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Erschienen in EasyLinux 12/2005

Software News

Opera werbefrei

Der norwegische Browser-Hersteller Opera bietet den gleichnamigen Web-Browser in der Version 8.50 nun ohne Werbeeinblendungen an. Die Linux-Variante finden Sie auf unserer Heft-DVD.

Bislang galt es für den Browser, wahlweise eine Gebühr zu entrichten oder das Nachladen von Werbebannern zu akzeptieren.

Abgesehen von der freien Verfügbarkeit unterscheidet sich diese Release kaum von der Vorgängerversion.

Der Browser hat sich in den letzten Jahren vor allem durch seine hohe Render-Geschwindigkeit und die sinnvollen Features einen guten Namen gemacht. Die Felixibilität, die ein genaues Anpassen des Browsers an die eigenen Bedürfnisse ermöglicht, macht die Software zusammen mit sinnvollen Funktionen wie dem virtuellen Notizblock oder dem überlappenden Darstellen mehrere Seiten beinahe zum Alleskönner.

Opera will mit der Aktion die Verbreitung des Browsers ankurbeln - ein Konzept, das aufzugehen scheint: Schon in den ersten Tagen erreichte die Zahl der Downloads die Millionengrenze. Auf Werbeeinnahmen und Gebühren kann Opera eigenen Angaben zufolge durch das florierende Geschäft mit der Lizenzierung seiner Technologie verzichten. Die Opera-Versionen für mobile Geräte zählen bei diesem Geschäftszweig zu den Zugpferden. Einen ausführlichen Artikel zu Opera finden Sie auf Seite 56.

Abb. 1: Opera bietet den beliebten Web Browser für den Desktop jetzt uneingeschränkt gratis an.

Das finale Ziel vor Augen: OpenOffice 2.0rc1

Beinahe ist es geschafft: Gemäß dem Motto "Was lange währt, wird endlich gut" nähert sich OpenOffice mit Riesenschritten der finalen Version 2.0. Die vorliegende Release stellt einen Zwischenschritt zwischen der Beta- und der finalen Version dar und kann weitgehend als stabil betrachtet werden.

In dieser Ausgabe ist den Entwicklern ein Spagat gelungen, den Viele kaum für möglich gehalten haben: Auf der einen Seite nähert sich das Layout der Office-Suite immer mehr dem des kommerziellen Produktes von Microsoft, auf der anderen Seite wurden aber auch neue Features und Ideen eingebracht, die elegant und übersichtlich integriert sind. In Sachen Benutzerfreundlichkeit ist die Software nun durchaus etablierten Konkurrenten ebenbürtig.

Sehr zur Freude von Gelegenheitsanwendern verfügt die Version 2 auch über einen Assistenten, der es erlaubt, mit wenigen Klicks das Layout für die unterschiedlichsten Dokumente zu erstellen.

Die wohl wichtigste Neuerung ist jedoch die Integration des standardisierten XML-Dateiformats OASIS OpenDocument, welche -- sofern die Software-Hersteller diesen akzeptieren -- es erlaubt, Dokumente zwischen verschiedenen Plattformen und Software-Versionen auzutauschen. Auch die Im- und Exportfunktionen von OpenOffice wurden runderneuert und bietetn nun eine bessere Unterstützung von MS-Office-Dokumenten. Eine hundertprozentige Komatibilität stellt das System zwar nach wie vor nicht zur Verfügung, dies bezieht sich jedoch vorwiegend auf Dokumente, die Makros beinhalten.

Abb. 2: OpenOffice ist mit der Version 2.0rc1 der Betaphase entwachsen und auf dem Weg zur finalen Version.

Knoppix 4.02 fehlerbereinigt

Die neue Version 4.02 der auf Debian basierenden Live-CD gilt hauptsächlich als Bugfix-Ausgabe. Unter anderem soll sich OpenOffice beim Laden von Dokumenten keine Auszeit mehr genehmigen. Die Distribution gibt es als etwa 3 GByte große DVD-Version, welche Sie unter http://knopper.net/knoppix-mirrors/ herunterladen können, oder als abgespeckte CD-Variante, die Sie auf der Heft-CD dieser Ausgabe finden.

Auch die CD-Version stellt eine eigenständige Distribution dar, die sich zwischenzeitlich dank diverser Wizards problemlos auf die Festplatte installieren lässt. Auf der CD befinden sich in komprimierter Form ca. 2 GByte Software, darunter KDE 3.4.1, OpenOffice 2.0 (Beta), Text-Editoren, Multimedia-Programme, Konfigurations-Tools für den Internet-Zugang, Web Browser, E-Mail- und Bildbearbeitungsprogramme -- kurz gesagt: Alles, was das Linux-Herz begehrt. Eine genaue Installationsanleitung finden Sie auf der Heft-DVD, eine Funktionsbeschreibung ab Seite 48 dieser Ausgabe.

Abb. 3: Das aktuelle Knoppix 4.02 wurde gegenüber der Vorgängerversion in erster Linie um diverse Fehler bereinigt.

Pimp my Gimp: Das Bildbearbeitungsprogramm im Photoshop-Gewand

Von seiner Funktionalität kann Gimp in den meisten Fällen mit den kommerziellen Konkurenten wie Photoshop mithalten -- einzig die Handhabung bereitet der Software nach wie vor eher ein Schattendasein. Diesen Umstand haben die Entwickler von Gimpshop zum Anlass genommen, der Applikation eine neue Oberfläche zu spendieren. Sowohl das Fensterverhalten als auch das Layout wurden an die kommerzielle Software Photoshop angepasst. Viele Funktionen findet der routinierte Umsteiger dort, wo sie auch in Photoshop zu finden sind. Dies ermöglicht einen Umstieg auf das freie Programm ohne eine lange Einarbeitungsphase.

Abb. 4: Innen Gimp, aussen Photoshop. Zumindest in Teilen ist die Umsetzung des Gimp-Layouts in Richtung Photoshop durch Gimpshop geglückt.

Neue Qualität der Online-Recherche mit der Googlebar

Da die Google Toolbar lange Zeit nicht für Firefox zur Verfügung stand, haben die Enwickler von Mozilla aus der Not eine Tugend gemacht und eine eigene entwickelt. Die Grundfunktionen dieses Add-ons sind mit denen des Orginals weitgehend identisch; da im Gegensatz zum Original jedoch keine lizenzrechtlichen Beschränkungen das freie Entwickeln behindern, wird diese Version die echte Google-Toolbar wohl in Kürze an Funktionalität überflügeln.

Die Toolbar erlaubt Ihnen die einfache Suche in beinahe allen Suchmaschinen, die Google zur Verfügung stellt. Das Hervorheben bestimmter Suchbegriffe ist ebenso möglich wie das Übersetzen kompletter Web-Seiten mit wenigen Mausklicks.

Das jeweils aktuellste Release des Add-ons in deutscher Sprache finden Sie auf der Web-Seite http://googlebarl10n.mozdev.org/installation.html, die derzeit neueste Version auf der Heft-CD. (Thomas Leichtenstern/tle)

Abb. 5: Ganz auf die Suche im Google-Pool zugeschnitten ist das Add-on Googlebar.

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