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Heike Jurzik
Standardmäßig erlaubt es ein Ubuntu-Rechner nach der Installation nicht, dass Sie sich von einer entfernten Maschine per ssh ("Secure Shell") anmelden. Der Grund dafür ist die fehlende Installation des SSH-Servers. Diesen rüsten Sie mit wenigen Handgriffen nach:
Standardmäßig ist der SSH-Server unter Breezy Badger so konfiguriert, dass er sowohl Anmeldungen des Systemverwalters Root (wenn Sie dafür explizit ein Passwort gesetzt haben und nicht mit sudo arbeiten) als auch Verbindungsaufnahmen aller Benutzer erlaubt. Mit einem Text-Editor passen Sie die Konfigurationsdatei des Servers an und schränken den Zugriff ein:
sudo kwrite /etc/ssh/sshd_config
PermitRootLogin no
AllowUsers huhn petronella
$ sudo /etc/init.d/ssh restart Password: * Restarting OpenBSD Secure Shell server...
Auch hier authentifizieren Sie sich wieder mit dem eigenen Kennwort. Versucht anschließend ein Benutzer, der nicht in der Liste genannt ist, Verbindung zum Ubuntu-Rechner aufzunehmen, sieht er zwar die Aufforderung zur Passworteingabe, kann sich aber nicht erfolgreich anmelden.
Mit dem Programm NX von der Firma NoMachine [1] übertragen Sie den Bildschirminhalt eines entfernten Computers auf den lokalen Rechner und arbeiten anschließend so, als säßen Sie direkt vor dem Computer. NX arbeitet dabei als eine Art Proxy-System zwischen den grafischen Oberflächen (X-Servern) und verbessert die Geschwindigkeit bei der Übertragung des X-Window-Systems erheblich -- sogar über eine langsame Modem-Verbindung funktioniert NX recht flüssig.
Es ist weiterhin möglich, die Daten per SSL und SSH zu verschlüsseln, NX-Sessions an Windows-Terminal-Server (per RDP) oder VNC-Server [2] weiterzuleiten.
Den NX-Client gibt es für verschiedene Linux-Systeme, Solaris, Windows, Mac OS X, Sharp Zaurus, Sony Playstation 2, und HP/Compaq iPAQ. Sie finden den Client auf den Download-Seiten von NoMachine [3].
Knoppix bringt seit einiger Zeit eine freie Implementation des NX-Servers (FreeNX) mit, die Sie mit wenigen Mausklicks für Anfragen bereit machen. Richten Sie nach dem Booten zunächst die Netzwerkkarte ein, falls das noch nicht geschehen ist:
Anschließend richten Sie den NX-Server selbst ein. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
Natürlich geht's auch in die andere Richtung -- der NX-Client gehört bei Knoppix ebenfalls zur Standardausstattung. Voraussetzung sind wiederum eine funktionierende Netzwerkverbindung (siehe Tipp ##) und ein NX-Server, der auf der Gegenseite Verbindungen annimmt.
Sie finden den NX-Client unter Knoppix im K-Menü / Internet / NX Client for Linux / NX Client for Linux. Ein Einrichtungsassistent (NX Connection Wizard) führt Sie durch die Konfiguration:

| Infos |
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[1] NoMachine: http://www.nomachine.com/
[2] Artikel zu VNC: Heike Jurzik, "Fernsteuerung -- Rechner im lokalen Netz mit VNC fernbedienen", EasyLinux 11/2004, S. 48 ff., http://www.easylinux.de/2004/11/048-vnc/ [3] NX-Client: http://www.nomachine.com/download.php |
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Last modified: 2008-11-05 16:58
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