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Erschienen in EasyLinux 08/2005   »   Ausgabe bestellen

Anwender-Tipps und kleine Kniffe zu Gimp

Effizienter arbeiten mit Gimp

von Claudia Dotterweich


Unsere Tipps und Tricks bringen Ihnen Gimp-Funktionen und -Arbeitstechniken näher. Wir zeigen, wie Sie effektiv Bilder bearbeiten, Ebenen nutzen und Arbeitsabläufe verkürzen.

Tipp: Vorder- und Hintergrundfarbe

Um schnell Vorder- und Hintergrundfarbe auszutauschen, drücken Sie [X] (für englisch: Exchange); [D] stellt die Farben auf Schwarz/Weiß ein. Diese beiden Befehle gehören zu den Standardtastaturkürzeln. Falls sie bei Ihnen nicht funktionieren, rufen Sie den Tastaturkürzel-Editor unter Einstellungen / Oberfläche / Tastenkürzel konfigurieren auf und ordnen Sie diese Tasten zu.

Tipp: Eigene Favicons erstellen

Ein "Favicon" ist ein kleines Grafiksymbol, das einige Browser links neben der URL-Zeile darstellen (Abbildung 1). Es muss im Windows-Icon-Format (.ico) vorliegen. Um ein eigenes Icon für Ihre Website zu erstellen, gibt es zwei Möglichkeiten.

Öffnen Sie entweder ein bestehendes Bild und ändern Sie die Größe über den Menüpunkt Bild / Skalieren auf 16x16 Pixel, oder erstellen Sie ein eigenes Icon über Datei / Neu und legen Sie als Größe 16x16 (oder 32x32) Pixel fest.

Speichern Sie die Datei mit [Umsch-Strg-S] unter dem Namen favicon und wählen Sie bei Dateityp: nach Endung den Typ Microsoft-Windows-Symbol aus. Die erstellte Datei legen Sie unter /favicon.ico auf Ihrem Web-Server ab.

Abb. 1: Ein Favicon sollte 16x16 oder 32x32 Pixel groß sein. Große Favicons sollte man auch auf 16x16 Pixel herunter skaliert erkennen können.

Tipp: Gimp-Hilfe im Browser

Standardmäßig öffnet sich beim Aufrufen der Hilfe über [F1] der interne Hilfe-Browser von Gimp. Wenn Sie hierfür lieber den Browser Mozilla oder Firefox verwenden, wählen Sie im Menü Datei / Einstellungen / Hilfesystem. Unter dem Punkt Hilfe-Browser wählen Sie Webbrowser aus. Anschließend legen Sie den zu verwendenden externen Browser fest. Für Mozilla oder Firefox tragen Sie mozilla %s bzw. firefox %s ein.

Tipp: Graustufenbilder einfärben

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Graufstufenbild einzufärben. Wir zeigen Ihnen die zwei häufigsten Vorgehensweisen.

Der erste Schritt ist immer gleich: Wandeln Sie das Graustufenbild in den RGB-Farbmodus um, das geht über Bild / Modus / RGB.

Für die einfachste Variante wählen Sie Filter / Farben / Einfärben. Sie sehen dann eine Reihe von Farbversionen für des Bildes, die Vorschau zeigt die möglichen Ergebnisse an. Suchen Sie die passendste Farbe aus und klicken Sie auf OK.

Wenn Sie nicht das ganze Bild mit der gleichen Farbe einfärben wollen, beginnen Sie Sie mit einer Objektauswahl und färben nur diese ein (Abbildung 2).

Abb. 2: Mit Hilfe des Auswahlwerkzeuges lassen sich bestimmte Bereiche in einem Graustufenbild einfärben.

Die zweite Option, ein Graustufenbild zu färben, verwendet eine neue transparente Ebene. Tragen Sie auf dieser Ebene eine Farbe oder einen Farbverlauf Ihrer Wahl auf. Ändern Sie anschließend den Modus in der Ebenenpalette von Normal auf Farbe und passen Sie bei Bedarf noch die Deckkraft an.

Tipp: Ebenen ausblenden

Oft will man ein Foto mit vielen Ebenen bearbeiten und sich dabei nur auf eine einzige Ebene konzentrieren. Damit Sie der Inhalt der anderen Ebenen nicht stört, müssen Sie diese im Normalfall alle einzeln durch Klick auf das Augensymbol ausblenden. Mit einem kleinen Trick deaktivieren Sie alle nicht benötigten Ebenen: Klicken Sie mit gehaltener [Strg]-Taste auf das Auge der Ebene, die Sie nicht ausblenden wollen, werden alle anderen Ebenen bis auf diese deaktiviert. Ein weiterer Klick mit gedrückter [Strg]-Taste blendet wieder alle Ebenen ein.

Tipp: Cartoon-Bilder erzeugen

Wollen Sie einem Foto einen comic-haften Touch verleihen? Mit Gimp erledigen Sie das in wenigen Schritten.

  1. Öffnen Sie das Foto und wandeln Sie das Bild in den Graustufenmodus um (Bild / Modus / Graustufen).
  2. Wählen Sie im Filter-Menü den Eintrag Künstlerisch / Fotokopie. Das Dialogfenster hält eine Reihe von Einstellungen bereit. Verwenden Sie die Vorschau, um diese anzupassen.
  3. Anschließend klicken Sie im Filter-Menü nochmals auf Künstlerisch. Wählen Sie diesmal den Punkt Cartoon aus. Im Einstellungsdialog des Filters können Sie wieder mit Hilfe der Vorschau die Optionen Masken Radius und Schwarzanteil % an Ihre Bedürfnisse anpassen.
  4. Abschließend wenden Sie den Weichzeichner-Filter (Filter / Weichzeichnen / Weichzeichnen) an, um das Ergebnis zu verfeinern (Abbildung 3).

Abb. 3: Tipp: Wenden Sie mehrere Filter hintereinander an, bis Sie das gewünschte Ergebnis erreichen.

Tipp: Bilder automatisch zuschneiden

Den bei manchen Bildern vorhandenen einfarbigen Rand entfernen Sie schnell über den Menüpunkt Automatisch Zuschneiden. Diese Funktion ist deswegen so nützlich, weil man den Bildbereich, den man erhalten möchte, nicht erst kopieren und anschließend in ein neues Bild einfügen muss.

Tipp: Augen digital bearbeiten

Gerade bei Portrait-Aufnahmen sind die Augen das wichtigste Detail im Bild. Mit ein paar Tricks korrigieren Sie einen ausdruckslosen Blick oder unerwünschte Spiegelungen im Auge (Abbildung 4).

  1. Zoomen Sie zuerst mit Hilfe der Lupe im Werkzeugkasten in den Augenbereich.
  2. Suchen Sie sich mit der Pipette ([O]) den hellsten Bereich der Augenfarbe heraus.
  3. Legen Sie eine neue transparente Ebene an und übermalen Sie in dieser Ebene die Iris mit der vorher ausgewählten Augenfarbe. Dabei hilft das elliptische Auswahlwerkzeug.
  4. Ebenfalls mit dem elliptischen Auswahlwerkzeug ziehen Sie nun die Pupille nach und füllen sie mit schwarzer Farbe. Zusätzlich können Sie hier noch einen Glanzpunkt setzen, der z. B. das Blitzlicht darstellen soll.
  5. Damit das Ganze natürlicher wirkt, wählen Sie noch den Ebenenmodus Weiche Kanten aus und passen gegebenenfalls die Deckkraft an.

Abb. 4: Mit kleinen "Schönheitskorrekturen" betonen Sie die Augen stärker, schwächen Spiegelungen ab oder erzeugen unrealistische Effekte.

Tipp: Grafikformate fürs Web: GIF

Das GIF-Format (Graphics Interchange Format) ist zwar veraltet, wird aber vor allem auf Web-Seiten noch häufig eingesetzt, unter anderem wegen der Möglichkeit, animierte GIF-Dateien zu erstellen. Es ist nur für Bilder mit geringer Farbtiefe (maximal 256 Farben pro Datei) geeignet. Aus diesem Grund sollten Sie es nicht für Fotos verwenden. Auf vielen Web-Seiten findet man Grafiken wie Knöpfe, Symbole, Linien, kleine Cliparts etc. als GIF-Bilder.

Tipp: Mehrere Dateien gleichzeitig öffnen

Um mehrere Dateien gleichzeitig zu öffnen, halten Sie im Dialogfenster Bild öffnen die [Umschalt]-Taste gedrückt und wählen einen Bereich aus. Einzelne Dateien ergänzen oder entfernen Sie durch Klicken mit gedrückter [Strg]-Taste aus der Liste. (hge)

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