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Erschienen in EasyLinux 06/2006

Nachrichten

8-GByte-Silberling für die Hosentasche

Mit dem Modell CS-D bringt Trekstor einen Speicher-Stick mit dem großem Fassungsvermögen von 8 GByte auf den Markt -- eine Version mit 6 GByte ist ebenfalls erhältlich. Der Stick überträgt Daten nach dem USB-2.0-Standard und zeigt per Leuchtdiode an, ob er mit Schreib- oder Lesezugriffen beschäftigt ist.

Mit Abmessungen von 67 x 34 x 10 mm und von Trekstor mit feiner Waage ermittelten 27,9 Gramm ist der Stick hemd- und hosentaschenkompatibel. Der Hersteller (http://www.trekstor.de) nennt zudem Linux, Mac OS X ab 10.3 und Windows als passende Betriebssystemunterlage für den USB-Stick im Aluminiumgehäuse. Als Verkaufspreis sind 110 Euro für die 6-GByte-Ausgabe und 130 Euro für die 8-GB-Version empfohlen. In der Packung liegen neben dem CS-D ein Umhängeband und ein USB-Verlängerungskabel.

Abb. 1: Großes Volumen im kleinen Alu-Gehäuse verpackt -- der CS-D-Stick von Trekstor.
ATI erneuert Linux-Treiber

Unterstützung für die Grafik-Chips Radeon X1300, X1400, X1600, X1800 und X1900 sind ein Aspekt der neuen Grafiktreiber von ATI für Linux-Systeme. Ein anderer ist die Beseitigung eines Fehlers, der bislang zu sporadischen Änderungen der Xorg-Config-Datei führte. Neu ist auch, dass sich die Deinstallationsroutine, die in der neuen Treiberversion 8.24.8 steckt, ohne spezifische Pfadangabe starten lässt. Einige Probleme bleiben allerdings ungelöst: Unter anderem kann das Umschalten zwischen Konsolenmodus und X-Server einen Systemhänger auslösen. Zur Installation sind nun Kernel-Quellen und der Compiler GCC notwendig. Die proprietären Treiber gibt es in Ausgaben für 32- und 64-Bit-Systeme und bislang nur in englischer Sprache zum Download bei ATI (http://www.ati.com/de/) im Menü Treiber.

Abb. 2: Die Radeon X1900 zählt zu den Modellen, die der neue Linux-Treiber von ATI unterstützt.
Auf Dapper Drake Folgt Edgy Eft

Noch ist die neue Ubuntu-Version mit dem Codenamen Dapper Drake nicht ganz in trockenen Tüchern, da hat der Gründer der Linux-Distribution, Mark Shuttleworth, bereits den Nachfolger im Visier. Unter dem Codenamen Edgy Eft (etwa: scharfer Molch) führt Shuttleworth den Nachfolger ein.

Die Namenswahl erläutert er wie folgt: Edge assoziiere er mit den Begriffen Cutting und Bleeding Edge, sprich brandneuem, visionärem Code. Eft wiederum stehe für einen jungen Wassermolch, der seinen ersten Landgang riskiert und sich im felsigen Territorium außerhalb des Flusses behaupten muss. Neuland betreten, abseits des Mainstreams, lautet also die Formel.

Weniger poetisch sind die Features, die Shuttleworth gerne sähe: die Virtualisierungstechnologie Xen und Xgl/AIGLX zählen dazu. Letztere sollen grafische Effekte auf den Desktop zaubern. In seinem Posting (https://lists.ubuntu.com/archives/ubuntu-announce/2006-April/000064.html) zu Edgy Eft gibt sich Shuttleworth zuversichtlich, dass Ubuntu für Neuerungen bereit ist. Die kommende Version Dapper Drake sei sehr solide und erlaube einen solchen Ausflug. Für den 1. Juni ist die fertige Version von Dapper Drake angekündigt.

Beta von Opera 9

Der norwegische Hersteller Opera, der seinen gleichnamigen Browser gerne als schnellsten der Welt bewirbt, hat die neue Ausgabe 9 zum Betatest freigegeben. Gegenüber den bisher veröffentlichten Versionen, die nur Vorschaucharakter hatten, bügelten die Entwickler in Version 9.0b Fehler aus und widmeten sich der Stabilität der Software. Den Download der englischsprachigen Linux-Ausgabe gibt es hier: http://www.opera.com/download/index.dml?ver=9.0b. Eine Installation über eine bestehende Opera-Ausgabe oder auf Produktivrechnern ist nicht zu empfehlen: Opera bringt neue Formate mit und konvertiert vorhandene Profile in das neue Format. Auf diese Weise umgewandelte E-Mails sind mit älteren Opera-Versionen nicht mehr lesbar.

Opera 9 hat als Neuerung das Download-Protokoll Bittorrent an Bord. Außerdem sind Content- und Pop-up-Blocker integriert. Neu sind auch kleine Anwendungen, Widgets genannt, die den Funktionsumfang von Opera erweitern und den Firefox-Plug-Ins vergleichbar sind.

Suse vorinstalliert

Der Computer-Händler Arlt http://www.arlt.com bietet einen PC mit vorinstalliertem Suse Linux 10.0 an. Der Midi-Tower ist mit einem Celeron-Prozessor mit 2,400 GHz und 512 MByte Arbeitsspeicher bestückt. Die Grafiklösung S3 Unichrome Pro ist auf dem Board des Rechners integriert. Daneben sind eine Festplatte mit 80 GByte, ein DVD-Laufwerk und ein Cardreader an Bord. Das Gerät kostet rund 380 Euro, neben dem installierten Rechner erhält der Kunde die Suse-Box mit Novell-Support-Anspruch.

KOffice 1.5 mit Open Document als Standardformat

Das KDE-Projekt hat Mitte April die Version 1.5 seiner freien Office-Suite KOffice (http://www.koffice.org) freigegeben. Erstmals ist das Open-Document-Format das Standardformat für die Textverarbeitung KWord, die Tabellenkalkulation KSpread und das Präsentationsprogramm KPresenter. Die Zusatzprogramme KChart und KFormula unterstützen den Standard nur teilweise.

Weitere Bestandteile der Suite sind die Vektorgrafik-Anwendung Karbon und das Bitmap-Grafikprogramm Krita, das nun die Farbräume LAB und CMYK unterstützt. Mit Kivio lassen sich Flowcharts im Stil des Programms Visio erstellen. KOffice 1.5 enthält daneben das Datenbank-Programm Kexi 1.0, das mit MySQL- und Prostgresql-Datenbanken zusammenarbeitet und Microsoft-Access-Dateien importieren kann. KPlato, ein Werkzeug für das Projektmanagement, wird als Technology Preview mitgeliefert -- eine stabile Version ist für die KOffice-Version 2.0 geplant, die Anfang 2007 erscheinen soll.

Ebenfalls für Version 2.0 ist Kross angekündigt, eine umfassende Skripting-Engine für die Suite. In der aktuellen Release bieten nur Krita und Kexi Schnittstellen für die Sprachen Python und Ruby an. Daneben haben die Entwickler Verbesserungen für behinderte Benutzer umgesetzt, beispielsweise Sprachausgabe und Bedienung ohne Maus.

Abb. 3: Eine umfangreiche Office-Suite: KOffice 1.5 mit Textverarbeitung, Datenbank und Grafikprogramm.
Newsticker

WWWoffle 2.9 Der World Wide Web Offline Explorer (WWWoffle) kann Web-Seiten zwischenspeichern, was besonders für Modem-Benutzer nützlich ist. Das Programm wird als lokaler Proxy im Browser eingetragen und unterstützt die Protokolle HTTP und FTP. WWWoffle (http://www.gedanken.demon.co.uk/wwwoffle/) bietet viele Einstellungs- und Filtermöglichkeiten: Es kann beispielsweise Java-Applets und Flash-Animationen ausfiltern sowie Blink-Tags entfernen. Im Offline-Modus kann der Anwender Seiten zum späteren Download vormerken. In der aktuellen Version haben die Entwickler das Programm kleiner und schneller gemacht sowie die Unterstützung für HTTPS-Verbindungen verbessert.

Puzzle Maps 1.0.0 Die Welt als interaktives Puzzle darstellen will das Programm Puzzle Maps (http://puzzlemaps.rubyforge.org). Der Benutzer wählt einzelne Karten aus, die dort vertretenen Länder dienen dann als Puzzleteile. Das Programm hat mit Version 1.0.0 einen stabilen Zustand erlangt. Als Neuerung gegenüber der Vorversion ist nun die Karte von Südafrika enthalten. Damit ist der Puzzle-Globus bis auf einige entlegene Inselgruppen komplett, schreibt der Entwickler Geoff Jacobsen. Außerdem führt Puzzle Maps Protokoll darüber, welche Karten der Nutzer bereits zusammengesetzt hat.

Truecrypt 4.2 Bisher bot die Verschlüsselungslösung Truecrypt, mit der sich Festplatten, einzelne Partitionen oder Dateien verschlüsseln lassen, ihren Nutzwert mehr oder minder nur Windows-Anwendern an. Das hat sich mit Version 4.2 geändert. Verschlüsselte Bereiche (Truecrypt-Volumes) nebst Passwörtern und Keyfiles lassen sich nun auch unter Linux erstellen. Ein Shell-Skript zur leichteren Installation rundet das Angebot an Neuerungen ab. Pakete für Truecrypt 4.2 gibt es unter http://www.truecrypt.org/downloads.php für verschiedene Linux-Distributionen, darunter Suse 9.3 und Ubuntu 5.10.

Openspace Filemanager 0.2 Der Openspace Filemanager 0.2 ist ein flexibler Datei-Manager-Ersatz. Seinen Dienst verrichtet er (http://openspace.linux.pl/wakka.php?wakka=MainPage) wahlweise im doppelten oder einfachen Fenster. Die Entwickler rühmen zudem die grafischen Einstellungsmöglichkeiten, zum Beispiel die Wahl der Farben und Icons für die Anzeige bestimmter Dateitypen. Der Download ist laut den Entwicklern als universell einsetzbares Binärpaket möglich, das keine weiteren Bibliotheken benötigt. Der Befehl sh openspace-0.2.0.bin installiere das aktuelle Release 0.2.0. Umgekehrt diene sh openspace-0.2.0.bin uninstall zur Deinstallation.

Comic Browser 2.0 Den Fans von im Web verbreiteten Comics hat sich der Comic Browser (http://comicbrowser.sourceforge.net) verschrieben. Als simple grafische Oberfläche bietet er eine Auswahl an bekannten Comics wie etwa User Friendly an, ruft die neuesten Bildergeschichten ab und speichert ältere Ausgaben im Cache. Die Liste (http://comicbrowser.sourceforge.net/comics.html) der unterstützten Comics ist vorgefertigt. Weiterer Vorteil des Browsers: Mit einem Klick blättern Sie durch mehrseitige Comics.

Konqueror Burning Sidebar 0.9 (Default) Diese Erweiterung nistet sich als Icon in die Symbolleiste des Dateimanagers ein und dient dort als grafischer Helfer für das Beschreiben von CDs und DVDs. Zum Brennen greift die Seitenleistenkomponente auf das Programm K3b zurück. In der aktuellen Release 0.9 (http://konqburn.sourceforge.net/) unterstützt das Werkzeug erstmals das Erstellen von DVDs. Zudem dürfen einzelne Ordner per Drag & Drop aus einem Konqueror-Fenster einfach auf das CD-Icon gezogen werden, um sie zu brennen. Das Tool liegt bei Sourceforge (http://sourceforge.net/projects/konqburn) zum Download.

(Ulrich Bantle/Mathias Huber/mhu/uba)

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