux-Hefte zu kaufen. Bitte weiter so in diese Richtung!

Auch die Beigabe der zusätzlichen Update-DVD finde ich sehr praktisch und hoffe, dass vielleicht auch da ein paar Debian-Updates mit drauf kommen.

Hans Berkah

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