claim.gif
Linux Magazin Linux User Easy Linux Ubuntu User International Linux Community
Erschienen in EasyLinux 01/2006

Software News

Virtueller PC mit VMware Player

Zum Testen eines Betriebssystem bleibt Ihnen bislang nur der umständliche Weg, es zu installieren. Abhilfe schafft hier der kostenfreie VMware Player (Abbildung 1). Dieser emuliert auf Ihrem Rechner einen eigenständigen virtuellen Computer, der es erlaubt, beinahe beliebige Betriebssysteme zu betreiben. Damit erhalten Sie ohne großen Installationsaufwand einen schnellen Überblick darüber, was Ihnen das System Ihrere Wünsche zu bieten hat. Der Player unterscheidet sich von den kostenpflichtigen Versionen in erster Linie darin, dass das er keine Installation neuer Betriebssysteme erlaubt, sondern lediglich bereits vorhandene startet. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gastsystem mit VMware Workstation, ESX- oder GSX-Server erstellt wurde. VMware bietet auf der Seite http://www.vmware.com/vmtn/vm/ bereits eine stattliche Anzahl fertiger Systeme zum Download an. Auch auf der Heft-CD befindet sich ein fertiges Gastsystem, das Ihnen erlaubt, den PC im PC sofort zu testen. Nähere Informationen zu diesem Programm erhalten Sie im Artikel Gratis-Emulatur ab Seite 65 dieser Ausgabe.

Abb. 1: Im Gegensatz zur kostenpflichtigen Version von VMware kann der Player Gastsysteme nur starten, nicht aber erstellen.

OpenOffice 2.0 fertig

Mit OpenOffice (Abbildung 2) erhalten Sie kostenlos eine vollständige Office-Suite, die folgende Komponenten enthält:

  • Writer (Textverarbeitung)
  • Calc (Tabellenkalkulation)
  • Impress (Präsentation)
  • Draw (Zeichenprogramm)
  • Base (Datenbankmodul)

Neben Base ist eine weitere wichtige Neuerung die vollständige Unterstützung des "Open Document Format for Office Applications" (OpenDocument), das von der OASIS zertifiziert wurde.

Auch an der Unterstützung von Microsoft-Office-Formaten haben die Entwickler kräftig geschraubt. So öffnet die Suite nun auch passwortgeschützte Word- und Excel-Dokumente, das Verarbeiten von Tabellen in Dokumenten wurde grundlegend verbessert.

Die überarbeitete PDF-Exportfunktion erlaubt nun, viele Einstellungen bei der Konvertierung in dieses Format zu beeinflussen. Damit legen Sie beispielsweise fest, in welchem Format und in welcher Qualität im Dokument enthaltene Bilder konvertiert werden.

Eine vollständige Liste aller Neuerungen finden Sie im Artikel Frischer Wind im Büro ab Seite 50 dieser Ausgabe.

Nach Meinung von Jonathan Schwartz, Präsident und COO von Sun Microsystems, ist OpenOffice auf dem Weg, die populärste Office-Anwendung zu werden, die die Welt gesehen hat.

Vorlagen für verschiedene Zwecke und Anlässe finden Sie im unteren Teil der Web-Seite http://de.openoffice.org/downloads/komponenten.html.

Abb. 2: Die finale Version 2 von OpenOffice bietet auch dem Laien eine intuitiv zu bedienende Benutzeroberfläche.

Kehraus mit KleanSweep

Nicht benötigte oder überflüssige Dateien im System zu finden, ist zuweilen eine aufwendige Angelegenheit. KleanSweep (Abbildung 3) hilft Ihnen dabei, diese Aufgabe mit wenigen Mausklicks zu erledigen. Es sucht Dateien nach verschiedenen Kriterien z. B. fehlerhafte Links, nicht mehr benötigte Menüeinträge und vieles mehr. Dabei bedient sich die grafische Oberfläche eines kleinen Perl-Moduls, das mit Hilfe des Kommandozeilenprogramms find die entsprechenden Dateien ausfindig macht.

Auch für die nächste Version hat sich der Programmentwickler Pawel Stolowski einiges vorgenommen. So soll das Tool dann auch leere Verzeichnisse und nicht benötigte Sprachdateien (Lokalisierungen) finden und ggf. entfernen. Leider gibt es für dieses Programm keine deutsche Übersetzung, weswegen die englische Fassung auf der Heft-CD zu finden ist.

Abb. 3: Im Handumdrehen säubert KleanSweep das System von überflüssigen Dateien.

Ideensammlungen präsentieren mit KDissert

Eine logische Gliederung hilft dabei, Ideen effizienter in die Tat umzusetzen. Eine Möglichkeit dazu bietet das so genannte Mindmapping. Das Verfahren ist eine kreative Arbeitstechnik, die der britische Lernforscher Tony Buzan vor zirka 25 Jahren entwickelt hat. Sie dient dazu, Ideen zu sammeln und strukturiert darzustellen. Ausgehend von der grundsätzlichen Aufgabenstellung untergliedert diese Technik in einer baumartigen Struktur alle wichtigen Aspekte. Damit ist es sehr einfach, weitere Ideen in die bereits bestehende Struktur einzufügen.

KDissert (Abbildung 4) bietet Ihnen eine einfache Möglichkeit, solche Mindmaps zu erstellen. Per Drag & Drop ziehen Sie die gewünschten Elemente auf das Arbeitsblatt und erhalten im Handumdrehen eine übersichtliche Darstellung Ihrer Ideensammlung. Speziell bei einer großen Anzahl von Verknüpfungen kann es jedoch durchaus vorkommen, dass die Struktur unübersichtlich wird. Hier reicht ein Mausklick, um den Baum nach verschiedenen Kriterien neu anzuordnen.

Abb. 4: Das Mindmapping-Programm KDissert hilft dabei, Ideen strukturiert darzustellen.

Licq

Der Instant Messenger ICQ der israelischen Firma Mirabilis erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit. Weltweit haben sich zwischenzeitlich über 100 Millionen Benutzer angemeldet. Im Gegensatz zu dem Multiprotokoll-Messenger Gaim beherrscht Licq nur eines, das dafür aber beinahe perfekt. Neben der eigentlichen Funktion -- dem Versenden von Nachrichten -- unterstützt es unter anderem den Transfer von Dateien, einen Mehrbenutzer-Chat und das Versenden von URLs. In seiner Funktionalität entspricht es weitgehend dem Orginal, verfügt aber darüber hinaus noch über weitere Features. Dazu gehören verschiedene Skins, die dem Messenger eine individuelle Optik verleihen.

Auch für den Fall, dass Sie das Programm über einen Proxy-Server verwenden möchten oder müssen, stellt das Programm die passende Unterstützung bereit.

Zum Ausblenden des Programms haben die Entwickler ein so genanntes Andocksymbol namens LicqWharf integriert. Dieses hält Sie über den aktuellen Status auf dem Laufenden und blendet mit einem Mausklick das Hauptfenster ein.

Abb. 5: Licq unterscheidet sich nur im Detail von Mirabilis Orginalprogramm icq, kommt aber je nach Skin optisch deutlich ansprechender daher.

(Thomas Leichtenstern/tle)

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.

Druckerfreundliche Version | Feedback zu dieser Seite | Datenschutz | © 2018 COMPUTEC MEDIA GmbH | Last modified: 2007-04-05 11:24

Nutzungsbasierte Onlinewerbung

[Linux-Magazin] [LinuxUser] [Linux-Community] [Admin-Magazin] [Ubuntu User] [Smart Developer] [Linux Events] [Linux Magazine] [Ubuntu User] [Admin Magazine] [Smart Developer] [Linux Magazine Poland] [Linux Community Poland] [Linux Magazine Brasil] [Linux Magazine Spain] [Linux Technical Review]