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Claudia Dotterweich
Eine der wichtigsten Bildbearbeitungsfunktionen ist das nachträgliche Schärfen eines Fotos. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Bild zu schärfen: Die erste Möglichkeit rufen Sie über das Bildmenü, Filter / Verbessern / Schärfen, auf. Dort legen Sie die passende Bildschärfe im Bereich zwischen 1 und 99 fest. Generell gilt "weniger ist mehr" -- unbedachtes Nachschärfen hat schon viele Fotos zerstört. Die Vorschau hilft Ihnen dabei, dass das Bild nicht zu grobkörnig wird.
Eine weitere Möglichkeit bietet die Option Unscharf Maskieren (Filter / Verbessern / Unscharf Maskieren): Der Vorteil dieser Funktion liegt darin, dass sie nicht den gesamten Bildinhalt nachschärft; sie wirkt sich nur auf Konturen aus. Im Filterdialog gibt es Regler für Radius, Menge und Schwellwert (Abbildung 1).
Für Einsteiger ist die optimale Anwendung eventuell nicht ganz einfach. Diesen empfehlen wir für den Anfang, den Schwellwert zwischen 2 und 5 zu belassen. Der Radius hängt von der Bildauflösung auf: Je höher sie ist, desto größer sollte auch der Reglerwert sein. Ein Radius von 1 Pixel ist für hochauflösende Bilddateien mit 300 dpi bereits ausreichend. Beachten Sie, dass die Änderung eines der drei Parameter immer auch die Wirkung der anderen Einstelloptionen beeinflusst. Orientieren Sie sich daher stets an der Bildvorschau und arbeiten Sie am besten mit einem Duplikat ([Strg-D]).
Ein Weißabgleich ist eine Methode, mit der Sie Farbstiche nach der Aufnahme neutralisieren. Mit Gimp erledigen Sie das über das Bildmenü Ebene / Farben / Werte. Für den manuellen Weißabgleich ist der Schieberegler rechts unterhalb des Histogramms zuständig. Wenn Sie beim manuellen Abgleich nicht die gewünschten Resultate erzielen, verwenden Sie alternativ die Schaltfläche Automatisch. Das Ergebnis können Sie dann über die Schieberegler manuell noch etwas nachbessern (Abbildung 2).
Gimp liefert von Haus aus sehr viele Filter, mit denen Sie ganz einfach wirkungsvolle Ergebnisse erzeugen. Einer davon ist der Relief-Effekt, der -- abhängig von den Einstellungen -- verschiedene Resultate produziert. In diesem Tipp erfahren sie, wie Sie mit dem Reliefeffekt ein Foto in eine Kohlezeichnung umwandeln.
Oft ist es nötig, bestimmte Bildebenen in eine andere Datei zu kopieren. Für diese Aufgabe verwendet man normalerweise die Ablage. Gehen Sie folgendermaßen vor:
Diesen Vorgang können Sie nur verkürzen: Ziehen Sie einfach die gewünschte Bildebene per Drag & Drop in die neue Bilddatei. Dadurch legen Sie automatisch eine neue Ebene an und kopieren die ausgewählte Ebene in diese hinein.
In diesem Tipp zeigen wir Ihnen, wie Sie einem Graustufenfoto einen poppigen Farbverlauf verleihen.
Eine äußerst nützliche Funktion finden Sie im Bildmenü unter Bearbeiten / Auswahl nachziehen: Damit zeichnen Sie entlang der Auswahlgrenzen einen Strich in beliebiger Breite. Diese Auswahlgrenze deutet Gimp im Bild durch eine gestrichelte Linie an. Das ist zum Beispiel dann praktisch, wenn Sie einen Text mit einer andersfarbigen Umrandung versehen möchten.
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Last modified: 2008-11-05 16:56
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