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Erschienen in EasyLinux 08/2005   »   Ausgabe bestellen

Kniffe, die Sie kennen sollten

Linux-Tipps

von Andrea Müller


Linux bringt auch abseits von KDE viele leistungsfähige Programme mit. Die Linux-Tipps verraten diesen Monat einige Kniffe zu Firefox, Evolution und den Einrichtungswerkzeugen der Distributionen.

Tipp: Dynamische Lesezeichen per Mausklick

Firefox bietet die Option, RSS-Feeds, also Newsticker, wie sie manche Web-Seiten anbieten, als dynamische Lesezeichen im Menü zu speichern. Sobald Sie die Maus über ein solches Bookmark bewegen, lädt Firefox die neuesten Meldungen und zeigt sie in einem Untermenü an. Per Klick auf einen der Einträge gelangen Sie zur ausführlichen Nachricht.

Um einen solchen Newsticker in die Favoriten einzubinden, müssen Sie nicht den Umweg über das Lesezeichen-Menü gehen: Befinden Sie sich auf einer Seite, die einen RSS-Feed anbietet, zeigt Firefox unten rechts in der Statuszeile ein Newsticker-Symbol an (Abbildung 1). Ein Klick darauf öffnet die Option seite.de Newsticker abonnieren. Statt seite.de blendet Firefox die entsprechende Internet-Adresse ein, also beispielsweise tagesschau.de auf der Seite der Tagesschau. Der dort angebotene Newsticker versorgt Sie regelmäßig mit Neuigkeiten aus aller Welt. Ein Klick auf diesen Eintrag trägt den RSS-Feed ins Lesezeichenmenü ein.

Abb. 1: Auf Web-Seiten mit RSS-Feeds blendet Firefox dieses Symbol ein.

Tipp: Lesezeichen in der Sidebar laden

Auf Wunsch lädt Firefox Web-Seiten, für die Sie ein Lesezeichen angelegt haben, in der Seitenleiste. Das bietet sich jedoch nur bei Seiten an, bei denen Sie auch in der schmalen Leiste am linken Fensterrand alles Wichtige im Blick haben. Um einen Link dort zu laden, öffnen Sie die Lesezeichenleiste mit [Strg-B] und rufen über das Kontextmenü des Bookmarks die Eigenschaften auf. Setzen Sie dort ein Häkchen vor Dieses Lesezeichen in der Sidebar laden und klicken Sie auf OK (Abbildung 2). Von nun an öffnet Firefox diese Adresse in der Seitenleiste. Um sie im Hauptfenster des Browsers anzuzeigen, klicken Sie das Lesezeichen mit der rechten Maustaste an und wählen In neuem Tab öffnen aus dem Kontextmenü.

Abb. 2: Im "Eigenschaften"-Dialog legen Sie fest, dass Firefox ein Lesezeichen in der Seitenleiste öffnet.

Tipp: Nachrichten als wichtig markieren

Erhalten Sie eine E-Mail mit einem Termin, den Sie nicht vergessen dürfen, fällt es Ihnen leichter, daran zu denken, wenn Sie die Nachricht als wichtig markieren. Im Gnome-Mailer Evolution erledigen Sie das mit einem Mausklick: Klicken Sie einfach in der Nachrichtenliste neben der wichtigen Mail in die Spalte, über der sich der rote Kreis mit dem weißen Ausrufezeichen befindet. Evolution setzt dann dieses Symbol vor die E-Mail, so dass Sie wichtige Mitteilungen nicht so leicht übersehen.

Tipp: Wichtige Nachrichten filtern

Liegen in Ihren Evolution-Postordnern sehr viele Nachrichten, bietet es sich an, die als wichtig markierten in einem eigenen Ordner zu speichern. Besonders elegant erledigen Sie das mit Hilfe einer Filterregel: Die erstellen Sie über Werkzeuge / Filter. Klicken Sie dort auf Hinzufügen und geben Sie der Regel im folgenden Dialog zunächst einen Namen, etwa Wichtig. Unter Falls formulieren Sie die Bedingung. Wählen Sie im ersten Ausklappdialog Status, im zweiten ist und im dritten wichtig. Im Abschnitt Dann legen Sie fest, was mit Nachrichten passiert, auf die diese Bedingung zutrifft. Um wichtige Mails in einen eigenen Ordner zu verschieben, stellen Sie dort In Ordner verschieben ein. Klicken Sie auf den Button dahinter, um das Zielverzeichnis für die Mails auszuwählen. Die fertige Regel sollte so ähnlich aussehen wie in Abbildung 3.

Abb. 3: Mit dieser Filterregel verschieben Sie alle wichtigen Mails auf einen Rutsch in den Ordner "wichtig".

Mit einem Klick auf OK speichern Sie die Filterregel. Um nun alle als wichtig markierten Nachrichten auf einmal in den passenden Ordner zu verschieben, benötigen Sie nur zwei Tastenkombinationen: Mit [Strg-A] markieren Sie alle E-Mails eines Ordners, [Strg-Y] wendet alle für den aktuellen Ordner definierten Filterregeln an und verschiebt die wichtigen Mitteilungen.

Tipp: Verteilerliste in Evolution einrichten

Manche E-Mails gehen nicht nur an einen Empfänger, sondern an eine ganze Gruppe. Beispiele dafür sind Einladungen und Veranstaltungsnachrichten an Mitglieder eines Vereins. In Evolution müssen Sie die Empfängerliste nicht jedes Mal von Hand zusammenstellen: Eine Kontaktliste, die alle gewünschten Adressaten umfasst, nimmt Ihnen die Arbeit ab. Um eine solche anzulegen, öffnen Sie mit [Strg-Umschalt-L] oder über Datei / Neu / Kontaktliste den richtigen Dialog. Geben Sie der Liste im Feld Listenname eine aussagekräftige Bezeichnung und tragen Sie unter Mitglieder die gewünschten Empfänger ein. Noch schneller geht es, wenn Sie über Kontakte zum Evolution-Adressbuch wechseln und die Adressen von dort per Drag & Drop in den Kontaktlisten-Editor ziehen.

Sollen die Empfänger die Mail-Adressen der anderen Listenmitglieder nicht sehen, aktivieren Sie die Option Adressen verbergen, wenn E-Mails an diese Liste verschickt werden. Evolution setzt dann die E-Mail-Empfänger in das BCC-Feld (Blind Carbon Copy, Blindkopie) der Nachricht. Haben Sie alle Adressaten beisammen, schließen Sie den Dialog mit einem Klick auf OK.

Um eine Nachricht an die Liste zu versenden, klicken Sie im E-Mail-Editor auf An, markieren unter Kontakte den Listennamen und bestätigen die Auswahl mit einem Klick auf An. Sobald Sie OK klicken, übernimmt Evolution den Listennamen in das Adressfeld. Haben Sie sich dafür entschieden, die Mails nur per BCC zu versenden, sollten Sie zusätzlich eine eigene Mail-Adresse als Empfänger eintragen, die dann in der To-Zeile der Nachricht erscheint. Viele Spam-Filter sortieren Nachrichten, die nur an BCC-Empfänger gerichtet sind, automatisch aus. (amü)

Suse-Tipp: Begrüßungstext von KDM in YaST einstellen

Wenn Sie unter Suse Linux die automatische Benutzeranmeldung deaktiviert haben, begrüßt Sie nach dem Systemstart der KDE-Login-Manager namens KDM. Dort geben Sie den Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich am System anzumelden. Das Programm zeigt in der Dialogbox standardmäßig den Begrüßungstext SUSE LINUX x.x (rechnername). x.x steht für die Version der Suse-Distribution, anstelle von rechnername lesen Sie dort den Namen Ihres Computers.

Sie können dort leicht einen personalisierten Text erscheinen lassen. Am bequemsten erledigen Sie das im zentralen Konfigurations-Tool der Distribution. Starten Sie es über System / YaST aus dem K-Menü und geben Sie in der folgenden Dialogbox das Administratorpasswort ein. Markieren Sie nun in der linken Fensterhälfte den Eintrag System und starten Sie den Editor für /etc/sysconfig-Dateien. Mit diesem grafischen Werkzeug bearbeiten Sie die zentralen Konfigurationsdateien im Ordner /etc/sysconfig.

Navigieren Sie in der Baumansicht auf der linken Seite zum Eintrag Desktop / Display manager / KDM_GREETSTRING. In das Textfeld unter Einrichten von: KDM_GREETSTRING tragen Sie nun die gewünschte Willkommensmeldung ein (Abbildung 4). Wählen Sie keinen zu langen Text: Die Dialogbox im KDM fügt keinen Zeilenumbruch ein, sondern erscheint so breit, dass sie den Begrüßungstext in einer Zeile darstellen kann. Sobald Sie auf Beenden klicken, zeigt YaST die geänderte Variable noch einmal an. Klicken Sie dort auf OK, um die Änderung zu speichern. Schon bei der nächsten Anmeldung zeigt der KDM die neue Willkommensmeldung an.

Abb. 4: Unter Suse Linux legen Sie in YaST fest, mit welchen Worten Sie der Anmelde-Manager begrüßt.

Mandrake-Tipp: Markieren im Paket-Manager

Im Paket-Manager, den Sie über System / Einstellungen / Paketverwaltung / Software installieren aus dem K-Menü starten, finden Sie nicht nur viele Informationen zu den mitgelieferten Software-Paketen, Sie können diese sogar kopieren und in andere Dokumente, beispielsweise in eine Support-Anfrage im Usenet oder einem Web-Forum, einfügen.

Wenn Sie in der linken Fensterhälfte ein Paket markieren, blendet RpmDrake auf der rechten Seite eine -- meistens nur englischsprachige -- Kurzbeschreibung zu der Software ein. Um zu erfahren, welche Dateien sich in einem Paket befinden und was der Distributor in der aktuellen Version alles geändert hat, aktivieren Sie die Option Alle Informationen.

Den Informationstext oder Teile davon markieren Sie, indem Sie den Mauszeiger mit gedrückt gehaltener linker Maustaste über den gewünschten Bereich ziehen (Abbildung 5). Auf diese Weise markierter Text landet automatisch in der Zwischenablage. Um ihn in einer anderen Anwendung wieder einzufügen, bewegen Sie den Cursor an die richtige Position und drücken die mittlere Maustaste bzw. auf das Mausrad. Arbeiten Sie mit einem Schreibtischnager, der nur zwei Tasten mitbringt, fügen Sie den kopierten Text mit gleichzeitigem Druck auf beide Tasten in eine andere Anwendung ein.

Abb. 5: In RpmDrake können Sie die Paketinformationen wie in einer Textverarbeitung markieren.

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