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Erschienen in EasyLinux 03/2006   »   Ausgabe bestellen

Nachrichten

Schlanke Kamera mit Bildstabilisator

In das Kameramodell Exilim Card EX-S600 http://www.exilim.de hat Casio eine elektronische Bildstabilisierung eingebaut. Sie soll das Verwackeln nicht nur beim Fotografieren, sondern auch beim Filmen im Movie-Modus reduzieren. Die Videos speichert die Digitalkamera im MPEG4-Format.

Die mit rund 16 mm sehr dünne Kamera bietet eine Auflösung von 6 Megapixeln und ein Objektiv mit Dreifach-Zoom. Daneben hat sie einen eingebauten Blitz und ein Farbdisplay mit 5,6 cm Bildschirm-Diagonale. Die möglichen Belichtungszeiten reichen von 4 bis zu 1/2000 Sekunden, über 30 Voreinstellungen, so genannten Best-Shot-Szenen sind bereits einprogrammiert.

Um den Akku der Kompaktkamera aufzuladen, Bilder auf einem Fernseher wiederzugeben oder auf den Rechner zu übertragen, kommt die mitgelieferte Dockingstation zum Einsatz. Nach Aussage des Herstellers verwendet die Dockingstation wie bei früheren Modellen das USB-Storage-Protokoll -- das heißt, Linux erkennt die Kamera automatisch als externe Festplatte. Die Kamera ist in drei Farbvarianten erhältlich und kostet rund 380 Euro.

Abb. 1: Scheckkartenkamera mit Bildstabilisator: die Exilim Card EX-S600 von Casio (hier in der Farbe Latin Orange).
Newsticker

OutOfOffice: Das in Java geschriebene Programm fragt POP-Postfächer ab und verschickt als Antwort auf eingehende Mails Abwesenheitsmeldungen. Den Inhalt dieser Nachrichten legt der Anwender fest. OutOfOffice (https://sourceforge.net/projects/outofoffice/) protokolliert alle versandten Abwesenheitsmeldungen.

CheckGmail: Das Desktop-Applet CheckGmail informiert den Benutzer, wenn neue Nachrichten auf seinem Google-Mail-Konto http://checkgmail.sourceforge.net eintreffen. Sind die benötigten Perl-Module installiert, kann das Programm das Mail-Passwort verschlüsselt speichern. Für Ubuntu-Benutzer existiert eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Sweep: Das Programm (http://www.metadecks.org/software/sweep/) dient zum Schneiden von Audiodateien. Sweep verarbeitet unter anderem die Formate WAV, AIFF, Ogg Vorbis und MP3. Daneben kann der Benutzer Effekte einbinden und Audiodateien scratchen. Version 0.9.0 benutzt die Bibliothek GTK2 für die Benutzeroberfläche, außerdem haben die Entwickler die Verarbeitung von MP3-Dateien verbessert.

Liferea: Mit Liferea (http://liferea.sourceforge.net) lassen sich Nachrichten-Feeds aus dem Web in zahlreichen Formaten lesen, beispielsweise RSS, RDF und Atom. Daneben unterstützt das Programm für die Gnome-Oberfläche Podcasts. Liferea hat nun Version 1.0 erreicht, für zahlreiche Linux-Distributionen gibt es fertige Pakete.

Ndiswrapper: Für manche WLAN-Karten gibt es keine Linux-Treiber. Mit Ndiswrapper http://ndiswrapper.sourceforge.net, das Windows-Treiber unter Linux einbindet, lassen sie sich dennoch häufig zum Laufen bringen. Die Version 1.8 wurde an aktuelle Linux-Kernel angepasst.

Freier Flash-Player in Aussicht

Die Free Software Foundation will sich mit der Entwicklung von Gnash eines leidigen Problems annehmen: dem Abspielen von Shockwave-Flash-Filmen (SWF). Die meisten Linux-Anwender sind derzeit noch auf das proprietäre Flash-Plug-in der Firma Macromedia angewiesen. Die wenigen Open-Source-Player für Flash unterstützen neueste Versionen und Features von SWF noch nicht. Die Version 7 wird laut FSF von keinem Player unterstützt. Mit dem GNU Flash Movie Player (Gnash) solle sich das ändern das, kündigte die Stiftung an. Vom Start weg soll Gnash Features der Version 7 beherrschen.

Bis zu diesem Start kann es aber noch einige Monate dauern, auch wenn die FSF dem Player einen recht prominenten Platz in der Prioritätenliste reserviert hat http://www.fsf.org/campaigns/priority.html. Ist es dann soweit, gibt es Gnash als Plug-in für Firefox und als selbständige Anwendung. Derzeit ist das Projekt http://www.gnu.org/software/gnash/manual/gnash.html nur für Entwickler interessant -- das Plug-in für Firefox funktioniert noch nicht.

Abb. 2: Das Programm Gnash soll sich zu einem freien Ersatz für den Flashplayer entwickeln.
Firefox immer beliebter

Der Web-Browser Firefox hat laut einer Studie des französischen Marktforschers Xiti http://www.xitimonitor.com/etudes/equipement13.asp in Europa einen Marktanteil von über 20 % erreicht -- 20,1 %, um genau zu sein. Besonders beliebt ist der Browser in Finnland, dort nutzten im Messzeitraum fast 39 % der Benutzer den Firefox. In Deutschland hat die Nutzung die 30-Prozent-Marke überschritten.

Für die Studie haben die Marktforscher am 8. Januar 2006 rund 32 Millionen Visits ausgewertet. Bei einer erneuten Messung am 9. Januar seien die ermittelten Zahlen ohne nennenswerte Änderung geblieben. Xiti hatte noch im September 2005 für Firefox einen Anteil von 14,1 % in Europa ermittelt.

Live-CD zum Partitionieren

Das Partitionieren einer Festplatte zählt zu den anspruchsvolleren Aufgaben einer Betriebssystem-Installation oder auch einer späteren Anpassung des Festplattenplatzes. Eine Live-CD nimmt sich nun diesem Thema an. Das nur 34 MByte große ISO-Image ist schnell heruntergeladen und erfüllt -- auf eine CD gebrannt -- seinen Zweck mit dem integrierten Gnome Partition Editor (GParted).

Die LIve-CD (http://gparted.sourceforge.net/livecd.php) basiert auf Slackware Linux mit aktuellem Kernel 2.6 und nutzt Xvesa als X-Server-Modul. Neben GParted sind keine weiteren Programme auf dem Leichtgewicht enthalten. Die Entwickler Versprechen Updates der GParted-Live-CD parallel zum Tool GParted und Bugfixes.

Wahlhilfe für Linux-Distribution

Mit einem Quiz hilft das in Norwegen beheimatete Systemhaus Zegenie Studios Linux-Benutzern bei der Auswahl einer passenden Distribution. Beim Gang durch die einzelnen Fragen werden Informationen zur Hardware und zum Einsatzzweck gesammelt. Am Ende erfolgt eine Auswertung. Aufschlussreich kann auch die Begründung sein, warum eine Linux-Distribution nicht in Frage kommt -- etwa weil man zuvor auf einen grafischen Installer bestanden hat, den nicht alle Linux-Ausgaben anbieten. Das Fragespiel im Web hat das Manko, nur in Englisch und in norwegischer Sprache verfügbar zu sein. Die Auswahl der im Quiz http://www.zegeniestudios.net/ldc/index.php integrierten Distributionen ist auf 17 beschränkt.

Abb. 3: Das Fragespiel soll bei der Auswahl der passenden Distribution helfen. Ein grüner Balken zeigt den Fortschritt an.
ATIs Neuer kennt OpenGL 2.0

Seit der neuesten Versionsnummer 8.21.7 unterstützt der Linux-Treiber von ATI OpenGL 2.0. Benutzer mit schmalbandigen Internet-Verbindungen dürften zudem schätzen, dass der Grafikchipexperte den Treiber um rund 50 % verkleinert hat.

Zu den Fehlerbereinigungen heißt es in den Release Notes, dass nun die mode2-Option der aticonfig funktioniert. Über die Funktion lässt sich die Auflösung eines zweiten Displays regeln.

Zudem führte der Start eines X-Servers zu einem Fehler, wenn die Auflösung für den virtuellen Desktops höher gewählt war, als die maximale Auflösung des Displays. Dieses Problem sei ebenfalls behoben, lässt ATI wissen. Den Download gibt es bei ATI http://www.ati.com/de/ unter der Rubrik "Treiber".

Fritzbox 7170 spielt USB-Host

AVM hat mit der Fritzbox Fon WLAN 7170 ein neues Topmodell seiner drahtlosen DSL-Modem-Familie vorgestellt. Eine USB-Host-Schnittstelle stellt nun auch USB-Geräte wie Festplatten und Drucker im Netzwerk bereit. Ansonsten sind vier Ethernet-Anschlüsse vorhanden. Den drahtlosen Datenverkehr verschlüsselt die Box standardmäßig mit WPA. Praktisch: Die WLAN-Funktion kann per Schalter an der Geräterückseite ausgeschaltet werden. Wahlweise funktioniert das Deaktivieren der WLAN-Verbindung auch mit dem Telefon. Im Telefoniebereich (VoIP oder Festnetz) sind Anschlüsse für drei analoge und bis zu acht ISDN-Endgeräte vorhanden. Das Modell 7170 ist zudem für ADSL 2+ vorbereitet, das Datentransferraten von bis zu 16 Mbit/s verspricht. 250 Euro wandern beim Kauf der 7170 über die Ladentheke. (Mathias Huber/Ulrich Bantle/mhu/uba)

Abb. 4: Die Fritzbox von hinten -- ein Knopf (rechts) schaltet das WLAN ab.

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