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von Claudia Dotterweich
Mit dem Messwerkzeug (Werkzeuge / Maßband) messen Sie im Bild Entfernungen und Winkel: Klicken Sie an eine Stelle im Bild und halten Sie die Maustaste gedrückt -- wenn Sie nun die Maus bewegen, zeichnet Gimp eine Verbindungslinie ein. In der Statuszeile oder im Info-Fenster sehen Sie dann Länge und Winkel dieser Hilfslinie.
Das Info-Fenster ist die einzige Werkzeugeinstellung, die Sie im Werkzeugdialog aktivieren können. Wenn Sie das tun, öffnet sich beim Verwenden des Maßbands automatisch ein Info-Fenster, das Abstand und Winkel der aktuellen Messung anzeigt.
Zum Verschieben einer kompletten Messung (inklusive Anfangs- und Endpunkt) halten Sie [Strg-Alt] und die linke Maustaste gedrückt.
Den Abstand einer horizontalen oder vertikalen Linie messen Sie mittels gedrückt gehaltener Strg-Taste. Sobald Sie die Maustaste loslassen und den Zeiger über den Anfangs- oder Endpunkt bewegen, verwandelt sich der Mauszeiger in ein Verschiebesymbol. Sie können den Endpunkt an eine neue Position verschieben. Bei gedrückter Umschalt-Taste wird der Endpunkt zum Scheitelpunkt für eine neue Messung. Auch diesen Scheitelpunkt können Sie nachträglich verschieben.
Der Kanaldialog in Gimp macht aus Ihren Tageslichtaufnahmen problemlos Szenen im Mondlicht. Rufen Sie den Kanaldialog über Datei / Dialoge / Kanäle auf. Sie sehen die drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau. Bei Graustufen- oder indizierten Bildern gibt es nur einen Kanal.
Zusätzlich zu den Primärkanälen können Sie im unteren Bereich neue Kanäle anlegen oder bestehende Kanäle duplizieren. In Abbildung 1 sehen Sie als Ausgangsbild ein Schloss, das in einer Nachtversion dargestellt wird. Um diesen Effekt zu erreichen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Damit das Ergebnis Ihren Vorstellungen entspricht, können Sie ruhig ein wenig mit der Deckkraft und den Kanalfarben experimentieren. Fortgeschrittene Anwender können aus dem Ergebnis durch Anwenden zusätzlicher Filter (wie Weichzeichnen oder Lichteffekte) leicht eine Mondlichtszenerie erzeugen.
Über das Bildmenü Bild / Druckgröße öffnen Sie den Dialog Bildauflösung ändern. Hier legen Sie eine individuelle Druckgröße fest.
Diese Funktion ist besonders praktisch, um Bildmaterial in Textbereiche einzubinden. Die Angaben in diesem Bereich ändern nichts an der tatsächlichen Bildauflösung, Höhe oder Breite.
Haben Sie eigene Einstellungen im Dialogfenster eines Werkzeugs vorgenommen, sind aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden und möchten von vorn beginnen, klicken Sie auf die Schaltfläche Auf Vorgabewerte zurücksetzen. Dann stellt Gimp alle Eintragungen wieder auf genau die Werte zurück, die beim Öffnen des Fensters vorlagen.
Um alle Werkzeugeinstellungen zurückzusetzen, halten Sie hierbei die Umschalt-Taste gedrückt.
In Gimp beschleunigen Sie viele Aktionen durch den Einsatz von Tastenkombinationen. Auch die Schriftart unterliegt der Kontrolle durch die Tastatur. Bei ausgewähltem Textwerkzeug ([T]) aktiviert ein Mausklick das Bild-Icon für die Schriftart in der Textpalette.
Nun können Sie das Angebot der Schriften mit den Pfeiltasten durchlaufen, mit der Eingabetaste wählen Sie die Schrift aus. Über die Tabulatortaste springen Sie in das Schriftgrößenfeld: Hier wählen Sie ebenfalls mit Hilfe der Pfeil- und Eingabetasten den gewünschten Wert aus.
Gimp hat viele Funktionen, um eigene Web-Seiten attraktiver zu gestalten. In diesem Tipp zeigen wir Ihnen, wie Sie in wenigen Minuten ein ganzes Set an Schaltflächen für Ihr Seitendesign erstellen (Abbildung 2). Über den Menüpunkt Xtns / Script-Fu / Schaltflächen erstellen Sie schnell ein paar Schaltflächen, die Einfach, abgeschrägt oder Rund erscheinen; für dieses Beispiel verwenden wir die runde Variante.
Im Dialogfenster Script-Fu: Rund stehen verschiedene Eingabeparameter zur Verfügung. Nachdem Sie Text, Schriftgröße (Pixel) und Schrift angepasst haben, legen Sie noch die entsprechenden Farben für Ihre Schaltflächen fest. Standardmäßig erstellt Gimp drei Knopfvarianten: Nicht gedrückt, Nicht gedrückt (aktiv), Gedrückt. Deaktivieren Sie die nicht benötigte Variante und starten Sie den Vorgang -- fertig!
Ein Querformatbild rotieren Sie ohne Bildverlust im oberen oder unteren Bereich über das Bildmenü Bild / Transformation / 90 Grad drehen (rechts) rotieren.
Verwenden Sie stattdessen das Transformationswerkzeug Ebene oder Auswahl drehen (Werkzeuge / Transformation / Drehen), wird nicht das ganze Bild, sondern nur die aktuelle Bildebene oder Auswahl rotiert. Das Querformat bleibt dann erhalten.
Sie müssen sich nicht lange mit der Korrektur von Bildfehlern aufhalten: Viele Änderungen können Sie Gimp automatisch ausführen lassen. Einen Farbstich korrigieren Sie beispielsweise mit der Automatikfunktion Ebenen / Farben / Automatisch / Farbverbesserung. In vielen Fällen erzielen Sie damit bereits brauchbare Ergebnisse. Falls nicht, bessern Sie den Bildfehler manuell über Werkzeuge / Farben / Farbton und Sättigung aus.
Digitalaufnahmen mit unbefriedigendem Weißabgleich bearbeiten Sie ebenfalls über den Automatikmodus für Weißabgleich (Ebenen / Farben / Automatisch / Weißabgleich).
Eine weitere Möglichkeit der Bildverbesserung wäre auch die Anwendung der Automatikfunktion Egalisieren im Bildmenü Ebenen / Farben / Automatisch. Damit stellen Sie die Helligkeit der aktiven Ebene automatisch so ein, dass das Histogramm der Helligkeitswerte annähernd gleichverteilt ist. Das Ergebnis ist jedoch nicht immer befriedigend, da der Ebenenkontrast stark erhöht wird. Auch hier empfiehlt sich dann eine manuelle Anpassung.
Einen Effekt, der Ihr Bild "altern" lässt, finden Sie im Bildmenü Script-Fu / Dekoration / Altes Foto. Im Dialogfenster legen Sie folgende Parameter fest: Unscharf stellen, Randgröße (Pixel), Sepia, Marmorieren und Mit Kopie arbeiten (Abbildung 3). Auf das Marmorieren können Sie auch verzichten. Falls Sie keinen Rand wünschen, setzen Sie den Wert einfach auf 0.
Manuell lässt sich dieser Effekt über das Bildmenü Filter / Farben / Einfärben erzeugen. Hierbei müssen Sie jedoch den bräunlichen Farbton selbst festlegen und anschließend einen Weichzeichnungsfilter (Filter / Weichzeichnen / Weichzeichnen) anwenden. (hge)
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Last modified: 2007-04-05 11:24
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