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von Heike Jurzik
Das Auge isst ja bekanntlich mit -- verpassen Sie Ihren Multimedia-Playern doch mal einen neuen Look, indem Sie eine neue Haut überstreifen oder grafische Effekte hinzufügen. Anknüpfend an die beiden Artikel der letzten Ausgabe [1,2], die Sie auch auf der Heft-CD finden, zeigen wir jetzt, welche schicken Skins, Themes und Plug-ins es für Amarok und XMMS gibt, und stellen schicke Erweiterungen vor.
Der Player ist unter Suse Linux 9.2 (Version 1.0-CVS) und 9.3 (Version 1.2.2) standardmäßig dabei. Spielen Sie das Programm im Zweifelsfall wie unter [1] beschrieben von Ihren Installationsmedien ein. Achten Sie darauf, auch das Paket amarok-xmms zu installieren, damit Sie die Visualisierungs-Plug-ins von XMMS verwenden können.
Auch Mandrake Linux 10.2 bringt den Player in Version 1.2.2 mit; spielen Sie -- wie im Artikel beschrieben -- das Paket ein. Die XMMS-Plug-ins können Sie, sofern diese Erweiterungen installiert sind, ohne Installation weiterer Pakete verwenden.
Unter Ubuntu Linux macht Amarok in Version 1.2.3 Musik und ist standardmäßig installiert. Die vorhandene Version bietet allerdings keine Unterstützung für das MP3-Format an. Lesen Sie im Kasten MP3 für Ubuntus Amarok-Installation nach, wie Sie den Player dafür fit machen.
Grundsätzlich sind die Funktionsweise und die hier vorgestellten Effekte und Plug-ins auf allen von EasyLinux unterstützten Distributionen gleich -- wo es Unterschiede gibt, weist der Artikel darauf hin.
| MP3 für Ubuntus Amarok-Installation |
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Die fehlende MP3-Unterstützung für Amarok unter Ubuntu Linux rüsten Sie mit wenigen Kommandos nach:
gksudo gedit /etc/apt/sources.list
kdesu kwrite /etc/apt/sources.list
Starten Sie danach den Player neu -- Amarok sollte nun, ohne zu Murren, MP3-Dateien abspielen. |
Eine schlechte Nachricht direkt vorweg: Die bei Suse Linux 9.2 installierte alte Amarok-Version unterstützt die Verwendung von Themes noch nicht, so dass es ohne ein Upgrade auf eine neue Player-Version nicht möglich ist, Amarok mit Themes einen neuen Look zu verpassen. Um das Programm farblich neu zu gestalten, stehen Ihnen daher nur die im Einrichtungsdialog angebotenen Konfigurationsmöglichkeiten für das Farbschema zur Verfügung.
In neueren Amarok-Versionen installieren Sie mit wenigen Mausklicks neue Themes und peppen das Player-Fenster auf:
Anschließend präsentiert sich der Player in neuem Gewand (Abbildung 1).
Amarok kommt standardmäßig mit verschiedenen Plug-ins, die den laufenden Titel grafisch untermalen. Einige dieser Animationen laufen nur flüssig, wenn Ihre Grafikkarte 3D-beschleunigt ist.
Wählen Sie im Menü Extras / Visualisierungs-Plugins (Suse Linux 9.3, Mandrake Linux 10.2) bzw. im Kontextmenü (rechte Maustaste im Hauptfenster) Visualisierungs-Plugins (Suse Linux 9.2), um eine Liste der verfügbaren Erweiterungen anzuzeigen. Sofern Sie unter Suse Linux das Paket amarok-xmms installiert haben, tauchen hier nicht nur die programmeigenen Plug-ins, sondern auch die des Players XMMS auf. Unter Mandrake und Ubuntu Linux müssen die entsprechenden Pakete für XMMS (siehe Abschnitt Das X Multimedia System) installiert sein.
Klicken Sie in die Checkbox vor das gewünschte Plug-in, um die Visualisierung zu starten. In einem neuen Fenster sehen Sie anschließend den grafischen Zauber (Abbildung 2). Einige der Erweiterungen können Sie konfigurieren, indem Sie mit der rechten Maustaste im Visualisierungs-Plugins-Fenster auf den Namen klicken und aus dem Kontextmenü Einrichten auswählen. Andere der Animationen bieten in neueren Amarok-Versionen über eben jenes Kontextmenü an, die Effekte im Vollbildmodus abzuspielen. (Sie verlassen diese bildschirmfüllende Anzeige mit [Esc].) Bei Plug-ins wie infinite verrät ein Tool-Tip (bewegen Sie die Maus im Konfigurationsdialog über den Button OK), dass der Vollbildmodus mit dem [Tabulator] zu erreichen und auch wieder zu verlassen ist.
Eine Anleitung zur Installation von XMMS [2] finden Sie auch auf der Heft-CD. Achten Sie beim Einspielen darauf, dass Sie auch die Pakete xmms-skins-1.0.0-17mdk, xmms-kjofol-skins und xmms-more-vis-plugins-1.8.0-9mdk (Mandrake Linux 10.2) bzw. xmms-plugins (Suse Linux 9.3/9.2) benötigen. Der Artikel unter [2] beschreibt zudem, wie Sie die fehlende MP3-Unterstützung für Suse Linux 9.3 nachrüsten.
Unter Ubuntu Linux ist nur der Player selbst installiert, es fehlen standardmäßig sämtliche Plug-ins, die Sie von Hand nachinstallieren müssen. Dazu starten Sie eine Konsole (z. B. über [Alt-F2] und Eingabe von konsole oder xterm) und suchen nach verfügbaren Paketen, z. B. über das Kommando
sudo aptitude search xmms | less
Da die Ausgabe recht lang ist, leiten Sie diese an den Pager less weiter und betrachten die Ergebnisse seitenweise. Mit [Q] verlassen Sie den Pager. Installieren Sie nun die gewünschten Add-ons unter Angabe der Paketnamen nach, z. B. über:
sudo aptitude install xmms-infinity xmms-iris
Sie können hier direkt mehrere Paketnamen hintereinander nennen. Abhängigkeiten löst der Paket-Manager selbständig auf und installiert fehlende Komponenten nach. Damit Amarok das neue Plug-in erkennt, starten Sie den Player neu.
XMMS bringt standardmäßig verschiedene Oberflächen, so genannte Skins (englisch für "Haut") mit. Benutzer von Mandrake Linux 10.2 können sich freuen -- im Gegensatz zu beiden Suse-Linux-Versionen gibt es hier viel mehr Auswahl. Wer Ubuntu Linux einsetzt, muss eventuell das Paket xmms-skins nachträglich einspielen. Das geht auf der Kommandozeile schnell mit dem Befehl
sudo aptitude install xmms-skins
Wie Sie dem Player etwas Neues anziehen und weitere Skins aus dem Internet laden und benutzen, erklärt ebenfalls der Artikel unter [2]. Es ist darüber hinaus gar nicht so schwer, eigene Skins zu erstellen oder vorhandene Oberflächen an die eigenen Farbvorstellungen anzupassen. Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein Bildbearbeitungsprogramm wie z. B. Gimp und, wenn Sie eigene Skins basteln möchten, ein Text-Editor wie Kate oder KWrite.
Um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen, beschränken wir uns darauf zu zeigen, wie Sie im Skin Helix-Sawfish-xmms (Abbildung 3) den Pinguin durch ein eigenes kleines Icon ersetzen:

Auch bei XMMS gehören Animationen zum Standardumfang. Sie finden die grafischen Erweiterungen, indem Sie im Menü Optionen / Einstellungen aufrufen und dann den Reiter Visualisierungs-Plugins auswählen. Um den Augenschmaus zu betrachten, klicken Sie auf einen Eintrag und aktivieren die Checkbox Plugin verwenden. Auch hier gilt: Einige der Animationen setzen eine 3D-fähige Grafikkarte voraus. Um ein Plug-in wieder loszuwerden, klicken Sie einfach noch einmal in die Checkbox oder schließen das Plug-in-Fenster.
Einige Effekte lassen sich an Ihre Bedürfnisse anpassen: Das erkennen Sie daran, dass der Button Konfigurieren aktiv ist, wenn Sie einen Eintrag aus der Liste auswählen. Bei manchen Animationen wie z. B. Geekosphere können Sie den Detailreichtum, die Geschwindigkeit oder die Farben ändern (Abbildung 5), bei anderen Einträgen wie beispielsweise GDancer öffnet der Klick auf Konfigurieren ein Hinweisfenster, dass das Plug-in über einen Rechtsklick eingerichtet wird.
Erweiterungen für das X Multimedia System (XMMS) finden Sie leicht über eine Suchmaschine -- achten Sie darauf, dass Sie jeweils für Ihre Distribution passende RPM- bzw. .deb-Pakete verwenden und diese über den Paket-Manager einspielen, damit eventuelle Abhängigkeitsprobleme entdeckt und gelöst werden.
Auf der Heft-CD finden Sie für Suse Linux 9.2/9.3 und Mandrake Linux 10.2 das XMMS-Plug-in CDCover und eine Installationsanleitung; für Ubuntu Linux ließ sich leider kein passendes Paket auftreiben. Dieses Add-on blendet passend zum gerade laufenden Album ein Bild ein. Die Erweiterung kann mit sämtlichen gängigen Grafikformaten umgehen, durchsucht auf Wunsch verschiedene Verzeichnisse nach den Bilddateien und präsentiert auch Cover-Grafiken unterschiedlicher Formate ohne Verzerrungen.
Nach der Installation des RPM-Pakete sind noch ein paar Schritte nötig, bevor Sie in den Genuss der CD-Covers beim Abspielen kommen:
?PATH?/*.pngund klicken auf Add Path. Sie schließen den Dialog mit einem Klick auf OK.
Eyecandy ist nicht nur etwas für Windows-Benutzer -- die Player Amarok und XMMS bieten ebenfalls einiges für den visuellen Genuss. Mit den hier vorgestellten Features und Effekten machen die Player optisch ganz schön was her -- kein Grund mehr, für die nächste Fete Windows zu booten: Verwenden Sie einfach ein peppiges visuelles Plug-in, und der Linux-Computer wird als Jukebox zum Partyknaller. (hge)
| Infos |
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[1] Amarok-Artikel: Carsten Schnober, "Musikalisch mit Struktur", EasyLinux 08/2005, S. 52 ff.
[2] XMMS-Artikel: Thomas Hümmler, "XMMS optimal nutzen", EasyLinux 08/2005, S. 39 ff. [3] Amarok-Homepage: http://amarok.kde.org/ [4] Links zu Amarok-Themes auf der KDE-Look-Seite: http://amarok.kde.org/wiki/index.php/Themes |
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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