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Erschienen in EasyLinux 10/2005

Software News

Suchen und finden mit KIO-locate

Die Suche nach Dateien gestaltet sich jenseits der Kommandozeile zuweilen sehr zeitaufwendig. Mehrere Minuten können vergehen, bis Applikationen wie Kfind zu einem abschließenden Ergebnis kommen. Deutlich schneller erledigt diese Arbeit das Kommandozeilenprogramm locate, das im Gegensatz zu Kfind nicht auf der Festplatte, sondern in einer Datenbank sucht, in der die Laufwerke indiziert sind. Der KIO-Slave KIO-locate schlägt eine Brücke zwischen grafischer Oberfläche und Kommandozeile. Sie können aus beinahe jeder KDE-Anwendung heraus durch die Eingabe von locate:<Suchbegriff> in der Adressleiste einen Suchlauf starten und erhalten in Sekundenschnelle ein übersichtlich sortiertes Ergebnis. Die angezeigten Dateien und Verzeichnisse können Sie im Anschluss nach Belieben kopieren, löschen oder bearbeiten.

Über bestimmte Eingabeformate beeinflussen Sie die Suche. So listet der Aufruf locate:"verzeichnisname/" nur Verzeichnisse oder Dateien, die im direkten Zusammenhang mit dem angegebenen Verzeichnis stehen. Auch das Verwenden von Platzhaltern ist kein Problem für das Programm. Als Beispiel ermittelt der Suchlauf locate:*apache* nur Einträge, die an einer beliebigen Stelle den genannten Begriff enthalten.

Ein Geschwindigkeitsvergleich zwischen Kfind und KIO-locate ergab deutliche Vorteile zu Gunsten von KIO-locate. Während ein Suchlauf mit Kfind über zwei Minuten dauert, bewältigt KIO-locate die identische Abfrage in weniger als drei Sekunden mit dem gleichen Ergebnis.

Abb. 1: Schnell und bequemen: Die Dateisuche über KIO-locate.

Finanzjongleur für zu Hause

KMyMoney ist eine leistungsstarke Finanzverwaltungs-Software, die für Ordnung in Ihrer Kasse sorgt. Leider unterstützt das Programm bislang kein Online-Banking, ermöglicht jedoch den Import von GnuCash-Kontendateien sowie den Im- und Export von QIF- (Quicken) Dateiformaten. Regelmäßige Einkünfte und Ausgaben erfasst das Programm ebenso wie Investments und langfristige Finanzplanungen. Eine Kalenderansicht gibt übersichtlich Auskunft darüber, wann welche Kontenbewegungen stattfinden. KMyMoney richtet sich zwar in erster Linie an private Anwender, lässt sich jedoch dank seiner Flexibilität durchaus auch in kleineren Unternehmen als Buchhaltungs-Software verwenden. Zwar macht das Programm im Detail einen durchdachten Eindruck, doch wurde es bislang noch nicht vollständig übersetzt. Einige Elemente stellt die Applikation nach wie vor in englischer Sprache dar.

Abb. 2: Vielseitig begabt präsentiert sich die Finanzbuchhaltung KMyMoney.

Opera 8.02 -- ein Browser für alle Fälle

Opera nur als Browser zu bezeichnen, wird diesem nicht gerecht. Vielmehr ist er ein Multifunktionswerkzeug zur Kommunikation und Information, wovon das Darstellen von Web-Seiten nur ein Aspekt ist. Nicht zuletzt deswegen steigt Opera seit Jahren in der Gunst der Anwender.

Seine markantesten Eigenschaften als Browser sind zweifellos das Zoomen von Webseiten einschließlich enthaltener Bilder und Plug-Ins sowie der schnelle Seitenaufbau beim Vor- und Zurückblättern in der Seiten-History. Tabbed Browsing gehört zur Grundausstattung des Programmes, das die Entwickler jedoch perfektioniert haben. So öffnet der Browser nicht nur beliebig viele Webseiten gleichzeitig sondern zeigt diese auf Wunsch auch simultan an. Zum Schutz der Privatsphäre bietet Opera einen Cookie-Filter, unerwünschte Pop-ups unterdrückt der integrierte Pop-up-Blocker. Praktisch ist der Notizblock, der per Mausklick das Archivieren beliebiger Textpassagen aus Web-Seiten oder E-Mails ermöglicht. Auch zur Ansicht aller in einer Web-Seite enthalten URLs bietet der Browser mit dem Add-on Links das richtige Werkzeug. Grundsätzlich speichert das Programm beim Beenden den aktuellen Status -- die geöffneten Tabs -- und stellt diesen beim nächsten Programmstart wieder her. Optional speichern Sie über die Funktion Sitzungen aktuell geöffnete Tabs dauerhaft.

Auch der integrierte News Feed Reader ist in seiner Funktion einzigartig. Abonnierte Feeds verwaltet dieser als E-Mails. Das ermöglicht Ihnen unter anderem, Feeds nach Relevanz zu markieren und nach beliebigen Kriterien zu filtern. Für die Kommunikation verfügt das Programm über einen einen Mail- und einen IRC-Client. Leider haben die Entwickler die angekündigte Unterstützung des Filesharing-Protokolls BitTorrent, welche in der Betaversion schon enthalten ist, aus der finalen Variante wieder entfernt.

Abb. 3: Die neue Version 8.02 von Opera -- leider ohne die angekündigte BitTorrent-Unterstützung.

Thunderbird wird flügge

Der zweite Sprössling aus der Mozilla-Familie -- Thunderbird 1.0.6 -- läuft nun synchron mit den Versionsnummern seines Browser-Bruders Firefox. Der Multi-Account-fähige Mail-Client unterstützt neben POP3 auch das Protokoll IMAP. Neben gewöhnlichen Mails verwaltet Thunderbird auch News Feeds. Abonnierte Feeds listet das Programm wie gewöhnliche Mails, im Vorschaufenster erscheint die HTML-Seite, auf die das Feed verweist.

Junk-Mails rückt Thunderbird mit dem selbstlernenden Spam-Filter zu Leibe. Alle von Ihnen als Spam deklarierten Mails wertet das Programm aus und verschiebt zukünftige Nachrichten, die dem erlernten Schema entsprechen, direkt in den Spam-Ordner.

Auch die Filterfunktion bietet einiges an Komfort: Eingehende Mails können Sie nach Kriterien wie Absender, Betreff, Empfänger oder gefundenen Wörtern in der Nachricht beliebig sortieren. Die Suchfunktion, die auf der gleichen Maske wie der Sortierfilter basiert, ermöglicht das zielsichere Finden von Mails auch in sehr umfangreichen Datenbeständen.

Zum Verwalten von Kontakten bringt Thunderbird ein Adressbuch mit, die Terminplanung erledigt die Erweiterung Calendar, die Sie jedoch erst nachinstallieren müssen. Eine ganze Reihe optionaler Erweiterungen und Themes passen das Programm punktgenau an Ihre Bedürfnisse an.

Abb. 4: Ein E-Mail Client, der kaum Wünsche offen lässt: Thunderbird 1.0.6.

Multimedial mit VLC

Ein wahres Multitalent ist der Media-Player Video LAN Client -- kurz VLC. Neben den meisten Videoformaten wie divx, wmv und xvid spielt er auch die gängigsten Audioformate vom Typ mp3 oder ogg ab. Da das Programm die meisten Codecs selbst mitbringt, ist es in dieser Hinsicht vom restlichen System praktisch unabhängig. Speziell Nutzer von Filesharing-Netzwerken schätzen die Fähigkeit des Player, auch nur wenige Kilobyte kleine Dateifragmente wiederzugeben. Neben dem Abspielen von lokalen Dateien eignet sich der Player auch hervorragend dazu, Datenträger wie Musik-CDs oder Video-DVDs wiederzugeben. Diverse Filter und Plugins lassen Ihnen bei der Wahl der Bild- und Tonausgabe weitgehend freie Hand. So stellt das Modul ASCII-Ausgabe auf der grafischen Oberfläche zwar eher ein Gimmick dar, ermöglicht aber im Notfall sogar das Betrachten eines Videos in einer Shell-Konsole. Auch das Verwalten und Erstellen von m3u-Playlisten, die zu den gängigen Mediaplayern kompatibel sind, stellt für das Programm kein Problem dar. Im Artikel Bild- und Tonkünstler auf Seite 50 erfahren Sie im Detail, was VLC sonst noch alles zu bieten hat. (Thomas Leichtenstern/tle)

Abb. 5: Wenige KByte reichen VLC oft schon zur Wiedergabe einer Multimedia-Datei.

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