Titel: EasyLinux 02/2006: Leserbriefe
Pfad: http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2006/02/010-leser/index.html


Leserbriefe

CD nur für Suse/Mandriva?

Ich habe Ihr Heft 01/2006 wegen der CD mit OpenOffice 2.0 und Thunderbird 1.0.7 gekauft. Beim Blättern vor dem Kauf fand ich auf der CD den Hinweis "einfache Installation", auf dem Hefttitel stand "freie Bürosuite".

Auch im Artikel auf Seite 16 war kein Hinweis zu finden, dass Ihre Versionen nur für zwei Linux-Varianten geeignet sind, aber z. B. nicht für Knoppix. Das fand ich irgendwo im Heft in einer Form, die für Anfänger (an die sich EasyLinux ja wohl richtet) nicht klar ist (".... EasyLinux unterstützt ...").

Ich meine, dass eine Betriebssystemeinschränkung klar und schnell sichtbar angegeben werden sollte. Auf die im Heft 01/2006 verwendete Weise steigen wahrscheinlich die Verkaufsziffern, aber gleichzeitig die Enttäuschungen, denn ich zumindest werde EasyLinux nicht mehr kaufen und meinen Bekannten vom Kauf abraten. Über eine Stellungnahme würde ich mich freuen,

Jürgen Wolff

EasyLinux: Der Hinweis "Suse 9.3/10.0 und Mandriva 2006" steht auf der Titelseite unter der Beschreibung für die Heft-DVD, ich gebe Ihnen aber recht: Wenn man unser Heftkonzept nicht kennt, kann man daraus nicht ableiten, dass auch die CD nur diese Distributionen unterstützt.

Die genauere Angabe haben wir nicht weggelassen, um neue Leser anzulocken -- wenn Leser das Heft einmal kaufen und dann enttäuscht sind, ist das nicht gut. Ab dieser Ausgabe haben wir darum auf dem Titel einen deutlicheren Hinweis angebracht. (hge)

Leserbeschimpfung

[11/2005] Die Botschaft des Editorials kann ich so nicht aktzeptieren.

Trotz intensiver vorheriger Tests und Informationseinholungen musste ich feststellen, dass mein Computer aufgrund eines SiS-Chipsatzes auf dem Mainboard die tollsten Kapriolen -- bis hin zur Blockade des Internet-Zugangs -- produziert. Dies begann meiner Erinnerung nach mit dem Kernel 2.6.

[...] Die Schuld [bei Installations-/Konfigurationsproblemen] nur bei uninformierten Nutzern zu suchen, erscheint mir ebensowenig angemessen wie eine Massenbeschimpfung. Auf diese Art und Weise dürfte man das "Monopol" von Windows wohl kaum brechen können.

Dass ich bis jetzt nicht aufgegeben habe, mich um ein sicheres System zu bemühen, sollte auch Ihnen zu denken geben. Ich wollte ein einigermaßen sicheres Betriebssystem nutzen und nicht erst das reguläre Programmieren eines Computers oder von Programmen erlernen.

Dieter Hesse

EasyLinux: Als Beschimpfung war das Editorial nicht gedacht -- ich wollte nur noch mal deutlich machen: Viele Geräte laufen nicht mit Linux, und wenn man auf Linux umsteigen will, muss man damit rechnen, einen Teil der bereits vorhandenen und für Windows gekauften Hardware auszutauschen.

Mit Windows zu arbeiten, ist sicher der bequemste Weg: Alle Geräte bringen Windows-Treiber mit. Der Linux-Umstieg hat eben Vor- und Nachteile, und in vielen Fällen muss man ein wenig Geld in die Hand nehmen. PCs vom Discounter laufen zwar meist erstaunlich gut mit Linux, aber es funktioniert halt nicht jede Komponente. Das kann im einen Fall das eingebaute WinModem sein, im anderen Fall vielleicht ein zu neuer Festplatten-Controller. Dafür sollte man nur eben nicht die Linux-Entwickler kritisieren, sondern die Hardware-Hersteller.

Da wir regelmäßig Mails bekommen (erst kürzlich verlangte ein verärgerter Leser nach der E-Mail-Adresse von Linus Torvalds, um sich bei ihm zu beschweren, weil K3b keine Audio-CD aus seinen MP3s brennen wollte), in denen man eine falsche Vorstellung davon erkennt, wer im Zusammenspiel von Betriebssystem, Programmen und Geräten wofür zuständig ist, weisen wir immer wieder mal darauf hin, auf welcher Seite die "Schuld" liegt, wenn etwas nicht funktioniert.

Programmieren lernen müssen Sie sicher nicht. Auch das Übersetzen von fremdem Quellcode ist (in der Regel) nicht nötig, es sei denn, Sie wollen die jeweils aktuellsten Programme ausprobieren, die es nur als Quellcode gibt. (hge)

Probleme mit hdparm

[01/2006] Mit viel Interesse habe ich Ihren Artikel zu hdparm-Einstellungen gelesen. Beim Nachvollziehen haben sich einige Fragen ergeben. Ich habe ein IBM Thinkpad 2668-74g mit Suse Linux 10.0 OSS. Bei dieser Maschine ist eine P-ATA-Platte per Adapter an den S-ATA-Controller angeschlossen. Beim Testen mit hdparm erhalte ich die Ausgaben im Kasten hdparm-Ausgaben.

hdparm-Ausgaben
# hdparm -i /dev/sda6
/dev/sda6:
 HDIO_GET_IDENTITY failed: Inappropriate ioctl for device
# hdparm -Tt /dev/sda6
/dev/sda6:
 Timing cached reads:   3548 MB in  2.00 seconds = 1770.35 MB/sec
 Timing buffered disk reads:   88 MB in  3.02 seconds =  29.14 MB/sec

Im Vergleich zu Ihren erreichten Transferraten ist in meiner Konfiguration die Handbremse angezogen -- wie ich sie lösen kann, konnte ich bisher nicht herausfinden.

Uwe Scholz

EasyLinux: Ursprünglich war hdparm nur für IDE-Laufwerke gedacht. SATA-Laufwerke werden unter Kernel 2.6 vom neuen libata-SCSI-Treiber unterstützt. Sie bräuchten einen so genannten "ATA passthru"-Patch, mit dem Sie Ihren Kernel anpassen müssten. Dann würden wohl auch die anderen Optionen mit Ihrem Laufwerk funktionieren.

Vom Kernel-Patch würde ich eher abraten, da er nicht nur umständlich ist, sondern die 30 MByte/s Datendurchsatz ausreichen, um die wichtigsten Dinge zu erledigen; d. h. Filme und Spiele sollten beim Zugriff nicht aussetzen. Zudem wird DMA bei SATA-Laufwerken ohnehin automatisch aktiviert, die Performance-Gewinne wären eher minimal.

Schreckt Sie das nicht ab, werfen Sie mal einen Blick auf diese Seite: http://sg.torque.net/sg/sdparm.html. (kki)

AVM-Treiber, Starter Kit 10

Bei meinem Starter Kit 10 (Suse Linux 10.0 OSS) funktioniert die Online-Anbindung mittels AVM Fritz DSL Box Fon über USB nicht, was mich wundert, denn unter Version 9.3 hat sie funktioniert. Was ist da anders oder was kann ich machen?

Chris Lehr

EasyLinux: Vermutlich fehlt Ihnen noch das Paket kernel-default-nongpl. Es gehörte bei Suse 9.3 zum Standardumfang. Für die OSS-Version von Suse 10.0 können Sie es hier herunterladen: ftp://ftp4.gwdg.de/pub/suse/i386/10.0/inst-source-extra/suse/i586/kernel-default-nongpl-2.6.13-15.i586.rpm (mhi)

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