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Erschienen in EasyLinux 02/2007   »   Ausgabe bestellen

SIM

Tippgemeinschaft

Kristian Kißling


Alle Ihre Freunde nutzen Windows? Macht nix: Dank SIM müssen Sie nicht auf einen kleinen Chat am Arbeitsplatz verzichten. Der Instant Messenger macht den Platzhirschen Gaim und Kopete Konkurrenz.

Zu den bekanntesten Instant Messengern im Linux-Bereich gehören Gaim (für Gnome) und Kopete (für KDE). Über die beiden Werkzeuge tauschen Linux-Anwender auch Nachrichten und Dateien mit Windows-Nutzern aus, die proprietäre Instant Messenger wie AOLs AIM und ICQ oder den MSN-Messenger einsetzen. Zwar nennt Microsoft den Nachrichtendienst jetzt Windows Live Messenger, SIM führt ihn aber noch unter der Bezeichnung MSN.


Instant Messenger: Software, die es zwei Teilnehmern erlaubt, über das Internet getippte Nachrichten und auch Dateien in Echtzeit auszutauschen. Eine vergleichende Liste mit kommerziellen und freien Messengern finden Sie hier [1]. Die kommerziellen Anbieter nutzen meist eigene, proprietäre Protokolle. ICQ und AIM setzen auf OSCAR (Open System for Communication in Realtime), Microsofts Messenger verwendet MSNP (Mobile Status Notification Protocol).

SIM [2] -- der Simple Instant Messenger für KDE -- bietet sich als schlanke Alternative zu den Standards an und bringt auch ein paar Vorteile mit. In der Praxis scheitert die Echtzeitkommunikation mit Nutzern proprietärer Software oft daran, dass die Unternehmen regelmäßig die Protokolle verändern, über die ihre Messenger Nachrichten austauschen. Linux-Nutzer klopfen dann mitunter vergeblich an die proprietäre Tür. Es dauert meist eine Weile, bis Kopete oder Gaim wieder mit AIM oder ICQ reden. Kleine Projekte wie AMSN oder SIM scheinen da etwas flexibler zu reagieren und stellen recht schnell neue Versionen bereit, die mit den veränderten Protokollen klarkommen.

Ein zweiter Vorteil besteht im Umfang der Software. SIM braucht zwar auch einige der wichtigsten KDE-Bibliotheken, geht aber nicht so eine starke Symbiose mit dem KDE-Desktop ein wie Kopete. Neue Version lassen sich also ohne große Umstände einspielen.

Über SIM kommunizieren Sie mit anderen Linux-Anwendern, aber auch Windows- und Mac-Benutzern. Die Software versteht sich mit Kopete und Gaim, aber auch mit den Messengern von AOL, Microsoft und Yahoo!. Auch Nutzer des freien Jabber-Netzwerkes kontaktieren Sie mit SIM. Lediglich IRC unterstützt der Client zur Zeit noch nicht, auch bei Video- und Audioübertragungen muss er passen. Dafür lässt er sich über Plug-ins erweitern: Die laden Sie nicht von einer Webseite herunter, sie stecken bereits im Programm und warten auf ihre Aktivierung.


Jabber: Bei Jabber handelt es sich um ein freies Netzwerkprotokoll, das unter anderem Instant Messaging unterstützt. Eine Liste von Software, mit der Sie Jabber nutzen können, finden Sie hier [3].
IRC: Steht für Internet Relay Chat. Es handelt sich auch um eine textbasierte Form interaktiver Echtzeitkommunikation, jedoch gilt sie für mehrere Benutzer, die sich in virtuellen Räumen treffen.

Installation & erste Schritte

Eine gute Nachricht: Die Installation von SIM funktioniert ausgesprochen einfach. Sie müssen keine externen Paketquellen anzapfen. Es genügt, die Pakete über die Heft-DVD einzuspielen. Eine Anleitung auf der DVD beschreibt die dazu notwendigen Schritte. Da die Distributionen auf verschiedene Versionen der Software setzen, weichen einzelne Dialogfenster mitunter leicht voneinander ab.

Um SIM aufzurufen, drücken Sie [Alt-F2] und geben sim ein. Alternativ suchen Sie den entsprechenden Eintrag im Startmenü. Zur Begrüßung trötet fröhlich ein Schiffshorn und ein Fenster mit einem Drop-down-Menü erscheint. Zunächst konfigurieren Sie den Client: Sie legen einen Account für einen der oben erwähnten Dienste an, melden sich dort an, suchen in diesem Netzwerk nach Ihrem Gesprächspartner und tauschen dann Nachrichten aus.

Zu Diensten

Setzt Ihr potentieller Gesprächspartner einen ICQ-Client ein, richten Sie auch einen ICQ-Zugang ein. Wählen Sie aus dem angezeigten Drop-down-Menü also ICQ und klicken Sie auf Weiter. Im nächsten Menü stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl.

  1. Wollen Sie einen neuen ICQ-Zugang anlegen, lassen Sie das Häkchen am Platz und geben Sie ein Passwort an, das aus mehr als 6 Zeichen besteht und wählen Sie Weiter.
  1. Nach einem Augenblick poppt ein weiteres Fenster auf, das eine schlecht lesbare Kombination aus Zahlen und Buchstaben anzeigt. Versuchen Sie, diese zu entziffern und geben Sie die Kombination in die leere Zeile ein. Es handelt sich dabei um einen Spam-Schutz, der Spammer davon abhält, automatisiert Accounts zu eröffnen und Werbemüll zu verschicken. Vertippen Sie sich, erscheint einfach ein neues Bild. Das passiert oft, denn die Zeichen sind auch für Menschen sehr schlecht zu entziffern.
  1. Über einen Klick auf Abschließen beenden Sie den Vorgang und wählen eine Kodierung für die angezeigten Buchstaben aus -- SIM bietet nur ISO 8859-1 und ISO 8859-15 an (siehe Kasten "Buchstabensuppe"). Wählen Sie ISO 8859-15. ;5B 4. Das wars: Sie verfügen nun über einen neuen ICQ-Account.

Um zusätzlich einen MSN-Account anzulegen, gehen Sie auf analoge Weise vor. Der Kasten "MSN-Nutzer" erklärt die Schritte im Detail.


Kodierung: Meint in diesem Fall die digitale Kodierung von Schriftzeichen. Sie weist möglichst allen Buchstaben und Sonderzeichen einer Sprache eindeutige Bitfolgen zu. Dadurch erreicht ein in Deutschland getipptes ß den spanischen oder polnischen Gesprächspartner auch als ß. Gängige Kodierungen hierzulande heißen ISO 8859-1, ISO 8859-15 und UTF-8.

Buchstabensuppe

Ein Problem beim Austauschen von Nachrichten besteht darin, dass die kommunizierenden Rechner Schriftzeichen unterschiedlich kodieren. Schickt zum Beispiel Person A über einen Messenger, der UTF-8 verwendet, ein Wort wie "Römtömtöm" an Person B, deren Messenger auf ISO 8859-1 setzt, kommen die Umlaute verstümmelt an. Person B empfängt statt eines ö nur merkwürdigen Zeichensalat. Wollen Sie nachträglich die Kodierung ändern, klicken Sie auf das kleine schwarze Dreieck rechts oben im Hauptfenster von SIM und wählen Einstellungen. Dann suchen Sie einen Dienst wie ICQ aus und stellen rechts bei Kodierung eine andere Kodierung aus. Nicht alle Dienste bieten diese Option an.

Um einen bereits vorhandenen ICQ-Zugang zu nutzen, entfernen Sie das in Schritt 1 angesprochene Häkchen, geben Ihre UIN-Nummer und das Passwort ein und klicken Weiter und Beenden. ICQ verwaltet die Zugänge bzw. Profile seiner Nutzer auf zentralen Servern. Das hat den Vorteil, dass Sie als bereits registrierter Nutzer nach dem Anmelden stets Ihre sämtlichen Kontakte vorfinden. SIM listet diese zunächst in grauer Farbe im Hauptfenster auf (Abbildung 1). Das Tool meldet Sie zwar automatisch bei ICQ an, Ihren augenblicklichen Status setzen Sie allerdings selbst. Oben mittig im Hauptfenster steht zunächst Offline, ein Klick mit der rechten Maustaste auf die Schrift ruft ein Kontextmenü auf, aus dem Sie Online auswählen, um Ihren Status zu ändern. Die rote Blume färbt sich grün und Ihre Gesprächspartner erfahren, dass Sie gerade erreichbar sind.

Abb. 1: Ihre Kontakte erscheinen zunächst in grauer Farbe. Wer gerade online ist, erfahren Sie erst, wenn Sie den Status für den Dienst auf "Online" setzen.
MSN-Nutzer

Um neben ICQ- auch MSN-Anwender zu kontaktieren, richten Sie zusätzlich einen entsprechenden Zugang ein. Wählen Sie aus dem Menü, das Sie über das schwarze Dreieck erreichen (Abbildung 2) Verbindungen / Benutzerkontenmanager aus und fügen Sie über Neue Verbindung auf die oben beschriebene Weise einen MSN-Benutzer hinzu. Yahoo!- und Jabber-Zugänge richten Sie auf demselben Weg ein. Über die Schaltfläche Konfigurieren ändern Sie übrigens die Zugangsdaten für diese Dienste. Nutzen Sie mehr als einen, verändert sich auch die grafische Oberfläche von SIM. Nach dem Start erscheinen die Logos der gewählten Dienste unten rechts im Hauptfenster (Abbildung 3). Den Status legen Sie einzeln für jeden Dienst fest, indem Sie ihn mit einem Rechtsklick auf das Symbol des Dienstes ändern.

Abb. 2: Über das schwarze Dreieck oben rechts im Hauptfenster von SIM erreichen Sie nicht nur die Einstellungen, sondern verwalten auch die Benutzerkonten.

Abb. 3: Richten Sie mehrere Dienste ein, um mit Benutzern verschiedener Dienste zu reden, erscheint für jeden Dienst ein kleines Symbol in der Fußleiste von SIM.

Kontakte knüpfen

Nutzen Sie einen Instant Messenger zum ersten Mal, wollen Sie vermutlich Kontakt mit einem Bekannten aufnehmen, der auch einen Messenger verwendet. Sie spüren ihn über die Suchfunktion auf und schicken ihm eine Nachricht. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den schwarzen Pfeil oben rechts im Hauptfenster. Über Suchen/Hinzufügen erhalten Sie eine Suchmaske: Nun geben Sie die Daten Ihres Gesprächspartners ein. Tragen Sie entweder die eindeutige UIN ein oder geben Sie unter Name den Namen der Person an (Abbildung 4). Nach einem Klick auf Suchen tauchen vermutlich Dutzende von Ergebnissen auf, die Sie über einen Klick auf Erweitert eingrenzen. Dort geben Sie z. B. noch die Stadt an, in der die Person wohnt. Passt die Beschreibung im großen Fenster rechts, markieren Sie den Eintrag und klicken Sie auf Zur Liste hinzufügen. Der Kontakt landet in Ihrem Adressverzeichnis und zugleich im Hauptfenster von SIM. MSN-Benutzer können Sie indes nicht suchen, Sie brauchen die E-Mail-Adresse des Teilnehmers.

Abb. 4: Über eine recht komplexe Suchfunktion spüren Sie Ihren potentiellen Gesprächspartner auf.

Nutzt eine Person gerade das Internet und läuft parallel der Messenger, erscheint bei ihr eine kurze Notiz, dass Sie online sind. Umgekehrt hören Sie ein Klopfen aus den Lautsprechern, das immer ertönt, wenn einer Ihrer Kontakte ICQ nutzt und er online ist. Um das Klopfen und die Schiffshupe abzuschalten, wählen Sie aus dem bereits erwähnten Kontextmenü Einstellungen / Plugins / Klänge, entfernen das Häkchen bei Plugin aktiviert und klicken auf Übernehmen. Alternativ passen Sie die gewählten Sound-Schnipsel den eigenen Vorlieben an.

Interessiert es Sie, wer gerade online ist und wollen Sie sich selbst aber nicht zeigen, "verstecken" Sie Ihre Identität. Klicken Sie oben im Hauptfenster auf das Symbol neben dem Online steht und wählen Sie aus dem Drop-down-Menü Unsichtbar (Abbildung 5). Nun sehen Sie zwar die anderen Teilnehmer, bleiben für diese aber offline -- besonders höflich ist das natürlich nicht.

Abb. 5: Über den Button links neben dem schwarzen Dreieck im Hauptfenster von SIM verändern Sie Ihren Online-Status, machen sich sogar unsichtbar.

Nachrichten schicken

Eigentlich soll SIM ja Nachrichten verschicken: Ein Klick auf einen der an- oder abwesenden Kontakte öffnet das dazu notwendige Fenster (Abbildung 6). Es besteht aus zwei Feldern. Oben zeigt es ein- und ausgehende Nachrichten, unten geben Sie die Texte ein. Über die Symbole in der Mitte peppen Sie Ihre Nachricht grafisch auf -- durch Smileys und andere Schrifteigenschaften. Über das kleine schwarze Dreieck ganz rechts senden Sie Nachrichten gleich an mehrere Empfänger zugleich. Kreuzen Sie einfach Kontakte aus der angezeigten Liste an.

Abb. 6: Ein Klick auf einen Kontakt öffnet das Chat-Fenster. Es besteht aus zwei Teilen. Unten geben Sie die Nachrichten ein, oben erscheinen sie.

Nach Eingabe der Nachricht in das untere Feld klicken Sie auf Senden, um den Text zu übermitteln. Denken Sie daran: In der Kürze liegt die Würze. Längere Passagen sollten Sie besser per E-Mail schicken. Beim Senden ertönt ein kleines Geräusch, beim Gesprächspartner poppt nun ein Fenster auf (oder es blinkt in der Fußleiste). Die Reaktion erfolgt nicht immer sofort, mitunter übersieht der Empfänger eingehende Nachrichten auch ein paar Minuten lang. Erklingt hingegen eine fiepende Stimme, die etwas wie "Oh Oh" quietscht, wissen Sie: Jemand schickt Ihnen eine Nachricht.

Darfs auch etwas mehr sein?

Natürlich haben auch Spammer die Instant Messenger entdeckt, um ihre wertvollen Produktinformationen aufzudrängen. Beim Abwehren der Werbeflut helfen persönliche Autorisierungen: Bevor jemand Sie kontaktieren darf, müssen Sie das explizit erlauben. In den Einstellungen finden Sie unter dem Stichwort Sicherheit zahlreiche Optionen, um Regeln für die Kommunikation aufzustellen. Über die Wahl der Option Direkte Verbindung von Benutzer nach Autorisierung erlauben nutzen Sie dieses Verfahren. Setzt auch Ihr Gesprächspartner auf solche Regeln, müssen Sie unter Umständen auch auf eine Autorisierung warten.

SIM bringt zwar Plug-ins mit, es handelt sich aber nicht um externe Programme, vielmehr aktivieren und deaktivieren Sie bereits eingebaute Features. Das Sound-Plug-in wurde bereits erwähnt. In den Einstellungen finden Sie unter Plugins noch weitere Helfer, die Sie bei Bedarf ein- und ausschalten. Das Wetter-Plug-in (unter Wetter) holt die aktuellen Wetterdaten aus dem Netz.

  1. Rufen Sie den Wetterdienst Weather.com [4] auf.
  1. Geben Sie in die Zeile neben Localweather germany ein und drücken Sie [Eingabe].
  1. Klicken Sie auf den Link Country: Germany im Suchergebnis. Nun listet die Webseite mögliche Wetterstationen in Deutschland auf. Folgen Sie dem Link zu ihrer oder einer Stadt in der Nähe.
  1. Die dann sichtbare HTTP-Adresse enthält auch einen 8-stelligen Code für die gewählte Stadt, zum Beispiel GMXX0007 für Berlin. Markieren und kopieren Sie diesen Code.
  1. Rufen Sie in den SIM-Einstellungen das Plug-in Wetter auf, aktivieren Sie es mit einem Häkchen, klicken Sie auf Übernehmen und fügen Sie den kopierten Code in die Zeile neben User-ID: ein. SIM zeigt anschließend das aktuelle Wetter vor Ort in der Fußzeile des Hauptfensters an (Abbildung 1).

Feuer im Verschiebebahnhof

Mit SIM versenden und empfangen Sie auch Dateien: So lassen sich bequem Fotos oder gescannte Dokumente austauschen. Allerdings müssen Sie dabei auch auf ein paar Dinge achten. Zum einen auf die Geschwindigkeit: Trotz DSL dauert das Versenden von Dateien wesentlich länger als das Empfangen, weil die Provider dafür meist wesentlich weniger Bandbreite zur Verfügung stellen. Schicken Sie also keine riesigen Dateien. Sie versenden eine Datei, indem Sie mit einem Rechtsklick einen Empfänger aus der Kontaktliste auswählen und Datei wählen. Klicken Sie im Chat-Fenster auf die kleine blaue Diskette, um die entsprechende Datei auszuwählen und dann auf Senden.

Schützt zudem eine Firewall den Rechner des Empfängers, klappt der Dateitransfer nicht, da diese eingehende Verbindungen meist blockiert. Folglich müssen Anwender von Mandriva Linux 2007 und Suse Linux 10.1/10.2 ihre Schutzwälle temporär herunterfahren, um Dateien zu empfangen.

Als Mandriva-Nutzer wählen Sie den Eintrag System / Einstellungen / Configure your Computer aus dem Startmenü und dann den Menüpunkt Sicherheit / Eine persönliche Firewall aufsetzen [...]. Im nächsten Fenster setzen Sie ein Häkchen bei Alles (Keine Firewall) und stoppen auf diese Weise die Brandmauer. Später entfernen Sie dieses Häkchen, um sie wieder in Gang zu setzen.

Benutzer von Suse Linux 10.1/10.2 rufen YaST auf, wechseln zum Reiter Sicherheit und Benutzer und wählen dort den Punkt Firewall. Stoppen Sie die Firewall mit einem Klick auf Firewall nun stoppen und übernehmen Sie die Einstellungen mit Weiter. Nach dem Empfang der Datei aktivieren Sie die Firewall auf demselben Weg wieder, wählen aber diesmal Firewall nun starten.

Senden Sie hingegen Ihrem Gesprächspartner eine Datei, muss dieser seine Firewall deaktivieren. Viele Anwender wissen aber nicht, dass bei ihnen eine Firewall läuft. Andere können diese nicht deaktivieren, weil sie in einer Firma arbeiten, in der ein Systemadministrator die Sicherheit überwacht.

Autopilot

Gewöhnlich erscheint nach dem Start der Software ein Fenster, das die von Ihnen angelegten Zugänge für die Dienste anzeigt (Abbildung 7). Klicken Sie auf OK, meldet sich die Software bei den Diensten an. Um diesen Zwischenschritt zu überspringen, setzen Sie ein Kreuzchen bei Das Fenster beim Start nicht anzeigen, dann meldet sich SIM automatisch bei den konfigurierten Diensten an. Damit es sich völlig ohne Ihr Zutun aktiviert, müssen Sie KDE und Gnome jeweils um einen Autostart-Eintrag ergänzen. Gnome-Benutzer wählen aus der Menüleiste auf dem Desktop den Menüpunkt System / Einstellungen / Sitzungen, wechseln zum Reiter Startprogramme und geben nach einem Klick auf Hinzufügen einfach sim ein. Unter KDE rufen Sie den Konqueror auf, wechseln in den versteckten Ordner ~/.kde/Autostart in Ihrem Home-Verzeichnis und wählen per Rechtsklick aus dem Kontextmenü Neu erstellen / Verknüpfung zu Programm. Geben Sie dem Kind im Register Allgemein einen Namen, im Reiter Programme tragen Sie unter Befehl sim ein. Beim nächsten Start meldet sich der Messenger automatisch an.

Abb. 7: Beim Start der Software zeigt diese zunächst die konfigurierten Dienste an. Setzen Sie ein Kreuzchen an der richtigen, meldet sich SIM automatisch bei den Diensten an.

Schließen Sie das SIM-Hauptfenster, quittiert der Messenger nicht komplett den Dienst, sondern verschwindet -- ähnlich wie Kopete oder Gaim -- in der Fußleiste. Um ihn endgültig zu beenden, wählen Sie Beenden aus dem Kontextmenü, das Sie mit einem Rechtsklick auf das Symbol erreichen.

Fazit

SIM verfügt trotz seiner Schlankheit über zahlreiche nützliche Optionen, lässt sich in hohem Maße konfigurieren, macht lustige Geräusche und bringt neben bunten Smileys auch viele Plug-ins mit, die es in ein Allround-Talent verwandeln.

Für Leute, die mit Gaim oder Kopete Probleme haben, bietet SIM eine echte Alternative. Auch Anwendern, die einen alternativen Windowmanager einsetzen oder einfach mal Lust haben, was Neues auszuprobieren, sollten einen Blick auf den Messenger werfen. (kki)

Infos
[1] Instant Messenger im Vergleich: http://de.wikipedia.org/wiki/Multi-Protokoll-Client
[2] Homepage von SIM: http://sim-im.org
[3] Jabber-Clients: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Jabber-Clients
[4] Wetter-Dienst: http://www.weather.com

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