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Erschienen in EasyLinux 02/2007   »   Ausgabe bestellen

VMware Workstation 6.0 Beta im Test

System im System

Thomas Hümmler, Hans-Georg Eßer


Der PC-Emulator VMware Workstation geht in die nächste Runde: Version 6 ist als Betaversion auf der VMware-Webseite verfügbar. EasyLinux hat dieses Produkt für Sie getestet. Lesen Sie, ob und warum sich die neue Version lohnt.

Mit Virtualisierungssoftware nutzen Sie unter Linux weitere Betriebssysteme. Das ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll: Sie können unter anderem Programme testen, neue Versionen eines Betriebssystems prüfen, Arbeitsumgebungen auf Stabilität untersuchen und Windows-Programme unter Linux nutzen.

Für die Windows-Emulation gibt es zum Beispiel Wine und das darauf basierende kommerzielle Programm CrossOver. Diese Tools starten die Programme unter Linux, müssen allerdings teilweise auf Original-Windows-Bibliotheken zurückgreifen, da einige Funktionen noch unvollständig implementiert sind. Auch die Registry einer vorhandenen Windows-Version wird aus ähnlichem Grund genutzt.

Wer keine Windows-Partition auf dem Linux-Rechner hat, steht dann auf dem Schlauch. Auch unter optimalen Bedingungen läuft nicht jedes Windows-Programm mit Wine oder CrossOver. Die Alternative ist ein spezieller Testrechner. Haben Sie den nicht oder wollen Sie Platz auf dem Schreibtisch sparen, greifen Sie zu einem virtuellen PC.

VMware Workstation ist der älteste und bekannteste Vertreter, Parallels Workstation und VirtualBox sind weitere Progamme dieser Gattung. Alle drei emulieren Rechner im Rechner. Die 6.0 Beta [1] stellt einen virtuellen PC mit den in der Tabelle Emulierte Hardware beschriebenen Komponenten zur Verfügung.

Emulierte Hardware
KomponenteEigenschaften
Prozessorwie auf dem Host-Computer
ChipsatzIntel 440BX-basierendes Mainboard
BIOSPhoenix BIOS 4.0 Release 6 mit VESA-BIOS
Arbeitsspeicherbis zu 8 GByte (abhängig vom Speicher des Host-Rechners)
GrafikVGA- und SVGA-Unterstützung
IDE-Laufwerkemaximal vier Geräte (kein DVD-Video möglich), Platten bis 950 GByte, ISO-Image-Dateien als CD-ROM-Laufwerke nutzbar
SCSI-Gerätemaximal sieben Geräte; Platten bis 950 GByte, Scanner, CD, DVD, Bandlaufwerke und andere; Controller: LSI Logic LSI53C10xx Ultra320 SCSI
Diskettenlaufwerkemaximal zwei 1,44-MByte-Laufwerke; auch Image-Dateien
Schnittstellenmaximal vier serielle, drei bidirektionale parallele
USB1.1-UHCI-Controller mit transparentem Hub für mehr als zwei Geräte; 2.0-EHCI-Controller für bis zu sechs Geräte
NetzwerkAMD PCnet-PCI-II-kompatibel; für 64-Bit-Gastsysteme Intel Pro/1000 MT Server Adapter; bis zu drei virtuelle Ethernet-Karten
SoundCreative Labs Sound Blaster AudioPCI; kein Support für MIDI-Input, Game-Controller und Joysticks

Das sind ausreichende Voraussetzungen für die Betriebssysteme, die VMware Workstation als Gastsysteme beherbergen kann: Linux 32 Bit (Mandriva, Novell, Turbo Linux), Linux 32/64 Bit (Mandriva 2006 und 2007, Red Hat, Suse, Ubuntu), Microsoft Windows 3.1 bis Vista (auch die 64-Bit-Versionen), FreeBSD (32/64 Bit), MS-DOS, Solaris (32/64 Bit), Sun Java Desktop und zwei Novell-Produkte (Netware, Open Enterprise Server).

Für Linux gibt es zwei Versionen von VMware Workstation 6.0: eine 32-Bit- und eine 64-Bit-Version. Beide liegen sowohl als RPM-Pakete als auch als tgz-Dateien auf dem Server von VMware. Die 32-Bit-Version ist fast 180 MByte groß, die 64-Bit-Version ist etwa 30 MByte kleiner. Wer die Dateien herunterladen will, muss sich auf dem Server registrieren und erhält daraufhin eine Seriennummer für die Testphase. Diese wird später im Programm eingegeben.

VMware Workstation im Test

Für den Test haben wir die 32-Bit-Version als RPM-Paket heruntergeladen. Die Software haben wir auf einem Testrechner (Athlon X2 Dual Core 3,8 GHz, 1 GByte RAM) installiert und anschließend Windows Vista als Gastbetriebssystem eingerichtet. Wichtig waren in dem Zusammenhang nicht nur die Installation von VMware Workstation und die reibungslose Funktion der Komponenten, sondern auch eine problemlose und leicht verständliche Konfiguration der Parameter des Gastbetriebssystem.

Wie im Workshop-Artikel ab Seite ## beschrieben, folgt nach der eigentlichen Programminstallation noch ein Schritt, mit dem VMware (über das Skript vmware-config.pl) Kernel-Module erzeugt, die es für den Betrieb benötigt. Je nach Linux-Distribution enthält das VMware-Paket schon passende Module, sofern dort noch der Standard-Kernel zum Einsatz kommt. Ist das nicht der Fall oder die Distribution zu neu (wie es beispielsweise bei OpenSuse 10.2 der Fall ist), führt kein Weg am Kompiliervorgang vorbei. Dazu müssen die Kernel-Sourcen und einige Entwicklerpakete, u. a. der C-Compiler gcc, installiert sein.

Dass Anwender das Installationsskript in einem Terminalfenster starten müssen, in dem sie zunächst Root-Rechte erlangen, und dass dieses Skript zahlreiche Fragen in englischer Sprache stellt, machen die Einrichtung zu einer fortgeschrittenen Aufgabe.

Gastsystem installieren

Bevor Sie ein neues Betriebssystem einspielen, richten Sie eine neue virtuelle Maschine dafür ein -- das ist in wenigen Schritten erledigt. Sie haben dabei die Wahl zwischen insgesamt 55 Betriebssystemen: 19 Windows-Versionen, 26 Linux-Derivate, zweimal Novell Netware, drei Solaris-Systeme und fünf andere. Windows Vista ist in der Betaversion ebenso wie Solaris 9 (im Gegensatz zu Solaris 10!) noch im experimentellen Stadium.

Die Konfigurationsvorgaben sind von VMware Workstation sinnvoll gesetzt, so dass nach einem Klick auf Power on this virtual machine das Gastsystem startet. Ein Dialogfenster weist noch auf den Betastatus und die damit verbundene langsamere Ausführung des Emulators hin. Danach bootet die virtuelle Maschine von der Vista-DVD, falls diese im Laufwerk liegt; falls nicht, bemäkelt der virtuelle Computer ein fehlendes Betriebssystem.

Nun folgt die Installation, die wie auf einem richtigen PC verläuft (Abbildung 1). Windows Vista installiert sich nach einigen Angaben selbständig. Das dauert auf dem Testsystem nur etwa eine halbe Stunde. Anschließend läuft Vista auf dem virtuellen Rechner. Die Internetverbindung funktioniert, Sound geht anfangs allerdings nicht. Das Problem ist aber schnell behoben: Der Treiber wird im Windows-Gerätemanager aktualisiert und aus dem Internet nachgeladen. Danach zeigt der Gerätemanager auf den ersten Blick nur den fehlenden Game-Port. Den kann man, wie schon erwähnt, unter VMware Workstation nicht nutzen.

Abb. 1: Die Vista-Installation im virtuellen Rechner unterscheidet sich nicht von einer regulären Installation.

Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass Vista den USB-Scanner nicht eingerichtet hat. Das kann man schnell nachholen, indem man das Gerät über das VM-Menü unter Removable Devices / USB aktiviert. Anschließend beginnt unter Vista sofort die Installation der Treiber.

VMware Tools

Die VMware Tools sollte man nach der Installation eines Gastsystems einrichten (VM / Install VMware TOols, Abbildung 2), da sie sich positiv auf Grafik- und Mausverhalten das Gastsystems auswirken. Hinzu kommt die Funktion der Shared Folders, über die Host- und Gastsystem sich einen Ordner für den Datenaustausch teilen können.

Abb. 2: Die VMware Tools machen die Arbeit im virtuellen Rechner komfortabler, unter anderem erlauben sie bequemen Datenaustausch über gemeinsame Zwischenablage, Drag & Drop sowie gemeinsam genutzte Verzeichnisse.

Während der Installation muss man Windows Vista des Öfteren anweisen, die Treiber zu installieren. Nach einem Windows-typischen Neustart sind die neuen Funktionen nutzbar. Direkt sichtbar ist die höhere Auflösung nach dem Anpassen der Anzeigeeinstellungen (Abbildung 3). Auch die Maus kann nun ohne anzustoßen zwischen den Programmen Linux-Desktop und Gastsystem hin und her fahren.

Abb. 3: Mit den VMware Tools erreicht man im Gastsystem eine bessere Auflösung; außerdem funktioniert die Maus systemübergreifend.

Ein Feature der VMware Tools fällt erst beim Herunterfahren des virtuellen Rechners auf: Mit einem Klick auf das Ausschaltsymbol im Startmenü fährt Vista nicht auf gewohnte Weise herunter, sondern sendet VMware ein Signal, dass es die virtuelle Maschine suspendieren soll. Das beschleunigt die Shutdown- und Neustartvorgänge. Wollen Sie einen richtigen Neustart durchführen, ist das immer noch möglich -- dazu melden Sie sich ab und fahren Vista über den Menüeintrag im Anmeldedialog herunter.

USB 2.0

Eines der neuen Features von Version 6.0 ist die Unterstützung von USB 2.0. Damit wären nun endlich akzeptable Datenübertragungsraten beim Kopieren von Bildern der Digitalkamera oder Musikstücken eines MP3-Players möglich. USB gibt es in verschiedenen Geschwindigkeiten: Low Speed (1,5 Mbit/s), Full Speed (12 Mbit/s) und High Speed (USB 2.0 -- bis zu 480 Mbit/s). Die tatsächlichen Geschwindigkeiten sind aber geringer als diese Maximalwerte. Das liegt unter anderem am Protokoll-Overhead. Aktuell erlaubt USB 2.0 Geschwindigkeiten bis zu 320 Mbit/s. Hinzu kommt, dass zwar viele Geräte USB-2.0-kompatibel sind, aber längst nicht alle auch so schnell. Die High-Speed-Geschwindigkeit erreichen nur solche Geräte, die das Logo "Certified USB Hi-Speed" tragen.

Ein einfacher Vergleich sollte Klarheit schaffen: Das Kopieren von etwa 50 Dateien in fünf Verzeichnissen, die insgesamt 260 MByte belegen, ist unter OpenSuse 10.2 in 20 Sekunden erledigt. Die Geschwindigkeit hängt auch vom Gerät ab: Die 20 Sekunden wurden mit einem SanDisk Cruzer Micro, einem 2-GByte-USB-Stick, erreicht. Ein als USB-Stick ausgelegter MP3-Player von Maxfield brauchte -- trotz Bezeichnung als USB-2.0-Gerät -- etwa anderthalb Minuten für die gleiche Datenmenge.

Das Vista-Gastsystem erkannte beide Testgeräte und band sie ein; der Datentransfer benötigte mit dem SanDisk Cruzer Micro ca. 45 Sekunden -- das ist länger als die native Kopierzeit, aber in jedem Fall schneller als der Zugriff auf ein USB-1-Gerät.

Damit der USB-2-Zugriff funktioniert, muss es sich aber um eine echte VMware-6-Maschine handeln: Erste Tests führten wir mit einer unter VMware 5.5 erzeugten virtuellen Maschine durch -- hier bemängelte VMware, dass eine Einbindung als USB-2-Gerät so nicht möglich ist. Die Lösung war ein Upgrade der virtuellen Maschine, das VMware Workstation über den Menüpunkt VM / Upgrade or change version erlaubt.

In der Betaversion funktionierte der Zugriff auf USB-2-Geräte allerdings unzuverlässig -- in vielen Fällen tauchten neu eingesteckte Geräte zwar im VMware-Menü (VM / Removable Devices / USB Devices) auf, aber Vista bemerkte sie nach dem Aktivieren nicht.

Drag & Drop

Ein weiteres neues Merkmal in Version 6.0 ist Drag & Drop zwischen Gast- und Host-System. Damit können Sie schnell Dateien hin- und herkopieren. Das war in früheren VMware-Versionen nicht möglich, es funktioniert aber auch in der Betaversion nur eingeschränkt: Von Windows nach Linux kann man nur vom Windows-Desktop aus kopieren, nicht aus einem Explorer-Fenster heraus. Das geht allerdings auch nur, wenn die virtuellen Maschinen auf einem Linux-Dateisystem liegen: Ein Kopierversuch aus einer virtuellen Maschine, deren Daten auf einer NTFS-Partition lagen, schlug fehl.

Anders herum ist Drag & Drop unproblematisch: Sowohl auf den Windows-Desktop als auch in ein Verzeichnis des geöffneten Explorers der virtuellen Maschine konnten wir im Test Daten vom Host-System OpenSuse kopieren.

Dual-Head-Betrieb

Für Anwender, die ihren Linux-PC in einer Dual-Head-Konfiguration betreiben, gibt es gute Nachrichten: VMware unterstützt nun auch in den virtuellen Maschinen mehrere Monitore.

Wirklich zu gebrauchen ist dieses Feature nur, wenn Sie zwei Bildschirme in Xinerama-Konfiguration betreiben, also mit einem Desktop arbeiten, der beide Displays umfasst. Denn VMware zeigt auch zwei virtuelle Monitore stets in einem einzigen Fenster an -- damit zwei Desktop-Inhalte auf die Bildschirme passen, müssen Sie also in der Lage sein, das VMware-Fenster so breit zu ziehen, dass es auf beiden Monitoren gleichzeitig erscheint (Abbildung 4), und das ist nur im Xinerama-Modus möglich.

Abb. 4: Betreiben Sie zwei Monitore im Xinerama-Modus mit gemeinsamem Desktop, können Sie das VMware-Fenster so breit ziehen, dass es mehr als einen Monitor belegt.

Auch wenn Sie nur einen echten Monitor verwenden, können Sie die Dual-Head-Konfiguration für das Gastsystem aktivieren -- dann bietet VMware verschiedene Varianten, diese beiden Displays darzustellen: Die Abbildungen 5 und 6 zeigen die erste Möglichkeit, eine verkleinerte Darstellung der beiden Displays. In diesem Modus können Sie mit den Programmen im Gastsystem ganz normal arbeiten, allerdings ist Schrift durch die Skalierung schlecht lesbar. Alternativ stellen Sie das Gastsystem wie gewohnt in voller Größe dar und verwenden den Scrollbalken des VMware-Fensters, um gerade nicht sichtbare Bereiche des Gast-Desktops ins Bild zu holen.

Abb. 5: Egal, wie Sie die beiden Windows-Displays in der virtuellen Maschine anordnen (hier: nebeneinander) ...

Abb. 6: ... (und hier übereinander), VMware kann sie so skalieren, dass Sie beide Displays vollständig sehen.

Auch interessant ist die neue Möglichkeit, nur einen der beiden Bildschirme zu verwenden und darauf das Gastsystem in Vollbilddarstellung laufen zu lassen: Während frühere Versionen hierfür den Grafikmodus wechselten (und kein Wechsel mehr zwischen dem verbleibenden zweiten Linux-Desktop und dem Gastsystem möglich war), ändert VMware Workstation 6.0 einfach die Auflösung des Gastsystems auf die aktuelle Bildschirmauflösung. Dadurch sehen Sie auf einem Monitor den normalen Linux-Desktop und auf dem zweiten ein klassischen Windows-Desktop -- und mit der Maus wechseln Sie frei zwischen beiden Welten hin und her. Diese Betriebsart empfanden wir im Test als die komfortabelste.

Aufnehmen und Abspielen

Ganz oben auf der Feature-Liste des Herstellers steht eine neue Funktion, die das Aufnehmen und Abspielen der Aktivitäten einer virtuellen Maschine ermöglicht. Das kommt laut VMware Software-Entwicklern, Support- und Helpdesk-Mitarbeitern zugute. Die Ein- und Ausschalter finden Sie unter VM / Record/Replay. Allerdings sind diese im Vista-Gastsystem zunächst deaktiviert.

Das hat einen einfachen, jedoch nicht offensichtlichen Grund. Das Handbuch der Betaversion verrät ab Seite 233, dass nicht alle Gastsysteme und Komponenten unterstützt werden. Als Gastsysteme kommen nur die 32-Bit-Systeme Windows 2000 bis Vista sowie Red Hat und Suse Linux in Frage. Einschränkend spielen auch einige Komponenten nicht mit, die man explizit aus der virtuellen Maschine entfernen muss, darunter Disketten- und CD-Laufwerk, USB-Controller und Soundkarte sowie IDE-Platten. Das sind erhebliche Einschränkungen. Anschließend muss man die Aufnahmefunktion noch in den Snapshot-Optionen der virtuellen Maschine aktivieren. Im Test nutzte all das wenig: Die virtuelle Maschine startete nicht, weil angeblich noch ein virtueller SCSI-Controller vorhanden war.

Fazit

Die Installation von VMware Workstation ist unter Linux nach wie vor sehr umständlich, weil das Programm erst läuft, nachdem es über ein Skript spezielle Kernelmodule erzeugt hat; mit Version 6.0 hat sich da leider nichts geändert. Während andere Pakete Abhängigkeiten berücksichtigen und auflösen, schert sich das RPM-Paket von VMware Workstation nicht darum. So muss der Benutzer den notwendigen C-Compiler und die Kernel-Header-Dateien selbst installieren.

Nicht nur beim Ausführen des Skripts, sondern auch im späteren Betrieb stört die Tatsache, dass es von VMware keine deutschsprachige Version gibt. Während man im eigentlichen Programm die Bedeutungen der meisten Menüpunkte noch erraten kann, ist das Konfigurationsskript ohne externe Hilfe (etwa in Form unseres Workshops) nur mit Englischkenntnissen zu bedienen.

Die Arbeit mit der Workstation gefällt ansonsten gut: Das Programm wählt sinnvolle Vorgabewerte für neue virtuelle Maschinen, die Einrichtung eines neuen PCs geht flott von der Hand. Dank der VMware Tools arbeitet man anschließend wesentlich komfortabler.

Der Dual-Head-Betrieb ist für Anwender mit einer solchen Monitorausstattung sehr hilfreich; die neuen Funktionen Drag & Drop und die USB-Unterstützung können in der Betaversion allerdings noch nicht überzeugen. Das mag am experimentellen Status der Vista-VM liegen. Auch die Record-/Replay-Funktion, die der Hersteller experimentell nennt, trägt diese Bezeichnung zu Recht: Sie funktionierte nicht in der Vista-Testmaschine. Vielleicht treffen hier noch zu viele experimentelle Zustände aufeinander. (hge)

Abb. 7: Sicher surfen: Im virtuellen Rechner können Sie auch den Internet Explorer nutzen, ohne sich um Trojaner und andere Malware zu sorgen.
Kasten: Tipps zu VMware Workstation 6.0

VMware Tools

Wenn Sie VMware Workstation als Root starten, können Sie das Programm so einstellen, dass es beim Starten einer virtuellen Maschine automatisch nachsieht, ob es eine aktuellere Fassung der VMware Tools gibt, und diese dann (im Gastsystem) installiert. Dazu öffnen Sie im Edit-Menü die Preferences, wechseln zum Register Tools und schalten dort die Option Automatically upgrade VMware Tools at Power On or Resume ein.

Virtuelle Maschine im Hintergrund

Wenn Sie VMware Workstation verlassen, können Sie virtuelle Maschinen im Hintergrund weiter laufen lassen. Auf dem Host-System zeigt ein Symbol mit einer grünen Pfeilspitze an, wie viele virtuelle Rechner im Hintergrund noch laufen. Ein Klick auf das Symbol holt eine dieser Maschinen in den Vordergrund.

Upgrade der Betaversion scheitert

Falls Sie die Betaversion von VMware Workstation 6.0 als RPM-Paket installieren, kann dies scheitern, wenn eine ältere Version auf dem Rechner installiert ist. Grund dafür ist die Versionsnummer der Betaversion, die die Zeichen "e.x.p." (für experimental) enthält. Diese wird eventuell als ältere Version betrachtet und daher nicht installiert. Um trotzdem die Betaversion testen zu können, installieren Sie das RPM-Paket mit dem Befehl rpm -Uhv --oldpackage PAKET.

Infos
[1] VMware Workstation 6.0 Beta: http://www.vmware.com/products/beta/ws/

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