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von Elisabeth Bauer und Thomas Hümmler
Der Shell-Befehl kfmclient wird normalerweise benutzt, um Konqueror mit Shell-Skripten fernzusteuern. Er verfügt jedoch noch über eine andere nette Option. Geben Sie
kfmclient sortDesktop
ein, räumt KDE alle über den Desktop verstreuten Icons wieder ordentlich auf. Wer das Kommando nützlich findet, packt es sich am besten als Alias [1] mit einem kürzeren Namen in die Datei .bashrc im Home-Verzeichnis. Tragen Sie dort zum Beispiel
alias platzda="kfmclient sortDesktop"
ein. Mit . .bashrc lesen Sie die geänderte Datei neu ein. Anschließend räumen Sie mit platzda direkt aus der Konsole heraus Ihre Arbeitsoberfläche auf.
Wer sich an der Standardoberfläche des Music-Players AmaroK satt gesehen hat, findet im Internet von anderen AmaroK-Enthusiasten gestaltete Designs. Öffnen Sie über Einstellungen / AmaroK einrichten den Einstellungsdialog und klicken Sie auf dem Reiter Erscheinungsbild auf Designs herunterladen. AmaroK zeigt, sortiert nach Höchste Einstufung, Häufigste Downloads und Neueste eine Liste der verfügbaren Themes an. Die Vorschaubildchen sind leider etwas klein geraten, so dass Sie ein Design erst installieren müssen, um beurteilen zu können, ob es Ihnen gefällt. Markieren Sie dazu ein Theme und klicken Sie auf Installieren und Schließen.
Das heruntergeladene Theme wählen Sie anschließend in der Drop-down-Box Design auswählen aus. Besonders gut wirken des Players neue Kleider, wenn Sie im selben Reiter die Optionen Eigene Schriften verwenden und Benutzerdefiniertes Farb-Schema aktivieren. Sobald Sie den Einstellungsdialog mit OK schließen, sehen Sie AmaroK im neuen Look (Abbildung 1).
Die meisten Windows-Benutzer machen es sich einfach und verwenden für jede Art von Texten, die sie bearbeiten, dasselbe Programm: Microsoft Word -- kein Wunder, denn die rudimentären Text-Editoren, die Windows mitliefert, sind spartanisch und umständlich zu bedienen. Unter Linux sollten Sie sich je nach Aufgabe entweder für einen Text-Editor wie Kate oder eine Textverarbeitungen wie OpenOffice entscheiden.
Textverarbeitungsprogramme eignen sich dann, wenn Sie ein schön formatiertes Dokument mit Überschriften erzeugen wollen. Text-Editoren beherrschen nur ein einziges Format: reinen Text. Sie stellen den kompletten Text in einer einzigen Schriftart dar und bieten keine Formatierungsmöglichkeiten. Dafür verfügen sie jedoch über ausgefeilte Features zum Bearbeiten der Inhalte: farbliche Hervorhebung (Syntax Highlighting), die zum Beispiel das Schreiben von HTML-Dateien erheblich erleichtert, oder eine Suchfunktion, die reguläre Ausdrücke beherrscht und einen ganzen Stapel Textdateien auf einmal durchsucht.
Linux-Konfigurationsdateien, wie die im Tipp Desktop aus der Shell aufräumen erwähnte .bashrc, sind immer reine Textdateien, die Sie nur mit einem Text-Editor ändern sollten, um sie nicht aus Versehen in einem falschen Format abzuspeichern und sie so für das System unlesbar zu machen.
Sie bearbeiten einen Text in Kate und wollen zu einem Begriff noch schnell etwas im Netz recherchieren? Markieren Sie das Stichwort und rufen Sie Extras / Externe Programme / Google Selection aus dem Menü auf. Kate startet nun den Konqueror, der eine Suchanfrage mit dem markierten Begriff an Google sendet und Ihnen die Ergebnisse anzeigt.
Zusätzlich zur Google-Selection können Sie in Kate eigene Online-Nachschlagewerke und Datenbanken ergänzen. Öffnen Sie dazu den Einstellungsdialog über Einstellungen / Kate einrichten und wechseln Sie zum Reiter Externe Programme.
Markieren Sie den Eintrag Google Selection und klicken Sie auf Bearbeiten. Wählen Sie den Inhalt des Felds Skript aus und kopieren Sie ihn mit [Strg-C] in die Zwischenablage. Schließen Sie den Dialog über Abbrechen und klicken Sie nun auf Neu. Im Feld Skript fügen Sie mit [Strg-V] den kopierten Befehl ein. Den Google-Shortcut gg ersetzen Sie nun durch das von Ihnen gewünschte Nachschlagewerk -- eine Liste finden Sie in den Konqueror-Einstellungen unter Web-Tastenkürzel.
Diese enthält einen reichen Fundus an Informationsquellen, vom Online-Wörterbuch LEO, das Sie mit leo aufrufen bis hin zur spezialisierten Nachschlagewerken wie der US-Patentdatenbank (uspto) oder der Enzyklopädie Wikipedia (wp).
Haben Sie den Shortcut ersetzt, verpassen Sie Ihrer Suche noch einen eigenen Namen und tragen bei Ausführbare Datei den Befehl kfmclient ein. Über dem Button rechts oben weisen Sie Ihrer Suche ein eigenes Mini-Icon zu. Wählen Sie einen passenden Befehlszeilen-Namen, um die Funktion auch in Kates Befehlszeile aufrufen zu können (Abbildung 2). Schließen Sie den Dialog und die Kate-Einstellungen mit OK. Die neue Suchfunktion finden Sie danach im Menü Extras / Externe Programme.
Wenn Sie in langen Dokumenten schnell zu einer bestimmten Zeile springen wollen, rufen Sie üblicherweise den Befehl Gehe zu Zeile aus dem Menü Bearbeiten auf oder Sie drücken [Strg-G]. Wenn Sie im folgenden Dialog die Zeilennummer eingeben, springt der Cursor an die gewünschte Stelle.
Das gleiche erreichen Sie auch über die in Kate integrierte Befehlszeile. Bei einem Druck auf [F7] erscheint unten im Textfenster eine Eingabezeile. Tippen Sie g und vervollständigen Sie den Befehl mit der Tabulatortaste zu goto (gehe zu). Geben Sie nun die Zeilennummer ein und drücken Sie [Eingabe], springt der Cursor in die gewünschte Zeile. Die Befehlszeile blendet sich danach automatisch aus.
Geben Sie find Suchbegriff in die Kate-Befehlszeile ein, platziert der Text-Editor den Cursor an der Stelle, an der der Suchbegriff vorkommt. ifind erledigt dasselbe, unterscheidet dabei jedoch nicht zwischen Groß und Kleinschreibung.
Wer öfter Tabellen in Textform bearbeiten muss, wird sich über das Feature der Blockauswahl in Kate freuen. Damit markieren Sie beliebige rechteckige Bereiche im Text und können diese dann ausschneiden oder kopieren. Aktivieren Sie den Modus über Bearbeiten / Blockauswahl-Modus oder [Strg-Umschalt-B]. Mit der Maus oder der Tastatur wählen Sie jetzt rechteckige Bereiche im Text aus (Abbildung 3). Um dafür die Tastatur zu nutzen, setzen Sie den Cursor an die Anfangsposition und bewegen ihn mit gedrückter Umschalttaste an die gewünschte Endposition.
Ob die Blockauswahl aktiv ist, sehen Sie am Eintrag BLK in der Statuszeile. Mit [Strg-Umschalt-B] schalten Sie wieder auf die zeilenweise Auswahl um. Statt BLK steht dann NORM in der Zeile am unteren Fensterrand.
Viele Einstellungen von Kate lassen sich nicht nur global, sondern auch dokumentspezifisch setzen. So können Sie etwa nur für eine bestimmte Datei die Hintergrundfarbe des Textfensters ändern. Um das zu erreichen, schreiben Sie
kate: background-color yellow;
in die erste Zeile der Datei. Sobald Sie das Dokument speichern, schaltet Kate die Hintergrundfarbe auf Gelb um (Abbildung 4) -- und zwar nur für dieses eine Dokument und nur, bis Sie die Anweisung wieder entfernen. Statt der englischen Farbbezeichnungen (red, green, blue usw.) können Sie auch abgestufte Töne mit RGB-Werten verwenden, #FFE011 ergibt zum Beispiel einen Orange-Ton -- beim Auswählen hilft das Mini-Applet Farbwähler für die Kontrollleiste oder das Programm kcolorchooser.
Eine Übersicht aller möglichen Schlüsselwörter, die Kate akzeptiert, finden Sie in der Tabelle Kate-Einstellungsvariablen. Um einfach auszuprobieren, was ein Schlüsselwort bewirkt, können Sie es auch in die Befehlszeile eingeben, die Sie mit F7 aufrufen. Dort müssen Sie allerdings noch set- vor den Befehl setzen, also etwa set-background-color green.
Möchten Sie, dass Kate für einen bestimmten Dateityp, wie etwa HTML-Seiten, besondere Einstellungen nutzt, konfigurieren Sie das unter Einstellungen / Kate einrichten / Datentypen. Wollen Sie für alle HTML-Dateien, die Sie bearbeiten, die Zeichensatzkodierung [2] Iso-Latin statt UTF-8 verwenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
kate: tab-width 8; encoding iso-8859-1;
Kate öffnet und speichert nun alle HTML- und CSS-Dateien mit der westeuropäischen Zeichensatzkodierung.
Wer die Einstellungen doch ein wenig individueller haben will, kann sie auch für alle Dokumenten in einem Verzeichnis mit einer Konfigurationsdatei festlegen. Dazu rufen Sie zuerst den Einrichtungsdialog von Kate auf und wählen dort unter Öffnen / Speichern die gewünschte Suchtiefe für die Konfigurationsdatei: Der Wert 0 bewirkt, dass Kate nur im aktuellen Verzeichnis nach einer Konfigurationsdatei sucht. Mit 1 erreichen Sie, dass Kate auch im übergeordneten Verzeichnis nach einer Einstellungsdatei sucht.
Um Vorgaben für ein Verzeichnis mit Textdateien festzulegen, erzeugen Sie dort eine Datei mit dem Namen .kateconfig. Dort tragen Sie im Format
kate: variable wert; variable2 wert2
die gewünschten Einstellungen ein. Welche Befehle das Programm versteht, erfahren Sie in der Tabelle Kate-Einstellungsvariablen. Die Anweisungen, die Sie in die Datei .kateconfig schreiben, gelten für alle Textdateien im selben Verzeichnis oder auch dessen Unterverzeichnissen, wenn Sie eine andere Suchtiefe als 0 gewählt haben.
| Kate-Einstellungsvariablen | ||
| Variable | Werte | Beschreibung |
|---|---|---|
| background-color | z. B. green,#FFE011 | Hintergrundfarbe des Textfensters |
| block-selection | on | off | Blockauswahl an/aus |
| current-line-color | z. B. green,#FFE01 | Farbe der aktuellen Zeile |
| dynamic-word-wrap | on | off | Dynamische Zeilenumbrüche an/aus |
| eol | end-of-line | unix, mac oder dos | Art des Zeilenendes |
| encoding | z. B. iso-8859-1, utf-8 | setzt die Zeichensatzkodierung |
| font-size | Zahl | Schriftgröße in Punkt einstellen |
| font | z. B. courier, helvetica | Schriftart einstellen |
| icon-bar-color | z. B. green,#FFE01 | Farbe der Lesezeichenleiste |
| icon-border | on | off | Anzeige der der Lesezeichenleiste an/aus |
| folding-markers | on | off | Anzeige von Textfalten an/aus |
| line-numbers | on | off | Zeilennummernanzeige an/aus |
| overwrite-mode | on | off | Überschreibemodus an/aus |
| persistent-selection | on | off | Dauerhafte Auswahl an/aus |
| remove-trailing-space | on | off | Leerzeichen am Zeilenende automatisch entfernen an/aus |
| replace-tabs-save | on | off | Tabulatoren beim Speichern in Leerzeichen konvertieren an/aus |
| replace-tabs | on | off | Tabulatoren in Leerzeichen konvertieren an/aus |
| scheme | Name eines gespeicherten Farbschemas | wählt ein Farbschema aus, das zuvor konfiguriert und gespeichert wurde |
| selection-color | z. B. green,#FFE011 | Farbe der Auswahl |
| show-tabs | on | off | Anzeige der Tabulatoren an- und abschalten |
| tab-width | Zahl | Schrittweite der Tabulatoren |
| undo-steps | Zahl | Zahl der Undo-Schritte |
| word-wrap-column | Zahl | Anzahl Zeichen, nach denen Kate einen harten Zeilenumbruch einfügt |
| word-wrap-marker-color | z. B. green,#FFE01 | Farbe des Markers für den Zeilenumbruch |
| word-wrap | on | off | schaltet harte Zeilenumbrüche an und ab |
| wrap-cursor | on | off | schaltet durchlaufenden Cursor an und ab (interessant bei überlangen Zeilen) |
Kate zeigt am linken Fensterrand drei Reiter zur schnellen Navigation an: Über Dokumente haben Sie Zugriff auf alle in Kate geöffneten Dateien, Projekte bietet eine Übersicht Ihrer Projekte, wenn Sie dieses Feature nutzen. Mit dem Dateisystem-Browser öffnen Sie bequem weitere Dateien, ohne erst den Datei / Öffnen-Dialog aufrufen zu müssen.
Liegen in einem Ordner sehr viele Dateien, behalten Sie mit einem Filter trotzdem den Überblick: In der Eingabezeile unter den aufgelisteten Dateien können Sie einen Ansichtsfilter aktivieren. Geben Sie zum Beispiel *.txt ein, damit Kate nur noch Dateien mit der Endung .txt anzeigt. Ein Klick auf das Trichtersymbol löscht den Filter, so dass Sie wieder alle Dateien im Ordner sehen.
Filter müssen Sie übrigens nicht ständig neu eintippen: Klicken Sie ins Eingabefeld und drücken Sie die [Pfeil-hoch]-Taste, erhalten Sie die zuletzt verwendeten Filter.
Eins der heißest ersehnten Features in Kate ist die Textstatistik: Wie viele Zeilen, Wörter und Zeichen enthält mein Dokument? Wichtig ist das etwa, wenn Sie in einem Seminar eine maximal 4000 Zeichen umfassende Arbeit abgeben müssen. Im Menü finden Sie diese Funktion zwar noch nicht, doch mit dem Umweg über die integrierte Kommandozeile erhalten Sie trotzdem die gewünschten Informationen: Speichern Sie eine Datei und klicken Sie unten auf den Reiter Terminal. Kate öffnet nun eine integrierte Konsole, in der Sie das Kommando wc Dateiname eingeben. Dateiname ersetzen Sie durch den Namen Ihrer Datei. Wie auch auf der Kommandozeile genügt es meistens, die Anfangsbuchstaben einzugeiben und den Dateinamen mit [Tab] zu vervollständigen. Wenn Sie den Befehl mit [Eingabe] abschicken, gibt er drei Zahlen aus: Die erste verrät die Zeilenzahl, die zweite die Anzahl der Wörter und die dritte die Zeichenzahl in der Datei. Mit einem erneuten Klick auf Terminal schließen Sie das Konsolenfenster.
Mit den Tastenkombinationen [Alt-Links] bzw. [Alt-Rechts] schalten Sie zwischen mehreren geöffneten Dateien in Kate um. Doch auch in einer einzigen Datei muss man manchmal recht häufig hin- und herspringen. Wer da nicht ständig scrollen will, kann in Kate mit [Strg-Umschalt-T] und [Strg-Umschalt-L] das Ansichtsfenster senkrecht bzw. waagerecht teilen. Kate zeigt in beiden Fensterhälften das geöffnete Dokument an. Mit [F8] und [Umschalt-F8] wechseln Sie zwischen den Ansichten hin und her. So behalten Sie in einer Fensterhälfte eine bestimmte Textstelle im Blick und arbeiten in der anderen weiter an Ihrem Text. Um die doppelten Fenster wieder loszuwerden, drücken Sie [Strg-Umschalt-R].
Im Einrichtendialog unter Erscheinungsbild / Chat-Fenster bietet der Instant Messenger Kopete sowohl Themes für Puristen als auch für Spielkinder. Der Apples IChat nachempfundene Stil mit kleinen Figuren und Sprechblasen hat allerdings in der Standardeinstellung einen kleinen Schönheitsfehler (Abbildung 6): Hinter manchen Nachrichten erscheint der Text weiß unterlegt in den blauen Sprechblasen.
Um das Problem zu beheben, aktivieren Sie in den Einstellungen unter Farben & Schriftarten die Checkbox Vom Benutzer festgelegte Hintergrundfarbe nicht anzeigen.
Von Haus aus gibt sich Kopete sehr spartanisch und bietet nur die nötigsten Funktionen. Über so genannte Module, die Sie unter Einstellungen / Module einrichten finden, erweitern Sie das Programm um nützliche oder witzige Features. Das Modul Texteffekte probieren Sie besser nur mit sehr guten Freunden aus -- keinesfalls in einem öffentlichen Chat (Abbildung 7). Es färbt Text bunt ein und würfelt Groß- und Kleinbuchstaben automatisch durcheinander. Auch eine Option für L4m3r t4lk bringt das Modul mit -- eine Art Zahlensprache für Möchtegern-Hacker. Die Farben bekommt Ihr Gesprächspartner jedoch nur dann mit, wenn er die Farbanzeige in seinem Chat-Programm aktiviert hat.
Der automatischen Übersetzungsdienst, den Kopete mitbringt, ist eher zum Spielen als für ernsthafte Geschäftsverhandlungen geeignet. Zum Ausprobieren aktivieren Sie das Modul Übersetzer, stellen Ihre Sprache ein, wählen den gewünschten Übersetzungsdienst -- Google oder BabelFish -- und markieren die Option Direkt übersetzen für aus- und eingehende Sprachnachrichten (Abbildung 8).
Nun müssen Sie Kopete noch verraten, welche Sprache Ihr Gesprächspartner spricht: Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den Eintrag in der Kontaktliste und wählen Sie im Kontextmenü Sprache einstellen. Kopete konsultiert nun für alle Nachrichten den ausgewählten Übersetzungsdienst und sendet den übersetzten Text. Meistens trägt jedoch das Ergebnis eher zur Unterhaltung als zum besseren Verständnis bei.
Ein besonders praktisches Kopete-Modul verbirgt sich hinter dem Eintrag Automatische Ersetzung: Es wandelt den ersten Buchstaben jeder Nachricht in einen Großbuchstaben um, setzt einen Punkt an den Schluss Ihrer Mitteilungen und ersetzt Abkürzungen durch ausgeschriebene Wörter. Die Standardeinstellungen sind englisch, doch über Hinzufügen ergänzen Sie Ausdrücke, die Sie häufig verwenden. So sorgen Sie beispielsweise dafür, dass Kopete das Kürzel u.a. durch unter anderem ersetzt.
Das unter Windows bekannte Patience-Spiel Freecell finden Sie auch unter KDE. Sie starten es über den Eintrag Spiele / Patiencen im K-Menü. In der Titelleiste sehen Sie, welche Patience das Programm legt; beim ersten Start Klondike. Wollen Sie eine andere Patience spielen, wählen Sie eine Variante aus dem Menü Einstellungen / Spielart, zum Beispiel Freecell (Abbildung 9).
In KDE 3.4 ist die Patience Könige herausgefallen, dafür gibt es eine neue mit drei Schwierigkeitsstufen: Spider (einfach), Spider (mittel) und Spider (schwer). Wer auch mit Windows XP arbeitet kennt das Spiel, da es dort ebenfalls zur Standardausstattung gehört. Wie Sie Spider spielen, erfahren Sie im Tipp "Spielregeln für Spider". Die Regeln der anderen Patiencen finden Sie unter [3].
Ziel von Spider (englisch für "Spinne") ist es, alle Karten entsprechend ihrer Spielfarbe absteigend vom König auf einem der Stapel zu platzieren; das As zählt bei Spider als Eins. Sobald eine Spielfarbe komplett in einer Reihe liegt, wird Sie vom Spielfeld entfernt und auf dem Stapel links unten im Fenster abgelegt.
Spider wird mit zwei Kartenspielen à 52 Blatt gespielt. Anfangs verteilt das Programm die Karten auf vier Stapel mit sechs Karten und sechs Stapel mit fünf Karten. Von dieser Ausgangsposition versuchen Sie nun, vollständige Reihen in einer Farbe zu bilden. Sie können eine Karte auf eine andere legen, wenn deren Wert um Eins höher ist, eine Acht also beispielsweise auf eine Neun. Die Spielfarbe (Kreuz, Pik, Herz oder Karo) ist dabei egal. Sie dürfen auch längere Sequenzen auf andere Stapel verschieben; dafür muss die zu verschiebende Reihe jedoch aus Karten mit derselben Farbe bestehen.
Sind Sie an einem Punkt angelangt, an dem kein Zug mehr möglich ist, können Sie per Klick auf das Karten-Deck zehn weitere Karten auf die Stapel verteilen, mit denen Sie eventuell weiterkommen.
Spider gibt es in den Spielstufen Einfach, Mittel und Schwer. Die Varianten unterscheiden sich dadurch, dass die leichteste Stufe nur mit einer, die mittlere mit zwei und die schwere Stufe mit vier Farben gespielt wird (Abbildung 10).
Wenn Sie wissen möchten, nach welchen Regeln eine Patience gelegt wird, lassen Sie sich diese einfach vom Programm vorführen. Wählen Sie dazu Datei / Demo oder klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem nach rechts zeigenden Pfeil in der Symbolleiste. Wenn Ihre Augen schnell genug sind, können Sie verfolgen, nach welchen Regeln Sie die Karten legen dürfen.
Manchmal sieht man keine Möglichkeit mehr, weitere Karten in einer Patience abzulegen oder umzuschichten. Über Datei / Vorschlag oder das Zauberstab-Symbol können Sie ein wenig schummeln und sich alle möglichen Züge anzeigen lassen.
Über Einstellungen / Karten wechseln ändern Sie sowohl die Vorder- als auch die Rückseite der Spielkarten. Wählen Sie im folgenden Dialog ein Kartendesign aus (Abbildung 11) und bestätigen Sie Ihre Wahl mit einem Klick auf OK, um mit anderen Karten zu spielen.
Klicken Sie ohne Blattauswahl auf die Option Globale Rückseite verwenden oder Globale Vorderseite verwenden, wählt das Programm die Vorder- oder Rückseite, die Sie zuvor über die Schaltflächen Rückseite global festlegen und Vorderseite global festsetzen definiert haben.
Für Skatfreunde bringt KDE das Spiel Offiziersskat mit, das im Gegensatz zum klassischen Skat nicht drei, sondern nur zwei Spieler erfordert und landläufig auch Bauernskat heißt. Es wird mit 32 Karten gespielt, von denen jeder Spieler 16 Karten in acht Stapeln erhält. Die oberste Karte der Stapel ist immer aufgedeckt. Die Trumpffarbe wählt das Spiel automatisch und zeigt sie als Symbol in den Punktefeldern an.
Außer der Farbe sind beim Skat auch die vier Buben Trumpf. Höchster Trumpf ist der Kreuz-Bauer, danach kommen der Pik-, Herz- und Karo-Bube gefolgt von der Karten der Trumpffarbe. Außerdem gibt es noch das Spiel "Grand", bei dem nur die Buben Trumpf sind; in dem Fall zeigt das Spiel einen Buben als Symbol in den Punktefeldern an.
Wer anfängt, darf eine beliebige Karte ausspielen, woraufhin die darunter liegende aufgedeckt wird. Der andere muss mit der gleichen Farbe bedienen. Spielt einer einen Trumpf, kann auch ein Bube abgelegt werden. Derjenige, der die höhere Karte gespielt hat, gewinnt beide. Hat ein Spieler keine Karte der gespielten Farbe, kann er mit einem Trumpf stechen oder eine andere Karte abwerfen; im ersten Fall gehören ihm die Karten (der Stich), ansonsten dem Gegner. Wer den Stich gewonnen hat, spielt die nächste Karte aus.
Insgesamt kann man 120 Punkte erreichen, so dass der Spieler gewinnt, der mehr als 60 Punkte hat. Das As zählt 11, die Zehn 10, Könige 4, Damen 3 und Buben 2 Punkte. Die Sieben, Acht und Neun sind Luschen, zählen also nicht. Hat ein Spieler 60 Punkte erreicht, erhält er einen, bei 61 bis 90 zwei, bei 91 bis 119 drei und bei 120 vier Wertungspunkte (Abbildung 12).
Die Kartenspiele KPoker und Offiziersskat gehören nicht zur Standardinstallation von Suse Linux. Das holen Sie aber schnell nach, da das Paket kdegames3-card sich auf den Installationsmedien befindet.
Starten Sie YaST, geben das Root-Passwort ein und wählen Sie dann unter Software den Eintrag Software installieren oder löschen. YaST liest die Paketinformationen ein und präsentiert im folgenden Dialog die Suchoptionen. Schreiben Sie kdegames in das Eingabefeld und starten Sie die Suche. Markieren Sie nun in der rechten Fensterhälfte das Paket kdegames3-card und klicken Sie auf Übernehmen, um die Kartenspiele zu installieren.
Offiziersskat können Sie nicht nur gegen den Computer, sondern auch im Netzwerk mit Kollegen spielen. Dazu wählen Sie im Programm unter Einstellungen / Spieler 1 gespielt von oder unter Einstellungen / Spieler 2 gespielt von den Eintrag Netzwerk. Welchen Spieler die Mitspieler als Netzwerk definieren, ist einerlei.
Daraufhin öffnet sich der Dialog Netzwerkoptionen. Hier wählt einer der Spieler im Bereich Spielen als die Option Server (Abbildung 13). Danach wartet das Programm auf die Verbindung zum anderen Rechner. Sobald diese steht, beginnt das Spiel.
Die Verbindung kommt dann zustande, wenn auf dem anderen PC der zweite Spieler die Option Client markiert und in das Feld Rechner die IP-Adresse oder den Namen des ersten Computers einträgt und mit OK bestätigt.

Wenn Sie Offiziersskat im Netzwerk spielen und Datei / Neu wählen, werden die Karten neu verteilt. Wenn dann aber auf einen Klick hin nichts passiert, liegt das daran, dass Ihr Rechner der Client ist. Ein neues Spiel kann nur der beginnen, dessen Rechner die Rolle des Servers beim Offiziersskat spielt.
Bei Offiziersskat heißt der Computer-Gegner zunächst Alice. Möchten Sie das ändern, tragen Sie den gewünschten Namen unter Einstellungen / Namen ändern ein.
Wenn Sie Offiziersskat über das Netzwerk spielen, können Sie dem Gegenüber mit Datei / Nachricht senden eine Mitteilung zukommen lassen. Geben Sie im folgenden Dialogfenster Ihre Nachricht ein und klicken Sie anschließend auf Senden. Daraufhin öffnet sich bei Ihrem Mitspieler eine Dialogbox mit dem von Ihnen eingegebenen Text. (Abbildung 14). (amü)
| Infos |
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[1] Alias-Artikel: Elisabeth Bauer, "Schleichwege", EasyLinux 07/2005, S. 82 f., http://www.easylinux.de/2004/07/082-bash/
[2] Artikel über Zeichensatzkodierung: Andrea Müller, "Babel der Neuzeit", EasyLinux 08/2004, S. 46 f.,http://www.easylinux.de/2004/08/046-basics/ [3] Regeln für KDE-Patiencen: Thomas Hümmler, "KDE-Tipps", EasyLinux 05/2004, S. 50 ff., http://www.easylinux.de/2004/05/050-kde-tipps/ |
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Last modified: 2007-04-05 11:24
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