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von Andrea Müller
Der populäre Audio-Player XMMS [1] zeigt unten im Playlist-Fenster an, wie lange ein Stück noch andauert. Möchten Sie lieber sehen, wie lange ein Lied schon läuft, schalten Sie die Anzeige im Handumdrehen um: Klicken Sie dazu einfach mit der linken Maustaste auf die Restzeitanzeige. Zurück zur Standardeinstellung gelangen Sie mit einem weiteren Linksklick.
Möchten Sie ein Lied, das Ihnen nicht gefällt, nicht nur aus der Playlist von XMMS, sondern gleich von der Festplatte löschen, müssen Sie dazu keinen Datei-Manager starten. Klicken Sie das Stück, das Sie loswerden wollen, mit der rechten Maustaste im Playlist-Fenster an und wählen Sie Entfernen / Verschiedenes / Lösche Dateien physikalisch aus dem aufklappenden Menü (Abbildung 1). Beantworten Sie die folgende Sicherheitsabfrage mit einem Klick auf OK und schon ist das Lied aus der Playlist und von der Festplatte verschwunden. Möchten Sie gleich mehrere Dateien entfernen, markieren Sie diese nacheinander mit gedrückt gehaltener [Strg]-Taste.
Unter welcher HTTP-Adresse Sie einen Shoutcast-Stream erreichen, erfahren Sie in XMMS, indem Sie den Stream im Playlist-Fenster markieren und Zeige Datei-Info aus dem Menü wählen. Hinter Dateiname steht die Internet-Adresse des Streams. Diese benötigen Sie beispielsweise, wenn Sie mit Streamripper [2] die gesendete Musik auf der Kommandozeile mitschneiden wollen.
Haben Sie auch Bekannte, die mehrere Dateianhänge nicht ordentlich in ein ZIP-Archiv packen, sondern die Dateien einzeln an eine Mail anhängen? Da ist es meistens sehr lästig, jede Datei einzeln abzuspeichern. Thunderbird bietet genau für solche Mails die Option, alle Anhänge einer E-Mail in einem Rutsch abzuspeichern. Markieren Sie dazu die Nachricht und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine der Dateien im Anhangfenster und wählen Sie Alle speichern aus dem Kontextmenü. Thunderbird öffnet daraufhin den Dateiauswahldialog in Ihrem Home-Verzeichnis. Navigieren Sie dort zum gewünschten Speicherordner oder erstellen Sie über Neuer Ordner ein Verzeichnis. Klicken Sie danach auf Öffnen, um alle angehängten Dateien dort abzuspeichern.
Eine noch elegantere Möglichkeit, Mail-Anhänge zu speichern, ist es, die Dateien dabei gleichzeitig von der Nachricht abzutrennen. Gerade bei großen Dateien verhindern Sie so, dass diese den doppelten Platz verbrauchen -- einmal im Thunderbird-Mail-Ordner und einmal im Speicherverzeichnis.
Um die Dateien zu speichern und gleichzeitig von der Mail abzutrennen, klicken Sie mit der rechten Maustaste ins Anhangfenster und danach auf Alle abtrennen im Kontextmenü. Wechseln Sie im folgenden Dialog in den Speicherordner und klicken Sie auf Öffnen. Lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass Thunderbird die abgetrennten Dateien immer noch im Anhangfenster anzeigt -- dass Sie wirklich nicht mehr im Mail-Ordner gespeichert sind, erkennen Sie, sobald Sie auf eine davon doppelklicken. Im folgenden Dialog steht hinter Von der Speicherort der Datei. Bei Attachments finden Sie dort den Eintrag mailbox://, bei abgetrennten Anhängen steht dort der Ordner, in dem Sie die Datei gespeichert haben. Löschen Sie eine einmal abgetrennte Datei von der Festplatte, ist es nicht mehr möglich, sie aus dem Anhangfenster von Thunderbird zu öffnen. Das Programm blendet dann im Nachrichtenfenster die Meldung ein, dass es die Datei im Speicherordner nicht gefunden hat.
Dass Thunderbird die Dateien weiterhin im Anhangfenster anzeigt, ist übrigens kein Fehler, sondern sogar sehr praktisch. Wenn Ihnen jemand sagt, er habe Ihnen vor Monaten eine bestimmte Datei geschickt, können Sie das selbst dann noch nachprüfen, wenn Sie diese schon beim Erhalt der Mail abgetrennt haben. Mit einem Doppelklick auf den Anhang erfahren Sie im folgenden Dialog sogar, in welches Verzeichnis Sie die Anhänge gespeichert haben.
Einen kleine Fehler gibt es dennoch beim Abtrennen von Anhängen: Wählen Sie danach die Option Alle speichern, präsentiert Thunderbird eine verwirrende Fehlermeldung (Abbildung 3), die Ihnen vorschlägt, es später noch einmal zu versuchen. Haben Sie nur einen Anhang von einer Mail abgetrennt, speichern Sie die restlichen am besten einzeln über Speichern.
Thunderbird zeigt rechts oben im Fenster die Liste aller E-Mails in einem Ordner an. Statt mit der Maus können Sie auch per Tastatur zur jeweils nächsten oder vorherigen Nachricht wechseln. Das geht oft schneller als jede Mail anzuklicken. Um zur nächsten Mail zu gelangen, drücken Sie [F], mit [B] blättern Sie in der Liste nach oben.
Möchten Sie nicht durch alle, sondern nur durch die ungelesenen Mails blättern, hält Thunderbird auch dafür die passenden Shortcuts bereit: Drücken Sie [N], um zur nächsten ungelesenen E-Mail zu wechseln. Neue Nachrichten, die weiter oben in der Liste stehen, erreichen Sie mit [B].
Haben Sie in einem Text- oder Office-Dokument einen Link auf eine Web-Seite markiert und in die Zwischenablage kopiert, ist es nicht nötig, erst die Adresszeile von Firefox zu löschen und den Link dann dort einzufügen. Am schnellsten surfen Sie die gewünschte Seite mit einem Klick der mittleren Maustaste an: Klicken Sie einfach auf eine Stelle der aktuellen Seite, an der sich kein anderer Link befindet. Firefox übernimmt den Link aus der Zwischenablage in die Adresszeile und lädt die Web-Seite.
Eine noch pfiffigere Funktion bietet Firefox, wenn Sie mit der mittleren Maustaste keinen Link, sondern einen beliebigen Text einfügen. Der Browser startet dann eine Google-Suche nach dem Text aus der Zwischenablage und lädt die Seite, die sich hinter dem ersten Treffer verbirgt. Befindet sich beispielsweise der Text YaST in der Zwischenablage und fügen Sie ihn mit der mittleren Maustaste in das Firefox-Fenster ein, finden Sie sich kurze Zeit später auf der Wikipedia-Seite mit dem Eintrag zu YaST wieder. (amü)
| Suse-Tipp: Wenn YaST ein Paket nicht findet |
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Wenn Sie im Software-Modul von YaST über Software installieren oder löschen nach einem Paket suchen, von dem Sie wissen, dass es bei der Distribution dabei ist, und das Konfigurationswerkzeug trotzdem keine Treffer anzeigt (Abbildung 5), hat das meistens eine ganz triviale Ursache: Schuld ist in diesen Fällen oft ein Leerzeichen vor oder hinter dem Suchbegriff. Besonders eines, das hinter dem eingegebenen Wort steht, fällt dem Benutzer auf den ersten Blick nicht auf. Um zu kontrollieren, ob die Suche an einem Leerzeichen scheitert, setzen Sie den Cursor in das Feld Suche und überprüfen, ob dort tatsächlich nur der Name des Pakets steht, dass Sie installieren oder löschen wollen. Eine anderer Grund dafür, dass eine Suche scheitert, kann sein, dass Sie im Modul Installationsquelle wechseln versehentlich die Distributions-CD deaktiviert haben. Das machen Sie mit wenigen Mausklicks rückgängig: Starten Sie das Modul Installationsquelle wechseln im Abschnitt Software und markieren Sie dort die Installations-DVD. Damit YaST Software von diesem Datenträger nachinstalliert, muss An in der Spalte Status stehen. Steht dort Aus, ändern Sie das mit einem Klick auf die Schaltfläche Aktivieren oder Deaktivieren. (amü) Abb. 5: Wenn YaST trotz richtigem Suchbegriff kein Paket findet, liegt das oft nur an einem Leerzeichen im Suchfeld. |
| Infos |
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[1] XMMS-Artikel: Thomas Hümmler, "XMMS optimal nutzen", EasyLinux 08/2005, S. 39 ff.
[2] Artikel über Internet-Radio: Kristian Kißling, "Ade UKW", EasyLinux 07/2005, S. 48 f. |
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Last modified: 2007-04-05 11:24
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