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Heike Jurzik
Wer unter Ubuntu den Gnome-Desktop nutzt (siehe auch neue Rubrik Gnome-Tipps ab Seite ## dieser Ausgabe), richtet mit wenigen Klicks automatische Tipp-Pausen ein -- praktisch, wenn man sich an regelmäßige Unterbrechungen erinnern lassen möchte.
Starten Sie aus dem oberen Panel System / Einstellungen / Tastatur und gehen Sie zum Reiter Tipppause. Aktivieren Sie die Checkbox Bildschirm sperren und so eine Tipppause erzwingen und definieren Sie, nach wie vielen Minuten (Arbeitsintervall dauert) Gnome den Bildschirm automatisch sperrt. Weiterhin bestimmen Sie unter Pausenintervall dauert, wie lang die Pause sein darf.
Soll Ihnen der Rechner die Kontrolle über die Unterbrechungen nicht ganz aus der Hand nehmen, aktivieren Sie die Checkbox Verschieben von Pausen zulassen. Ist die Zeit abgelaufen und schlägt das System eine Unterbrechung vor, haben Sie dann immerhin noch die Möglichkeit, auf Pause verschieben zu klicken.
Ist das Tipp-Pausen-Feature aktiviert, erscheint (manchmal erst nach einem Neustart der Desktopumgebung) im Systemabschnitt des oberen Panels ein kleiner Balken -- fahren Sie mit der Maus über das Icon, zeigt er an, wie lange Sie noch auf die nächste Pause warten müssen (Abbildung 1).

Der bei der Installation des Systems angelegte Benutzeraccount verfügt automatisch über Systemverwalterrechte. Kommandos, die unter der Administratorkennung laufen sollen, starten Sie als dieser Benutzer auf der Kommandozeile über den Befehl
sudo Programmname [Optionen]
und identifizieren sich auf Aufforderung mit Ihrem eigenen Kennwort.
Grafische Anwendungen, die Root-Privilegien benötigen, sind normalerweise im K-Menü (bzw. im Menü System unter Gnome) so konfiguriert, dass sie ebenfalls das Kennwort des Benutzers mit Administratorrechten abfragen. Zuständig dafür sind entsprechend konfigurierte Menüeinträge, denen der Aufruf gksudo bzw. kdesu vorangestellt ist (Abbildung 2).
Wer grafische Anwendungen manuell auf der Shell bzw. aus dem Schnellstarter ([Alt-F2]) heraus als Root starten möchte, stellt ebenfalls das entsprechende Kommando voran. Um unter Gnome den Dateimanager Nautilus mit Root-Rechten zu starten, tippen Sie beispielsweise:
gksudo nautilus
Entsprechend starten Sie KDEs Dateimanager Konqueror mit
kdesu konqueror
im Systemverwaltungsmodus.
Es ist kein Problem, weitere Benutzeraccounts mit Root-Rechten auszustatten -- achten Sie allerdings darauf, wem Sie diese Privilegien einräumen, denn der Systemverwalter darf alles. Wer den Rechner administriert, legen Sie über die Benutzerverwaltung fest. Unter KDE gehen Sie so vor:
Wer mit Gnome als Desktopumgebung arbeitet, ruft die Benutzerverwaltung so auf den Plan:

Das Ubuntu-Security-Team stellt regelmäßig Updates der Pakete aus den main- und restricted-Repositories bereit. Es handelt sich im Wesentlichen um korrigierte Versionen von Paketen, die Sicherheitsprobleme aufweisen -- eine regelmäßige Aktualisierung ist darum wichtig, um Ihren Ubuntu-PC sicher zu halten.
Sowohl der KDE- als auch der Gnome-Desktop bringen eine praktische Erinnerungsfunktion mit, die automatisch nach Aktualisierungen auf den Ubuntu-Servern schaut -- eine bestehende Internetverbindung vorausgesetzt. Das System prüft in der Regel morgens oder beim Anmelden an der grafischen Oberfläche, ob es korrigierte Pakete gibt, und weist dann darauf hin (Abbildung 3). Per Klick auf das Icon im Panel starten Sie den Paketmanager und das Update.
Betreiben Sie Ubuntu auf einem Notebook und fahren den Rechner nicht herunter, sondern schalten nur in den Ruhezustand, kann es sein, dass der automatische Hinweis entfällt. Überprüfen Sie in dem Fall selbst durch Klick auf das Icon, ob es neue Programmversionen gibt.
Die Linux-Live-CD setzt zum Drucken ebenso wie andere Linux-Distributionen auf das Drucksystem CUPS (Common Unix Printing System). Knoppix unterstützt viele handelsübliche Drucker bekannter Hersteller; Probleme bereiten lediglich GDI-Geräte, die auf proprietäre Windows-Treiber setzen.
Zur Einrichtung des Druckers schließen Sie das Gerät an die parallele oder USB-Schnittstelle an und starten die Druckerkonfiguration aus dem Knoppix-Menü (mit dem Pinguin) über Konfiguration / Drucker konfigurieren:
Weitere Informationen zum Drucken unter Linux liefert die Webseite Linux-Printing [1].
Knoppix bietet eine ausgezeichnete Hardwareerkennung. Funktionieren die grafische Oberfläche sowie Eingabegeräte wie Maus und Tastatur besser als bei einer anderen Linux-Distribution, schreiben Sie einfach von Knoppix ab: Kopieren Sie die Einrichtungsdatei des X-Servers (/etc/X11/xorg.conf) oder drucken Sie diese einfach aus. Vergleichen Sie nun mit der Konfigurationsdatei des Linux-Systems, das Schwierigkeiten bereitet:
Denken Sie daran, immer eine Sicherungskopie der Datei /etc/X11/xorg.conf zu erstellen, bevor Sie diese verändern. So können Sie stets zum Ausgangszustand zurückgehen. (hge)
| Infos |
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[1] Linux und Drucker: http://www.linuxprinting.org/
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Last modified: 2008-11-05 17:02
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