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Erschienen in EasyLinux 08/2005   »   Ausgabe bestellen

Tipps & Tricks zu KDE

Besser arbeiten mit KDE

von Elisabeth Bauer und Thomas Hümmler


Damit KDE-Programme sich gut mit anderen beliebten Linux-Applikationen vertragen, muss der Anwender oft mit ein paar Tricks nachhelfen. Wir zeigen unter anderem, wie Sie KMail mit Firefox verheiraten und die Kontrolle darüber behalten, welche Applikationen KDE als Standardprogramme verwendet.

Tipp: Firefox mit KMail verheiraten

Unter Fedora Core 3 öffnet ein Klick auf E-Mail-Adressen im Browser Firefox das Mail-Programm Evolution. Mit einem kleinen Trick bringen Sie Firefox bei, stattdessen KMail zu verwenden.

Geben Sie in die Adresszeile des Browsers about:config ein, um die Konfigurationsübersicht zu öffnen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste ins Fenster und wählen Sie New / String aus dem Kontextmenü. In die folgende Dialogbox tragen Sie network.protocol-handler.app.mailto ein. Firefox öffnet nun einen weiteren Dialog, der das gewünschte Mail-Programm aufnimmt. Für KMail lautet der richtige Eintrag kmail (Abbildung 1). Wenn Sie nun eine E-Mail-Adresse im Browser anklicken, startet automatisch der Mail-Editor von KMail.

Abb. 1: Über eine versteckte Konfigurationsoption bringen Sie Firefox bei, beim Klick auf E-Mail-Adressen standardmäßig KMail zu öffnen.

Tipp: URLs in KMail mit Firefox öffnen

Wer lieber Firefox statt Konqueror als Browser verwendet, sucht in KMail vergeblich nach einer Option, die den Mozilla-Abkömmling zum Standard-Browser macht. Um Firefox auf diese Position zu befördern, sind Sie im KDE-Kontrollzentrum am richtigen Ort. Wechseln Sie dort zur Schaltfläche KDE-Komponenten / Komponentenauswahl. Klicken Sie in der linksbündigen Leiste auf den Eintrag Web-Browser und markieren Sie im rechten Feld den Radio-Button neben im folgenden Browser. Ins Textfeld tragen Sie firefox ein. Haben Sie Firefox nicht als Distributionspaket installiert, müssen Sie dort eventuell den vollen Pfad angeben, also etwa /home/benutzername/programme/firefox/firefox. Künftig öffnen alle KDE-Programme beim Klick auf einen Link Ihren Lieblings-Browser.

Tipp: URLs aus einer Mail in neuem Tab öffnen

Der vorige Tipp hat einen kleinen Schönheitsfehler: Beim Klick auf eine URL startet Firefox jedesmal eine neue Instanz. Mit einem so genannten Wrapper-Skript bewegen Sie KDE-Programme dazu, Adressen in einem neuen Reiter eines bereits laufenden Firefox zu öffnen. Legen Sie im Text-Editor KWrite eine Datei mit folgendem Inhalt an:

#!/bin/bash
firefox -remote "openURL($1,new-tab)" || firefox $1 &

Dieses einzeilige Shell-Skript versucht zunächst, in einem schon laufenden Firefox eine Adresse, die Sie ihm mit der Variable $1 übergeben, zu öffnen. Schlägt dies fehl, weil Firefox noch gar nicht läuft, startet es den Browser.

Speichern Sie das Skript unter dem Namen open-firefox.sh in Ihrem Home-Verzeichnis. Im nächsten Schritt machen Sie es ausführbar. Öffnen Sie dazu im Datei-Manager Konqueror das Kontextmenü des Skripts und wählen Sie dort Eigenschaften. Auf dem Registerreiter Berechtigungen setzen Sie ein Häkchen in die Checkbox Ausführbar (Abbildung 2). Öffnen Sie nun erneut das KDE-Kontrollzentrum und wechseln Sie zur Komponentenauswahl. Tragen Sie dort den vollen Pfad zur eben erstellten Datei ein, also zum Beispiel /home/benutzername/open-firefox.sh (Abbildung 3). Bestätigen Sie die Änderung mit einem Klick auf Anwenden und starten Sie KMail neu. Wenn Sie jetzt auf einen Link klicken, öffnet Firefox die Adresse in einem neuen Tab. Bevorzugen Sie statt der Reiter ein neues Browser-Fenster, ändern Sie im Skript new-tab in new-window.

Abb. 2: Im Eigenschaften-Dialog der Datei machen Sie das Skript ausführbar.

Abb. 3: In der Komponenten-Auswahl der Kontrollzentrums tragen Sie das Firefox-Startskript ein.

Tipp: Standard-Mail-Programm festlegen

Benutzen Sie statt KMail lieber ein etwas exotischeres Mail-Programm wie Sylpheed? In der Komponenten-Auswahl können Sie auch Ihr Mail-Programm eintragen. Für Sylpheed geben Sie etwa den Aufruf sylpheed, für Evolution den Befehl evolution ein.

Tipp: Quanta unter Fedora Core 3 installieren

In Fedora Core 3 versteckt sich der KDE-HTML-Editor Quanta im Paket kdewebdev, das Sie nicht in der Auswahl des Paket-Managers finden, obwohl es sich auf der Installations-DVD befindet. Legen Sie Ihre Fedora-DVD ein, öffnen Sie den Konqueror und navigieren Sie dort ins Verzeichnis Fedora/RPMS. Klicken Sie auf das Paket kdewebdev-3.3.0-1.i386.rpm und wählen Sie im Kontextmenü Öffnen mit. Im folgenden Dialog tragen Sie system-install-packages in das Eingabefeld ein. Nach Abfrage Ihres root-Passworts prüft Fedora die Paketabhängigkeiten und präsentiert anschließend zwei Pakete zur Installation. Bestätigen Sie die Meldungen mit einem Klick auf Weiter. Das installierte Programm starten Sie über den Eintrag Programmieren / Quanta Plus im K-Menü.

Tipp: Der Saubermacher Tidy

Beim Start unter Fedora Core 3 meldet Quanta, dass es das Programm Tidy nicht finden kann. Dieses Utility bereinigt Fehler in HTML-Seiten. Laden Sie von http://tidy.sourceforge.net/#binaries die Version für Linux/x86 herunter, indem Sie auf den so benannten Link klicken. Mit kdesu konqueror starten Sie den Datei-Manager im Systemverwaltungsmodus. Navigieren Sie zu dem heruntergeladenen Paket und entpacken Sie es. Es enthält ein Verzeichnis bin mit der Datei tidy. Diese kopieren Sie nach /usr/local/bin -- das Verzeichnis, in das selbst installierte Programme gehören. Mit der Tastenkombination [Alt-Strg-T] oder über Extras / HTML Tidy Syntax Checking aus dem Quanta-Menü lassen Sie den Saubermacher anschließend auf Ihre HTML-Dateien los.

Tipp: Einheitliche Groß- oder Kleinschreibung

Ob Sie Tags in HTML groß oder klein schreiben, ist Web-Browsern herzlich egal. Ordnungsliebende Menschen bevorzugen allerdings eine einheitliche Schreibweise in HTML-Dokumenten: entweder Groß- oder Kleinbuchstaben. Haben Sie zum Beispiel von jemand anderem eine Datei erhalten, in der die Schreibung bunt durcheinander geht, wandeln Sie über Extras / Groß/Kleinschreibung in Tags umschalten die Tags im ganzen Dokument um. Im sich öffnenden Dialog (Abbildung 4) legen Sie fest, ob Quanta nur Tags (linke Spalte) oder auch Attribute (rechte Spalte) anfassen soll.

Abb. 4: Quanta wandelt Tags und Attribute per Mausklick in einheitliche Groß- oder Kleinschreibung um.

Tipp: HTML-Befehlsreferenz in Quanta aufrufen

Sprachen wie HTML haben es an sich, dass sich auch der Experte nicht immer merken kann, welche Attribute sich mit welchem Tag vertragen. Deshalb bringt Quanta eine Befehlsreferenz mit. Am rechten Fensterrand versteckt befindet sich ein Icon, das ein blaues Buch zeigt. Bei einem Klick darauf öffnet Quanta das Inhaltsverzeichnis der mitgelieferten Dokumentation in einer Baumstruktur. Wer der englischen Sprache mächtig ist, findet darin einen reichen Fundus an Informationen zu HTML, CSS, PHP und Javascript (Abbildung 5).

Abb. 5: Der HTML-Editor Quanta bringt eine ausführliche Befehlsreferenz mit.

Tipp: Links in Quanta automatisch überprüfen

Egal ob interne Referenz oder externer Link, wer auf seinen Web-Seiten nicht penibel Ordnung hält, hat schnell eine Sammlung toter Links. Um das zu verhindern, bringt Quanta ein Plug-in mit, das überprüft, ob Sie alle Adressen richtig geschrieben haben und ob diese noch existieren. Öffnen Sie die Datei, die Sie prüfen wollen, und rufen Sie Plugins / Link Checker auf. Unter Recursively stellen Sie ein, wie viele Ebenen tief Quanta suchen soll, voreingestellt ist eine Ebene. Wollen Sie externe Links von der Überprüfung ausnehmen, entfernen Sie das Häkchen vor Check external links. Ein Klick auf Check startet die Link-Kontrolle. In den Ergebnissen listet Quanta alle überprüften Links auf und versieht die funktionierenden mit einem grünen Häkchen. Alle Links, denen es es nicht folgen konnte, markiert das Programm rot. (Abbildung 6). Klicken Sie auf einen rot markierten Eintrag, zeigt Quanta nähere Informationen an. Sie verraten, warum Quanta dem Link nicht folgen konnte, etwa weil es die Datei nicht gefunden hat oder weil der Rechner mit der Web-Seite nicht erreichbar war. Über das Menü Ansicht stellen Sie ein, ob Sie alle Links (All links) sehen wollen oder die Trefferanzeige auf Broken Links oder Malformed Links beschränken möchten.

Abb. 6: Das Plug-in "Link Checker" prüft HTML-Dateien auf tote Links.

Tipp: Imagemaps mit KImageMapEditor erstellen

In der neuen Version bringt Quanta ein Tool zum Erzeugen so genannter Imagemaps mit. Dabei handelt es sich um ein in eine HTML-Datei eingebundenes Bild, das mit unterschiedlichen Links hinterlegt ist. Den Karten-Designer starten Sie entweder als separates Programm mit dem Befehl kimagemapeditor im per [Alt-F2] geöffneten Schnellstartfenster oder Sie nutzen ihn als Quanta-Plug-in. Da die Benutzerführung für den Anfänger etwas verwirrend ist, empfiehlt es sich, das externe Programm zu nutzen -- dort gehen die verfügbaren Funktionen nicht in einem Wust anderer Optionen unter. Aus Quanta heraus starten Sie die Komponente über Plugins / ImageMapEditor. Quanta öffnet einen neuen Reiter, auf den Sie per Drag & Drop die gewünschte Grafik ziehen (Abbildung 7). Die Vorgehensweise im ImageMapEditor ist identisch. In der linken Spalte wählen Sie aus dem Kontextmenü New Map und benennen im folgenden Dialog die Karte.

Mit den Werkzeugen in der oberen Leiste legen Sie nun Bereiche in Ihrer Karte fest: Sie markieren Sie mit den Rechteck-, Kreis- und Polygonwerkzeugen. Der Pfeil dient dazu, eine einmal getroffene Auswahl zu verschieben. Lassen Sie die Maustaste los, präsentiert der Karten-Editor einen Dialog, den Tag Area Editor, in dem Sie im Reiter Allgemein angeben, auf welche Adresse der markierte Bereich verlinken soll (Abbildung 8). Hier wählen Sie entweder im Dateiauswahldialog eine lokale Datei aus oder geben eine externe URL an. Das Feld Target können Sie leer lassen oder dort blank eintragen, wenn sich der unterlegte Link in einem neuen Browser-Fenster öffnen soll.

Als Letztes tragen Sie noch die Usemap-Angabe ein: Klicken Sie links im Reiter Bilder mit der rechten Maustaste auf die Grafik und wählen Sie Edit Usemap aus dem Kontextmenü. In unserem Beispiel haben wir dort als Wert europa eingetragen. Speichern Sie die Datei nun als HTML-Datei und öffnen Sie sie im Browser. Per Klick auf die vorher definierten Bereiche surfen Sie zu den hinterlegten Adressen.

Im Quelltext sollten die Angaben für die Imagemap etwa so aussehen:

<img usemap="europa" src="/home/elian/html-dateien/Europa.png">
<map name="europa">
<area shape="circle" alt="Island" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Island" title="Island" coords="113,143,58" >
</map>

Wichtig ist beim Image-Tag die Angabe usemap, die als Wert den Namen der Karte erhält.

Abb. 7: Per Drag & Drop -- etwa aus dem Konqueror -- bestimmen Sie die Bilddatei, auf der die Imagemap aufbauen soll.

Abb. 8: Nachdem Sie einen Bereich markiert haben, verlangt der Map-Editor die Adresse, die Sie mit einem Klick auf die Markierung ansteuern wollen.

Tipp: Werkzeugleisten in Quanta ausmisten

Die Vielzahl an Werkzeugleisten, die Quanta standardmäßig anzeigt, kann auf HTML-Anfänger etwas erschlagend wirken. In einem der ersten Konfigurationsschritte blenden Sie deshalb am besten die Leisten aus, die Sie nicht benötigen. Arbeiten Sie zum Beispiel nur an einzelnen Dateien und nutzen die Projektverwaltung von Quanta nicht, entfernen Sie die Projektverwaltungsleiste aus dem Hauptfenster. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf eine freie Fläche in den Werkzeugleisten öffnet das Menü, in dem Sie über Werkzeugleisten etwa die Projektverwaltungs- und die Plugin-Leiste ausblenden. Damit wirkt die Oberfläche schon etwas aufgeräumter und weniger verwirrend. Die Funktionen der gerade entfernten Leisten erreichen Sie bei Bedarf immer noch über das Menü.

Tipp: Rohgerüst einer HTML-Seite anlegen

Ein spezialisierten HTML-Editor bringt im Gegensatz zu herkömmlichen Text-Editoren Assistenten mit, die Ihnen die Homepage-Gestaltung erleichtern. Über den Schnellstart-Assistent erstellen Sie das Rohgerüst einer HTML-Seite, ohne sich um die komplizierte Syntax der Meta-Tags kümmern zu müssen. Legen Sie dazu ein leeres Dokument an und klicken Sie auf das Zauberstabsymbol in der Werkzeugleiste Standard. Quanta präsentiert nun einen Dialog, in dem Sie die Daten für Ihre Seite eintragen. Die meisten Angaben sind optional.

Bei DTD stellen Sie den verwendeten HTML-Typ ein. Es empfiehlt sich, die Vorgabe HTML 4.01 Transitional zu übernehmen. Für ein Frameset, also eine Seite, die mehrere Frames als Unterseiten enthält, wählen Sie HTML 4.01 Frameset. Der Titel erscheint oben in der Fensterleiste des Browsers. Der Basisordner bezeichnet den Ausgangspunkt für relative Adressen, standardmäßig geht HTML vom Verzeichnis aus, in dem die Seite liegt. Hier müssen Sie also nur dann etwas eintragen, wenn Sie einen anderen Ordner als Basis verwenden wollen. Unter Meta-Autor können Sie Ihren Namen eintragen. Der Meta-Zeichensatz sollte der Kodierung entsprechen, in der Sie die Seite speichern; Quanta verwendet standardmäßig UTF-8.

Schlüsselwörter helfen Suchmaschinen beim Indizieren. Tragen Sie in diesem Abschnitt am besten die Suchbegriffe ein, unter denen Besucher Ihre Seite finden sollen. Wenn Sie ein externes Style Sheet verwenden, kommt dessen Dateiname, zum Beispiel style.css, zusammen mit dem relativen Pfad ins Feld Verknüpfte Stilvorlage. Wollen Sie nicht, dass Quanta sich in den Header-Angaben selbst verewigt, entfernen Sie die Markierung vor Meta Quanta. Nach einem Klick auf OK füllt Quanta Ihr zuvor angelegtes Dokument mit den eingetragenen Daten. Zwischen <body> und </body> geben Sie jetzt den Inhalt der Seite ein.

Tipp: CSS-Stylesheet in Quanta erstellen

Angaben über Schriftart und Größe definiert man heute nicht mehr in der HTML-Seite, sondern in Cascading Style Sheets. Wer sich alle dort möglichen CSS-Angaben nicht merken kann, findet Hilfe bei Quantas Stylesheet-Assistent.

Am bequemsten verwenden Sie für Ihr Stylesheet eine eigene Datei, die Sie in alle HTML-Dokumente Ihrer Homepage einbinden. Doch leider lässt sich Quantas CSS-Editor nur innerhalb von Tags oder Style-Bereichen aufrufen. Versuchen Sie, ihn in einem separaten Stylesheet zu nutzen, präsentiert Quanta nur eine Fehlermeldung. Für ein eigenes Stylesheet können Sie sich jedoch mit einem Trick behelfen: Markieren Sie im Schnellstart-Assistent die Checkbox Style-Bereich, damit Quanta Style-Tags in den Dokument-Header einfügt. In Ihrer Datei positionieren Sie den Cursor auf <style type="text/css">. Per Klick auf Stil / CSS rufen Sie den Assistenten auf.

Im Reiter Tags legen Sie das Format für HTML-Tags fest. Unter Selektor wählen Sie das Tag aus, für das Sie CSS-Angaben definieren wollen, zum Beispiel a für Verweise, und klicken auf Hinzufügen. Es erscheint nun links in der Liste. Ein Doppelklick darauf öffnet den Eigenschaftsdialog. Die am häufigsten gebrauchten Angaben stecken in der langen Liste auf dem Registerreiter Visuell. Klicken Sie auf eine Eigenschaft, können Sie rechts oben in einem Drop-down-Menü einen Wert wählen. Wenn Sie zum Beispiel die Unterstreichung von Links abschalten wollen, klicken Sie links auf text-decoration und wählen none aus dem Drop-down-Menü.

Im Kasten auf der rechten Seite zeigt Quanta an, welche Angaben es später einträgt (Abbildung 9). Mit einem Klick auf OK gelangen Sie zurück zum Hauptdialog, in dem Sie weitere Formate definieren. Sobald Sie den Dialog über OK schließen, fügt Quanta die definierten Stile in den Style-Bereich ein.

Mit Hilfe der Vorschau überprüfen Sie, ob die Seite Ihren Wünschen entspricht. Um die Angaben zu verändern, positionieren Sie den Cursor im Style-Bereich und rufen den CSS-Editor erneut auf.

Zuletzt lagern Sie die CSS-Angaben innerhalb der <style>-tags per Copy & Paste in eine eigene Datei mit der Endung css aus und fügen über dem Style-Bereich einen Verweis auf das externe Stylesheet ein:

<link rel="stylesheet" type="text/css" href="dateiname.css">

dateiname.css ersetzen Sie durch den von Ihnen gewählten Namen. Markieren Sie nun den überflüssigen Style-Bereich, d. h. alles vom öffnenden bis zum schließenden style-Tag und kommentieren Sie die Auswahl per Klick auf das Kommentarwerkzeug (Symbol !--) aus. Der CSS-Editor lässt sich so weiter nutzen (die Änderungen müssen Sie allerdings jeweils manuell übertragen), Ihre Seite verwendet jedoch das externe Stylesheet.

Abb. 9: Quantas CSS-Editor unterstützt den Homepage-Designer beim Anlegen von Stylesheets.

Tipp: Einzelnen Tags CSS-Angaben zuweisen

Um den Inhalt eines einzelnen Tags per CSS zu formatieren, positionieren Sie den Cursor auf dem Tag und rufen im Register Stil per Klick auf das CSS-Symbol den Style-Editor auf. Über font im Reiter Visuell legen Sie Schriftart und -größe fest. Klicken Sie auf font-family und öffnen Sie über das Schriftsymbol den Auswahldialog (Abbildung 10). In den beiden Kästen auf der linken Seite markieren Sie die gewünschten Schriften und übernehmen sie mit einem Klick auf den Rechtspfeil in Ihre Auswahl. Mit den vertikalen Pfeilen sortieren Sie die Schriften nach ihrer Priorität. Es ist üblich, zuerst bestimmte Schriftarten mit Namen anzugeben und als Notnagel einfache Stilangaben wie Sans Serif (Serifenlose Schrift) oder Serif (Serifenschrift) zu definieren. Ist die am höchsten priorisierte Schrift auf dem System des Besuchers Ihrer Website nicht verfügbar, greift dessen Browser auf die allgemeinen Angaben zurück und versucht, eine passende Schrift auszuwählen. Haben Sie zum Beispiel Helvetica, sans-serif eingetragen, verwendet der Browser eine serifenlose Schrift, auch wenn keine Helvetica installiert ist. Schließen Sie die Dialoge über OK, ergänzt Quanta im vorher ausgewählten Tag ein Attribut style mit Ihren CSS-Angaben.

Abb. 10: Im Schriftauswahldialog wählen Sie die gewünschten Schriftarten aus.

Tipp: HTML-Tabellen per Assistent anlegen

In Quanta legen Sie Tabellen bequem mit Hilfe eines Assistenten an: Ein Klick auf das Zauberstabsymbol im Werkzeugreiter Tabellen öffnet den passenden Dialog. Über Zeilen und Spalten legen Sie fest, wie groß die Tabelle sein soll. Im unteren Fensterbereich tragen Sie wie in einer Tabellenkalkulation den Inhalt der Felder ein. Die Ausrichtung und den Zellenabstand definieren Sie über die Tabelleneigenschaften. Der Wert im Feld cell spacing bezeichnet dabei den Abstand der Zellen untereinander in Pixeln, cell padding den Abstand, den der Zelleninhalt vom Zellenrand hat. Unter Border tragen Sie die Breite des Tabellengitters in Pixeln ein.

Tipp: Zellen über mehrere Spalten oder Reihen erzeugen

Der Tabellen-Editor legt ein regelmäßiges Gitter an. Doch manchmal soll sich eine einzelne Tabellenzelle über eine ganze Spalte oder Reihe erstrecken. Markieren Sie dafür alle Zellen, die Sie zusammenlegen wollen, und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag Tabellen verschmelzen. Der Tabellen-Editor zeigt die zusammengelegten Zellen nun ausgegraut an (Abbildung 11). Entscheiden Sie sich anders, markieren Sie die selben Zellen wie zuvor und wählen Verschmelzung aufheben aus dem Kontextmenü. Sobald Sie die fertige Tabelle per Klick auf OK in Ihr Dokument einfügen, ergänzt Quanta automatisch die passenden colspan- und rowspan-Werte.

Abb. 11: In Quantas Tabellen-Editor legen Sie auch komplizierte Tabellen-Layouts an.

Tipp: Startverhalten von Quanta beeinflussen

Standardmäßig merkt sich Quanta, an welchen Dateien Sie zuletzt gearbeitet haben, und lädt diese beim nächsten Start automatisch. Wenn Sie nicht immer an den selben Dateien arbeiten, ist dieses Verhalten eher störend. Über Quanta einrichten im Menü Einstellungen deaktivieren Sie das Feature: Entfernen Sie dazu unter Umgebung das Häkchen in der Checkbox Lade die zuletzt geöffneten Dateien beim Start. Eine Zeile darüber schalten Sie das automatische Laden des letzten Projekts ab.

Tipp: Nachrichten auf dem Server lassen

In KMail richten Sie unter Einstellungen / KMail einrichten / Netzwerk auf der Registerkarte Empfang das Verhalten gegenüber einem POP3-Server ein. Mit dem POP3-Protokoll holen beispielsweise Kunden von T-Online- oder GMX ihre E-Mails ab. Während es in früheren KDE-Versionen die (eingeschaltete) Option Nachricht vom Server löschen für den Postempfang gab, haben die Programmierer diese nun ins Gegenteil verkehrt. Sie heißt inzwischen Abgeholte Nachrichten auf dem Server lassen und ist in der Voreinstellung nicht aktiviert.

Wenn Sie beispielsweise unterwegs Ihre Mails lesen möchten, sie aber trotzdem auch zu Hause noch einmal herunterladen wollen, schalten Sie diese Option ein (Abbildung 12).

Abb. 12: Schalten Sie die Option "Abgeholte Nachrichten auf dem Server lassen" ein, damit KMail die E-Mails nach dem Abholen nicht löscht.

Tipp: Vorspannansicht einer Mail ändern

Wenn Sie in KMail eine Nachricht lesen, stellt das Programm den Vorspann in der so genannten Dekorativ-Ansicht dar. Dabei sehen Sie oberhalb des Nachrichtentextes -- dekorativ gerahmt -- Betreff, Absender, Adressaten und das Datum der Mail. Gefällt Ihnen diese Darstellung nicht, wählen Sie unter Ansicht / Vorspann einfach eine andere aus: Sie haben die Wahl zwischen Kurz, Standard, Lang und Alle. In der Kurz-Variante zeigt KMail nur den Betreff und den Absender an. Die Standard-Einstellung blendet zusätzlich die Adressaten ein und die ausführliche Variante versorgt Sie mit Informationen zum Datum und der Reply-To-Zeile: Dort steht die Adresse, an die der Absender die Antwort erhalten möchte. Die Option Alle zeigt den vollständigen Vorspann einer Nachricht (Abbildung 13).

Abb. 13: Mit der Option "Ansicht / Vorspann / Alle" zeigt KMail alle Kopfzeilen einer Nachricht an.

Tipp: Symbol für ungelesene Mails

Liegen in einem Postfach ungelesene Nachrichten, fettet KMail den Ordnernamen und blendet dahinter die Zahl der neuen Nachrichten ein. Alternativ lassen Sie sich durch ein Symbol darauf hinweisen, dass in einem Ordner noch ungelesene Nachrichten liegen: Markieren Sie ihn und wählen Sie Ordner / Eigenschaften. Aktivieren Sie auf der Registerkarte Allgemein im Bereich Ordner-Symbole die Option Eigene Symbole benutzen. Welche Grafik KMail einblendet, entscheiden Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche neben Ungelesen. KMail öffnet einen Dialog, in dem Sie ein passendes Icon aussuchen. Dieses blendet das Programm künftig vor einem Ordnernamen ein, wenn darin ungelesene Nachrichten liegen.

Tipp: Extra-Spalte für ungelesene Mails

Standardmäßig steht hinter einer Mailbox in Klammern, wie viele Mitteilungen in dem Postfach Sie noch nicht gelesen haben. Über Ansicht / Anzahl ungelesene legen Sie fest, ob die Zahl Hinter dem Ordnernamen stehen soll, oder ob Sie die Einstellung In extra Spalte anzeigen bevorzugen. Dabei erscheint die zusätzliche Spalte Ungelesen in der Ordneransicht. Das hat den Vorteil, dass Sie nun die Postfächer mit einem Klick auf den Spaltentitel nach der Zahl der ungelesenen Mails sortieren können (Abbildung 14).

Abb. 14: Mit zwei Klicks auf den Spaltentitel "Ungelesen" sortieren Sie die Postfächer nach der Zahl ungelesener Nachrichten.

Tipp: Postfächer nach Füllstand sortieren

Wollen Sie wissen, in welchem KMail-Ordner die meisten Nachrichten liegen? Dann schalten Sie im Menü Ansicht die Option Gesamtzahl ein. Damit blenden Sie zusätzlich die Spalte Gesamt in der Ordner-Ansicht ein. Klicken Sie auf diesen Spaltentitel, um die Ordner aufsteigend nach ihrem Füllstand zu sortiert. Bei einem erneuten Klick auf den Spaltentitel kehrt KMail die Sortierreihenfolge um -- die Ordner mit den meisten Nachrichten stehen dann ganz oben (Abbildung 15).

Abb. 15: Nach zwei Klicks auf den Spaltentitel "Gesamt" steht der Ordner mit den meisten Nachrichten ganz oben.

Tipp: Nachrichtentext per Tastenkombination auswählen

Mit der Tastenkombination [Strg-A] wählen Sie in KMail alle Nachrichten des aktuellen Postfachs aus. Möchten Sie hingegen den Text der gerade angezeigten Nachricht markieren, drücken Sie zusätzlich die Umschalttaste, also [Strg-Umschalt-A].

Tipp: Zusätzliche Identitäten in KMail

Wenn Sie KMail benutzen, behandelt das Programm die eingegebenen Daten als so genannte Standard-Identität. Diese besteht aus Informationen wie Ihrem Namen, Ihrer E-Mail-Adresse und der Signatur. Sie kann darüber hinaus aber auch Dinge enthalten wie die Antwortadresse, das bevorzugte Wörterbuch, Verschlüsselungseinstellungen oder den Namen eines Ordners, in dem KMail versandte Nachrichten speichert.

Haben Sie mehrere Mail-Konten, lassen sich dafür weitere Identitäten anlegen. Das hat den Vorteil, dass Sie Mails von einem bestimmten Provider dann automatisch in einem eigenen Ordner speichern können. Darüber hinaus stellen Sie so für jedes Mail-Konto eine eigene Antwortadresse oder Signatur ein.

Zusätzliche Identitäten erstellen Sie unter Einstellungen / KMail einrichten. Der Abschnitt Identitäten ist bereits aktiv. Eine weitere Identität erzeugen Sie über die Schaltfläche Neu. Im folgenden Dialogfenster tragen Sie einen Namen für die Identität ein (Abbildung 16). Klicken Sie auf OK, um eine Identität Mit leeren Feldern zu erzeugen. Oder wählen Sie Einstellungen aus dem Kontrollzentrum verwenden, um Name, E-Mail-Adresse und weitere Optionen aus dem Kontrollzentrum und der Standard-Identität zu übernehmen. Sie können auch eine Existierende Identität kopieren und aus der Liste eine vorhandene aussuchen.

Haben Sie eine Identität mit leeren Feldern angelegt, tragen Sie im folgenden Dialog Name, E-Mail-Adresse, Organisation, Signatur, Antwort- und Blindkopie-Adressen sowie eventuell vorhandene OpenPGP-Schlüssel zum Signieren und Verschlüsseln von Nachrichten ein. Mit einem Klick auf OK schließen Sie die Definition der neuen Identität ab.

Abb. 16: In diesem Dialog erstellen Sie in KMail eine neue Identität.

Tipp: Absender abhängig vom Ordner wählen

Arbeiten Sie in KMail mit mehreren Identitäten, ist es ein Leichtes, für bestimmte Postordner spezielle Vorgaben wie Absender, E-Mail-Adresse oder Signatur festzulegen. Angenommen, Sie haben einen Ordner für Mitteilungen an Kunden und einen Postordner, in dem Sie Nachrichten einer bestimmten Mailing-Liste sammeln. Mit verschiedenen Identitäten ist es möglich, für die Ordner unterschiedliche Voreinstellungen zu definieren: So können Sie etwa dafür sorgen, dass Mails an Kunden eine Signatur mit Ihrer vollständigen Adresse erhalten, Nachrichten an die Mailing-Liste dagegen nur Ihren Namen und einen lustigen Spruch.

Um einem Ordner eine Identität zuzuordnen, wählen Sie Ordner / Eigenschaften. Auf der Registerkarte Allgemein markieren Sie die gewünschte Absenderidentität (Abbildung 17).

Abb. 17: In KMail können Sie jedem Postfach eine Identität mit Name, E-Mail-Adresse, Verschlüsselungsoptionen und anderen Einstellungen zuweisen.

Tipp: Keine Benachrichtigung bei neuen Mails

KMail nistet sich auf Wunsch mit einem Symbol in der Kontrollleiste ein. Das Icon zeigt an, ob und wie viele neue Nachrichten es gibt. Nun erhält wohl jeder Mitteilungen, die nicht sofort gelesen werden müssen wie beispielsweise News-Letter. Bei solchen Nachrichten ist es überflüssig, dass Sie KMail auf deren Eingang hinweist.

Das umgehen Sie, indem Sie Ordner für bestimmte Gruppen von Mails einrichten und die Mails per Filter in diese Ordner verschieben. Für diese legen Sie dann über Ordner / Eigenschaften auf der Registerkarte Allgemein unter Benachrichtung bei neuen Nachrichten fest, dass KMail Neue Nachrichten in diesem Ordner ignorieren soll. Eine solche Maulsperre verpassen Sie KMail für alle Ordner, die eher unwichtige Nachrichten enthalten. (amü)

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