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von Claudia Dotterweich
Auf Fotos mit Blitzlicht sieht die Hautfarbe der fotografierten Personen oft unnatürlich aus: Sie erscheint häufig in einem Gelb- oder Rotton. Diesen Effekt können Sie über die Sättigung mindern bzw. verhindern.
Wählen Sie im Bildmenü Werkzeuge den Punkt Farben / Farbton-Sättigung. Im Werkzeugdialog korrigieren Sie mit Hilfe der Vorschau den Bildton. Um den Rotanteil zu reduzieren, tragen Sie bei Sättigung einen Minuswert ein oder bewegen den Schieber etwas nach links.
Hat das zu bearbeitende Bild eher einen Gelb- oder Grünstich, geben Sie einen positiven Wert an. Optional können Sie auch den Schieber nach rechts bewegen.
In aktuellen Gimp-Versionen sind so ziemlich alle Werkzeuge mit einer Bildvorschau ausgestattet: Mit deren Hilfe ist Ihnen ein perfektes Ergebnis garantiert. Bearbeiten Sie Ihr Bild und überprüfen Sie das Resultat noch vor der Anwendung, indem Sie mit den Werten ein wenig herumspielen.
Das JPEG-Format (Joint Photographic Experts Group) ist eines der weitest verbreiteten Komprimierungsverfahren im Foto- und Bildsektor. Im Vergleich mit dem GIF-Format speichert es mehr Farbinformationen ab, was eine hohe Farbanzahl gewährleistet.
Ein Vorteil des JPEG-Formats ist die hohe Kompressionsrate. Zudem kann man Bilder in verschiedenen Qualitätsstufen speichern. Dieses Format wird von fast allen Rechnerplattformen und Programmen unterstützt, und fast jede Bildbearbeitungs-Software kann JPEG-Bilder nachbearbeiten.
Das Komprimierungsverfahren verursacht jedoch Schärfe- und Farbverluste. Es ist somit nicht für die Darstellung von Texten als Bild geeignet. Hierfür sollte man eher auf das GIF-Format zurückgreifen.
Beim Einsatz von Blitzlicht haben Personen oft rote Augen, denn das Blitzlicht wird von der gut durchbluteten Netzhaut reflektiert und ist in der weit geöffneten Pupille deutlich zu sehen. Gimp hat keinen speziellen Filter, der dieses Problem behebt. Es ist allerdings gar nicht so schwer, diese Retusche selbst durchzuführen.
Hinweis: Überprüfen Sie vorher, ob in den Werkzeugeinstellungen der Auswahl (Datei / Dialoge / Werkzeugeinstellungen) die Option Kantenglättung aktiviert ist. Ein besseres Ergebnis erzielen Sie außerdem, wenn Sie zusätzlich den Punkt Kanten ausblenden auswählen und einen Radius zwischen 3 und 7 einstellen.
Generell sollten Sie Ihre Bilder immer im Gimp-eigenen Format .xcf speichern. Der Vorteil ist, dass es dabei zu keinem Qualitätsverlust kommt und Sie mit Ebenen arbeiten können, die Gimp im eigenen Format mitspeichert, was eine spätere Nachbearbeitung erlaubt. Beim Speichern in Fremdformaten führt Gimp meist alle Ebenen zusammen.
Falls Sie zu den Anwendern mit niedriger Monitorauflösung (z. B. 800 x 600 Punkte) gehören, haben Sie die Möglichkeit, die Darstellung von Gimp auf Ihre Monitorgröße anzupassen. Rufen Sie im Gimp-Menü den Punkt Datei / Einstellungen auf und klicken Sie im erscheinenden Fenster auf Thema.
Nun können Sie zwischen den beiden Standard-Themes Default und Small wählen. Klicken Sie einfach auf das Small-Theme, dann sehen Sie gleich, ob Ihnen diese Darstellung zusagt. Falls das ausgewählte Theme nicht gleich angezeigt wird, verwenden Sie die Schaltfläche Momentan verwendetes Thema neu laden.
Das Werkzeug für die Freihandauswahl wird im Werkzeugkasten über das entsprechende Bildsymbol oder mit [F] aufgerufen. Mit diesem Werkzeug können Sie beliebige Auswahlformen erstellen. Dazu fahren Sie mit gehaltener linker Maustaste um das auszuwählende Bildobjekt herum.
Achten Sie darauf, die Auswahl abzuschließen: Wenn Sie dies nicht tun, übernimmt Gimp das für Sie, zeichnet allerdings einfach eine gerade Linie vom letzten Punkt nach dem Loslassen der Maustaste bis zum Startpunkt.
Das Freihandauswahl-Werkzeug ist ein guter Ersatz für die anderen Selektionswerkzeuge, wenn diese nicht das gewünschte Ergebnis liefern. Damit die Auswahl möglichst genau wird, können Sie in den betroffenen Bereich hinein zoomen.
Solange die linke Maustaste während des Auswahlvorgangs gedrückt bleibt, können Sie die Auswahl mit gehaltener Alt-Taste an eine andere Bildstelle verschieben.
Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die das Wetter beobachten oder früh aufstehen, um den Himmel zu fotografieren. Dieser Tipp zeigt Ihnen, dass der Schlüssel zu einer aussagekräftigen Wolkenformation nicht immer der richtige Moment sein muss, sondern die Anwendung geeigneter Gimp-Werkzeuge hilft.
IWarp ist Gimps Antwort auf das Windows-Programm "Kai's Power Goo". Mit diesem Tool erstellen Sie ganz einfach visuelle Effekte und Deformationen und erhalten dabei recht akzeptable Ergebnisse.
Als Bildgrundlage eignen sich vor allem Portraitaufnahmen oder Passfotos. Öffnen Sie das Verzerrungswerkzeug über das Bildmenü Filter / Verzerren / IWarp. Im IWarp-Dialogfenster stehen unter dem Punkt Einstellungen verschiedene Deformationsmodi zur Auswahl bereit. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Bildvorschau im linken Bereich dient der Darstellung Ihrer Verzerrungen.
Bewegen, vergrößern oder entfernen Sie einzelne Bildbereiche. Mit Hilfe der Schieberegler legen Sie den Deformations-Radius und die Deformation fest (Abbildung 3).
Sobald das Ergebnis Ihren Vorstellungen entspricht, können Sie die Einstellungen übernehmen. Denken Sie daran, dass man zur Steigerung des "Fun-Faktors" die Person am Ende noch erkennen sollte. (hge)
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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