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Erschienen in EasyLinux 11/2005

Leserbriefe

Update auf Suse 9.3

[09/2005] Ich habe Fragen zur letzten Ausgabe: Leider gehen Sie nur in einem Nebensatz auf ein Update von Suse Linux 9.2 auf Version 9.3 ein. Für einen Anfänger ergeben sich aber viele Fragen:

Vielen Dank für eine Antwort.

Axel Schroer

EasyLinux: Ob die Software weiter läuft, kann man nicht pauschal beantworten: Wenn Sie nachträglich installierte Programme von den Original-Suse-9.2-Datenträgern meinen und es die gleichen Pakete auch auf der 9.3-DVD gibt, werden diese beim Update durch die entsprechenden neuen Pakete ausgetauscht und sollten weiter funktionieren.

Wenn Sie Fremdpakete (z. B. aus dem Internet oder von den EasyLinux-CDs) unter Suse Linux 9.2 eingespielt haben, ist völlig offen, was beim Update auf Suse Linux 9.3 damit passiert. Eventuell stehen sie im Konflikt zu anderen Programmen des 9.3-Systems und werden gelöscht. In der Regel bleiben sie erhalten (weil der Suse-Installer sie nicht als eigene Pakete erkennt) und laufen oder laufen nicht. Sie sehen das erst, wenn Sie es ausprobieren.

Mit dem Backup von /home stellen Sie sicher, dass Sie keine persönlichen Daten verlieren -- die liegen alle dort. Es kann aber sein, dass nach dem Update Ihr System nicht mehr startet (schlimmster möglicher Fall), dann wäre eine Neuinstallation der alten Suse-Version fällig.

Nach dem Update arbeiten Sie mit einem 9.3-System, also benötigen Sie danach immer 9.3-Pakete. (hge)

OpenSuse, Editorial

[10/2005] In der letzten Ausgabe schreiben Sie, dass es Red Hat geschadet hätte, Fedora zu bringen. Dass man an Ruf verloren hätte. Sie schreiben auch, dass Firmen Gefahr laufen, die Basis zu verlieren, da Schüler etc. Linux-Systeme aus dem Buchhandel kennen lernen.

Das ist absolut und grundlegend falsch. Red Hat hat den einzig richtigen Schritt gemacht und die Population von Red Hat ist massiv gestiegen. Die letzten Quartalszahlen haben es gezeigt: Wo Red Hat in einem Jahr von etwa 140 Mio. auf 300 Mio. Umsatz geklettert ist, konnte Novell mit den eigenen Produkten knapp 160 Mio. und mit den Suse-Produkten 40 Millionen vorweisen. Red Hat ist massiv gewachsen, war vor Suse, hat nun noch mehr Vorsprung und sogar Novell überholt.

Netcraft hat vor einigen Monaten gezeigt, wie rapide die Fedora Installationen im Server-Segment zugenommen haben. Es haben sich Firmen um die freien RHEL-Varianten wie CentOS, WBL oder TAO gebildet. Das und die Fedora-Quellen sind Sachen, die Schüler sehen und finden und dann auch probieren. Spätere IT-Entscheider werden nicht mit der Knoppix-Heft-CD zum Profi, der Erfahrung sammelt; sie werden nicht mit Suse Linux aus dem Mediamarkt erfolgreich.

Online frei verfügbar zu sein, ist der Weg zu Bekanntheit und Verbreitung. Und entgegen aller Gerüchte hat Fedora eine recht gute Verbreitung in Deutschland, die auch weiter zunimmt.

Schlimm finde ich Ihre Aussage: "Wer nur noch auf Enterprise-Kunden schielt, läuft Gefahr, die Basis zu verlieren."

Wer schielt nur auf die Enterprise-Kunden? Novell? Red Hat? Beide geben sehr viel an die Basis... nämlich ihre Enterprise-Produkte in freier Form, ohne dass man teure Boxen kaufen muss, eigene Entwickler, Produkte wie Evolution und die Unterstützung als Konzern als Schirmherr über freie Projekte. Wer Distributionen testen will oder dank vorhandener Erfahrung produktiv nutzen will, nimmt alles mögliche, aber keine Box. Mit der Öffnung der Enterprise-Produkte für alle User haben Red Hat und Novell einen riesigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Red Hat hat, wie geschrieben, in einem Jahr den Umsatz verdoppelt, Novell hat auch zugelegt -- schlecht kann dieses Konzept also nicht sein, oder?

Michael Köchling

Update-DVDs

Wenn ich die Updates von DVD auf mein frisch installiertes Suse Linux 9.3 spielen möchte, reicht es dann aus, die letzte Update-DVD einzuspielen?

Chr. Hergl

EasyLinux: Es reicht aus, die jeweils letzte Update-DVD einzuspielen -- dort finden Sie alle Updates, die bis zur DVD-Pressung verfügbar waren (also auch die, die schon auf älteren DVDs waren). (hge)

Patches mit Datum

In Bezug auf einer der vorangegangenen Leserbriefe in dem sich über die "teuren" aber "veralteten" Patches beschwert wurde, hätte ich einen Vorschlag: Druckt doch das Datum auf die CD oder DVD (oder, wenn es zeitlich nicht anders geht ins Heft), an dem Ihr den Abzug vom Server gemacht habt, dann kann jeder selbst entscheiden, ob er sich die restlichen Patches per Online-Update noch holen möchte.

Jürgen Schier

EasyLinux: Auf der Startseite (index.html) der Update-DVD steht immer ein solcher Hinweis -- vielleicht nicht deutlich genug. Auf der DVD dieser Ausgabe ist die Datumsangabe übrigens leider fehlerhaft; dort steht noch das Datum der letzten Version.

MainActor verstummt nach Suse-Update

Ich arbeite seit Suse Linux 7.3 vorzugsweise mit Linux und bin damit recht zufrieden. Durch die Nürnberger wurde ich auf das Video-Schnitt-Programm MainActor aufmerksam: Suse Linux 9.2 und 9.3 bringen eine Demoversion mit, und Suse-Kunden erhalten von MainActor einen Rabatt. Dadurch konnte ich schon etliche Videos produzieren.

Seit dem Update von Eurer CD ist MainActor 5.5.7 bei mir verstummt; die Audioanzeige schlägt zwar aus, doch es ist nichts mehr zu hören. Laut Auskunft des Supports bei MainConcept sind Veränderungen am neuen Kernel durch die Nürnberger dafür verantwortlich. Empfohlen wird, vorerst den alten, ursprünglichen Suse-9.3-Kernel wieder einzuspielen, bis Suse einen offensichtlichen Fehler mit dem nächsten Kernel-Update behoben haben wird.

Für mich ist das mehrfach ärgerlich:

  1. Ich kann nicht darauf vertrauen, dass Anwendungs-Programme, die Suse selbst empfiehlt, nach einem Update weiterhin funktionieren.
  2. Ich muss in einem Maße in das Betriebssystem eingreifen, wie ich es mir eigentlich nicht zutraue; doch alternativ müsste ich vorerst den Videoschnitt links liegenlassen. Ich kann nicht ausschließen, dass ich u. U. Suse Linux 9.3 vollkommen neu installieren muss -- ohne Kernel-Updates natürlich. Sowas fand ich bei Windows schon fürchterlich!
  3. Ich habe Probleme, die Nürnberger weiterhin ernstzunehmen. Offensichtlich arbeitet man bei Novell/Suse recht überheblich über die Köpfe selbst der Geschäftspartner hinweg.

Ich nehme an, dass mein Problem -- auch andere MainActor-Benutzer haben sich beim Support beschwert -- evtl. auch andere Programme betrifft. Da muss sich was an der Firmenpolitik ändern. Die Linux-Zeitschriften sollten das im Auge behalten.

Euch weiterhin viel Erfolg!

Andreas J. Penk

EasyLinux: Grundsätzlich ist es immer ein Ärgernis, wenn Software nach einem Update nicht mehr funktioniert; man andererseits aber aus Sicherheitsgründen das Update durchführen sollte. Dabei stehen die Distributoren aber auch vor dem Problem, dass es tausende von Linux-Anwendungen gibt, die auf Kompatibilität mit Änderungen überprüft werden müssen. (hge)

Suse 9.3 Special Edition

[09/2005] Ich möchte Suse Linux 9.3 installieren und habe ein paar Fragen zu der Special-Edition-DVD:

  1. Gelten die in Ihren Heften beigefügten Update-DVDs auch für diese Special-Edition?
  2. Laut Heft 06/2005 hat Suse Linux 9.3 weder MP3- noch Film-DVD-Wiedergabefunktionalität. Gilt das auch für Ihre Special-Edition?
  3. Wenn ja, sind die dafür erforderlichen "Multimedia-Option-Packs" auch auf Ihren beigefügten Update-DVDs?
  4. Welche Bestandteile der Professional-Version fehlen auf der Special-Edition?

Andree Dunz

EasyLinux:

  1. Ja. Die Update-DVDs aktualisieren alle Versionen von Suse Linux 9.2 und 9.3, also auch unsere von Heft 09/2005.
  2. Ja. Aber die Update-DVDs enthalten die benötigten Pakete für die MP3-Wiedergabe. An der Wiedergabe von mit CSS abspielgeschützten DVDs können wir leider nichts ändern, da die Verbreitung der nötigen Software ein zu hohes rechtliches Risiko darstellt.
  3. Die Multimedia-Packs sind da, lösen aber nur das MP3-Problem, nicht das DVD-Problem.
  4. Das kann man nicht im Detail auflisten. Der Umfang der Special Edition ist jedenfalls erheblich größer als der von früheren "Personal-Versionen", so gibt es bei uns z. B. auch die Entwicklungsumgebung und die Server. (hge)

Thunderbird für Windows und Linux

[09/2004] Entsprechend Ihrem Artikel in Ausgabe 09/2004 habe ich Thunderbird in Windows XP installiert, eine Mail geschrieben, gesendet und gespeichert. Dann rüber zu Linux (Suse 9.3) und dort versucht, die gespeicherte Mail mit KWrite zu lesen.

Siehe da: Die Umlaute und das "ß" fehlen bzw. wurden durch Leerzeichen ersetzt. Umgekehrt geht es genauso, unter Linux einen Text schreiben und versuchen, diesen Text unter Windows XP in Thunderbird-Mails einzubinden, bringt für die Umlaute und 'ß' ebenfalls seltsame Ergebnisse.

Sicher ist dieses Problem schon lange bekannt, nur wo kann ich Abhilfe bekommen?

Außerdem hatte ich die neueste Version von Thunderbird (1.06) installiert, was zur Folge hatte, dass mein Adressbuch dahin war. Aber der Mensch ist ja lernfähig, so hatte ich mir vorher das Adressbuch in eine Datei exportiert.

Eine dritte Meckerei muss ich noch loswerden: Ich wollte mir jetzt VLC von der letzten Heft-CD installieren -- leider fehlen da acht Pakete. Ich traue mich aber nicht, diesen Umstand einfach zu ignorieren.

PS: Ich finde Ihre Zeitschrift sehr gut und informativ. Deswegen steht auch jedes Exemplar bzw. die Jahres-CD im Schrank. Leider fällt bei den CD-Versionen die Bildwiedergabe gegenüber dem gedruckten Bild stark ab.

Jürgen Hierse

EasyLinux: Sie beziehen sich auf einen aelteren Artikel. Damals haben die meisten Linux-Versionen noch standardmaessig mit dem ISO-8559-x-Zeichensatz gearbeitet -- genau wie Windows. Neuere Linux-Versionen verwenden UTF8, und dadurch kommt es zu Inkompatibilitaeten.

Evtl. hilft es, wenn Sie unter Suse Linux wieder den alten Zeichensatz einstellen, siehe z.B. unseren Artikel aus Heft 08/2004: http://www.easylinux.de/2004/08/046-basics/.

Auf der Heft-CD 10/2005 finden Sie zu VLC den Hinweis: "... YaST meldet bei der Installation eine unerfüllte Abhängigkeit. Diese können Sie ignorieren; das Programm funktioniert trotzdem. ..."

Zu den Jahres-CDs: Klicken Sie die Bilder mal an -- im HTML-Dokument sind immer verkleinerte Bilder eingebaut, ein Klick auf diese Miniatur führt Sie zum Originalbild in voller Auflösung. (hge)

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