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Erschienen in EasyLinux 10/2005

Offene Linuxe

Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt soll alles besser, günstiger, interaktiver werden bei Suse Linux: Die neu eingerichtete Web-Seite www.opensuse.de trägt das Versprechen bereits im Namen, Suse Linux wird es in Zukunft als Community-Version zum stets freien Download geben, ein so genannter OpenSuse-Build-Server wird es Helfern erlauben, professionell Programmpakete für die neuen Suse-Versionen zu erstellen.

OpenSuse

Klingt gut, ist es vielleicht auch -- muss es aber nicht sein. Einen ähnlichen Schritt ist 2003 auch Red Hat gegangen: Aus den Red-Hat-Linux-Boxprodukten für Endkunden wurde die frei erhältliche Fedora-Distribution, unter dem Markennamen Red Hat gab (und gibt) es nur noch Produkte für das geschäftliche Umfeld, die so genannte Enterprise-Sparte. Nun haben der "Red Hat Enterprise Linux (RHEL) Server" und die "RHEL Workstation" wohlklingende Namen, doch bei den Privatanwendern geht der Bekanntheitsgrad von Red Hat langsam gegen Null.

Fedora hat in den USA noch viele Anhänger, denn dort war Red Hat Linux lange Zeit die wichtigste Desktop-Distribution -- doch im Suse-dominierten deutschsprachigen Umfeld hatte Fedora es von Anfang an schwer, der Wegfall von im Geschäft erhältlichen Boxprodukten, verbunden mit dem Wechsel zu einem unbekannten Namen hat da auch nicht gerade geholfen.

Die spannende Frage ist nun, ob sich mit dem Übergang von Suse zu OpenSuse die Geschichte von Red Hat und Fedora wiederholen wird. Wer nur noch auf Enterprise-Kunden schielt, läuft Gefahr, die Basis zu verlieren. Denn Schüler, Studenten und Auszubildende, die in zehn oder 20 Jahren vielleicht eine große Kaufentscheidung (dann wieder im Enterprise-Segment) verantworten, lernen in den ersten Jahren die Linux-Systeme kennen, die es im Buchhandel oder Technikmarkt gibt. Und das sind nicht die teuren Enterprise-Editionen, sondern die Boxen unter 100 Euro.

Abb. 1: Was bleibt von den Marken Suse und Red Hat, wenn es ihre Produkte nur noch für Enterprise-Kunden gibt?

Zumindest Suse Linux 10 wird es auch in der bekannten Professional-Box geben, gegenüber der OpenSuse-Version enthält sie verschiedene kommerzielle Zugaben wie Shockwave-Plug-ins und den Acrobat Reader -- was danach kommt, weiß man noch nicht.

Ubuntu mit KDE

Von Anfang an ein offenes Produkt ist Ubuntu (www.ubuntu.com) -- ganz im Geiste des Debian-Projekts, auf dem ja basiert. Wie versprochen, behalten wir die Debian-Derivate im Blick -- die Update-DVD enthält diesmal die KDE-Variante von Ubuntu (namens Kubuntu).

Von der DVD startet Kubuntu als Live-System: Das ist praktisch, um die Distribution kennen zu lernen. Wer mag, was er sieht, brennt das ebenfalls auf der DVD liegende ISO-Image der Installations-CD auf eine CD-ROM und spielt damit Kubuntu auf die Festplatte.

Hans-Georg Eßer
Chefredakteur

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