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von Andrea Müller
| Suse-Tipp: Klassisch anmelden |
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Suse Linux 9.3 wartet nicht nur mit neuen Programmversionen auf, sondern bringt auch einen runderneuerten Anmeldebildschirm mit. Statt der klassischen Auswahlbox, die alle Benutzer auflistet, sehen Sie nur den grünen Hintergrund und Eingabefelder für den Benutzernamen und das Passwort. Dahinter steckt immer noch der KDE-Login-Manager KDM [1], dem der Nürnberger Distributor nur ein neues Theme übergestülpt hat. Damit verändert sich KDM jedoch nicht nur optisch, auch einige Optionen des KDE-Kontrollzentrums, die das KDM-Verhalten beeinflussen, können Sie so nicht mehr nutzen. KDM reagiert zum Beispiel nicht mehr darauf, wenn Sie ein anderes Hintergrundbild einstellen. Vermissen Sie diese Funktionen oder gefällt Ihnen der klassische KDM-Look besser, deaktivieren Sie einfach das Suse-Theme und kehren zum Original-KDM zurück: Dafür gilt es, eine Zeile in der Datei /etc/opt/kde3/share/config/kdm/kdmrc zu ändern, in der die systemweiten Einstellungen des Anmelde-Managers stehen.
Sobald Sie sich das nächste Mal anmelden, präsentiert sich der KDE-Anmeldebildschirm wieder im gewohnten Look. Abb. 1: Unter Suse Linux 9.3 deaktivieren Sie das grüne Distributions-Theme des Anmelde-Managers mit diesem Eintrag in der Datei "/etc/opt/kde3/share/config/kdm/kdmrc". |
In der Voreinstellung zeigt Mozilla Thunderbird im Nachrichtenbereich eine HTML-Seite mit Informationen zu dem Mail-Programm an. Diese Willkommensmeldung lässt sich deaktivieren oder durch eine HTML-Datei Ihrer Wahl ersetzen: Öffnen Sie dazu über Bearbeiten / Einstellungen den Konfigurationsdialog. Um die Anzeige der HTML-Datei abzuschalten, entfernen Sie im Abschnitt Allgemein das Häkchen vor Beim Aufrufen von Thunderbird die Startseite im Nachrichtenbereich anzeigen. Möchten Sie stattdessen beim Thunderbird-Start von einer HTML-Datei Ihrer Wahl begrüßt werden, tragen Sie dort den absoluten Pfad zu der Datei mit vorangestelltem file:// ein. Daran erkennt Thunderbird, dass es sich um eine Datei auf der Festplatte handelt.
Möchten Sie etwa das HTML-Dokument meinstart.html in Ihrem Home-Verzeichnis als Begrüßungsseite einblenden, lautet der richtige Eintrag file:///home/benutzername/meinstart.html. Sobald Sie das Mail-Programm das nächste Mal starten, zeigt es die Datei an. Sollten Sie sich vertippt haben, ist auch das kein Problem: In dem Fall präsentiert Thunderbird Ihnen einen leeren Nachrichtenbereich, so, als ob Sie die Anzeige der Startseite deaktiviert hätten.
Wenn man von zwei verschiedenen Rechnern aus Mails abfragt, etwa unterwegs vom Notebook und vom Desktop-Rechner daheim, bietet es sich an, das Mail-Programm eines Rechners so einzurichten, dass es die Mails nicht vom Server des Mail-Providers löscht. Dann können Sie die Nachrichten auch noch von dem anderen Computer aus abfragen. Wie nahezu jeder andere elektronische Postverwalter bringt auch Thunderbird diese Option von Haus aus mit, und seine Entwickler haben sie sogar um ein praktisches Feature erweitert: Auf Wunsch belässt Thunderbird einmal abgeholte Nachrichten auf dem Server, löscht sie aber, wenn Sie sie aus dem Posteingangsordner löschen oder verschieben. Damit ersparen Sie es sich, Werbe-Mails oder Nachrichten mit großen Anhängen doppelt herunterzuladen.
Sie finden die Option unter Bearbeiten / Konten. Dort listet Thunderbird in der linken Fensterhälfte die Mail-Konten auf. Wechseln Sie bei dem Konto, für das sie die Option aktivieren wollen, zum Eintrag Server-Einstellungen. Setzen Sie ein Häkchen vor Nachrichten auf dem Server belassen, damit Thunderbird die Mails nach dem Herunterladen nicht vom Server löscht. Aktivieren Sie außerdem die Option Nachrichten vom Server löschen, wenn sie vom Posteingang gelöscht oder verschoben werden (Abbildung 2). Ein Klick auf OK speichert die Einstellungen.
Ein Freemail-Konto gibt es an nahezu jeder Ecke des Internets, und als besonders praktisch erweisen sich diese Angebote, wenn Sie Newsletter abonnieren, an Gewinnspielen teilnehmen oder sich in Newsgroups über Ihr Steckenpferd austauschen. Adressen, die Sie dort benutzen, ziehen schon nach kurzer Zeit Werbe-Mails aller Art magisch an. Die so genutzten Mail-Konten muss man nicht so regelmäßig abfragen wie den Privat- oder Firmen-Account. Gewöhnlich reicht es aus, einmal pro Woche nach neuen Nachrichten zu schauen. In der Standardeinstellung holt Thunderbird beim Mail-Abruf die Post aller Konten ab. Alternativ können Sie nur bei einem Provider nach neuen Nachrichten sehen, indem Sie diesen im Ausklappmenü des Abrufen-Symbols auswählen.
Über den Optionsdialog ist es auch möglich, ein einzelnes Konto vom Mail-Empfang auszuschließen: Rufen Sie dazu Bearbeiten / Konten auf und markieren Sie bei dem Account, den Sie nur unregelmäßig abfragen wollen, den Eintrag Server-Einstellungen. Öffnen Sie über die Schaltfläche Erweitert einen Dialog mit zusätzlichen Optionen und entfernen Sie dort das Häkchen vor Dieses Konto beim Abrufen von Nachrichten einschließen. Schließen Sie beide Einrichtungsdialoge mit Klicks auf OK. Um künftig die E-Mails dieses Accounts zu empfangen, müssen Sie das Konto explizit über die Schaltfläche Abrufen auswählen.
Wenn Sie mit Evolution Ihre Mails verwalten, haben Sie die Möglichkeit, alle Nachrichten, die Sie verschicken, automatisch per CC oder Blindkopie an eine bestimmte Adresse zu senden. Das ist beispielsweise bei geschäftlichen Nachrichten praktisch, wenn diese immer in Kopie an eine bestimmte Abteilung gehen sollen. Den automatischen Versand einer Kopie oder Blindkopie bringen Sie Evolution unter Werkzeuge / Einstellungen bei. Wechseln Sie in der linksbündigen Leiste zu den E-Mail-Konten und markieren Sie den gewünschten Account. Dessen Einstellungen erreichen Sie mit einem Klick auf Bearbeiten. Setzen Sie auf dem Registerreiter Vorgaben ein Häkchen vor Immer Kopie schicken an oder vor Immer Blindkopie schicken an und tragen Sie in das Eingabefeld darunter die Empfängeradresse ein.
Im Bereich Aufgaben geben Sie nach einem Klick in die oberste Zeile der rechten Fensterhälfte ein, welche Dinge zur Erledigung anstehen. Dabei können Sie jedoch nur eine kurze Beschreibung der Aufgabe eingeben. Den Dialog, den Evolution beim Anlegen einer Aufgabe übers Menü öffnet, bekommen Sie nicht zu Gesicht: Sie erreichen ihn nur per Doppelklick auf eine Aufgabe. Dort tragen Sie auf dem Register Status das Fälligkeits- und das Anfangsdatum ein. Optional vergeben Sie hier auch eine Kategorie oder eine ausführliche Beschreibung (Abbildung 3). Das Register Status nimmt weitere Informationen auf, etwa zu wie viel Prozent Sie eine Aufgabe schon erledigt haben.
In der Kalenderansicht zeigt Evolution im rechten unteren Fensterbereich eine Aufgabenübersicht an. Selbst wenn Sie für eine Aufgabe ein Fälligkeitsdatum mit Uhrzeit eingetragen haben, erscheinen die Aufgaben nicht im Kalender. Stattdessen erkennen Sie an der Farbe der Aufgaben, ob Sie diese heute noch erledigen müssen oder ob sie gar überfällig sind. Aufgaben, die Sie zum aktuellen Datum bewältigen müssen, hinterlegt Evolution blau, die, deren Fälligkeitsdatum bereits vorbei ist, mit Signalrot.
Sagen Ihnen die voreingestellten Farben nicht zu, ändern Sie diese über Werkzeuge / Einstellungen im Abschnitt Kalender und Aufgaben. Wechseln Sie dort zum Register Anzeigen und klicken Sie auf eines der Farbfelder im Bereich Aufgabenliste. Evolution öffnet den Farbwähler, mit dessen Hilfe Sie eine andere Farbe für den Projektstatus festlegen (Abbildung 4). Besonders praktisch ist die Schaltfläche mit der Pipette. Wenn Sie darauf klicken, verwandelt sich der Mauszeiger in eine solche, und Sie können eine beliebige Farbe vom Desktop oder aus einem anderen Programmfenster damit aufnehmen.
Ein Klick auf OK schließt den Dialog und weist die Farbe dem ausgewählten Projektstatus zu. (amü)
| Infos |
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[1] KDM-Artikel: Kristian Kißling, "Wart' mal kurz", EasyLinux 09/2005, S. 18
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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