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Erschienen in EasyLinux 10/2005

Leserbriefe

Klasse Zeitung! Mehr Ubuntu?

Zunächst einmal ein Riesenlob für Eure Zeitschrift, die wie immer sehr informativ und zugleich "freundlich" ist. Aber eine Frage habe ich da: Wie wäre es denn, mal über Ubuntu zu berichten? Ich denke mal, ich spreche für viele, wenn ich sage, dass das eine Distribution ist, an der kaum jemand vorbei kommt.

Macht weiter so :-)

Thomas Sprengel

EasyLinux: Danke für das Lob! Zur Ubuntu-Frage: Machen wir doch -- seit Neuem gibt's regelmäßig eine Doppelseite mit Tipps & Tricks zu Ubuntu und Knoppix. Außerdem drucken wir in manchen Artikeln auch Zusatzinformationen zu diesen beiden Debian-basierten Distributionen ab. (hge)

Große Dummheit?

[09/2005] Ich habe heute offenbar eine Dummheit begangen und Suse Linux 9.3 von der DVD installiert. Alles scheint soweit zu laufen, ISDN-Karte, Soundsystem, Mail, Internet etc. Nur MP3-Dateien kann ich ausschließlich mit dem vorinstallierten RealPlayer abspielen, und das ist alles andere als komfortabel. Die anderen Multimedia-Programme tun einfach nichts. Weder Amarok noch die Musicbox spielen MP3-Dateien ab. Wie bitte erklärt sich das? Im Handbuch zu Amarok heißt es u.a.: "Der Einrichtungsdialog wird über amaroK einrichten... im Kontext-Menü des Player-Fensters aufgerufen." Nur ist dieser Dialog nirgends wirklich zu finden.

Na und vom so genannten DVD-Player Kaffeine ganz zu schweigen: Wozu ist der überhaupt gut? Wie spiele ich DVDs unter Linux 9.3 ab? Jede Windows-Version kann das inzwischen -- nur Linux nicht.

Frustriert und kurz vor der endgültigen Deinstallation,

A. Große

EasyLinux: MP3-Plug-ins müssen Sie bei vielen aktuellen Linux-Versionen aus rechtlichen Gründen manuell nachinstallieren -- meist über das Internet; als EasyLinux-Leser z. B. direkt von der Update-DVD der Ausgabe 08 (oder auch dieser Ausgabe 10): Sie brauchen die "Multimedia-Packs".

Die Vorgehensweise haben wir auch bereits in Ausgabe 07/2005 (S. 48) beschrieben.

Noch mal kurz zum Hintergrund: MP3 ist ein patentiertes Audiokompressionsverfahren (Fraunhofer-Gesellschaft), und Linux-Distributoren verzichten seit kurzem regelmäßig darauf, Audio- oder Videocodecs mit unklarer Rechtslage auf DVD/CD zu verbreiten. Linux kann es, darf es aber nicht -- oder zumindest ist die rechtliche Situation unklar.

Windows kann übrigens auch keine DVDs abspielen, aber mit dem Kauf eines DVD-Laufwerks erwerben Sie i.d.R. ein Player-Programm für Windows, das die nötigen Schlüssel enthält. Ein solches Programm hat das DVD-Konsortium für die DVD-Wiedergabe "freigegeben".

Für Linux gibt es kein derartiges Programm. Zwar gibt es etliche Tools (Mplayer, Xine, Kaffeine etc.), die problemlos DVDs wiedergeben, aber auch da ist der rechtliche Status wieder fraglich -- drum gibt's meist abgespeckte Versionen (siehe auch den Artikel zu diesem Thema in Ausgabe 06/2005, S. 11, sowie einen älteren Artikel, der online ist: http://www.easylinux.de/2004/09/064-basics/). (hge)

Linux wird nie Windows überrunden

[09/2005] Der Leserbrief von Klaus Rommel entspricht völlig meiner Meinung. Der Nachteil von Linux ist zweifellos, dass es da am laufenden Band neue Versionen gibt. Hat man endlich mal eine Version aufgetan (bei mir Suse Linux 9.1), die die eigene Hardware gut erkennt, bei der dann auch das Abspielen und Brennen von CDs und (nach viel Zeitaufwand und Herunterladen von Codecs) auch das Abspielen von DVD-Filmen funktioniert, möchte man keineswegs mit der ganzen Arbeiterei von vorn anfangen, indem man drei Monate später die nächste Version aufspielt, bei der dann viellicht alles anders ist, aber nicht unbedingt besser. So, denke ich, wird Linux nie Windows überrunden.

Sigrid Carstensen

KDE-Einstellungen

[09/2005] Leider ist das neue KDE (z. B. bei Suse Linux 9.3) nicht nur besser, sondern auch viel komplizierter geworden. Während früher beispielsweise die Größe eines Fensters, mit der eine beliebige Anwendung startet, mit einem Rechtsklick der Maus auf die dem Anwender passende Größe fixiert werden konnte, so dass die Anwendung bei einem späteren Start wieder mit der fixierten Größe startete, ist das einem normal Sterblichen heute nicht mehr möglich.

Ein Rechtsklick öffnet nun Tausende von Einstellmöglichkeiten mit neuen, nichtssagenden Begriffen wie "Fensterklasse", "Rolle des Fensters", "Fenster-Besonderheit", "Vorbeugung gegen Übernahme der Aktivierung" usw. Das Störende ist, dass diese Begriffe nirgends erklärt werden, es existiert bisher keine Hilfe von KDE und keine Erklärung im Internet, jedenfalls nicht in deutscher Sprache, und Suse verweigert den Support für diese KDE-Einstellungen. Vielleicht kann EasyLinux hier helfen?

U. Schlegel

EasyLinux: Auch bei den Fenstern unter Suse Linux 9.3 können Sie bestimmte Größeneinstellungen erzwingen, allerdings ist die Prozedur rechts umständlich:

  1. Öffnen Sie das in Betracht kommende Fenster.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste und wählen Sie Fensterverhalten festlegen.
  3. Gehen Sie auf den Eintrag Fensterspezifische EInstellungen und wählen Sie NEU.
  4. Zunächst muss die Klasse des Fensters erkannt werden, das verändert werden soll. Klicken Sie auf Erkennen und dann in die Mitte des Fensters, für das Sie die Einstellungen ändern wollen.
  5. Fensterinformationen werden angezeigt, klicken Sie auf OK.
  6. Wechseln Sie zum Reiter Geometrie, machen Sie ein Kreuzchen bei Position, wählen Sie aus dem Drop-down-Menü Erzwingen und legen Sie rechts daneben die Fenstergröße, getrennt durch ein Komma fest, zum Beispiel: "30,30".
  7. Bestätigen Sie die Angaben mit OK.
  8. In den Fensterspezifischen Einstellungen schieben Sie die Einstellungen für Konsole dann nach oben und gehen auf Anwenden.

Beim nächsten Start sollte das Fenster dort stehen, wo Sie es wollen. Das funktioniert auch für die anderen Einstellungen unter Geometrie. (kki)

Verschlüsselung

[09/2005] Ich benutze Suse Linux 9.3 und habe unter Yast für einen Benutzer ein Loopback-Dateisystem als Kryptodatei eingerichtet (siehe Artikel "System in der Datei").Dafür muss man beim Hochfahren des Systems ja ein Passwort eingeben. So weit so gut. Ich möchte jedoch auch im laufenden Betrieb auf diesen Benutzer umschalten und die Krytodatei nutzen können. Leider habe ich noch keinen Weg gefunden, sondern muss stets das ganze System neu hochfahren. Das ist auf die Dauer natürlich ganz schön lästig. Geht das überhaupt?

Norbert Carle

EasyLinux: Ja, es geht, es gibt dafür sogar etliche Wege. Ständiges Neu-Booten ist nicht nur enorm lästig, sondern auch so gar nicht Linux-typisch. Auf der Konsole würde man einfach Folgendes eintippen:

su
/etc/init.d/boot.crypto start

Der erste Befehl wechselt in den Administrator-Modus, und der zweite führt genau das Programm aus, das auch beim Hochfahren des Systems läuft. Um nicht ständig diese umständlichen Kommandos eingeben zu müssen, legen Sie eine Desktop-Verknüpfung an:

  1. Mit der rechten Maustaste auf den Bildschirmhintergrund klicken und Neu erstellen / Verknüpfung zu Programm... auswählen.
  2. Unter Allgemein einen Namen vergeben, etwa "Kryptodatei einbinden".
  3. Mit einem Klick auf das Zahnrad-Icon können Sie auch ein hübscheres Bildchen auswählen, das später auf dem Desktop erscheint.
  4. Klicken Sie dann auf den Reiter Programme und tragen neben Befehl Folgendes ein:
    /etc/init.d/boot.crypto start
    (Das Leerzeichen vor start ist wichtig.)
  5. Klicken Sie dann noch auf Erweiterte Optionen und aktivieren Sie die Häkchen vor In Terminal starten sowie vor Als anderer Benutzer ausführen. Hinter Benutzername tragen Sie root ein.
  6. Nach den Klicks auf die Ok-Knöpfe erscheint auf dem Desktop ein neues Icon.

Nun können Sie jederzeit die Krytodatei per Klick auf dieses Symbol einbinden. Es erscheint ein Befehlsfenster, in dem Sie zuerst das Passwort des Root-Benutzers und anschließend die Passphrase Ihrer Kryptodatei eingeben.

Wenn Sie die Datei auch wieder aushängen wollen, legen Sie ein zweites Icon an (wie oben beschrieben), der Befehl endet dann aber auf "stop" (statt "start"). (fjl)

Lesertipp

Nachinstallation von Schriften bei OpenOffice pre2.0 (Suse 9.3)

Nach der Installation von Suse Linux 9.3 trat ein kniffliges Problem mit OpenOffice auf: Das Nachinstallieren von Fonts aus dem Internet hat nicht funktioniert. So sollte es eigentlich gehen: Writer starten und dann Datei / Assistenten / Schriftarten aus dem Internet nachinstallieren...

An der Stelle ging es bei mir nicht weiter; schuld daran war die fehlende Datei FontOOo.sxw. In diesem Dokument sind die Makros eingebettet, die das Installieren erledigen. Ich habe daher diese Datei von einem anderen Rechner mit OpenOffice auf das neue System übertragen; der Pfad ist /usr/lib/ooo-2.0/share/dict/ooo/.

Danach startet der Assistent und fragt, ob er eine neue Version von FontOOo installieren soll. Ich habe dem zugestimmt, musste danach aber den neuen Namen (FontOOo-1.4.3.sxw) über einen symbolischen Link verknüpfen:

ln -s FontOOo-1.4.3 FontOOo.sxw

damit der Assistent es wieder findet. Danach lief die Font-Installation problemlos durch. Ähnlich könnte es sich mit der Installation von Wörterbüchern verhalten (habe ich noch nicht probiert).

Raimund Mödlhammer

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