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Erschienen in EasyLinux 08/2006   »   Ausgabe bestellen

Mit Scribus professionell Dokumente layouten

Druckwerkstatt


OpenOffice & Co. sind für Briefe zwar noch brauchbar, wenn Sie Dokumente aber professionell layouten möchten, brauchen Sie passende Software. Wir stellen Scribus vor und zeigen, wie Sie effektiv damit arbeiten.

Martin Loschwitz

Haben Sie schonmal einen Flyer, eine Informationsbroschüre oder gar ein kleineres Heft oder ein Vereinsmagazin erstellt? Dann wissen Sie, wie viel Arbeit das ist. Und vermutlich wissen Sie auch, dass sich das Projekt mit den üblichen Verdächtigen wie OpenOffice praktisch nicht umsetzen lässt. Denn letztere sind für den alltäglichen Schriftverkehr zwar praktisch und völlig ausreichend. Wenn Sie aber im Text auf ansprechende Weise Bilder unterbringen, Kästen und ähnliche Designelemente frei platzieren möchten oder wenn Sie die Daten druckfertig an die Druckerei senden müssen, stoßen Textverarbeitungsprogramme an ihre Grenzen.

Für Layoutzwecke sind gewöhnliche Schreibprogramme schließlich nicht da. Wenn man einen Text publikumswirksam gestalten möchte, nimmt man deshalb besser so genannte DTP-Software. DTP steht für "Desktop Publishing", einen Begriff, der Aktivitäten umfasst, die mit dem Setzen eines Textes zu tun haben. Natürlich gibt es Linux auch für eine ganze Menge DTP-Software. Eine Software hebt sich allerdings in Sachen Bekanntheit und Funktionalität von den anderen ab: Scribus ist das Programm der Stunde.

Leider ist Scribus aufgrund der vielen Funktionen, die es bietet, mittlerweile so umfangreich, dass die Vielfalt für unerfahrene Benutzer kaum zu überblicken ist.Wir erklären grundlegende Arbeitsweisen und zeigen, was mit Scribus möglich ist.

Scribus installieren

Weil Scribus mittlerweile so verbreitet ist, stellt die Installation keine Hürde dar. Allen Suse-Versionen liegt das Paket bei, ebenso gehört es bei Mandriva Linux und sogar bei Kubuntu zum Lieferumfang. Unter Umständen weisen die Versionen einzelner Distributionen Unterschiede auf, die hier beschriebene Vorgehensweise lässt sich aber mit den von EasyLinux unterstützten Distributionen umsetzen. Installieren Sie das Paket scribus, wie in der Anleitung zur Heft-CD für andere Pakete beschrieben, mit dem Paketverwaltungsprogramm Ihrer Distribution.

Generelle Überlegungen

Bevor Sie mit dem Setzen einer Seite loslegen, müssen Sie einige Dinge klären. Wer einfach drauf los layoutet, kommt nicht zum Ziel oder macht sich am Ende jedenfalls viel mehr Arbeit, als notwendig wäre. Zunächst müssen Sie wissen, welches Produkt Sie am Ende erhalten möchten. Ein simpler Flyer unterscheidet sich ganz wesentlich von einer Broschüre, die meistens gefaltet wird. Eine Zeitungsseite ist wieder ganz anders zu konstruieren. Wir verwenden als Beispiel im Folgenden eine Zeitungsseite, die einzelnen Arbeitsschritte lassen sich natürlich auf andere Layout-Projekte übertragen.

Damit ist die Planungsphase aber noch immer nicht abgeschlossen. Denn es ist unwahrscheinlich, dass Sie in einer Zeitung später Seiten haben möchten, die ohne jedes Design auskommen. Zeitungen haben in der Regel auf jeder Seite ein wiederkehrendes Element, das die Seitenzahl und andere Informationen enthält. Schauen Sie sich zum Beispiel das Design dieser Seite an: Neben dem Text finden Sie oben Angaben zur Rubrik, unten steht die Seitenzahl und überdies finden sich auf der Seite andere Elemente, die nur im Zusammenspiel zum dargestellten Resultat führen (Abbildung 1).

Abb. 1: Der Seitenrahmen in Scribus: Oben links sind auf jeder Seite wiederkehrende Elemente zu sehen.

Effizient arbeiten

Das passende Seitendesign überlegen Sie sich, noch vor den ersten Schritten in Scribus. Legen Sie fest, welche Elemente Sie wo auf der Seite verwenden möchten. Dazu tun es ein Blatt Papier und ein Bleistift, wer Computerunterstützung für das Seitendesign braucht, nimmt Gimp. Haben Sie ein grundlegendes Design für Ihre Zeitung ausgearbeitet, geht es nun daran, es zum ersten Mal umzusetzen. Starten Sie Scribus über das K-Menü oder mit [Alt-F2] und scribus.

Eine neue Seite anlegen

Die meisten Symbole in Scribus sind nach dem ersten Programmstart noch ausgeblendet. Legen Sie eine neue Seite an.

  1. Klicken Sie oben links in der Symbolleiste auf das weiße Blatt Papier. Scribus zeigt nun den Assistenten zum Erstellen einer neuen Seite an.
  1. Wählen Sie bei Größe das Papierformat, das die Publikation haben soll.
  1. Klicken Sie rechts bei Standardmaßeinheit auf Millimeter, um die in Deutschland gebräuchliche Maßeinheit Millimeter einzustellen, statt die unter Typografen übliche Einheit Point zu verwenden.
  1. Klicken Sie auf Ok, damit Scribus die neue Seite im Arbeitsbereich anzeigt.

Erste Schritte

Lassen Sie sich nicht von den vielen Symbolleisten verwirren. Wichtig ist zunächst der große Arbeitsbereich in der Mitte. Dort ist ein weißes Blatt im von Ihnen festgelegten Format zu sehen, das jeweils an den Seiten mit blauen Linien einen Abstand zum Seitenrand eingetragen hat. Innerhalb dieses Bereichs finden alle Veränderungen statt, die Sie an einer Seite vollziehen.

Die Symbolleiste unter der Menüleiste bietet Schnellzugriff auf die wichtigsten Funktionen. Eine detaillierte Erläuterung der Symbole finden Sie im Kasten Werkzeuge.

Die Arbeit mit Ebenen

Scribus verwendet Ebenen. Wenn Sie mit Gimp oder einer anderen Bildbearbeitungssoftware regelmäßig arbeiten, kennen Sie das Prinzip schon: Während der Arbeit an einer Seite werden nach und nach immer wieder neue Ebenen angelegt, die sich unabhängig von den anderen bearbeiten lassen. Stellen Sie sich eine Ebene am besten als "durchsichtige" Folie vor, die auf die Grundseite gelegt wird. Veränderungen werden dann innerhalb dieser Ebenen gespeichert. Löscht man eine Ebene, sind sofort alle Veränderungen verschwunden, die auf dieser Ebene existierten. Kleine Pannen beim Layouten sind damit kein Problem -- löscht man die entsprechende Ebene, ist der Fehler ausgebügelt.

  1. Klicken Sie oben auf Werkzeuge / Ebenen. Es erscheint der Dialog für Ebenen.
  1. Am unteren Rand des Fensters sehen Sie vier Buttons. Eine Ebene ist schon angelegt, sie heißt Hintergrund und ist die leere Seite, die Sie sehen. Klicken Sie auf den linken der vier Buttons.
  1. Geben Sie einen Namen für die neue Ebene ein und bestätigen Sie ihn mit [Eingabe].

Wiederholen Sie die vorangegangenen Schritte immer dann, wenn Sie wichtige Veränderungen im Dokument vorgenommen haben. Während der Arbeitsphase entsteht dadurch eine recht große Ebenenliste.

Die Arbeit mit den Scribus-Werkzeugen

Das erste Lernziel dieses Workshops ist einfach, mit den verschiedenen Scribus-Werkzeugen und -Funktionen klarzukommen. Um normalen Text einzufügen, gehen Sie beispielsweise so vor:

  1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Textseitensymbol rechts neben dem Symbol mit dem schwarzen Pfeil.
  1. Suchen Sie im Dokument eine Stelle, an der später eine Ecke der Textbox sein soll, die Sie jetzt erstellen.
  1. Klicken Sie auf den Punkt, halten Sie den Mauszeiger gedrückt und ziehen Sie mit dem Mauszeiger einen Kasten der Größe, die das Textfeld haben soll.
  1. Lassen Sie den Mauszeiger los, das neue Textfeld wird erstellt.
  1. Klicken Sie auf das gerade erstellte Textfeld mit der rechten Maustaste und wählen Sie Text bearbeiten.
  1. Fügen Sie einen Text entweder ein, indem Sie ihn eintippen, aus einem anderen Programm kopieren oder aus einer Datei laden. Die Symbole im Texteditor sind denen von OpenOffice & Co. sehr ähnlich und besitzen die gleichen Funktionen, sodass Sie sich schnell zurechtfinden. Schließen Sie danach den Texteditor.

Bilder

Der schönste Artikel verkommt ohne Bilder zur "Bleiwüste". Der Umgang mit Bildern ist in Scribus glücklicherweise so einfach wie der Umgang mit Texten.

  1. Gehen Sie vor wie bein Erstellen einer Textbox vor, wählen Sie diesmal aber anstelle des Textboxsymbols das Bildsymbol, also das zweite Icon rechts vom Icon mit dem schwarzen Pfeil (XXX).
  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das neu Feld und dann Sie auf Bild laden.
  1. Wählen Sie das Bild aus, das Sie in den Rahmen laden wolle, und warten Sie, bis Scribus seine Arbeit verrichtet hat.
  1. Skalieren Sie mit dem Mauszeiger das Bild und den Rahmen nötigenfalls so, dass beide zusammenpassen.
Kasten 1: Druckersprache

Wenn Sie regelmäßig Texte setzen, sich aber im Handwerk eines Druckers noch nicht so gut auskennen, wird Sie vermutlich früher oder später jemand darauf aufmerksam machen, dass er in Ihrem Machwerk ein "Hurenkind" oder einen "Schusterjungen" gefunden hat. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: "Hurenkind" und "Schusterjunge" sind zwei Begriffe, die aus der Druckersprache stammen und bezeichnen zwei Fehler beim Setzen eines Textes.

So spricht man vom Hurenkind dann, wenn der letzte Satz auf einer Seite in der ersten Zeile der folgenden Seite endet.

Mit einem "Schusterjungen" verhält es sich ähnlich, allerdings beginnt hier ein neuer Absatz in der letzten Zeile einer Seite. Auch dieser Fehler wird nicht gern gesehen.

Achten Sie beim Setzen Ihrer Texte darauf, dass Sie Schusterjungen und Hurenkinder vermeiden, indem Sie notfalls durch das manuelle Einfügen von Zeilenumbrüchen Platz sparen oder einfügen, wo es notwendig ist.

Andere Werkzeuge

Die anderen Icons in der Scribus-Leiste erklären sich fast von selbst. So ziehen Sie mit dem Button, an dessen Ende sich jeweils ein kleines Kreuz befindet, Trennlinien. Das viereckige Symbol legt Kästen an, die sich dann farbig ausfüllen lassen. So hinterlegen Sie Text mit einer Farbe. Diese vier Werkzeuge reichen entsprechend eingesetzt für eine ordentliche Zeitungsseite bereits aus. Eine Übersicht der Werkzeuge gibt Abbildung 2.

Abb. 2: Die Funktionen der einzelnen Scribus-Werkzeuge im Überblick.

Musterseiten anlegen

Wie schon erwähnt, werden Sie in einer Zeitung normalerweise nicht jede Seite mit einem neuen Layout ausstatten, sondern das Grunddesign über das ganze Druckwerk hinweg beibehalten. Deshalb ist es nicht sinnvoll, bei jeder neuen Seite erst das Grunddesign mühsam herzustellen. Arbeiten Sie stattdessen besser mit Musterseiten. Eine neue Seite erstellen Sie dann, indem Sie die Musterseite laden, den seitenspezifischen Inhalt eingeben und die Seite speichern.

So erstellen Sie eine Musterseite:

  1. Wählen auf Bearbeiten / Musterseiten. Sie sehen dann ein Fenster mit einer Liste aller vorhandenen Musterseiten.
  1. Klicken Sie auf Neu. Geben Sie einen Namen für die neue Seite ein und bestätigen Sie mit Ok (Abbildung 3).
  1. Solange der Dialog Musterseite bearbeiten zu sehen ist, ist im Editor -- also im Hauptteil des Programms -- die jeweilige Musterseite geöffnet und nicht ein Dokument. Veränderungen nehmen Sie also dort vor.

Abb. 3: In diesem Dialog legen Sie eine Musterseite an. Solange der Dialog geöffnet ist, wirken sich alle Veränderungen auf die Musterseite aus.

Vom Konzept zum Layout

Nun setzen Sie das Seitenlayout, das Sie zuvor mit Bleistift und Papier oder mit Gimp ausgearbeitet haben, in eine Musterseite um. Im Beispiel hat die Seite drei Elemente: Am oberen Rand teilt eine schwarze Trennlinie einen kleinen Teil der Seite nach oben hin ab. Über der Trennlinie steht links die Seitenzahl, dann folgt ein senkrechter Trennstrich, und rechts daneben steht schließlich die Rubrik, in der die Seite erscheint.

  1. Wählen Sie das Linienwerkzeug aus und ziehen Sie eine waagrechte Linie von links nach rechts ein Stück unterhalb der blauen Linie, die den Druckbereich markiert.
  1. Setzen Sie auf der linken Seite des Dokuments direkt rechts neben die blaue Linie ein kleines Textfeld. Drücken Sie [Alt-#] -- so weiß Scribus, dass dorthin die Seitenzahl gehört.
  1. Ziehen Sie einen kurzen, senkrechten Trennstrich rechts neben der Textbox mit der Seitenzahl.
  1. Fügen Sie schließlich eine weitere Textbox ein, die Sie mit dem Namen einer Rubrik (im Beispiel "Sport") betiteln.

Die erstellte Beispielseite wird im Heft später jeweils auf der linken Seite erscheinen. Deshalb befinden sich die festen Seitenelemente auf der linken Seite des Dokuments. Legen Sie nun noch eine Musterseite an, bei Seitenzahl, Trennstrich und Rubrikname jeweils auf der rechten Seite des Dokuments stehen. Im gedruckten Heft sind das später die rechten Seiten.

Text einfügen

Schließen Sie den Dialog zur Bearbeitung von Musterseiten. Nun beginnen Sie die erste tatsächliche Seite.

  1. Rufen Sie den Menüpunkt Seite / Musterseite laden auf. Wählen Sie rechts oben die passende Musterseite aus.
  1. Klicken Sie auf Ok. Scribus lädt nun die Musterseite als neue Seite im Hauptfenster.
  1. Legen Sie im Ebenendialog eine neue Ebene an.

Eine Musterseite ist zwar schön, ohne Text aber wenig aussagekräftig. Fügen Sie deshalb welchen ein:

  1. Ziehen Sie wie zuvor beschrieben mit dem Textwerkzeug einen Rahmen mit ein paar Millimetern Abstand zur Trennlinie nach oben hin, der nach rechts, links und unten den kompletten Druckbereich umfasst.
  1. Öffnen Sie den Texteditor und fügen Sie Text ein. Formatieren Sie ihn mit den Buttons oben im Texteditor: Passen Sie Schriftart und -größe an.

Nun haben Sie zwar Text im Dokument, wie ein echter Zeitungstext sieht der aber noch nicht aus. Das liegt im Wesentlichen daran, dass er bisher nur ein normaler Lauftext ist. Zeitungen sind allerdings in Spalten unterteilt. Um bei Ihrer Zeitung ebenfalls eine Spaltentrennung einzuführen, gehen Sie die folgenden Schritte:

  1. Wählen Sie in der Buttonleiste den Schalter mit dem schwarzen Pfeil.
  1. Öffnen Sie mit der rechten Maustaste auf das Textfeld ein Menü und wählen Sie dort den Eintrag Eigenschaften aus.
  1. Klicken Sie im neuen Fenster auf Form, dann bei Spalten auf den kleinen Pfeil, der nach oben zeigt, bis Sie bei "3" angekommen sind. Schon jetzt sehen Sie, dass sich der Text im Textfeld verändert.
  1. Klicken Sie auf den nach oben zeigenden Pfeil neben Abstand . 3 -- 5 mm Abstand sind in der Regel ein guter Wert.
  1. Herzlichen Glückwunsch! Der Text sieht nun aus, wie man Sie es von Ihrer Tageszeitung gewohnt sind.

Der Eigenschaften-Dialog enthält übrigens für Textfelder noch viele weitere, praktische Einstellungsmöglichkeiten. Bei Text legen Sie zum Beispiel die Schriftgröße fest, ohne extra den Texteditor zu öffnen (Abbildung 4). Zudem bestimmen Sie hier auch den Zeilenabstand sowie den Abstand einzelner Buchstaben voneinander (wenn der Abstand größer sein soll, als er normalerweise ist).

Abb. 4: Der Eigenschaftendialog erlaubt, Schriftart und -typ eines Textfeldes festzulegen.

Bilder verwenden

Das Einsetzen von Bildern gestaltet sich einfach: Ziehen Sie diesem Artikel beschrieben irgendwo den entsprechenden Bereich für das Bild auf, laden Sie es und passen Sie die Bildgröße an. Das erledigen Sie entweder manuell oder mit der Option An Rahmen anpassen im Dialog Bild im Eigenschaften-Fenster.

An dieser Stelle wird der letzte Aspekt klar, der bei Scribus wichtig ist: Scribus weist einzelnen Elementen auf einer Seite nach einem eigenen System Prioritäten zu. Das hat mit dem zuvor beschriebenen Ebenensystem nichts zu tun, es hilft Scribus und dem Benutzer lediglich dabei, die Reihenfolge der Darstellung bestimmter Elemente auf einer Seite zu beeinflussen. Elemente mit hoher Priorität liegen nämlich auf Elementen mit niedrigerer Priorität und verdecken diese.

Dieses Problem hat auch Ihr Bild noch: Der Text liegt darüber, so dass man es zwar schemenhaft erkennt, aber trotzdem nicht richtig sehen kann. So beheben Sie den Fehler:

  1. Klicken Sie auf das Bild und klicken Sie danach im Eigenschaften- Dialog auf X,Y,Z (Abbildung 5).
  1. Klicken Sie unten bei Anordnung auf den rechten oberen Pfeil. Damit weisen Sie dem Foto automatisch die höchste Priorität aller Elemente zu.
  1. Klicken Sie dann auf Form.
  1. Setzen Sie unten ein Kreuzchen vor Text umfließt Rahmen.

Scribus erledigt den Rest alleine, ordnet Ihren Text also so an, dass er um das Bild herum fließt.

Abb. 5: Über den "X,Y,Z"-Dialog bestimmen Sie, welche Priorität ein Element hat. So legen Sie fest, welche Elemente andere überdecken.

Platzprobleme

Wenn Ihr Textkasten ausgefüllt ist, verschiebt Scribus nach dem Einfügen des Bildes automatisch den Text, um Platz für das Bild zu schaffen. Statt des vollständigen Textes im Kasten ist nur noch ein Teil zu sehen, am Ende erscheint ein Kreuz. Es verdeutlicht, dass der Text am Ende des Kastens eigentlich noch weitergeht.

Das Problem lösen Sie so:

  1. Erstellen Sie auf einer neuen Seite ein Textfeld in der gleichen Art, wie Sie es auf der ersten Seite getan haben.
  1. Wählen Sie mit der Maus auf der ersten Seite das Textfeld aus.
  1. Klicken Sie auf der zweiten Seite ebenfalls auf das Textfeld, während Sie [Strg] gedrückt halten. Nun sind beide Textfelder ausgewählt.
  1. Klicken Sie in der Symbolleiste auf den Button, der zwei Texte und einen kleinen, nach rechts zeigenden blauen Pfeil zeigt. Damit verbinden Sie die beiden Textfelder verbunden, und wenn im ersten Feld kein Platz mehr ist, wird der Text automatisch im zweiten Feld fortgesetzt.

Zum PDF-Dokument

Gefällt Ihnen die selbst gestaltete Zeitung, geht es ab zur Druckerei. Als Austauschformat ist dafür heute PDF üblich, das Scribus perfekt beherrscht. Den passenden Menüpunkt finden Sie unter Datei / Exportieren / als PDF-Datei sichern (Abbildung 6). Nun steht Ihrem eigenen Print-Imperium nichts mehr im Weg. (ofr)

Abb. 6: Das fertige Dokument kann Scribus als PDF-Datei exportieren.

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.

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