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Erschienen in EasyLinux 09/2006   »   Ausgabe bestellen

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Linux-Notebooks mit Mehrkernprozessor

Die Transtec AG (http://www.transtec.de) bietet Notebooks mit Intels neuen Mehrkernprozessoren an. Die Modelle Levio 210X und 550X gibt es außerdem mit vorinstalliertem Suse Linux Enterprise Desktop 10 inklusive einem Jahr Update-Abonnement. Die Notebooks entsprechen der Centrino-Duo-Spezifikation und verwenden Intels 945-Express-Notebookchipsatz sowie den WLAN-Adapter Intel Pro/Wireless 3945ABG.

Das Modell Levio 210X (Abbildung 1) besitzt ein 12,1 Zoll großes TFT-Display mit 1280 x 1024 Pixeln Auflösung und wiegt inklusive Akku nur 1,95 kg. Als Prozessor verwendet das Gerät Intels Core-2-Duo T5500 mit 1,66 GHz Taktrate. Es ist mit 512 MByte DDR2-SDRAM, einer 80-GByte-Festplatte und einem Double-Layer-DVD+/-RW-Laufwerk augestattet. Neben Gigabit-LAN-, Firewire- und drei USB-2.0-Schnittstellen bietet es einen PCI-Express-Kartenschacht und ein eingebautes 56K-Modem. Die Stromversorgung übernimmt ein vierzelliger Lithium-Ionen-Akku -- nach Angaben des Herstellers lässt sich damit drei Stunden arbeiten. Das Levio 210X kostet rund 1030 Euro.

Das größere Modell Levio 550X hat ein 15,4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Das Gerät für rund 970 Euro verwendet einen Sechs-Zellen-Akku und bringt 2,8 kg auf die Waage. Daneben verfügt das Notebook über eine Bluetooth-Schnittstelle und einen PCMCIA-Kartenschacht, die sonstige Ausstattung entspricht dem Schwestermodell.

Außerdem besitzt das Gerät eine schwenkbare Webcam mit 1,3 Megapixeln Auflösung, die allerdings laut Hersteller unter Linux nicht funktioniert. Dasselbe gilt für den 3-in-1-Cardreader, der in beiden Notebooks eingebaut ist. Transtec arbeitet derzeit nach eigenen Angaben zusammen mit Novell an der Linux-Unterstützung für den Cardreader.

Abb. 1: Klein, leicht, mit Mehrkernprozessor und vorinstalliertem Linux: Das Notebook Levio 210X von Transtec.
MSI-Notebooks mit vorinstalliertem Suse Linux

Die Firma MSI http://www.msi-computer.de bietet zwei Notebook-Modelle auch mit vorinstalliertem Suse Linux 10.1 an. Die beiden Geräte aus der Megabook-Reihe besitzen ein 15,4-Zoll WXGA-Display und sind mit 512 MByte DDR2-Arbeitspeicher bestückt. Außerdem verfügen sie über einen eingebauten Double-Layer-DVD-Brenner, ein 56k-Modem und einen PCMCIA-II-Kartenschacht.

In der restlichen Ausstattung unterscheiden sie sich: Das Megabook M662 C1658DL(X) ist mit dem Prozessor Intel Celeron M420 mit 1,6 GHz Taktrate bestückt und verwendet den Intel-Chipsatz 945GM+ICH7-M mit Gigabit-Ethernet und 3945ABG-WLAN-Chip. Es wiegt 2,6 kg und läuft mit seinem Lithium-Ionen-Akku nach Herstellerangaben 4 Stunden. Das Gerät kostet rund 600 Euro.

Im Modell M670 S3458DL(X) stecken ein AMD Sempron 3400+ und der Nvidia-Chipsatz C51MV+MCP51M. Der WLAN-Chip MS6833 stammt von MSI, die Ethernetschnitstelle bietet die Datenraten 10 und 100 MBit/s. Das Notebook bringt 2,9 kg auf die Waage. Eine Akkuladung hält 3,5 Stunden durch. Für 600 Euro ist das Gerät zu haben.

Die Linux-Varianten kosten rund 100 Euro weniger als die gleichen Geräte mit vorinstalliertem Windows XP, allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Unter Linux gibt es laut Hersteller derzeit noch Probleme mit den Treibern für Cardreader und Modem.

Abb. 2: Kostet mit vorinstalliertem Linux deutlich weniger als mit Windows: Das Notebook M670 S3458DL(X) von MSI.
Newsticker

Flash-Plugin: Für das Browser-Plugin zur Anzeige von Flash-Objekten in Webseiten ist ein Update erschienen. Die Version 7.0.68 behebt einige Sicherheitslücken, Hersteller Adobe empfiehlt Benutzern der Linux-Version daher ein Update. Das Plugin samt Installationsanweisungen gibt es unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer.

CharEntry: Dieses Programm unterstützt den Anwender bei der Eingabe von Sonderzeichen. Es richtet sich vor allem an Wissenschaftler und Studenten und stellt beispielsweise die Lautzeichen der International Phonetic Association (IPA) zur Verfügung. Für die Darstellung sind allerdings geeignete Unicode-Schriftarten wie beispielsweise die freie Doulos SIL erforderlich. Im CharEntry-Fenster wählt der Anwender die Zeichen aus einer Tabelle und kann sie per Copy & Paste weiterverarbeiten oder in einer Datei speichern. Version 1.0 steht nun unter http://billposer.org/Software/CharEntry.html zur Verfügung.

OpenSource-DVD: Diese Software-Sammlung enthält 220 Open-Source-Programme für Windows. Darunter befinden sich beispielsweise OpenOffice, das freie DTP-Programm Scribus und der Mediaplayer VLC. Neu in der aktuellen Version 2.0 sind das LaTeX-Textsatzprogramm LyX sowie Programmierwerkzeuge. Das DVD-Image ist unter http://www.opensource-dvd.de erhältlich. Wer den Download der rund 1,7 GByte scheut, kann die DVD für 8 Euro auf der Projektseite bestellen.

Schlanker Pixelriese von Casio

Mit der EX-Z700 (Abbildung 3) hat die Exilim-Kamerafamilie von Casio Zuwachs bekommen: Das schlanke Gerät im flachen Metallgehäuse bietet 7,2 Megapixel, dreifachen optischen Zoom und ein 2,7 Zoll großes LCD-Display. Der Akku hält über 400 Bilder lang durch, und 37 Motivprogramme mit vordefinierten Einstellungen sollen auch unerfahrenen Fotografen zu ansprechenden Aufnahmen verhelfen. Neben Porträt-, Landschafts-, und Nachtaufnahmen ist die Auto-Framing-Funktion zur Aufnahme bewegter Motive interessant: Ein im Display angezeigter Rahmen verfolgt bei halb gedrücktem Auslöser die Motive -- etwa herumtollende Kinder -- und hält sie in der Mitte des Fotos. Außerdem bietet die EX-Z700 einen Modus namens Auto-Shot, mit dem man zwei oder drei Aufnahmen zu einer Collage zusammenfügt. Leider gibt es für diese Bildkompositionen nur zwei Layouts, um die Anordnung der Fotos festzulegen.

In der Werkseinstellung meldet sich die Kamera als USB-Massenspeichergerät am Rechner an, es ist jedoch möglich, über das Menü zum PTP-Modus (Picture Transfer Protocol) umzuschalten. In beiden Betriebsarten gelingt der Zugriff auf die Bilder auch unter Linux.

Die EX-Z2700 (http://www.casio-europe.com/de/exilim/) ist in den Farben Silber, Grau, Gold, Blau und Rot zu einem Preis von rund 270 Euro erhältlich.

Abb. 3: Die EX-Z700 von Casio punktet mit hoher Auflösung und einem großen Display.
Lexikonwerkzeug für Firefox

Definero fügt der langen Liste der Erweiterungen und Werkzeugleisten für den Mozilla-Browser Firefox einen weiteren Eintrag hinzu. Vor kurzem ist die kostenlose Toolbar als stabile Version 1.0 erschienen. Das Metier der Leiste ist die Sprache. Markiert man im Browserfenster ein Wort, übersetzt und erklärt Definero den Begriff, zerlegt ihn in Wortbildungsbestandteile und zeigt Beispielsätze an. Die Suche nach mit dem Wort verbundenen Abkürzungen ist ebenfalls möglich, 44 000 Einträge sind für den "Aküfi" vorrätig. Ergänzend sind Buttons für die Websuche nach dem Wort und die Suche danach innerhalb des Textes vorhanden. Für die Ausgabe der Recherchen öffnet die Software ein kleines Browserfenster.

Die Autoren bezeichnen die Browsererweiterung als ein für Anregungen und Mitarbeit offenes Projekt -- unter einer Open-Source-Lizenz steht Definero aber nicht. Das Werkzeug bezieht seine Informationen aus Onlinequellen wie der freien Enzyklopädie Wikipedia und dem Wortschatzlexikon der Universität Leipzig.

Die Installation klappt mit Firefox ab Version 1.5.x. Je nach Einstellung muss dem Browser erlaubt werden, die Toolbar als Erweiterung zu installieren, beziehungsweise die Definero-Webseite (http://www.definero.de)als vertrauenswürdige Quelle für Erweiterungen zu akzeptieren.

Abb. 4: Definero mischt sich unter die Symbolleisten des Firefox und holt zu markierten Wörtern Informationen aus dem Internet.
Linux-Smartphone von Road

Der Berliner Hersteller Road (http://www.road.de) hat bei der Internationalen Funkausstellung (IFA) ein Linux-basiertes Smartphone namens S101 vorgestellt. Das Gerät bietet neben Telefoniefunktionen die üblichen Anwendungen eines digitalen Assistenten (Kalender, Kontakte, Aufgaben, E-Mail, Notizen). Von Road als Handy-PC vermarktet, hat die Lösung aber mehr zu bieten und ergänzt die Anwendungsliste mit Tabellenkalkulation, Audio- und Video-Player, PDF-Betrachter und Zeichenprogramm.

Das Gerät (Abbildung 5) ist mit einer Xscale-CPU von Intel (400 MHz), 128 MByte RAM und 64 MByte Flash-Speicher ausgerüstet. Mit 230 g Gewicht und bei Abmessungen von 128 x 60 x 25 mm3 im zusammengeklappten Zustand passt der Handy-PC noch in die Hemdtasche.

Das beleuchtete Touchscreen-Farbdisplay besitzt eine Auflösung von 640x240 Pixel. Zusammengeklappt zeigt ein einfaches Außendisplay mit 102 x 65 Pixeln die wichtigsten Informationen an. Der S101 verfügt über vielfältige Schnittstellen. In der Europa-Ausgabe ist ein Tri-Band-GSM-Modul vorgesehen und daneben ein 11 MBit/s schneller WLAN-Adapter, Bluetooth, Infrarot-Schnittstelle sowie ein USB-1.1-Anschluss.

Das Smartphone gibt es standardmäßig ohne Kamera. Über einen proprietären Anschluss lässt sich ein Kameramodul nachträglich einbauen. Zudem gibt es einen SD-Kartenschacht, der allerdings nur Speicherkarten verträgt. Der Handy-PC S101 soll noch Ende des Jahres im Shop des Herstellers für rund 1150 Euro zu bestellen sein.

Abb. 5: Aufgeklappt gibt der Handy-PC Tastatur und Bildschirm frei.
Google holt Writely an Bord

Suchmaschinenbetreiber Google hat den Online-Texteditor Writely nach der Übernahme Anfang des Jahres nun in seine Dienste integriert. Nutzer, die einen Google-Account besitzen, finden Writely (http://www.writely.com) nun auf iherer personalisierten Google-Startseite und sind dort mit ihrem Benutzerkonto angemeldet.

Ende August haben die Writely-Entwickler das Open-Document-Format aufgenommen. Benutzer speichern Dokumente damit wahlweise im von Writely vorgehaltenen Webspeicher oder auf der lokalen Festplatte. Für letzteres stehen die Formate HTML, PDF, ODT, RTF und Word-Dokument (.doc) zur Verfügung.

Dass die Textverarbeitung noch in der Betaphase steckt, ist bei Google-Diensten nicht ungewöhnlich, auch dem Web-Mailprogramm Gmail haftet noch das Beta-Etikett an. Das Beta-Meter, das den Entwicklungsstand von Writely zeigt, steht derzeit bei 62 Prozent. (Ulrich Bantle, Mathias Huber/mhu)

Abb. 6: Writely: Die einfache Textverarbeitung hält die nötigsten Funktionen vor.

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