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Heike Jurzik
Geht die Uhr vor oder nach oder Sie sind in der falschen Zeitzone, stellen Sie mit wenigen Schritten die Systemzeit richtig ein. Starten Sie aus dem K-Menü das Programm Systemeinstellungen und klicken Sie in der letzten Zeile auf Datum & Zeit. Da Änderungen in diesem Modul Administratorrechte erfordern, klicken Sie auf die Schaltfläche Systemverwaltungsmodus und geben in den aufgehenden Dialog Ihr eigenes Passwort ein.
Alternativ klicken Sie unter KDE mit der rechten Maustaste auf die kleine Uhr rechts unten im Panel und wählen aus dem Kontextmenü Datum & Zeit einstellen. Ins aufgehende Dialogfenster geben Sie Ihr eigenes Kennwort ein. Dass Sie mit Root-Rechten unterwegs sind, erkennen Sie am rot gezeichneten Rahmen.
Im Kalenderblatt wählen Sie das richtige Datum, und im rechten Bereich passen Sie die Uhrzeit an. Darüber hinaus ist es möglich, im unteren Bereich die Zeitzone anzupassen. Für Deutschland ist Berlin Europe/DE die richtige Wahl. Die Änderungen speichern Sie mit einem Klick auf Schließen (der Button Anwenden fehlt). Im aufgehenden Dialog bestätigen Sie, dass Sie die Änderungen übernehmen wollen.
Das Network Time Protocol (NTP) ist ein Standard zur automatischen Synchronisierung von Uhren in Computersystemen. Auch unter Ubuntu Linux ist es möglich, die lokale Uhr mit einem NTP-Zeit-Server im Netz abzugleichen. Eine ständige Verbindung zum Internet ist zwar nicht zwingend Voraussetzung (der Rechner versucht immer wieder zu synchronisieren), aber von Vorteil.
Standardmäßig ist der automatische Abgleich deaktiviert, lässt sich aber mit nur einem Mausklick einschalten. Starten Sie, wie in Tipp ## gezeigt, den Dialog zur Einrichtung von Datum & Zeit. Aktivieren Sie anschließend die Checkbox Datum und Uhrzeit automatisch setzen im linken oberen Bereich. Aus dem Drop-down-Menü rechts wählen Sie den europäischen Zeitserver (europe.pool.ntp.org) aus (Abbildung 1). Übernehmen Sie die Konfiguration mit Klick auf Schließen und bestätigen Sie dann die Änderungen im nächsten Dialog.
Die neue KDE-Version, die unter Kubuntu 6.06 (Dapper Drake) zum Einsatz kommt, bringt ein paar Neuerungen mit, an die man sich aber schnell gewöhnt. Wer irritiert ist, dass die Kontrollleiste am rechten und linken Rand keine kleinen Pfeile zum Ein- und Ausfahren des Panels mehr hat, blendet diese mit wenigen Schritten wieder ein:
Während man unter Kubuntu Breezy Badger den Zeichensatz noch über den Kommandozeilenaufruf
sudo dpkg-reconfigure locales
ändern konnte, muss man bei Dapper Drake ein wenig tiefer in die Trickkiste greifen. Folgende Schritte führen zum Erfolg und stellen auf den Zeichensatz de_DE@euro (ISO-8859-15) um, den ältere Linux-Versionen und auch Windows verwenden:
sudo -s
nano /var/lib/locales/supported.d/de
de_DE@euro ISO-8859-15
# dpkg-reconfigure locales de_AT.UTF-8... up-to-date de_BE.UTF-8... up-to-date de_CH.UTF-8... up-to-date de_DE.ISO-8859-15@euro... done ...
export LANG=de_DE@euro
Während die meisten Programme die Umstellung gut verkraften und anschließend den richtigen Zeichensatz anzeigen, zeigt KDEs Konsole hartnäckig weiter UTF-8 an. Sie schalten die Darstellung über Einstellungen / Kodierung / Westeuropäisch (iso 8859-15) um.
Knoppix eignet sich prima zur Datenrettung und hat auch das komfortable Brennprogramm K3b mit an Bord. Wenn die Live-Distribution aber den Brenner belegt, weil er das einzige Laufwerk ist, ist guter Rat teuer. Verschiedene Cheatcodes schaffen Abhilfe.
Wer genügend RAM besitzt, lässt Knoppix beispielsweise komplett aus dem Hauptspeicher laufen. Dazu geben Sie am Bootprompt
boot: knoppix toram
ein (englisch "to RAM", "in den Hauptspeicher").
Alternativ befördern Sie ein Abbild der Knoppix-CD/-DVD auf die Festplatte, sofern dort genug Platz ist. Seit Version 3.8 ist es sogar möglich, eine NTFS-Partition zur Lagerung anzugeben:
boot knoppix tohd=/dev/hdb11
boot knoppix fromhd=/dev/hdb11
Bootet der Rechner nicht mehr, liegt das häufig daran, dass der MBR (Master Boot Record) einen Knacks hat oder aus Versehen überschrieben wurde. Mit einer Knoppix-CD/-DVD (oder einer anderen Linux-Distribution) erstellen Sie schnell eine Sicherungskopie dieses essenziellen Datenblocks:
sudo -s
dd if=/dev/hda of=/media/fd0/mbr_backup bs=512 count=1
Wenn der Fall der Fälle eingetreten ist und Sie das Backup zurückspielen müssen, booten Sie wieder die Live-Distribution. Mounten Sie die Diskette oder den USB-Stick mit der Sicherungskopie, starten Sie wieder eine Konsole, werden Sie zum Systemverwalter und kehren Sie nun die Reihenfolge des Befehls um:
dd if=/media/fd0/mbr_backup of=/dev/hda bs=512 count=1
Passen Sie dabei wieder die Bezeichnungen der Gerätedateien an Ihr eigenes System an. (hge)
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Last modified: 2008-11-05 17:01
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