claim.gif
Linux Magazin Linux User Easy Linux Ubuntu User International Linux Community
Erschienen in EasyLinux 06/2006

Leserbriefe

Offene Quellen -- unsicher?

Ich benutze schon seit Längerem Linux und frage mich öfters, wie sicher Linux eigentlich ist. Da die Quellen von Open-Source-Programmen und Linux selbst offen sind, könnte ein böser Mensch ja Code einschleusen, der ihm nützt oder wichtige Daten ausspioniert. Wie sicher ist man davor geschützt?

Silvia Schumacher

EasyLinux: Das ist eine gute Frage, die sich vermutlich (hoffentlich) alle Linux-Einsteiger stellen.

1. Dass der Quellcode eines Programms offen ist, macht es nur anscheinend einfacher, "bösen" Code einzuschleusen. Bei Closed-Source-Programmen ist das genauso möglich, nur dass es dort unmöglich ist, den Code zu sehen. D. h., bei einem Open-Source-Programm besteht theoretisch immer die Möglichkeit, den Code anzusehen (und darin versteckten bösen Code zu entdecken).

2. Suse signiert zum Beispiel sämtliche RPM-Pakete mit einem digitalen Schlüsselpaar. Der öffentliche Schlüssel befindet sich auch auf der CD/DVD. Wenn Sie über YaST Online-Updates einspielen, überprüft das System die digitale Signatur der Pakete. Weist ein Paket keine oder eine falsche Unterschrift auf, zeigt YaST eine Fehlermeldung an, und Sie können entscheiden, ob Sie das Paket trotzdem installieren möchten. Bei anderen Distributionen funktioniert das ähnlich.

3. Wenn Sie Pakte von Drittanbietern einspielen, sind diese oft auch mit einem digitalen Schlüsselpaar signiert. Um diese installieren zu können, müssen Sie zum Beispiel bei Ubuntu zunächst den öffentlichen Schlüssel importieren. Suse ist da weniger zimperlich und lässt die Installation ohne Fehlermeldung zu.

4. Nicht signierte Pakete -- dazu gehören auch die von EasyLinux -- sind grundsätzlich nicht vertrauenswürdig. Hier muss sich zunächst ein Vertrauensverhältnis aufbauen. D. h., wenn Sie uns vertrauen, können Sie die Pakete ruhig installieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand RPM-Pakete auf unserem Web-Server oder sogar diejenigen auf der Heft-CD manipuliert, ist sehr klein, aber sie ist nicht Null. (mhi)

OpenOffice unter 64-Bit-Linux

Ich besitze schon seit seinem Erscheinen das EasyLinux Starter Kit 10 und betreibe seit dieser Zeit Suse Linux 10.0 erfolgreich (von der Multimedia-Geschichte mal abgesehen). Nun habe ich mir einen neuen Rechner mit 64-Bit-CPU gekauft und bin auf die 64-Bit-Version umgestiegen.

Dabei ist folgende Problematik aufgetreten: OpenOffice braucht ca. zwei bis drei Minuten, bis es ein Fenster öffnet. Ich habe jetzt die aktuelle OpenOffice-Version der Heft-CD 05/2006 installiert, aber das hat nichts geändert.

Da mit der 32-Bit-Suse-Version alles reibungslos funktioniert, gehe ich davon aus, dass es am 64-Bit-Linux liegt.

Jürgen Nicklis

EasyLinux: Es ist generell keine gute Idee, 32-Bit-Software auf einem 64-Bit-Linux einzusetzen, auch wenn es möglich ist.

Wahrscheinlich haben Sie insgesamt eine bessere Performance, wenn Sie (trotz 64-Bit-Prozessor) die 32-Bit-Version von Suse Linux auf Ihrem Rechner installieren. (hge)

Themen auf der Mailingliste

EasyLinux hat drei Mailinglisten zu Suse und Mandriva Linux sowie Ubuntu eingerichtet. Die Mandriva- und Ubuntu-Listen werden noch nicht genutzt, aber auf der Suse-Liste finden bereits viele rege Diskussionen statt. Hier präsentieren wir eine Auswahl der aktuellen Themen. (mhi)

  • Scannerunterstützung: Wie kann ich den Scanner Lide 35 von Canon unter Suse zum Leben erwecken? Hat jemand einen Tipp bzw. Erfahrung mit einem Scanner, der unter Suse voll unterstützt wird?
  • VMware Workstation: Ich habe VMware ausprobiert und für hervorragend empfunden, denn im Gegesatz zu Parallels läuft hier mein USB-Scanner. Also habe ich mir eine Lizenz gekauft und diese auch registriert. Nun will ich den Schlüssel unter Help / Enter Serial Number eingeben, doch das Progamm erkennt ihn nicht an.
  • Installation von der Heft-CD: Ich wollte Thunderbird unter Linux und Windows laufen lassen. Nachdem ich aber mein bereits installiertes Thunderbird unter Linux zerschossen habe, habe ich es mit YaST deinstalliert und wollte es nun wieder von der EasyLinux-Heft-CD installieren. Das funktioniert aber nicht.
  • Geschwindigkeit von Laufwerken: Ist es möglich, die Geschwindigkeit von Laufwerken mit Linux zu reduzieren, damit sie nicht so laut sind? Ich weiß, dass ich es mit meinem Laptop und Windows XP kann. Aber ich möchte es gern auch unter Suse Linux 10 machen, da die DVD-Laufwerke zu laut sind.
  • Probleme mit dem CD-Laufwerk: Ich muss mein CD-Laufwerk ständig unter YaST als "neu" hinzufügen. Scheint so, als ob mein System es ständig vergisst. Erst wenn ich es neu eingerichtet habe, kann ich es mounten. Und das Blödste ist, daß ich es nicht mehr unmounten kann.
  • Capi-Treiber für AVM ISDN-Karte: Wegen eines Fehlers habe ich Suse OSS 10.0 vom Starter Kit neu installieren müssen. Nun funktioniert die Fritz!Card nicht mehr, wenn ich mit kinternet ins Internet gehen will. Mit Hisax geht's jedoch. Ich würde Capi jedoch gern benutzen wegen der Fax-Funktion.

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.

Druckerfreundliche Version | Feedback zu dieser Seite | Datenschutz | © 2021 COMPUTEC MEDIA GmbH | Last modified: 2008-11-05 16:56

[Linux-Magazin] [LinuxUser] [Linux-Community]