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Erschienen in EasyLinux 03/2006   »   Ausgabe bestellen

Tipps und Tricks zu KDE 3.4

Besser arbeiten mit KDE

von Elisabeth Bauer und Thomas Hümmler


Wer sich in der KDE-Fehlerdatenbank auskennt, erspart sich oft die eigene Fehlersuche. Wir zeigen, wie Sie das Bugtracking-System nutzen. Außerdem stellen wir amüsante Desktop-Spielereien vor und verraten einige Kniffe zum Text-Editor Kate.

Tipp: Mehr Platz auf dem Desktop

Nutzer, die mit einem kleinen Monitor arbeiten, müssen um jeden Pixel Platz auf dem Bildschirm kämpfen. KDE bringt dafür einige praktische Funktionen mit: So können Sie die Kontrollleiste am unteren Rand standardmäßig ausblenden und nur bei Bedarf wieder hervorholen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle in der Leiste, und wählen Sie Kontrollleiste einrichten aus dem Kontextmenü. Im Reiter Ausblenden klicken Sie auf Autom. ausblenden. Ist diese Option aktiviert, zeigt KDE nur dann die Kontrollleiste an, wenn Sie die Maus an den unteren Bildschirmrand bewegen.

Im Einrichtungdialog können Sie die Zeit einstellen, nach der dies geschieht -- die für Sie angenehme Einblenddauer finden Sie durch Ausprobieren heraus. Entfernen Sie anschließend die Häkchen zur Anzeige der Ausblendknöpfe, da Sie diese nun nicht mehr benötigen.

Tipp: Bildschirm sperren

Wer Katzen oder Kinder hat, braucht es ständig: das Miniprogramm Bildschirmsperre und Abmeldung aus KDE in der Kontrollleiste. Mit einem Klick auf das Schlosssymbol sperren Sie Ihre Sitzung gegen unbefugten Zugriff, wenn Sie sich kurz vom Computer entfernen. Es geht allerdings auch ohne dieses Helferlein: Starten Sie das Kontrollzentrum und wechseln Sie unter Erscheinungsbild zum Reiter Bildschirmschoner. Früher sollten Bildschirmschoner Monitore gegen das Einbrennen des Bilds schützen. Diese Schutzfunktion ist bei modernen Geräten nicht mehr nötig, doch trotzdem lieben viele Benutzer Bildschirmschoner als nette grafische Spielerei. Daneben lassen sie sich auch zur automatischen Sicherung des Computers verwenden. Setzen Sie vor die Optionen Automatisch starten und Nach Passwort fragen, um Bildschirmschoner zu beenden ein Häkchen, damit sich der Schoner in eine Kinder- und Katzensicherung verwandelt.

Tipp: Web-Seite als Desktop-Hintergrund

Für Nachrichten-Junkies hält KDE eine nützliche Funktion bereit: Mit dem Tool Kwebdesktop definieren Sie Ihre Lieblingsnachrichten-Site als Hintergrund, den KDE in regelmäßigen Abständen neu lädt. Über Arbeitsfläche einrichten aus dem Kontextmenü des Desktops rufen Sie den Einstellungsdialog Hintergrund auf. Wollen Sie den Hintergrund aus dem Netz nicht auf jeder Arbeitsfläche sehen, wählen Sie unter Einstellung für Arbeitsfläche den gewünschten Desktop aus.

Um den Hintergrund aus dem Netz einzurichten, klicken Sie auf Erweiterte Optionen und setzen ein Häkchen vor Folgendes Programm für den Hintergrund verwenden. Markieren Sie den Eintrag kwebdesktop und passen Sie ihn über die Schaltfläche Ändern an. Bei Befehl geben Sie statt der voreingestellten KDE-Website die von Ihnen gewünschte URL ein, zum Beispiel http://news.google.de/news?ned=tde für die Textversion der deutschsprachigen Google-News (Abbildung 1). Kopieren Sie die URL auch ins Feld darunter für die korrekte Anzeige der Vorschau im Einstellungsdialog. Wählen Sie abschließend das Neuanzeige-Intervall, nach dem KDE die Seite neu laden soll und bestätigen Sie den Dialog mit OK. Unter Hintergrundfarbe für Symboltext stellen Sie eine zum Design der Seite passende Farbe für die Beschriftung der Icons auf dem Desktop ein.

Abb. 1: Mit Kwebdesktop binden Sie eine Web-Seite als Bildschirmhintergrund ein.

Tipp: Mehrere Elemente in der KDE-Leiste verschieben

Wenn Sie ein Element in der Kontrollleiste -- etwa einen Programmstarter -- mit einem Klick der mittleren Maustaste verschieben, bleiben alle anderen an ihrem Platz. Halten Sie beim Verschieben die Umschalttaste gedrückt, bewegen Sie zusätzlich die Elemente rechts neben dem Verschiebekandidaten mit.

Tipp: Dokumentverzeichnis ändern

Wer Dokumente in einem Unterverzeichnis aufbewahrt und Dateiauswahldialoge standardmäßig in diesem Ordner öffnen will, ändert die Pfadeinstellung im KDE-Kontrollzentrum. Unter Systemverwaltung / Pfade wählen Sie bei Dokument-Pfad das gewünschte Verzeichnis aus (Abbildung 2).

Abb. 2: Im Kontrollzentrum ändern Sie das Verzeichnis, das der Dateiauswahldialog standardmäßig anbietet.

Tipp: Fehler in der Bug-Datenbank suchen

Nichts ist frustrierender als stundenlange Versuche, ein Problem zu lösen, das sich im Nachhinein als ein vom Benutzer nicht behebbarer Programmierfehler entpuppt. In solchen Fällen lohnt sich ein Blick in die KDE-Bug-Datenbank. Dort verwalten die Programmierer alle bekannten Fehler (im Computer-Slang Bugs=Käfer genannt) und Feature-Wünsche in KDE-Programmen. Da die Oberfläche und die Einträge alle Englisch sind, braucht man zumindest grundlegende Englischkenntnisse, um das System sinnvoll zu nutzen.

Rufen Sie die Seite http://bugs.kde.org im Konqueror auf und klicken Sie auf A simple report search. Dort tragen Sie nun englische Suchstichwörter ein, mit denen Ihr Problem zu tun hat. Auf Groß- und Kleinschreibung müssen Sie im Formular keine Rücksicht nehmen. Nach den Suchbegriffen geben Sie mit einem vorangestellten Doppelpunkt den Namen des Programms ein, in dem der Fehler auftritt (eine Liste finden Sie auf http://bugs.kde.org/describecomponents.cgi). Wer zum Beispiel ein Problem mit Filtern in KMail hat, findet mit filter :kmail alle Bug-Reports (Abbildung 3). Anders als bei Suchmaschinen empfiehlt es sich bei der Bug-Datenbank, als Anfänger lieber allgemeinere Suchbegriffe zu wählen als eine möglichst exakte Beschreibung des Problems. So müssen Sie zwar mehr Treffer durchgehen, bekommen aber ein Gespür dafür, wie Fehlerbeschreibungen formuliert sind.

In der Trefferliste sehen Sie zu jedem Bug mehrere Angaben:

Finden Sie unter den Treffern eine Zusammenfassung, die auf Ihr Problem passt, klicken Sie auf die ID des Bugs, um die Beschreibung zu lesen. Dort finden Sie eine ausführlichere Darstellung des Problems, Anmerkungen von Nutzern, bei denen es auch auftritt, Diskussionen, welche Lösungsmöglichkeiten es eventuell gibt, und manchmal sogar hilfreiche Tipps, mit denen Sie den Fehler umgehen.

Abb. 3: In der KDE-Bug-Datenbank erfahren Sie, ob Fehler in neuen Programmversionen schon behoben sind oder wann mit ihrer Beseitigung zu rechnen ist.

Tipp: Für Feature-Wünsche stimmen

Das KDE-Bugtracking-System verwaltet nicht nur Fehlerberichte, sondern ermöglicht es normalen Anwendern auch, Einfluss auf die zukünftige Entwicklung von KDE-Programmen zu nehmen. Viele gemeldete "Fehler" sind in Wirklichkeit so genannte Feature-Requests, also Wünsche nach neuen Funktionen für KDE-Programme. Mit einem Account auf der Website können Sie für Features, die Sie sich wünschen, aber natürlich auch für Fehler, die Sie besonders nerven, stimmen. Über New Account unten rechts auf http://bugs.kde.org legen Sie einen Benutzerzugang für die Fehlerdatenbank an. Geben Sie dazu Ihre E-Mail-Adresse und -- optional -- Ihren echten Namen an. Daraufhin erhalten Sie eine Mail, in der das Passwort steht, mit dem Sie sich auf der Seite anmelden.

Bei jedem Bug sehen Sie rechts in der Zusammenfassung die Anzahl der Votes (Stimmen), die abgegeben wurden. Möchten Sie selbst abstimmen, klicken Sie auf (Vote) (Abbildung 4). Auf der folgenden Seite tragen Sie ein, wie viele Stimmen Sie auf diesen Fehler verwenden wollen und schicken mit Change my Votes Ihre Stimmabgabe ab. Insgesamt haben Sie 100 Stimmen, die Sie relativ beliebig auf Fehler verteilen können. Liegt Ihnen ein Bug oder Feature-Wunsch ganz besonders am Herzen, können Sie ihm maximal 20 Stimmen geben. Selbst wenn Sie sich später umentscheiden, ist das kein Problem: Über den Link My Votes unten auf jeder Seite können Sie Ihre Stimmverteilung nachträglich ändern.

Eine Garantie, dass Ihr Wunsch erfüllt wird, gibt es nicht -- die Programmierer, die an KDE arbeiten, sind schließlich alles Freiwillige. Für viele von ihnen ist es dennoch ein Ansporn zu wissen, wie vielen Leuten sie mit einem Feature eine Freude machen.

Abb. 4: Wer im KDE-Bugtracking-System angemeldet ist, kann für die Beseitigung von Fehlern abstimmen und damit den Programmierern helfen, Prioritäten zu setzen.

Tipp: Fehler im KDE-Bugtracking-System melden

Wer im KDE-Bugtracking-System angemeldet ist, kann nicht nur Stimmen abgeben, sondern auch selbst Fehler melden. Als normaler Anwender sollten Sie diese Funktion jedoch mit Bedacht und äußerster Sorgfalt anwenden, da Sie sonst den Programmierern mehr Arbeit machen als ihnen helfen. Wenn Sie einen Fehler melden, ist gründliche Recherche Pflicht: Vergewissern Sie sich, dass Ihr Fehler tatsächlich noch nicht eingetragen ist. Per Klick auf Report a new wish, bug or crash gelangen Sie zum Wizard, mit dem Sie einen Fehler melden. In mehreren Schritten fragt die Seite nun Ihre KDE-Version, Distribution und andere Dinge ab.

Anhand der Beschreibung, die Sie im Feld Summary eingegeben haben, präsentiert der Wizard eine Liste bereits vorhandener Fehlerbeschreibungen. Prüfen Sie dort noch einmal, ob Ihr Fehler nicht schon darunter ist. Im letzten Schritt legen Sie die Severity Ihres Bugs fest und geben eine ausführliche Beschreibung ein. Diese sollte es den Programmierern ermöglichen, nachzuvollziehen, wann das Problem auftritt. Erklären Sie genau, was Sie getan haben, um den Fehler hervorzurufen, und wie er sich äußert. Je besser Ihre Beschreibung ist, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sich jemand der Sache annimmt. Mit "KMail stürzt ab, wenn ich Mails abhole" kann ein Programmierer kaum etwas anfangen, mit "Wenn ich von meinem IMAP-Account über SSL E-Mails abhole, stürzt KMail mit folgender Fehlermeldung ab" schon eher -- je mehr Zusatzinformationen Sie liefern, desto besser.

Mit einem Klick auf Finish schicken Sie Ihren Fehlerbericht ab. Per E-Mail informiert Sie das Bugtracking-System anschließend über den Werdegang Ihrer Fehlermeldung: Ob sie jemand als Duplikat markiert und geschlossen hat, ob jemand den Fehler nachvollziehen konnte und bestätigt und schließlich, ob ihn sich ein Programmierer per ASSIGNED zuweist und versucht, ihn zu beheben.

Tipp: Suchen und Ersetzen in Kate

Letzten Monat haben wir die Konfigurationsmöglichkeiten von Kate vorgestellt. Die wahre Stärke eines Text-Editors zeigt sich jedoch beim Suchen und Ersetzen von Texten. Diese beiden Funktionen sind in Kate aufgeteilt: Wollen Sie nur eine Textstelle suchen und zu ihr hinspringen, rufen Sie Bearbeiten / Suchen auf.

Viel häufiger werden Sie jedoch die Ersetzen-Funktion benötigen. Im gleichnamigen Dialog geben Sie in der oberen Zeile den Suchbegriff ein, in der unteren den Begriff, durch den er ersetzt werden soll. Nach dem Klick auf Ersetzen ersetzt Kate den Suchbegriff. Möchten Sie jede Fundstelle erst sehen und sich dann für oder gegen das Ersetzen entscheiden, markieren Sie die Option Vor Ersetzen nachfragen.

Tipp: Reguläre Ausdrücke in Kate

Kompliziertere Suchen lösen Sie in Kate mit regulären Ausdrücken. Diese sind weitaus mächtiger als ein einfacher Suchbegriff, da Sie mit Ihnen nach Textmustern und nicht nur nach einem bestimmten Begriff suchen können. Markieren Sie dazu unter dem Suchfeld die Checkbox Regulärer Ausdruck. Rechts daneben wählen Sie aus, welche Meta-Zeichen Kate in den Suchausdruck einfügen soll. Diese Zeichen, die als Platzhalter dienen, haben eine besondere Bedeutung; so steht beispielsweise der Punkt (.) für genau ein beliebiges Zeichen.

Wenn in Ihrem Suchbegriff ein solches Platzhalterzeichen vorkommt, wie etwa eine öffnende oder schließende runde Klammer, müssen Sie dem Begriff bei der Suche mit regulären Ausdrücken ein \ voranstellen. Mit dem umgedrehten Schrägstrich sorgen Sie dafür, dass Kate das folgende Zeichen nicht als Teil des regulären Ausdrucks, sondern als Teil des Suchbegriffs interpretiert.

Um zum Beispiel alle Anmerkungen in Klammern aus einem Text zu entfernen, benutzen Sie den regulären Ausdruck \(.*\) und lassen das Ersetzenfeld leer. Da die Klammern eine besondere Bedeutung haben, stellen Sie ihnen ein \ voran. Kate sucht daraufhin alle Textstellen, die mit einer öffnenden Klammer beginnen und mit einer schließenden Klammer enden. Zwischen den Klammern dürfen beliebige Zeichen (.) beliebig oft (*) vorkommen.

Tipp: Ersetzen mit Platzhaltern in Kate

Wer viel mit regulären Ausdrücken hantiert, steht schnell vor dem Problem, einen Suchbegriff nur zum Teil ersetzen zu wollen. Um das Beispiel aus dem vorherigen Tipp aufzugreifen: Was, wenn Sie den Text in Klammern nicht komplett entfernen wollen, sondern in jedem Klammerbegriff noch einen Zusatz wie "Anmerkung:" ergänzen wollen? Solche Probleme lösen Sie mit Platzhaltern: Wandeln Sie den Suchbegriff ab, indem Sie den Text einklammern, der später wieder mit eingefügt werden soll: \((.*)\). Markieren Sie bei Ersetzen nun Platzhalter verwenden und wählen Sie darunter die Option Gefundener Text (1). Kate fügt nun ins Ersetzenfeld \1 ein. Das steht für den im Suchfeld eingeklammerten Text. Diesen fügt Kate beim Ersetzen wieder innerhalb der Klammern ein. Um \1 herum tragen Sie im Ersetzenfeld den gewünschten neuen Text ein, zum Beispiel (Anmerkung: \1).

Tipp: Texte vertauschen in Kate

Angenommen, Sie haben eine lange Liste mit Musikalben, Büchern oder ähnlichem mit Erscheinungsjahr, die nach dem Muster Jahreszahl: Titel aufgebaut ist. Sie fänden es jedoch wesentlich schöner, wenn das Jahr hinter dem Titel folgt. Statt nun mühselig jede Zeile von Hand zu ändern, erledigen Sie die Aufgabe mit einem einzigen regulären Ausdruck.

Zuerst formulieren Sie den Ausdruck für die Jahreszahl: [1-2][0-9][0-9][0-9]. Der Titel kann aus beliebigem Text bestehen, hier verwenden Sie also wieder .*. Damit Sie die beiden Elemente vertauschen können, müssen Sie diese klammern: ([1-2][0-9][0-9][0-9]): (.*) Beim Ersetzen ist der erste Klammerausdruck, der auf alle Jahreszahlen zutrifft, \1, der zweite mit dem Titel ist \2.

Um die Liste also ins Format "Text (Jahreszahl)" zu bringen, geben Sie im Feld Ersetzen durch jetzt \2 (\1) ein und klicken auf Ersetzen (Abbildung 5).

Abb. 5: Mit dem richtigen regulären Ausdruck vertauschen Sie in einem Zug Spalten in Kate.

Tipp: Leerzeichen vor Satzzeichen entfernen

Ein Fehler, der sich schnell in Texte einschleicht, ist das so genannte Plenken: Damit bezeichnet man das Setzen eines Leerzeichens vor Satzzeichen. Streng nach den Duden-Regeln zur Zeichensetzung ist das falsch. Mit einem regulären Ausdruck entfernen Sie alle Plenks aus einem Text: Geben Sie ins Suchfeld \s([.,;:?!]) ein, ins Ersetzenfeld kommt der Platzhalter \1. Umgekehrt folgt nach einem Satzzeichen zwingend ein Leerzeichen. Wer dies häufig vergisst, trägt es mit folgendem regulären Ausdruck nach: Suchen Sie nach ([.,;:?!])([^\s]) und ersetzen Sie dies durch die Platzhalterkonstruktion \1 \2.

Was so kompliziert aussieht, sind in Wirklichkeit nur zwei eingeklammerte Zeichengruppen: Der Ausdruck [.,;:?!] trifft auf alle Satzzeichen, [^\s] auf alle Zeichen, die kein Leerzeichen sind, zu. Mit ^, das normalerweise den Zeilenanfang markiert, bestimmen Sie innerhalb von eckigen Klammern ein Zeichen, das nicht vorkommen darf. In diesem Fall dürfen alle Zeichen außer dem Leerzeichen vorkommen.

Tabelle 1: Reguläre Ausdrücke
ZeichenBedeutungErklärung/Beispiel
.Beliebiges ZeichenPlatzhalter für genau ein beliebiges unbekanntes Zeichen.
^Zeilenanfang^Meier findet alle Zeilen, die mit Meier beginnen.
$ZeilenendeMeier$ findet alle Zeilen, an deren Ende Meier steht.
[]ZeichensatzZeichen aus einer Gruppe, z. B. [0-4] für eine Zahl von null bis vier oder [A-Z] für einen beliebiger Großbuchstabe. So kann bei M[ae][yi]er der zweite Buchstabe ein a oder e, der dritte ein y i sein.
*Wiederholung (keine, eine oder mehrere)vorhergehendes Zeichen kann vorkommen und wiederholt werden, z.B. findet Me*r die Worte Mr, Mer, Meeeeer usw. Das * verwendet man häufig in Kombination mit dem Punkt. M.*r findet z. B. alle Textstellen, die mit M beginnen und r enden.
+Wiederholung (einmal oder öfter)vorhergehendes Zeichen muss mindestens einmal vorkommen. So findet Me+r die Zeichenketten Mer, Meer, Meeeer usw.
?Optionalvorhergehendes Zeichen kann vorkommen, muss aber nicht. Meie?r findet Meier und Meir.
\Maskierenermöglicht es, Meta-Zeichen in ihrer normalen Bedeutung zu verwenden (z. B. \. für den Punkt statt als Platzhalter für ein beliebiges Zeichen).
\tTabTabulatorzeichen
\nNeue Zeile 
\sLeerraumalle Formen von Leerräumen, z. B. Leerzeichen oder Tabulatoren
\dZahl 

Tipp: Pokern gegen den Computer

Mit KPoker, das im Paket kdegames3-card enthalten ist, spielen Sie Poker gegen den Computer. Dabei hängt es hauptsächlich vom Glück ab, ob Sie gewinnen oder nicht -- ein ausdrucksloses Pokerface, mit dem Sie menschliche Mitspieler über Ihr Blatt täuschen, beeindruckt den Rechenknecht nicht. Um eine Partie zu spielen, starten Sie KPoker über ein mit [Alt-F2] geöffnetes Schnellstartfenster, in das Sie kpoker eingeben.

Sie sehen fünf verdeckte Karten und darunter die Schaltfläche Austeilen. Sobald Sie darauf klicken, verringert sich Ihr Guthaben, das KPoker rechts im Fenster anzeigt. Klicken Sie auf die Karten, die Sie behalten wollen, und danach auf Neue Karten ziehen, um die restlichen zu ersetzen. Ihre besten Karten blinken und deuten das Spielende an. Über Neue Runde austeilen beginnt das nächste Spiel.

Der Einspielermodus ist relativ langweilig. Nervenkitzel stellt sich erst dann ein, wenn Sie Spiel / Neu wählen (Abbildung 6). Dann öffnet sich ein Dialogfenster, in dem Sie die Anzahl der Spieler (maximal zwei) und deren Namen einstellen. Zusätzlich können Sie das Startguthaben festlegen und darüber entscheiden, ob dieser Dialog bei jedem Start von KPoker erscheinen soll.

Abb. 6: Mehr Spiellaune stellt sich bei KPoker erst ein, wenn Sie "Spiel / Neu" wählen und die Zahl der Spieler auf zwei erhöhen.

Tipp: Gewinnen in KPoker

Um im Einspielermodus in KPoker zu gewinnen, müssen Sie zumindest ein Paar haben, also zwei Karten gleicher Wertigkeit. Dabei akzeptiert KPoker jedoch erst ein Bubenpaar oder ein höheres (Dame, König, As) als Gewinn. Der Gewinn bei einem Paar ist allerdings nur so hoch wie der Einsatz. In der Standardeinstellung erhalten Sie fünf Euro. KPoker kennt auch andere Währungen, was jedoch keine Rolle spielt, da der Computer den Gewinn nicht auszahlt.

Ein wenig mehr Gewinn -- den doppelten Einsatz -- erhalten Sie, wenn Sie am Spielende zwei Paare haben. Drei Karten gleicher Wertigkeit belohnt KPoker mit 15 Euro, ein so genanntes "Full House" (eine Kombination aus einem Paar und Drillingen) stockt Ihr Konto um 40 Euro auf. Haben Sie am Ende des Spiels vier Karten gleicher Wertigkeit erhalten Sie gar 125 Euro (Abbildung 7).

Fünf Karten einer Farbe -- ein Flush -- sind 25 Euro wert. Haben Sie fünf aufeinander folgende Karten ungleicher Spielfarben, also beispielsweise Herz 7, Karo 8, Herz 9, Kreuz 10, Pik Bube, nennt man das einen Straight. Dieser beschert Ihnen bei KPoker 20 Euro Gewinn. Haben Sie einen Straight aus Karten derselben Farbe -- diese Kombination heißt im Poker-Jargon Straight Flush -- gewinnen Sie 250 Euro. Die kräftigste Finanzspritze erhalten Sie bei einem so genannten Royal Flush: Diese seltene Zusammenstellung besteht aus den Karten Zehn, Bube, Dame, König und As einer Farbe und macht Sie um 2000 Euro reicher.

Abb. 7: Im Einzelspielermodus gewinnt ein Drilling 15 virtuelle Euro.

Tipp: So spielen Sie Poker gegen den PC

Der Zweispielermodus unterscheidet sich vom Einspielermodus hauptsächlich durch das Setzen von (vrituellem) Geld. Zunächst wählen Sie Austeilen, um fünf Karten zu erhalten. Auf diejenigen Karten, die Sie behalten wollen, klicken Sie einmal. Darüber erscheint dann der Text Behalten. Außerdem können Sie links über die Schaltflächen gleich Ihren Spieleinsatz auf maximal 20 erhöhen.

Wenn der Computer mitzieht, muss er mindestens Ihren Einsatz aufbringen. Anschließend teilt KPoker weitere Karten aus. Erhalten Sie keine neuen Karten, hat der Computer-Spieler den Einsatz erhöht. In diesem Fall haben Sie zwei Möglichkeiten: Wollen Sie aussteigen, klicken Sie auf Passen, womit der Computerspieler diese Partie und Ihren Einsatz gewinnt. Halten Sie ein gutes Blatt, entscheiden Sie sich für Neue Karten ziehen. Mit dieser Option erhöhen Sie Ihren Einsatz auf den des Computer-Gegners und KPoker teilt die restlichen Karten aus.

Klicken Sie danach auf Sehen, hat der Computer ein weiteres Mal die Chance, den Einsatz zu erhöhen. Macht er das, dürfen Sie wieder passen oder mit Sehen das Spiel beenden. KPoker deckt dann alle Karten auf und vergleicht Ihr Ergebnis mit dem des virtuellen Gegenübers (Abbildung 8). Derjenige, dessen Guthaben zuerst aufgebraucht ist, hat verloren -- die Option, einen Kredit aufzunehmen bietet KPoker nicht.

Abb. 8: Spielen Sie KPoker gegen den Computer, geht es um relativ hohe Einsätze.

Tipp: Einsätze bei KPoker erhöhen

Wenn Sie gegen den Computer im Zweispielermodus pokern, können Sie über Einstellungen / KPoker einrichten sowohl den minimalen als auch den maximalen Einsatz erhöhen. Die Grenze nach oben liegt bei etwas über zwei Milliarden.

Tipp: Spielregeln für KMines

Von Windows her kennen Sie vielleicht Minesweeper, das Minensuchspiel. Dieses gibt es unter dem Namen KMines auch für KDE. Starten Sie den Zeitvertreib mit dem Befehl kmines, den Sie in ein Schnellstartfenster eingeben.

Zum Spielen benutzen Sie die Maus. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf ein Feld, wird es aufgedeckt. Steckt darunter eine Bombe, ist das Spiel auch schon vorbei (Abbildung 9). Befindet sich keine Bombe unter dem Feld, erscheint entweder eine Nummer oder ein leeres Feld. Eine Zahl zeigt an, unter wie vielen Nachbarfeldern sich eine Bombe versteckt. Erscheint ein leeres Feld, ist die Nachbarschaft bombenfrei und KMines deckt alle umliegenden Felder automatisch auf.

Haben Sie durch geschicktes Kombinieren herausgefunden, wo eine Bombe liegt, markieren Sie das Feld mit der rechten Maustaste, woraufhin KMines dort eine Fahne platziert. Sind Sie sich bei einem Feld unsicher, klicken Sie ein zweites Mal mit der rechten Maustaste darauf. Anstatt der Fahne erscheint dort ein Fragezeichen.

Sie haben gewonnen, wenn Sie alle Bomben entdeckt und die entsprechenden Felder mit einer Fahne markiert haben. Ein neues Spiel starten Sie, indem Sie auf das Smiley-Symbol klicken.

Abb. 9: Wer bei KMines nicht über eine gute Kombinationsgabe gepaart mit Glück verfügt, deckt versehentlich ein Bombenfeld auf und verliert.

Tipp: Spielart für KMines einstellen

In KMines können Sie unter Einstellungen / Spielart auswählen zwischen vier verschiedenen Modi wählen. In der Spielart Einfach müssen Sie zehn Bomben auf 64 Spielfeldern suchen. Bei Normal sind es schon 40 Bomben auf einem 16 mal 16 großen Spielfeld und der Experte darf sich an 99 Bomben auf 480 Feldern versuchen.

Während Bomben und freie Felder in den ersten beiden Arten im Verhältnis 1 zu 6,4 stehen, kommen im Expertenmodus nur 4,8 freie Felder auf eine Bombe -- eine heikle Angelegenheit.

Wem das immer noch nicht genügend Nervenkitzel ist, der kann sich sein Spielfeld selbst definieren und die Spielart Benutzerdefiniert wählen. Hierbei ist das Spielfeld zunächst 10 mal 10 groß und die Zahl der Bomben beträgt 20. Über Einstellungen / KMines einrichten passen Sie im Menü Benutzerdefiniertes Spiel sowohl die Feld- als auch die Bombenzahl an. Geben Sie für die Breite und Höhe des Spielfeldes jeweils einen Wert zwischen 5 und 50 ein. Die Zahl der Minen ist in der Voreinstellung auf 20 Prozent festgelegt. Mit Hilfe des Schiebereglers wählen Sie zwischen einem und 98 Prozent.

Tipp: Sind sie der KMines-Weltmeister?

KMines können Sie zwar nur allein an Ihrem Rechner spielen, aber wie gut Sie im Vergleich zu anderen sind, erfahren Sie über den Befehl Spiel / Bestenliste anzeigen. Im folgenden Dialog werden Ihre besten Ergebnisse für die Spielarten Einfach, Normal und Experte angezeigt.

Wenn Sie nun wissen wollen, wie gut Sie im Vergleich mit anderen Spielern abschneiden, klicken Sie darunter auf den Hyperlink Weltweite Bestenliste ansehen. Daraufhin öffnet KMines die Seite http://kmines.sourceforge.net/highscores.php im Browser. Dort erscheint die Liste mit den Spitznamen (Nick names) der besten KMines-Spieler. Wundern Sie sich allerdings nicht über die fantastischen Zeiten (Abbildung 10), die hier manche vorgelegt haben -- der Programmierer weist in den häufig gestellten Fragen zu KMines darauf hin, dass hier wohl gemogelt wurde, da der Quellcode ja schließlich für alle offen sei.

Abb. 10: Die Erstplatzierten der KMines-Weltrangliste protzen mit fantastischen Zeiten; allerdings dürften die besten Ergebnisse erschwindelt sein.

Tipp: Eigene Highscores ins Internet übertragen

Damit auch andere sehen, wie gut Sie KMines spielen, können Sie das Programm so einrichten, dass es Ihre besten Ergebnisse ins Internet überträgt. Dazu wählen Sie Spiel / Bestenliste anzeigen und klicken im folgenden Dialog auf die Schaltfläche Einrichten.

Im nächsten Fenster schreiben Sie auf der Registerkarte Allgemein in das Feld Name einen Spitznamen (falls Ihr wirklicher Name nicht erscheinen soll) und aktivieren die Option Weltweite Bestenliste eingeschaltet (Abbildung 11). (amü)

Abb. 11: Wenn Sie Ihre Highscores in der KMines-Weltrangliste sehen möchten, schalten Sie in diesem Dialog die Option "Weltweite Bestenliste eingeschaltet" ein.

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