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Marcel Hilzinger
Kaufen, anschließen, benutzen -- so soll Hardware funktionieren. Dass sie das unter Linux und manchmal auch unter Windows nicht tut, hängt von der Treiberunterstützung der Herstellers und des Betriebssystems ab. Linux liegt hier leicht vor Windows, was die mitgelieferten Treiber anbelangt, allerdings deutlich hinter Windows, was die Unterstützung durch die Hersteller betrifft. Dies gilt auch für die Familie der GDI-Drucker, zu der auch der Samsung ML-2010 gehört. Er benutzt die Druckersprache SPL, die Samsung Printer Language. Details zum Drucker entnehmen Sie dem Kasten "Steckbrief".
| Steckbrief |
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Der monochrome Laserdrucker von Samsung verfügt über 8 MByte internen Speicher und druckt unter Linux mit einer Auflösung von maximal 600 dpi. Das Papierfach des Druckers fasst 150 Seiten, das Ausgabefach 50 Seiten. Der offizielle Preis liegt bei 149 Euro, diverse Internetshops bieten ihn jedoch bereits für 85 Euro an, inklusive Toner für rund 1000 Seiten. Die Preise für einen Ersatztoner liegen zwischen 60 und 90 Euro, wobei der Originaltoner bei einer Abdeckung von 5 Prozent für ca. 3000 Seiten reicht. Der Anschluss an den PC erfolgt über USB 1.1, ein entsprechendes Kabel liegt wie bei Billigdruckern üblich nicht bei. |
Samsung bewirbt den Linux-Support bereits auf der Verpackung des Druckers. Tatsächlich finden sich auf der Treiber-CD auch die nötigen Treiber, und nach dem Einlegen der CD startet sofort ein Installationsassistent (Abbildung 1). Verwenden Sie eine halbwegs aktuelle Distribution (Suse Linux 9.3, Mandriva 2005, Ubuntu 5.10 oder aktueller), sollten Sie allerdings auf die Installation des Treibers verzichten, da
Bei älteren Distributionen können Sie den Assistenten von der CD verwenden.

Wie eingangs erwähnt, spricht der ML-2010 die Druckersprache SPL. Diese Sprache verstehen die meisten der Einsteigermodelle von Samsung. Sie können deshalb für die Installation einfach ein ähnliches Drucker-Modell wählen. Die aktuellen EasyLinux-Distributionen schlugen jeweils den Samsung ML-200 vor. Mit diesen Einstellungen liefert der Drucker gute Ergebnisse für normale Textseiten, allerdings hapert es mit dem Druck von Grafiken. Seit September 2006 führt das CUPS-Projekt auf [1] auch den ML-2010 sowie weitere GDI-Drucker von Samsung in der Datenbank.
Drucken Sie wenig und in erster Linie Text, benutzen Sie am einfachsten den ML-200-Treiber. Mandriva und Suse Linux erkennen den Drucker beim Einschalten automatisch. Folgen Sie hier einfach den Anweisungen von Printerdrake beziehungsweise YaST, um den Drucker über wenige Mausklicks einzurichten. Unter Ubuntu starten Sie am besten den Druckersetup-Dialog von Gnome (Abbildung 2) über [Alt+F2] und den Befehl gnome-cups-add. Sie finden das Programm im Paket gnome-cups-manager. Auch hier wählen Sie als Modell den ML-200 in Schritt 2 des Setups.
Alternativ finden Sie auf [2] den Splix-Treiber, der sich speziell mit der Umsetzung der SPL auf Linux beschäftigt. Da dieser Treiber speziell auf den ML-2010 zugeschnitten sind, arbeitet der Drucker damit schneller. Auch Grafiken gibt er fehlerfrei aus. Achten Sie bei der Installation des Druckers darauf, als Treiber wirklich den ML-2010 auszuwählen. Ob die Installation geklappt hat, erkennen Sie daran, dass der neue Treiber auch die Auflösung von 1200 dpi anbietet. In den Tests produzierte der Drucker damit aber keine brauchbaren Resultate. Eine detaillierte Anleitung finden Sie auf der Heft-DVD im Verzeichnis heft-cd/splix.
Die Ausdrucke des ML-2010 sind scharf und sauber. Durch einen separaten Knopf am Gehäuse schalten Sie einen speziellen Toner-Schonmodus ein, der laut Samsung bis zu 40 Prozent Tonerersparnis bringen soll. Auch in diesem Modus sind die Ausdrucke scharf und Dunkelschwarz, allerdings mit einem leicht dünneren Schriftbild. Im Economy-Modus, den Sie über den KPrinter-Dialog einschalten, erscheint Schwarzes bereits leicht grau, die Qualität ist aber auch hier gut. Von den beworbenen 20 Seiten pro Minute ist der Drucker mit dem ML-200-Treiber weit entfernt: Bei einem durchschnittlichen OpenOffice-Dokument mit Text und Grafiken schafft er im besten Modus knapp 6 Seiten pro Minute (gemessen vom Absenden des Druckauftrags bis zum Abschluss des Auftrags), bei reinen Textseiten liegen die Höchstwerte immerhin bei 7,5 Seiten pro Minute (siehe Tabelle "Drucktempo"). Mit dem Splix-Treiber arbeitet der Drucker wesentlich fleißiger, hier schafft er bei reinen Textseiten rund 14 Seiten pro Minute, unabhängig vom gewählten Modus. Gemischte Dokumente gibt er mit einer Geschwindigkeit von 12,5 Seiten pro Minute aus.
| Drucktempo | |||
| Vorlage | Treiber | Modus | Geschwindigkeit |
|---|---|---|---|
| Dokumente mit Text und Bildern | ML-200 | Normal, 600 dpi | 5,7 Seiten/min |
| dito | ML-200 | Toner Save, 600 dpi | 6,5 Seiten/min |
| dito | Splix | alle Modi, 600 dpi | 12,5 Seiten/min |
| Nur Text, 12 Punkt | ML-200 | Normal, 600 dpi | 6,9 Seiten/min |
| dito | ML-200 | Toner Save, 600 dpi | 7,5 Seiten/min |
| dito | Splix | alle Modi, 600 dpi | 14 Seiten/min |
Problematisch wird der Einsatz des ML-200-Treibers beim Drucken von Bildern. Sämtliche Ausdrucke waren zu dunkel und zu wenig kontrastreich. Der Treiber bietet keine Möglichkeit, diese Einstellungen vor dem Druck zu ändern. Bei vielen Bildern traten auch deutliche Darstellungsfehler (Streifen) auf, wobei es sich um ein klares Problem des Treibers handelt. Mit dem Splix-Treiber traten diese Probleme nicht auf. Es lohnt sich deshalb, den neuen Treiber zu installieren.
Wer zu Hause bereits einen Farbdrucker besitzt und auf der Suche nach einem günstigen Schwarzweißdrucker für Office-Dokumente ist, trifft mit dem Samsung ML-2010 eine gute Wahl, immerhin bringt der kleine Laser 8 MByte internen Speicher mit. Mit neuesten Treibern arbeitet er sehr schnell und zuverlässig.
Mit dem ML-1610 stellt Samsung einen weiteren günstigen, Linux-kompatiblen Laserdrucker her, der zum Beispiel bei Amazon.de bereits für 70 Euro zu haben ist. Der kleine Bruder des 2010 verfügt allerdings nur über 2 MByte internen Speicher, was den Druckprozess bei Dokumenten mit Grafiken deutlich verlangsamt, EasyLinux empfiehlt deshalb den rund 20 Euro teureren ML-2010. (mhi)
| Infos |
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[1] Druckerdatenbank: http://www.linuxprinting.org
[2] SpliX-Homepage: http://splix.ap2c.org |
Zur Information: Im Ordner Kompiliert finden Sie mehrere Dateien mit der Endung *.ppd und das Programm rastertospl2. Diese Dateien kopiert das Skript ins Verzeichnis der CUPS-Installation (/usr/share/cups/model/, /usr/lib/cups/filter/). Das Programm setzt auch die entsprechenden Rechte und startet den CUPS-Server neu.
sh install-suse.sh
sh install-mandriva.sh
sh install-ubuntu.sh
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Last modified: 2008-11-05 17:02
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