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Erschienen in EasyLinux 08/2006   »   Ausgabe bestellen

Software-News

Scribus: Professionelles Desktop Publishing zum Nulltarif

Lange Zeit waren Desktop-Publishing-Programme (DTP) nur von wenigen Firmen und für viel Geld erhältlich. Private Anwender ohne große Ansprüche gestalteten ihre Flyer oder Broschüren meist mit Office-Programmen. Dank Scribus (Abbildung 1) muss jetzt auch der Heimanwender nicht mehr zur Notlösung greifen, sondern bekommt mit dieser Software alle Features, die er zum professionellen Erstellen von druckbaren Layouts benötigt.

Jedoch kommen nicht nur ambitionierte Hobby-Anwender auf ihre Kosten, auch dem Profi bietet Scribus inzwischen eine Vielfalt an Werkzeugen. Neben diversen Im- und Exportfiltern für die Formate EPS, PDF oder SVG bietet die Software eine umfangreiche Farbverwaltung, die kaum Wünsche offen lässt.

Kristina: Lass hier bitte noch für 2-3 Sätze Platz :-) dankeschön

Abb. 1: Die Desktop Publishing Software spricht sowohl ambitionierte Hobby-Layouter als auch professionelle Nutzer an.

Opera 9: Was lange währt...

Beinahe sieben Monate arbeiteten die Entwickler an Version 9 des Webbrowsers Opera. Das Ergebnis kann sich auf der ganzen Linie sehen lassen: Neben vielen Bug-Fixes glänzt die Software jetzt mit der bereits für Version 8.5 angekündigten Unterstützung des Peer-to-Peer-Protokolls BitTorrent. Das auffälligste Merkmal der neuen Version sind jedoch die Widgets: Kleine Fenster, die je nach Bedarf verschiedene Funktionen übernehmen. Das Repertoire reicht vom Taschenrechner über die Wettervorhersage bis hin zum aktuellen Börsenkurs, der stets präsent am Bildschirm haftet.

Auch der lange vermisste Content-Blocker hat nun seinen Weg in den neuen Browser gefunden. Er erlaubt per Mausklick das Ausblenden unerwünschter Inhalte von Bildern oder spezifischen aktiven Inhalten wie Flash-Objekten. Über das Kontextmenü (Seitenspezifische Einstellungen...) erreichen Sie nun auch bequem die Sicherheitseinstellungen für jeder Seite.

Dem erfahrenen Anwender erlaubt die Software ähnlich wie Firefox über die Eingabe von opera:config (Abbildung 2) in der Adressleiste das Einstellen browserspezifischer Parameter, z.B. des Cache-Managements oder der BitTorrent-Unterstützung.

Abb. 2: Über die Eingabe von "opera:config" in der Adressleiste erreichen Sie die internen Einstellungen des Webbrowsers Opera.

Thunderbird und Enigmail: Ein glänzendes Duo

Kaum eine andere freie Software sorgt seit knapp zwei Jahren für so viel Furore wie die Mozilla-Kinder Firefox und Thunderbird (Abbildung 3). Aus gutem Grund: Die ehemals in der Mozilla-Suite integrierten Programme dienen den Entwicklern als solide Basis für leistungsfähige Einzelapplikationen, die keinen Vergleich mit Konkurrenzprodukten wie Sylpheed, KMail oder Opera scheuen müssen. Das Verwalten von mehreren E-Mail-Accounts beherrscht der Mailclient ebenso wie den Umgang mit dem Transportprotokoll IMAP, das die Nachrichten auf dem Server verwaltet. Zur Abwehr von Spam-Mails verfügt Thunderbird über ausgefeilte Filtermechanismen, die nicht nur Junk-Mails selektieren, sondern auch legitime Nachrichten direkt in das passende Verzeichnis verschieben.

Aus der Vielzahl an bereitstehenden Erweiterungen erweist sich das GnuPG-Frontend Enigmail als besonders nützlich. Es integriert sich nahtlos in den Mailclient Thunderbird und macht den Umgang mit der ansonsten eher schwierig zu bedienenden Software zum Kinderspiel. Wizards helfen dem Erstanwender beim Erstellen der neuen Schlüssel. Was technisch im Hintergrund abläuft, bleibt für ihn auch beim Verwenden von GnuPG über Enigmail transparent.

Abb. 3: Die Thunderbird-Erweiterung Enigmail dient als GnuPG-Frontend und erschließt auch dem unerfahrenen Benutzer kryptographische Verfahren zum Verschlüsseln und signieren von E-Mails.

Live-DVD Knoppix 5.01

Das Betriebssystem Knoppix (Abbildung 4) startet ohne vorherige Installation auf einer Festplatte und stellt eine vollwertige Arbeitsumgebung bereit. Sicher ist Knoppix nicht das erste Betriebssystem mit derartigen Fähigkeiten, jedoch hat es maßgeblich zur Verbreitung von Live-CD-/DVD-Systemen beigetragen.

Beeindruckend ist sowohl die kinderleichte Bedienung des Systems als auch die enorme Anzahl an Softwarepaketen. Die Palette der Anwendungen reicht von der kompletten Arbeitsumgebung für Home- und Office-Anwender bis hin zu Rettungstools für Systemadministratoren. Auch multimedial hat die Distribution einiges zu bieten: Programme wie Amarok, Rosegarden oder Audacity erlauben sowohl das Abspielen aller gängigen Multimediaformate als auch das Erstellen und Bearbeiten eigener Kreationen.

Speziell Windows-Anwender dürften sich über den Lese- und Schreibzugriff auf NTFS-Partitionen freuen, der es ermöglicht, Windows-Dateien zu bearbeiten, die im laufenden Betrieb gesperrt sind und bei Virenbefall das System nicht nur zu checken sondern auch säubern.

Wenn Sie sich entscheiden, Knoppix fest auf dem Rechner zu installieren, steht Ihnen mit dem Aufruf von sudo knoppix-installer im Terminal ein hilfreiches Skript zur Seite, das Sie beim Einrichten unterstützt.

Abb. 4: Dank der Vielzahl an Paketen avanciert Knoppix zur eierlegenden Wollmilchsau unter den Live-Systemen.

Kiso

Speziell seit der großflächigen Verbreitung von Breitband-Internetanbindungen erfreuen sich CD- und DVD-Abbilder im ISO-Format wachsender Beliebtheit. Sie erlauben das problemlose Verteilen von bootfähigen CD-ROMs und DVDs, ohne auf den physikalischen Datenträger angewiesen zu sein. Der Anwender brennt diese dann entweder auf einen solchen oder bootet das Image direkt mit Programmen wie VMware.

Das Tool Kiso (Abbildung 5) bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, ISO-Dateien zu bearbeiten oder selbst zu erstellen. So erlaubt es beispielsweise das Öffnen vorhandener ISO-Dateien und das Hinzufügen und Entfernen von Dateien und Verzeichnissen. Auch das Konvertieren verschiedener Image-Formate wie NRG, IMG oder BIN in das ISO-Standardformat beherrscht das Programm.

Um die erstellten Abbilder vor unbefugter Benutzung zu schützen, verfügt Kiso über eine Verschlüsselungsoption, die das Programms Mcrypt verwendet. (Thomas Leichtenstern/tle)

Abb. 5: Mit dem Programm Kiso erstellen, verändern und konvertiern Sie ISO-Images.

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