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von Claudia Dotterweich
Gimp ist die ideale Software zum nachträglichen Kaschieren "kleiner Schönheitsfehler": Pickel, Sommersprossen oder Leberflecken entfernen Sie einfach mit dem Stempelwerkzeug. Das Klonenwerkzeug rufen Sie im Werkzeugkasten über das entsprechende Bildsymbol oder mit [C] auf. Mit diesem Retouchewerkzeug kopieren Sie beliebige Bildstellen und tragen sie auf die zu korrigierenden Bildbereiche auf.
Bevor Sie mit der Retusche beginnen, überprüfen Sie kurz die Werkzeugeinstellungen (Datei / Dialoge / Werkzeugeinstellungen): Wählen Sie als Erstes einen passenden Pinsel aus und achten Sie darauf, dass als Quelle der Modus Bildquelle aktiviert ist. Diese Option legt fest, dass der zu kopierende Bereich ebenfalls aus einem Bild stammt. Die Ausrichtung sollte auf der Standardeinstellung Nicht ausgerichtet stehen. Nachdem Sie die Grundeinstellungen festgelegt haben, beginnen Sie mit dem eigentlichen Klonen.
Achten Sie darauf, dass der kopierte Bereich nicht zu sehr von der Farbe der zu kaschierenden Stelle abweicht. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn sich die Quelle in direkter Nähe des Zielbereichs befindet.
Ein weiteres Manko vieler Personenaufnahmen sind dunkle Augenringe. In wenigen Schritten macht Gimp müde Augen wieder munter:
Die Deckkraft einer Ebene legen Sie im Normalfall mit dem Schieberegler fest. Wenn es Ihnen nicht gelingt, einen bestimmten Wert per Hand einzustellen, helfen die Pfeiltasten weiter. Bevor Sie die Tastatur verwenden, klicken Sie zuerst auf den Schieberegler. Durch Drücken der Pfeiltasten werden Ihre Einstellungen genauer. Ein Tastendruck entspricht dabei einem Schritt von 1%. Um den Regelbereich zu vergrößern, halten Sie [Alt] gedrückt -- damit erhöhen oder reduzieren Sie die Deckkraft um 10%.
Die Farbpalette im Farbauswahldialog können Sie jederzeit um eigene Farben erweitern:
Die Farbpalette speichert zwölf Farbtöne. Der älteste wird automatisch durch die neu hinzugefügte Farbe ersetzt.
Falls Sie Gimp hauptsächlich zum Erstellen von Web-Grafiken einsetzen, empfehlen wir Ihnen, die Standardauflösung für neue Bilder auf 72 dpi (dots per inch) zu setzen -- dann müssen Sie die Auflösung nicht jedesmal manuell ändern. Den Einstellungsdialog finden Sie unter Datei / Einstellungen / Neues Bild und dann Erweiterte Einstellungen.
Das Pinselwerkzeug verwendet nicht nur Farben aus der Farbauswahl, sondern auch aus dem Farbverlaufs-Browser:
Sie können ein komplettes Bild (inklusive aller Ebenen, Ebenenmasken und Kanäle) schnell duplizieren, indem Sie [Strg-D] drücken.
Eindrucksvolle Gewitteraufnahmen üben auf viele Menschen einen besonderen Reiz aus. Sie möchten sich diesem Naturschauspiel nicht persönlich aussetzen? Mit Gimp erzeugen Sie einfach und schnell ein Blitzgewitter der besonderen Art.
Bei komplexen Grafikprojekten arbeitet man mit vielen Ebenen. Gimp besitzt eine ganz simple Funktion, die Ihnen hilft, stets die Übersicht zu behalten: das Benennen der Ebenen mit aussagekräftigen Namen. Sicher haben Sie schon bemerkt, dass das Programm beim Anlegen neuer Ebenen einen automatischen Namen vergibt. Ein Doppelklick auf die Ebene ermöglicht die Namensänderung. Alternativ rufen Sie über das Kontextmenü der rechten Maus die Ebeneneigenschaften auf.
Der Name sollte immer einen Bezug zum Inhalt der Ebene haben -- das erlaubt dann jederzeit ein schnelles Auffinden der Ebene im Ebenenstapel.
Eine weitere Möglichkeit, Ordnung in den Ebenenaufbau zu bringen, ist das Zusammenführen von Ebenen. Stellen Sie sicher, dass sich die entsprechenden Ebenen untereinander befinden. Alle betreffenden Ebenen müssen eingeblendet sein, d. h., ihre Augensymbole sind aktiv. Wählen Sie die oberste Ebene aus und rufen Sie mit einem Klick auf die rechte Maustaste im Kontextmenü den Eintrag Nach unten vereinen auf.
Ein unerlässliches Hilfsmittel für feine Arbeiten mit einem Auswahlwahlwerkzeug ist der Bild-Zoom: Aktivieren Sie das Vergrößern / Verkleinern-Werkzeug mit einem Klick auf das Lupensymbol in der Werkzeugbox. Die Bildansicht vergrößern Sie durch einmaliges Klicken auf die Bildfläche oder indem Sie mit gedrückter Maustaste einen rechteckigen Bereich aufziehen. In der Statusleiste des geöffneten Fotos sehen Sie die Einstellungsoptionen für den Zoom (Abbildung 4). Legen Sie hier die Maßeinheit und die prozentuale Zoom-Vergrößerung fest. Unter dem Bildmenüpunkt Ansicht / Zoom finden Sie weitere Ansichtsmöglichkeiten für das Zoom-Werkzeug.
Die Bildnavigation (Datei / Dialoge / Navigation) ist ebenfalls mit einer Zoom-Funktion ausgestattet. Hier legen Sie die Zoom-Größe über einen Regler fest. Mit dem Verschieben-Werkzeug bewegen Sie sich im Vorschaufenster zum angezoomten Bildbereich.
Mit [F11] aktivieren bzw. deaktivieren Sie den Vollbildmodus des aktuellen Fotos. So verwenden Sie ohne störende Programmfenster den gesamte Desktop zum Zoomen. (hge)
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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