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von Elisabeth Bauer und Thomas Hümmler
Zum Schutz vor Spammern, die das Netz automatisiert nach E-Mail-Adressen durchsuchen, sind viele Leute dazu übergangen, die Adresse auf ihrer Homepage in einem verschleierten Format anzugeben, wenn sie diese nicht sogar als Bild einsetzen. Mit Bildern kann KMail nichts anfangen, doch Adressen der Form name at domain dot tld, zum Beispiel erwinmustermann at emailprovider dot com erkennt das Programm. Wenn Sie eine solche Adresse markieren und per Copy & Paste in die Adresszeile des Nachrichten-Editors einfügen, wandelt KMail sie automatisch in die korrekte Adresse um. Mit dem at-Zeichen (@) funktioniert das auch bei den häufig gebrauchten Klammerausdrücken, wie erwinmustermann (at) emailprovider.com.
Um eine neue Mail zu schreiben, ist in KMail kein Umweg über das Kontextmenü oder den Button Neue Nachricht nötig: Mit einem Klick der linken oder mittleren Maustaste auf eine beliebige Mail-Adresse in KMail öffnet das Programm den Nachrichten-Editor mit der Adresse im To-Feld.
Um eine Datei in KMail als Attachment zu verschicken, müssen Sie sich nicht erst mühsam durch den Dateiauswahldialog hangeln. Ziehen Sie die gewünschte Datei stattdessen vom Desktop oder aus dem Konqueror direkt ins geöffnete E-Mail-Formular. KMail hängt diese dann als Attachment an die Nachricht an.
Wollen Sie einen Freund auf ein Bild im Netz aufmerksam machen, können Sie das Bild direkt aus dem Konqueror heraus per Mail verschicken. Ziehen Sie es dazu per Drag & Drop auf den Nachrichten-Editor von KMail. Das Programm lädt das Bild herunter und hängt es an die Nachricht an. Die Funktion ist vor allem dann praktisch, wenn Sie einen Bekannten auf ein bestimmtes Bild einer Galerieseite hinweisen wollen, das er erst mühsam suchen müsste, wenn Sie ihm nur den Link schicken würden.
In allen KDE-Programmen können Sie die Werkzeugleisten frei nach Ihren Vorstellungen anordnen. Im Menü Einstellungen / Werkzeugleisten legen Sie fest, welche Leisten Sie sehen wollen. Das Umsortieren innerhalb des Fensters gelingt am schnellsten mit der Maus. Welche Symbole zusammengehören, erkennen Sie am Anfasser (dem geriffelten Streifen links). Packen Sie diesen mit der linken Maustaste, können Sie die Leiste an die gewünschte Stelle ziehen, sie zum Beispiel auch vertikal anordnen. Ein Doppelklick verselbständigt die Leiste und löst sie aus dem Fenster. Damit erhalten Sie auf der Arbeitsfläche frei platzierbare, schwebende Toolbars. Ziehen Sie eine solche Toolbar mit der linken Maustaste ins Programmfenster und lassen Sie diese dort fallen, um sie wieder in die Oberfläche zu integrieren. Alternativ erledigen Sie das mit einem weiteren Doppelklick.
Wenn Sie eine Datei über den Konqueror öffnen, bietet dieser in der Regel verschiedene Programme im Kontextmenü an, mit denen Sie diese anzeigen oder bearbeiten können. Wer die Reihenfolge der angebotenen Programme für Dateien eines Typs ändern will oder sein fehlendes Lieblingsprogramm ergänzen möchte, erledigt dies im Dateityp-Editor. Öffnen Sie dazu mit der rechten Maustaste das Kontextmenü einer Datei, zum Beispiel eines PNG-Bilds, und wählen Sie im Menü den Eintrag Eigenschaften. Im folgenden Dialog klicken Sie auf das Schraubenschlüsselsymbol neben dem Feld Typ (Abbildung 1). Im KEditFileType-Fenster bearbeiten Sie nun die Einstellungen für Dateien dieses Typs.
Unter Rangfolge ausführender Programme legen Sie die Anwendungen und deren Reihenfolge fest, wie Sie Konqueror im Menü Öffnen mit anzeigt (Abbildung 2). Auf dem zweiten Registerreiter Einbetten stellen Sie ein, ob Konqueror Dateien dieses Typs eingebettet anzeigt oder ein externes Programm startet. Die Option Nachfrage, ob stattdessen auf Festplatte gespeichert werden soll ist relevant, wenn Sie Konqueror als Web Browser verwenden. Ist dort ein Häkchen gesetzt, fragt das Programm bei diesem Dateityp nach, ob Sie diese speichern wollen. Interessant ist diese Optionen für Dateien, die Konqueror zwar inline darstellen kann, die man aber lieber herunterladen als betrachten will. Wenn Sie alle Einstellungen erledigt haben und den Dialog mit OK schließen, aktualisiert KDE die Einstellungen.
Weichzeichnen und Effektfilter beherrscht der Konqueror zwar noch nicht, aber um gleich mehrere Bilder in ein anderes Dateiformat zu konvertieren, müssen Sie den Datei-Manager mittlerweile nicht mehr verlassen. Markieren Sie die Bilder, die Sie umwandeln wollen, indem Sie um diese mit der linken Maustaste ein Rechteck aufziehen oder wählen Sie die Grafiken mit gedrückt gehaltener Umschalttaste aus. Im Kontextmenü, das Sie mit einem Klick der rechten Maustaste öffnen, finden Sie den Eintrag Aktionen / Convert to mit den gängigsten Bildformaten. Wählen Sie das gewünschte aus, konvertiert Konqueror alle markierten Dateien in das Zielformat, ohne an den Originalen etwas zu verändern.
Wer immer vergisst, mit welcher Tastenkombination man ein neues Lesezeichen anlegt, wird die Funktion, die Bookmarks per Drag & Drop erstellt, zu schätzen wissen. Befinden Sie sich auf einer Web-Seite, die Sie als Lesezeichen speichern wollen, ziehen Sie einfach das links neben der Adresse dargestellte Favicon in die Lesezeichenleiste.
Um die Kontrollleiste an eine andere Stelle zu verschieben, müssen Sie nicht den umständlichen Weg über das Kontrollzentrum oder den Einrichtungsdialog im Kicker-Kontextmenü gehen. Klicken Sie stattdessen mit der linken Maustaste auf eine freie Stelle in der Kontrollleiste und ziehen Sie diese an den gewünschten Bildschirmrand, nach links, rechts, oben oder unten.
Im Datei-Management-Modus stellt Konqueror am linken Fensterrand eine Navigationsleiste mit praktischen Reitern dar. Von dort aus greifen Sie zum Beispiel auf die Ordnerstruktur in Ihrem Home-Verzeichnis und die Lesezeichen zu. Wollen Sie die nützliche Leiste auch ohne den Konqueror nicht missen, platzieren Sie diese einfach fest auf dem Desktop (Abbildung 3). Wählen Sie dazu aus dem Kontextmenü der Kontrollleiste Hinzufügen / Kontrollleiste / Universeller Navigationsbereich. Standardmäßig erscheint die Leiste am linken Rand. Wer sie lieber rechts hat, zieht sie mit gedrückt gehaltener linker Maustaste auf die gegenüberliegende Seite des Desktops. Beim Klick auf eine Registerkarte klappt die entsprechende Rubrik auf, mit einem zweiten Klick darauf klappen Sie die Leiste wieder ein. Über Leiste links/rechts anzeigen im Kontextmenü der Leiste stellen Sie ein, auf welcher Seite die Reiter mit den Icons erscheinen sollen.
Der Desktop lässt sich nicht nur über das Kontrollzentrum mit einem besonders schönen Hintergrundbild verzieren: Klicken Sie einfach die gewünschte Grafikdatei im Konqueror an und ziehen Sie diese an eine freie Stelle des Desktops. Sobald Sie die Maustaste loslassen, klappt ein Menü aus, in dem Sie den Eintrag Als Hintergrundbild verwenden anklicken. KDE benutzt das Bild sofort als Desktop-Hintergrund. Um die Anzeigedetails einzustellen, ist jedoch immer noch der Umweg über das Kontrollzentrum notwendig: Dort schalten Sie beispielsweise von der gekachelten Anzeige, bei der sich das Bild immer wiederholt, auf eine zentrierte um oder weisen KDE an, zu große Grafiken auf die Bildschirmauflösung herunterzuskalieren.
Aus jedem Farbwahldialog in KDE-Programmen heraus können Sie die Hintergrundfarbe des Desktops ändern. Klicken Sie dazu auf die gewünschte Farbe und ziehen Sie diese auf den Hintergrund. Im aufklappenden Menü legen Sie fest, ob die Farbe die primäre oder sekundäre Hintergrundfarbe sein soll. Wählen Sie primär und ziehen Sie anschließend noch eine zweite Farbe auf den Desktop, die Sie als sekundäre Farbe bestimmen, erstellt KDE einen Verlauf aus den beiden Farbtönen.
Unter KDE braucht es nicht mehr als Drag & Drop, um eine Web-Seite auf der Festplatte zu speichern: Ziehen Sie einfach den Link auf eine Seite aus dem Konqueror auf den Desktop und wählen Sie an diese Stelle kopieren aus dem sich öffnenden Menü. Um die gerade angezeigte Seite zu speichern, klicken Sie auf Adresse neben dem URL-Eingabefeld und ziehen diese dann mit der Maus auf den Desktop. In die Seite integrierte Bilder speichert Konqueror allerdings nicht mit, sondern lädt sie aus dem Internet nach -- und das auch nur, wenn Sie von derselben Adresse stammen. Von anderen Sites eingebundene Werbe-Banner unterschlägt der Browser beim Anzeigen der gespeicherten Fassung. Wer sich zur Fahrt auf die Arbeit nur schnell die Morgennachrichten auf den Desktop seines Laptops ziehen will und auf eine komplette Kopie verzichten kann, für den ist die Funktion ideal.
Fast jeder KDE-Benutzer hat es schon einmal geschafft, ein Fenster so zu platzieren, dass er an die Fensterleiste nicht mehr herankommt, da diese über dem oberen Bildschirmrand liegt. Um das Fenster trotzdem zu verschieben, drücken Sie [Alt] und klicken in das Fenster, das Sie nun verschieben können, so lange Sie die linke Maustaste gedrückt halten. Halten Sie stattdessen die rechte Maustaste gedrückt, ändern Sie durch Ziehen die Fenstergröße.
Wenn Sie mehrere Fenster in bildschirmfüllender Größe geöffnet haben, müssen Sie das vorne liegende minimieren, um an die anderen Fenster heranzukommen. Alternativ wechseln Sie mit [Alt-Tab] zwischen den geöffneten Fenstern hin und her. Doch es gibt noch eine dritte -- weniger bekannte -- Möglichkeit, das aktive Fenster in den Hintergrund zu verbannen: Klicken Sie dazu mit der mittleren Maustaste auf die Titelleiste. Wenn Sie die Maustaste gedrückt halten, können Sie das Fenster gleich noch an eine andere Position verschieben.
Bei den meisten Distributionen finden Sie standardmäßig in der Kontrollleiste den Spezialknopf Arbeitsfläche anzeigen. Mit ihm blenden Sie alle Fenster auf dem Desktop auf einen Klick aus und wieder ein -- das ideale Mittel, um schnell auf den Desktop zuzugreifen, aber trotzdem keine offenen Programme schließen oder verschieben zu müssen.
Finden Sie die praktische Schaltfläche in der KDE-Leiste nicht, wählen Sie aus dem Kontextmenü Hinzufügen / Spezialknopf / Zugriff auf Arbeitsfläche. Über den neuen Button minimieren Sie alle Fenster auf einen Schlag.
Der Arbeitsflächenumschalter zeigt die geöffneten Fenster als Symbole an. Wenn Sie dort an Form und Position das gesuchte Fenster erkennen können, holen Sie es mit einem Klick auf das Symbol in den Vordergrund und aktivieren es. Falls Sie sich im Umschalter nicht zurechtfinden, hilft die Fensterliste weiter: Über den Eintrag Hinzufügen / Spezialknopf / Fensterliste im Kontextmenü der Kontrollleiste integrieren Sie den praktischen Helfer. Ein Klick auf das Fensterlistensymbol zeigt Ihnen die Titel sämtlicher offenen Fenster sauber sortiert nach Arbeitsfläche in einem Menü an (Abbildung 4). Mit einem Mausklick oder durch Auswahl mit den Cursor-Tasten und [Eingabe] aktivieren Sie das gewünschte Fenster. Die Fensterliste können Sie übrigens auch öffnen, indem Sie mit der mittleren Maustaste auf eine freie Stelle der Arbeitsfläche klicken.
In der Kontrollleiste bringen Sie nicht nur Programmstarter unter, sondern Sie können dort auch Verknüpfungen zu Dokumenten oder Web-Seiten erstellen. Ein Bookmark für eine Internet-Adresse, etwa die Suchmaschine Google, legen Sie im Handumdrehen an: Um einen entsprechenden Button in der Kontrollleiste zu platzieren, navigieren Sie im Konqueror zur gewünschten Adresse und klicken auf den Text Adresse oder das Favicon-Symbol neben dem Eingabefeld. Ziehen Sie dieses an eine freie Stelle in der Kontrollleiste, erscheint ein Bookmark-Symbol mit dem Favicon der Web-Seite. Wer alle seine Lesezeichen über die Kontrollleiste erreichen will, wählt aus dem Kicker-Kontextmenü den Spezialknopf Bookmarks.
Genauso wie Web-Seiten integrieren Sie auch Verzeichnisse in die Kontrollleiste. Ziehen Sie einen Ordner aus dem Konqueror dorthin, präsentiert Ihnen KDE zwei Aktionen zur Auswahl: Als Datei-Manageradresse hinzufügen und Als Schnellanzeiger hinzufügen. Wählen Sie die erste Aktion, öffnet der Klick auf den Ordner-Button ein Konqueror-Fenster mit diesem Verzeichnis.
Die zweite Aktion ist spannender: Sie bietet ein Aufklappmenü, über das Sie direkt in der Kontrollleiste Zugriff auf die Inhalte des Ordners erhalten. Die Dateien können Sie wahlweise im Datei-Manager, im Terminal oder direkt mit der verknüpften Anwendung öffnen.
Manche Leute brauchen so selten einen Taschenrechner, dass sie regelmäßig vergessen, wie das entsprechende Programm auf dem Rechner heißt und in welchem Menü es sich versteckt. In so einem Fall ist es praktisch zu wissen, dass sich auch der KDE-Schnellstartdialog als kleiner Taschenrechner zweckentfremden lässt. Rufen Sie mit [Alt-F2] das Schnellstartfenster auf und geben Sie beispielsweise 217*10 ein. Nach einem Druck auf [Eingabe] zeigt KDE das Ergebnis an. Sie können die Grundrechenarten +, -, * und / verwenden, und sogar Klammerrechnung gehört zum Repertoire des Schnellstartfensters (Abbildung 5).
Die Anleitungen zu den meisten Kommandozeilenbefehlen stecken unter Linux in so genannten Manpages oder Info-Seiten, die Sie in der KDE-Konsole mit den Kommandos man und info gefolgt vom Namen des Programms aufrufen. KDE kann diese Seiten auch schön formatiert im Konqueror anzeigen [1]. Wenn Sie ein Konqueror-Fenster direkt mit der passenden Handbuchseite öffnen wollen, geben Sie im Schnellstartdialog #kommando, also beispielsweise #ls ein. Damit zeigt der Konqueror die Manpage zum Befehl ls an (Abbildung 6). Ausführlichere Beschreibungen erhalten Sie für einige Anwendungen mit dem Befehl info. Geben Sie dazu zwei Rauten (#) gefolgt vom Befehl ein, etwa ##ls.
Wie Linux den Pinguin Tux, so hat auch KDE sein Maskottchen: den Drachen Konqi (Abbildung 7). Auf keiner KDE-Veranstaltung fehlt die grüne Plüschfigur, und Konqi besitzt sogar eine eigene E-Mail-Adresse: konqi@kde.org. Wer Englisch kann, dürfte auch seine Freude an dem Interview unter [2] haben, in dem Konqi über sein KDE-Lieblingsprogramm (KPatience), seine Berufsvorstellung als Jungdrache (Feuerwehrmann) und über seinen Alltag plaudert. Mit den Animationsfilmen des Blender-Designers Bastian Salmela avancierte die von Stefan Spatz geschaffene Figur zum Movie-Star. Wir haben die Filme für Sie auf die Heft-CD gepackt. Mit einem Programm wie Kaffeine oder Kaboodle spielen Sie die AVI-Dateien ab.
In vielen Punkten hat Windows zwar immer noch die Nase vorn, aber der KDE-Desktop hat sich mittlerweile zu einer ernsthaften Alternative gemausert. Bei der täglichen Arbeit mit dem System vergisst man leicht, auf welch erstaunliche Weise diese Software entsteht. An KDE werkeln zu einem großen Teil Freiwillige, die in ihrer Freizeit programmieren. Im Gegensatz zu Firmen hat KDE Gesichter -- und zeigt sie auch (Abbildung 8): Unter [3] finden Sie eine Galerie der Menschen hinter KDE mit kurzen Biographien in Englisch. Mehr zu den Machern erfahren Sie auch unter [4], einer Website, die Interviews mit den KDE-Entwicklern veröffentlicht. Dabei räumt KDE auch mit der Legende auf, an Software-Projekten arbeiteten nur Männer mit.
Bei den vielen Ansichtsmodi des Konquerors verlieren selbst erfahrene Benutzer leicht den Überblick: Im Menü Ansicht / Anzeigemodus finden Sie die Optionen, welche die Darstellung von Dateien beeinflussen. Wer sich schon immer gewundert hat, wozu die Infolisten-Ansicht dient, sollte diese einmal in einem Verzeichnis mit Bildern von einer Digitalkamera einschalten. Der Konqueror liest in diesem Modus die Informationen in den Bilddateien aus und zeigt Erstellungsdatum, Belichtungszeit, Pixelgröße und Kompressionsfaktor an (Abbildung 9).
Aber auch bei anderen Dateitypen verrät die Infolisten-Ansicht interessante Details: So sehen Sie bei Texten, ob es sich um Unix-, DOS- oder Macintosh-Format handelt.
Kontact vereint unter seiner Oberfläche die KDE-Anwendungen für E-Mail, Kalender, Adressen, Aufgaben und Notizen und ähnelt im Aufbau Microsoft Outlook.
Wenn Sie Kontact starten, zeigt der Personal Information Manager (PIM) zunächst die Übersicht mit den anstehende Aufgaben, Geburts- und Jahrestagen, Terminen, der Anzahl neuer Nachrichten und aktuellen News über KDE an.
Im Menü passen Sie unter Einstellungen / Übersicht einrichten den Startbildschirm an. Im Abschnitt Übersicht (Komponenten unter Suse Linux 9.3) stellen Sie ein, welche Informationen Sie auf dem Übersichtsbildschirm im Blick haben wollen. Kontact bietet dort alle KDE-Programme zur Auswahl an, die Sie in die Kontact-Übersicht integrieren können, etwa das KPilot-Konfigurationsprogramm oder der Wetterdienst KWeather.
In den weiteren Abschnitten legen Sie die Einstellungen für die einzelnen Komponenten fest. Unter Zeitplan und Adressbuch Übersicht etwa bestimmen Sie, welchen Zeitraum Kontact für die Anzeige von Terminen und besonderen Ereignissen wie Geburts- und Jahrestagen berücksichtigt. Sie haben dort die Wahl zwischen Einen Tag, Fünf Tage, Eine Woche und Einen Monat. Über den Drehzähler darunter dehnen Sie die Anzeige bis auf 365 Tage aus.
Im Bereich Aufgaben entscheiden Sie unter Zeitplan, ob Kontact Alle Aufgaben anzeigen soll oder nur die für den aktuellen Tag. In der Adressbuch Übersicht sind im Bereich Typen von Ereignissen in der Voreinstellung sowohl die Geburts- als auch die Jahrestage markiert. Um die Anzeige von einem oder beiden Ereignistypen zu deaktivieren, entfernen Sie das Häkchen davor mit einem Mausklick.
Unter E-Mail Übersicht listet Kontact alle Postordner auf. Markiert ist jedoch nur der Posteingang. Daher zeigt die Übersicht nur an, wie viele Nachrichten sich dort befinden und wie viele Sie davon noch nicht gelesen haben. Möchten Sie weitere Mail-Ordner in die Übersicht integrieren, etwa weil Sie Nachrichten mit einer Filterregel automatisch dorthin verschieben, aktivieren Sie die Checkboxen vor den gewünschten Ordnern.
Um die Geburtstage all Ihrer Bekannten und Freunde immer im Blick zu haben, stellen Sie die Anzeige der Geburtstage in Kontact auf das gesamte Jahr um. Wählen Sie dazu Einstellungen / Übersicht einrichten und wechseln Sie zur Adressbuch Übersicht. Markieren Sie unter Wie viele Tage soll die Adressbuch-Übersicht enthalten? den letzten Eintrag und schreiben Sie 365 in das Eingabefeld. Bestätigen Sie die Änderung mit einem Klick auf OK. Künftig zeigt Kontact die Geburtstage aller Bekannten an, deren Geburtsdaten Sie eingetragen haben.
Über das Menü Nachrichtenquellen legen Sie fest, welchen Newsticker Kontact anzeigt. Standardmäßig bezieht das Programm Neuigkeiten von der Seite dot.kde.org aus dem Bereich Computer. Möchten Sie tagesaktuelle Meldungen erhalten, markieren Sie unter Diverses den Eintrag tagesschau.de oder CNN und klicken auf Hinzufügen (Abbildung 10).
Im Bereich Nachrichteneinstellungen legen Sie die Auffrischungszeit für die gewählten Dienste fest. Standardmäßig fragt das Newsticker-Programm alle zehn Minuten neue Nachrichten ab. Sie stellen das Aktualisierungsintervall in Sekunden ein, wobei Werte zwischen einer Sekunde und 3600 Sekunden (einer Stunde) möglich sind.
Wenn Sie das Paket KWeather installiert haben, können Sie das Programm auch als Plug-in in Kontact nutzen. Um die Wetterinformationen in der Übersicht anzuzeigen, wählen Sie Einstellungen / Übersicht einrichten und wechseln in das Menü Wetterdienst. Wählen Sie aus der Liste Verfügbare Stationen zunächst Europe und dann ein Land (Austria, Germany, Luxembourg oder Switzerland), indem Sie auf das Pluszeichen vor dem Eintrag klicken. Anschließend markieren Sie eine Wetterstation. Auf unserem Testsystem zeigte der KDE-Wetterdienst für die Stationen in Düsseldorf, Köln/Bonn, Lübeck-Blankensee, Mönchengladbach, München, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Saarbrücken und Zürich keine Umlaute an (Abbildung 11).
Die nächste deutsche Wetterstation, die Sie einstellen können, wenn Sie zum Beispiel in Trier wohnen, ist Saarbrücken. Diese Station ist aber weiter entfernt als die in Luxemburg. Trierer stellen deshalb die Wetterdienst-Anzeige auf Luxembourg / Luxembourg. Das dürfte genauer sein als das Saarland-Wetter. Dies gilt für alle grenznahen Bereiche. Sehen Sie im Eintrag des Nachbarlandes nach, ob dort nicht vielleicht eine Wetterstation näher an Ihrem Wohnort liegt. Wohnen Sie zum Beispiel in Traunstein, dürfte das Wetter in Salzburg eher dem örtlichen entsprechen als das in München (Abbildung 12).
Ab KDE 3.4 können Sie Kontact nicht nur mit der Anzeige der Übersicht starten, sondern direkt jede beliebige Komponente als erste anzeigen. Dazu wählen Sie Einstellungen / Kontact einrichten und schalten im Menü Kontact die Option Immer mit der angegebenen Komponente starten ein. Wählen Sie anschließend aus der Aufklappliste rechts eine Komponente, zum Beispiel E-Mail, Kalender oder Aufgabenliste.
Links in der so genannten Seitenleiste ("Side Bar") stehen einige der Kontact-Komponenten. Diese Leiste können Sie um weitere Kontact-Plug-ins erweitern oder auch Einträge aus der Leiste entfernen. Dazu wählen Sie Einstellungen / Komponenten auswählen und setzen oder löschen im folgenden Dialog die Markierungen. Allerdings wird nicht jedes Plug-in in der Seitenleiste aufgenommen, selbst wenn Sie es in diesem Dialogfenster auswählen. Nicht in der Seitenleiste erscheinen der News-Ticker, das Wetter und die KPilot-Konfiguration (Abbildung 13).
Die Ansicht der Kontact-Übersicht ist ab der KDE-Version 3.4, die bei Suse Linux 9.3 dabei ist, nicht mehr statisch: Sie können die verschiedenen Elemente wie Nachrichtenquellen, Termine usw. in der Übersichtsansicht nach Ihrem Geschmack anordnen, indem Sie mit der linken Maustaste auf die Überschrift eines Elements klicken und es mit gedrückter linker Maustaste an die gewünschte Position verschieben.
Möchten Sie der Kontact-Übersicht eine weitere Nachrichtenquelle hinzufügen, die bisher noch nicht der Liste der verfügbaren Quellen steht? Dann wählen in der Übersicht Einstellungen / Übersicht einrichten und wechseln Sie in das Menü Nachrichtenquellen. Klicken Sie im Bereich Nachrichteneinstellungen auf die Schaltfläche Neue Nachrichtenquelle und geben Sie im folgenden Dialog einen Namen und die Internet-Adresse (URL) der Nachrichtenquelle ein (Abbildung 14). Mit Klick auf OK speichern Sie den neuen News-Feed, und Kontact listet ihn mit dem von Ihnen gewählten Namen im Bereich Benutzerdefiniert auf. Markieren Sie dort die neu hinzugefügte Nachrichtenquelle und klicken Sie auf Hinzufügen, um sie in die Übersicht zu integrieren. Verlassen Sie danach den Einstellungsdialog über die Schaltfläche OK.
Um die neuesten Meldungen einer Website im Newsticker anzuzeigen, muss diese eine so genannte RSS-Datei anbieten (RSS = Really Simple Syndication), in der Überschriften und kurze Zusammenfassungen der neuesten Meldungen stehen. Das RSS-Format ist XML-basiert und lässt sich leicht handhaben. Um etwa die Netzeitung als Nachrichtenquelle in Kontact zu nutzen, geben Sie als URL die Adresse http://www.netzeitung.de/export/news/rss/titelseite.xml ein.
Ein deutschsprachiges RSS-Verzeichnis finden Sie unter [5], eine Liste englischsprachiger RSS-Feeds unter [6] und [7]. (amü)
| Infos |
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[1] Tipp zu Manpages im Konqueror: Andrea Müller und Thomas Hümmler, "KDE-Tipps", EasyLinux 10/2005, S. 66 ff., Tipp 20
[2] Interview mit dem KDE-Maskottchen: http://www.kde.org/areas/people/konqi.html [3] Fotos von KDE-Entwicklern: http://kde.org/people/gallery.php [4] Interviews mit KDE-Entwicklern: http://people.kde.nl [5] Liste deutschsprachiger RSS-Feeds: http://www.rss-verzeichnis.de [6] Liste englischsprachiger RSS-Feeds: http://www.newsisfree.com/sources/bycat/ [7] Weitere Liste englischsprachiger RSS-Feeds: http://www.syndic8.com/feedcat.php |
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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