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von Claudia Dotterweich
Krähenfüße und Lachfalten muss man nicht mehr länger mit teuren Augencremes bekämpfen oder gar operieren: Mit Gimp können Sie diesen Alterserscheinungen wirkungsvoll begegnen. Dieser Tipp stellt das Airbrush-Werkzeug vor.
Aktivieren Sie das Werkzeug mit [A] oder über das Bildmenü Werkzeuge / Malwerkzeuge / Sprühpistole. Den Werkzeugdialog öffnen Sie mit einem Doppelklick auf das Werkzeug-Icon. In den Werkzeugeinstellungen legen Sie die Deckkraft auf einen Wert von 80 fest. Wählen Sie anschließend einen Pinsel mit weichen Kanten aus. Die Pinselstärke sollte nicht viel breiter als die Falte sein. Überprüfen Sie, ob bei Druckempfindlichkeit die Optionen Deckkraft und Härte aktiv sind. Positionieren Sie den Schieberegler bei Rate zwischen 20 und 30. Dieser Wert bestimmt, wie schnell dunklere Striche gezeichnet werden, je länger Sie auf einer Stelle verweilen. Je höher der Wert, umso dünkler wird der Strich. Bei Druck ist ein Wert von 15 ausreichend. Beginnen Sie nun mit dem Durchführen der Retusche:
In Abbildung 1 wurden nicht nur die Lachfalten um die Augen abgeschwächt -- ein paar glänzende Hautstellen im Stirn- und Nasenbereich wurden ebenfalls mit dem Airbrushwerkzeug leicht übersprüht.
Durch das Drücken der Leertaste wechseln Sie kurzzeitig zum Verschiebenwerkzeug. Sobald Sie die Taste los lassen, ist das vorher ausgewählte Werkzeug wieder aktiv.
Diese Funktion ist besonders dann hilfreich, wenn Sie stark in das Bild hinein zoomen und den Zoom-Bereich für weitere Bearbeitung verschieben möchten.
Der Histogrammdialog in Gimp (Datei / Dialoge / Histogramm) zeigt die Verteilung der vorkommenden Grau- bzw. Farbwerte, der Farbintensität und Helligkeitsverteilung eines Fotos an. Die Helligkeitsverteilung stellt Gimp in Form eines fein gestuften Balkendiagramms von Weiß bis Schwarz dar: Ein vollständig schwarzes Bild hat links einen maximalen Balkenausschlag, ein vollständig weißes Bild rechts.
Zeigt das Histogramm eine gleichmäßige Verteilung von Schwarz und Weiß an, ist das Bild vermutlich ein Farb- oder Graustufenverlauf. In der Regel finden Sie Histogramm eines Bildes zahlreiche Zacken oder sanfte Kurven. Bestimmte Helligkeitswerte kommen mehr oder weniger häufig vor. Sie erhalten somit Hinweise auf die korrekte oder falsche Belichtung eines Fotos (Abbildung 2).
Bei RGB-Farbfotos sollten Sie im Histogrammdialog den Kanal auf RGB stellen. Dies hilft bei der Überprüfung der Farbverteilung. Laufen die Rot-, Grün- und Blau-Kurven des Bildes relativ parallel, ist die Farbverteilung in Ordnung. Zeigt das Histogramm bei einer Farbkurve extreme Spitzen, hat das Bild einen Farbstich in die entsprechende Richtung.
Der Histogrammdialog dient nur zur Information: Änderungen, die Sie hier durchführen, wirken sich nicht auf das aktuelle Bild aus. Die Farbverteilung im Bild korrigieren Sie über Werkzeuge / Farben / Kurve. Bildkorrekturen auf Histogramm-Ebene erfordern aber viel Geduld und Zeit zum Ausprobieren.
Beim Anwenden des Pfadwerkzeugs, [B], machen Sie mit Hilfe der Taste [Rückschritt] das Zeichnen des letzten Knotenpunkts rückgängig.
Mit dem Wellenfilter von Gimp erzeugen Sie den gleichen Effekt wie mit einem Stein, den Sie in ein stilles Gewässer werfen. Klicken Sie auf Filter / Verzerren / Wellen, um das Dialogfenster zu öffnen. Im Filterdialog können Sie verschiedene Einstellungen anpassen. Mit ein wenig Übung finden Sie sehr schnell die passenden Optionen für Ihren "Wellengang" heraus.
Damit der Filter wie in Abbildung 3 wirkt, aktivieren sie den Modus Verwischen und definieren bei Amplitude einen Wert zwischen 50 und 80 sowie bei Wellenlänge einen Wert zwischen 40 und 50. Den Regler für Phase müssen Sie nicht unbedingt verstellen.
Bevor Sie den Filter auf das Bild anwenden, sollten Sie das Ergebnis im Vorschaufenster überprüfen. Hierfür aktivieren Sie die Vorschau.
Der Umgang mit einer Digitalkamera ist schnell erlernt. Schwieriger wird es jedoch bei der Bildgestaltung. Vor allem der richtige Bildausschnitt ist oft entscheidend für die Wirkungsweise eines Fotos auf den Betrachter. Eine interessante und abwechslungsreiche Aufteilung erhält man, wenn das Bildverhältnis einem Wert von 1:2 entspricht. Das Zuschneidewerkzeug, [Umschalt+C], hilft dabei, das Bild auf den richtigen Ausschnitt zurechtzuschneiden.
Den Werkzeugdialog öffnen Sie über das Menü Werkzeuge / Transformationen / Zuschneiden (Größe ändern). Durch Klicken und Ziehen mit der Maus legen Sie eine rechteckige Auswahl des gewünschten Bildausschnitts fest. Der Bereich außerhalb der Auswahl erscheint danach dunkel (Abbildung 4). Sie können den Ausschnitt jederzeit durch Ziehen der jeweiligen Eckpunkte anpassen. Im Werkzeugdialog haben Sie zudem die Möglichkeit, Position, Höhe und Breite der Zuschneideauswahl manuell zu ändern.
Wenn der Bildausschnitt Ihrer Vorstellung entspricht, übernehmen Sie die Vorgaben durch einen Klick auf die Schaltfläche Zuschneiden oder mit einem Doppelklick ins Innere der markierten Fläche. Der Bereich außerhalb des Bildausschnitts verschwindet dann.
Einfache Texte peppen Sie durch einen Farbverlauf in wenigen Schritten auf. Gimp liefert im Werkzeugfenster Farbverlauf (Werkzeuge / Malwerkzeuge / Farbverlauf) eine Sammlung von verschiedenen Farbverläufen.
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Last modified: 2007-04-05 11:10
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