![]() |
|
||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||
Kristian Kißling
Das ging schnell: Kurz nach der Veröffentlichung von Firefox 1.5 hebt auch Thunderbird in der neuen Version 1.5 [1] ab. Die Versionsgleichheit ist gewollt, entspringt doch sowohl Thunderbird als auch Firefox dem Mozilla-Projekt. Dieser Umstand schlägt sich erkennbar im Design nieder: Nicht nur die Einstellungen ähneln sich im Aufbau (Abbildung 1), auch Erweiterungen installieren Sie auf dieselbe Weise.
Thunderbird ist ein Vorzeigeprojekt dafür, wie gelungenes Marketing in der Open-Source-Community aussehen kann: Die Ankündigung kam rechtzeitig und öffentlichkeitswirksam, der Web-Auftritt ist professionell gemacht, das Programm umfassend dokumentiert, und es gibt verständliche Erklärungen für Hilfesuchende. Zwar fehlen dem Client noch einige Spezialfunktionen, über die andere E-Mail-Anwendungen verfügen, aber insbesondere der Spam-Filter überzeugt: Er ist schnell konfiguriert und trennt schon nach ein paar Tagen -- manchmal sogar Stunden -- zuverlässig die Spreu vom Weizen.
Was aber ist neu am Donnervogel? Zum einen das Update-System: Das E-Mail-Programm lädt nur noch Komponenten nach, die neu sind, und nicht mehr das komplette Programm. Es gibt so erstmals die Möglichkeit, ein Update von Thunderbird 1.5 Beta 2 auf die finale Version vorzunehmen. Auch zukünftige Updates funktionieren mit Hilfe des neuen Systems reibungsloser, versprechen die Entwickler.
Nach wie vor hat Linux kein Virenproblem, aber um Gefahren vorzubeugen, löschen Sie E-Mail-Anhänge nun sofort beim Empfang oder trennen sie ab, was bedeutet, sie in einem separaten Ordner abzulegen. Interessant ist, dass Thunderbird mittlerweile auch Phishing-E-Mails erkennt.
Praktisch ist auch die verbesserte Filterfunktion. Ihrem Bekannten Karl-Heinz lassen Sie eine vorgefertigte Nachricht zukommen, indem Sie einen eigenen Filter für seine E-Mail-Adresse erstellen. Der Filter überprüft alle eingehenden E-Mails, erkennt den Absender karlheinz@easylinux.de und schickt ihm automatisch Ihre vorgefertigte Nachricht.
Verfassen Sie selbst E-Mails, unterstützt Sie der Mail Client ebenfalls: Er speichert in regelmäßigen Abständen die E-Mail, an der Sie gerade schreiben, und prüft bereits während der Texteingabe die Rechtschreibung. Thunderbird vervollständigt auch Adressen besser: Gewöhnlich tippen Sie ein paar Buchstaben ein, und der Mail Client schlägt mehrere in Frage kommende Adressen vor. Nun zeigt Thunderbird die am häufigsten angeschriebenen Adressen gleich an oberster Stelle an.
Ähnlich wie beim neuen Firefox installieren Sie viele praktische Erweiterungen [2] für Thunderbird einfach über einen Doppelklick. Das gilt auch für das Enigmail-Add-on [3], das es erlaubt, E-Mails zu ver- und entschlüsseln. Im Hintergrund nutzt es dazu GnuPG, eine OpenPGP-Variante. In ein paar einfachen Schritten installieren Sie Enigmail und auch andere Erweiterungen:
Beim Neustart von Thunderbird finden Sie einen neuen Menüpunkt OpenPGP. Sie passen die Sicherheitseinstellungen an [4] und erledigen von nun Ihre E-Mail-Korrespondenz verschlüsselt. (kki)
| Infos |
|
[1] Thunderbird 1.5: http://www.mozilla-europe.org/de/products/thunderbird/
[2] Zahlreiche Add-ons für Thunderbird: http://thunderbird.erweiterungen.de/ [3] Das Enigmail-Add-on: http://enigmail.thunderbird-mail.de/ [4] Enigmail konfigurieren: Kalle Gerwien, "Sesam öffne dich", EasyLinux 04/2004, S. 55 ff., http://www.easylinux.de/2004/04/055-enigmail/ |
Auf der Heft-CD:
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.
Druckerfreundliche Version |
Feedback zu dieser Seite |
Datenschutz |
© 2012 Linux New Media AG |
Last modified: 2007-04-05 11:24
[Linux-Magazin]
[LinuxUser]
[Linux-Community]
[Admin-Magazin]
[Ubuntu User]
[Smart Developer]
[Linux Events]
[Linux Magazine]
[Ubuntu User]
[Admin Magazine]
[Smart Developer]
[Linux Magazine Poland]
[Linux Community Poland]
[Linux Magazine Brasil]
[Linux Magazine Spain]
[Linux Technical Review]