Titel: EasyLinux 01/2008: Schlanke Distributionen
Pfad: http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2008/01/033-kleine-dist/index_html


Vier schlanke Linux-Distributionen im Test

Die lieben Kleinen

Kristian Kißling


Abseits vom Mainstream buhlen zunehmend kleine Distributionen um die Gunst der Nutzer: Sie geben sich mit dem wenigen Platz auf einer CD oder einem USB-Stick zufrieden und bescheren altersschwachen Rechnern einen zweiten Frühling.

Aktuelle Linux-Distributionen bringen immer mehr Features mit und protzen buchstäblich mit tausenden von Software-Paketen. Wollen Sie allerdings nur ein wenig im Internet surfen, E-Mails abholen, Texte schreiben und ab und zu mit einem Bekannten chatten, brauchen Sie diesen gut gemeinten Überfluss nicht. Tröpfeln dann Ihre Daten noch über ein lahmes 56K-Modem ins Haus, verbraucht allein der Download einer neuen Distribution Ihren gesamten Jahresurlaub.

Ein paar Distribution versuchen, diesen speziellen Ansprüchen gerecht zu werden. Sie wenden sich an Benutzer, die es schlank und schnell mögen. Dazu setzen sie bewusst auf einfache Fenstermanager und nutzen Desktops, denen wenig Arbeitsspeicher genügt. Anfallende Aufgaben verteilen sie auf kleine schlanke Tools. Die lassen sich im Einzelfall weniger komfortabel bedienen als die großen Brüder. Dafür sparen Sie eine Menge Platz und Ressourcen und kommen auch ans Ziel. Da es sich zudem um Live-Systeme handelt, müssen Sie die eigene Festplatte nicht antasten, um die Distribution zu testen.

Wir stellen vier, um die 100 MByte kleinen, Exemplare vor. Dabei zeigen wir, wo ihre Stärken und Schwächen liegen und wie die ersten Schritte in der Welt der Mini-Distributionen aussehen.

Hier brennt das ISO

Zunächst kopieren Sie die jeweiligen ISO-Dateien der Distributionen von der Heft-DVD in Ihr Home-Verzeichnis und brennen sie als Abbild-Dateien auf CDs. Dazu legen Sie ein leeres Medium in Ihren CD-Schreiber, geben [Alt] +[F2] ein und rufen das KDE-Programm K3b auf, indem Sie k3b eintippen. Über Extras / CD-Abbilddatei brennen (Abbildung 1) brennen Sie die ISO-Dateien dann auf CDs.

Abb. 1: Unter KDE hilft Ihnen K3b, die ISO-Dateien auf CDs zu brennen.

SLAX Popcorn 5.1.8

Eine der ersten Linux-Distributionen hieß Slackware. Es gibt sie noch immer -- mittlerweile aber mit zahlreiche Nachfahren. Einer davon heißt SLAX-Linux. Das selbst ernannte Taschen-System gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die sich im Umfang voneinander unterscheiden. Die schlanke SLAX-Popcorn-Variante bringt gerade einmal 115 MByte auf die Waage.

Sie legen die gebrannte CD ins Laufwerk und starten den Rechner neu. Erkennt er das Betriebssystem nicht, sondern bootet das gewohnte System, stellen Sie zunächst im BIOS sicher, dass der Rechner Ihr CD-ROM-Laufwerk in der Bootreihenfolge bevorzugt. Meist gelangen Sie direkt nach dem Start über [Esc] oder [F1] in das BIOS des Rechners.

Nach dem Umstellen, greift der Rechner beim Booten direkt auf die SLAX-CD zu und lädt einen Boot-Prompt. Damit SLAX nicht sofort startet, drücken Sie schnell [F1] oder [F2]. Sie sehen nun eine Liste mit so genannten Kernel-Parametern, die Sie dem System beim Booten mit auf den Weg geben (Abbildung 2). Tippen Sie etwa slax copy2ram, kopiert Linux den Inhalt der CD in den Arbeitsspeicher und kann später deutlich schneller auf die Inhalte zugreifen. Allerdings benötigt diese Operation mindestens 320 MByte freien RAM. Ein kleines Problem gibt es: Im Boot-Menü geht das System von einer englischen Tastaturbelegung aus: Um also ein = einzugeben, drücken Sie zum Beispiel ['].

Abb. 2: Allen hier getesteten Distributionen geben Sie im Boot-Menü Kernel-Parameter mit auf den Weg.


Kernel-Parameter: Aktivieren und deaktivieren bestimmte Funktionen des Kernels beim Booten.

Drücken Sie einfach [Enter], lädt SLAX ein Standardsystem. Zum Einloggen auf der Konsole geben Sie als Benutzername root und als Passwort toor ein. Alternativ tragen Sie den Kernel-Parameter passwd=neu ein und ersetzen neu durch ein selbst gewähltes Root-Passwort. Wollen Sie mit der Distribution ins Internet, sollten Sie später einen neuen Nutzer mit eingeschränkten Rechten anlegen, andernfalls schaffen Sie eine Schwachstelle für potentielle Angreifer.

Die Distribution startet nach dem Anmelden nicht mit einem grafischen Desktop, sondern bietet Ihnen verschiedene grafische Modi an: Geben Sie mc ein, startet SLAX nur einen Konsolen-Dateimanager wie Norton Commander. Über flux rufen Sie den sehr schlichten, aber auch komplizierter einzurichtenden Desktop Fluxbox auf. Experten, die SLAX auf die Festplatte bannen wollen, hilft an dieser Stelle der Befehl slax-install weiter.

Für Nutzer mit durchschnittlich schnellen Rechnern kommen meist die Parameter startx und xconf in Frage. Geben Sie xconf ein, passt die Distribution den Desktop an Ihrer Hardware an, was die Performance verbessert. Unter Umständen bleibt Ihr Bildschirm nach dem anschließenden Aufruf von startx erst einmal schwarz. Drücken Sie mehrmals [Strg]+[Alt]+[+], erscheint das Bild, das sich erst an ihre Monitorauflösung anpasst. Alternativ geben Sie statt xconf einfach nur startx ein.

Nun startet eine XFCE-Oberfläche (Abbildung 3), die -- wie alle hier vorgestellten Oberflächen -- nur sehr begrenzt die deutsche Sprache beherrscht. XFCE ist schlanker als die bekannten Gnome- und KDE-Desktops, bietet aber auch etwas weniger Komfort. Leider lässt sich die englische Tastaturbelegung nicht verändern, was im Dauerbetrieb ein großes Manko ist.

Abb. 3: Die XFCE-Oberfläche von SLAX Popcorn: Sie sieht im Vergleich mit den anderen Distris recht modern aus.

Internet gibt es zwar -- allerdings nur für Leute, die mit einem Kabel an einem Router hängen, der per DHCP automatisch IP-Adressen verteilt. Rufen Sie über [Alt]+[F2] und die Eingabe von xfterm4 eine Konsole auf und geben Sie ping www.easylinux.de ein. Steht dort Host unreachable, prüfen Sie die Einstellungen des Routers. WLAN, Modems oder gar ISDN können Sie mit dieser Variante von SLAX gar nicht oder nur mit großem Aufwand nutzen. Das klappt besser mit der SLAX Standard Edition v 5.1.8.1, die KDE mitbringt. Doch selbst hier müssen Sie auf die Kommandozeile, um die Netzwerkkomponenten zum Laufen zu bringen, eine Anleitung auf der SLAX-Seite hilft weiter [1]. Dort finden Sie auch die so genannten Module [2], über die Sie die Distribution erweitern. Sie laden ein Modul herunter, wechseln auf der Konsole in das Downloadverzeichnis und geben uselivemod modulname ein, um es zu aktivieren. Dauerhaft speichern können Sie die Module jedoch nur, wenn Sie die Distribution fest installieren.


DHCP: Über das Dynamic Host Configuration Protocol vergeben Router automatisch IP-Adressen an Netzwerkkarten, sobald von diesen eine Anfrage kommt.

Die Programmauswahl beschränkt sich auf Firefox und Gaim für die Internet-Kommunikation, mit Abiword können Sie Texte schreiben und mit Mplayer und Beep Filme sehen und Musik anhören. Ihre vorhandenen Dateien betrachten Sie mit dem Dateimanager namens FFM (Fast File Manager). Den erreichen Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop klicken und ihn über Accessories / Xfce Browse Filesystem aufrufen. Der Eintrag Fstab links im FFM-Tab zeigt ins Gastsystem eingebundene Partitionen und Geräte an, die SLAX automatisch mountet. Insgesamt hilft Ihnen die Distribution dabei, schnell ins Netz zu gelangen, um mit Bekannten zu chatten, einen Text zu schreiben oder einen Film zu sehen.

Damn Small Linux 4.0

Verdammt klein ist sie wirklich: Mit der Größe von 50 MByte nimmt die Knoppix-Variante Damn Small Linux (DSL) nur etwa die Hälfte des Speicherplatzes von SLAX Popcorn ein. Das hat Folgen: Recht unbekannte und sehr sparsame Komponenten bevölkern das System. Auf Komfort, wie Sie ihn von KDE und Gnome kennen, müssen Sie meist verzichten. Zudem sind die meisten Anwendungen sowie der Kernel (Version 2.4.31) älteren Semesters.

Beim Booten offenbart auch hier ein Druck auf [F2] und [F3] eine Reihe von Kernel-Optionen, die Sie dem schlanken Linux mit auf dem Weg geben. Eine mögliche Eingabe lautet dsl lang=de ssh. Sie booten DSL so mit einer deutschsprachigen Tastaturbelegung und SSH-Unterstützung. Der grafische Desktop heißt Desktop File Manager (DFM), braucht kaum Ressourcen und ordnet die einzelnen Icons recht übersichtlich an (Abbildung 4).

Abb. 4: Der schlanke und eher unbekannte Desktop File Manager dient Damn Small Linux als Desktop.

DSL weist Ihrer Netzwerkkarte eine feste IP-Adresse zu. Nutzt auch Ihr DSL-Router statische IP-Adressen, ist das kein Problem. Vergibt er die Adressen hingegen dynamisch, müssen Sie die Netzwerkkarte noch entsprechend einrichten. Dabei helfen die Konfigurationswerkzeuge, die DSL im Startmenü unter System / Control panel versammelt. Meist genügt es, auf den Button Netcardconfig zu klicken und unter Use DHCP ... die Option yes auszuwählen. Im Test verweigerte der firmeneigene DHCP-Server die Kooperation -- im Heimbetrieb sollte dieses Problem nicht auftreten. Im Gegensatz zu SLAX unterstützt DSL auch einige WLAN-Karten, die Sie über Setup / Net setup aus dem Startmenü einrichten.

Betrachten Sie den Umfang von DSL, bringt es enorm viele -- wenn auch kleine -- Programme mit. OpenOffice allein wiegt schon mehr als die gesamte Distribution -- logisch, dass es hier fehlt. Die meisten Namen klingen wenig vertraut: Als Webbrowser kommen Dillo (sehr schlank) und Firefox zum Einsatz, als Bürosoftware dienen unter anderem Siag (für Excel-Tabellen), Ted (Schreibprogramm), MS Word Viewer und PS Viewer (um PostScript-Dateien zu betrachten). Der Dateimanager Emelfm führt durch den Ordnerdschungel, Rdesktop nimmt Kontakt zu Windows-Rechnern auf und mit Sylpheed holen Sie die E-Mails ab. Video-Support fehlt DSL ganz, dafür gibt es die Voice-over-IP-Software Gphone, und Sie chatten via Aim und Nirc mit der Außenwelt.

DSL eignet sich aufgrund seiner Schlankheit vorzüglich für ältere Rechner und lässt sich aus dem Startmenü heraus auch auf die Festplatte oder einen USB-Stick spielen. Nicht zuletzt kommt es mit der deutschen Tastaturbelegung klar.

Puppy 3.0.1 Seamonkey

Geht es um schlanke Linux-Distributionen, darf die mit dem Hund nicht fehlen: Puppy bedeutet Welpe, die Distri bringt im Gegensatz zu DSL einen aktuellen Kernel 2.6.21.7 mit und eine etwas modernere Auswahl an Software. Dafür wiegt das Hündchen mit seinen 99 MByte auch gleich doppelt so viel wie DSL. Kernel-Parameter geben Sie direkt ein, ohne eine F-Taste zu drücken. Die Sprache (de) wählen Sie während des Boot-Prozesses bequem mit den Pfeiltasten aus einem Dialogfenster aus. Für die grafische Umgebung stellt Ihnen Puppy-Linux zwei Optionen zur Auswahl: Nur auf älteren Rechnern sollten Sie Xvesa nutzen. Anschließend suchen Sie die Auflösung und gewünschte Farbtiefe für Ihren Monitor aus, etwa 1024x768x16. Wissen Sie nicht genau, ob die Auflösung passt, hilft der Button Test weiter: So probieren Sie erstmal aus, wie das Bild aussieht.

Passen die Einstellungen, klicken Sie auf OK woraufhin die grafische Oberfläche startet und Sie ein zweifaches Bellen begrüßt -- so denn die Sound-Ausgabe funktioniert (Abbildung 5). In das Hintergrundbild des Desktops integriert finden Sie einige Tipps zum Umgang mit Puppy Linux -- leider nur in englischer Sprache. Unten rechts zeigt der blaue Balken ihren freien Speicherplatz im RAM an. Färbt sich der Balken rot, kommt Ihr Rechner an seine Leistungsgrenze.

Abb. 5: Puppy heißt übersetzt Welpe, das gleichnamige Linux begrüßt die Nutzer mit Gebell.

Über den Punkt Setup im Hauptmenü gelangen Sie zum Kontrollzentrum von Puppy Linux: Hier finden Sie Einrichtungsassistenten für alle möglichen Komponenten wie Sound (Alsa), CD- und DVD-Support, die Einrichtung des Druckers (Cups), das Netzwerk, die Maus und das Keyboard.

Die Software-Auswahl von Puppy ist recht üppig, wenn auch auf kleinere Programme beschränkt. Die Seamonkey-Suite, der offizielle Nachfolger des Mozilla-Browsers, ist nicht nur der Namensgeber der Puppy-Version, sondern sorgt auch für den Empfang von Webseiten, E-Mails und News. Mit Seamonkeys HTML Composer gibt es sogar einen HTML-Editor. Puppy hat mit Gaim einen Chat-Client für verschiedene Netze an Bord und bringt zum Herunterladen großer Dateien einen Bittorrent-Client namens Transmission mit. Filme und Musik lassen sich mit Gxine abspielen. Eine abgespeckte Inkscape-Variante namens InkLite hilft beim Erstellen selbstgemachter Vektorgrafiken. Als Dateimanager nimmt das Welpen-Linux Rox-Filer.

Um das Netzwerk zu konfigurieren, klicken Sie auf das Connect-Icon auf dem Desktop. Hier warten verschiedene Schalter auf Sie, entscheiden Sie sich für Connect to internet by network interface. Verfügt Ihr Rechner über eine Netzwerkkarte, klicken Sie im nächsten Menü auf eth0. WLAN-Nutzer finden im selben Fenster übrigens einen Knopf namens Load Module. Als Kabel-Nutzer stellt Sie das nächste Fenster vor die Wahl zwischen Auto DHCP und Static IP: Entscheiden Sie sich für das erste Fenster, wenn Ihr Router IP-Adressen automatisch vergibt, was meist der Fall ist. Über den anderen Knopf weisen Sie selbst der Karte manuell eine IP-Adresse zu. Nach dem Klick auf Auto DHCP erklärt ein Fenster, dass es nun bis zu 60 Sekunden dauert, "bis Puppy ein Netz erkennt." Klappt alles, gibt es eine Erfolgsmeldung: Klicken Sie auf Yes, um die Konfiguration zu behalten und dann auf Done.


Load Module: Über den Knopf laden Sie das passende Kernel-Modul für Ihre WLAN-Karte. Eine Liste verrät Ihnen, ob Puppy Ihre WLAN-Karte unterstützt.

Falls Sie vorhaben, Puppy fest zu installieren, gibt es auch weitere Pakete für die Distribution: Die Softwarebündel mit der Endung PET holt Puppys eigener Paketmanager aus dem Netz. Sie rufen ihn auf, indem Sie aus dem Startmenü Setup / Puppy package manager auswählen. Zusätzlich gibt es die so genannten DotPups-Pakete: Die werden von Community-Mitgliedern erstellt, Sie finden sie auf der Webseite von Puppy oder in den Foren. Sie lassen sich mit einem Klick im Rox-Filer installieren.

Feather Linux 0.7.5

Ein weiteres Knoppix-Derivat heißt Feather Linux und besitzt eine Größe von 128 MByte. Wie das sehr viel schlankere DSL bringt es einen älteren Kernel in Version 2.4.27 mit, allerdings etwas neuere Software. Als Desktop dient Fluxbox, zum Browsen gibt es Dillo und Firefox, zum Chatten Gaim und Ihre E-Mails holen Sie mit Sylpheed ab. Zwar bringt Feather Linux auch die Möglichkeit mit, auf die NTFS-Partitionen von Windows zu schreiben, aber der dazu mitgelieferte Captive-Treiber erledigt die Aufgabe nur langsam und mitunter fehlerhaft. Auch das Netzwerk funktionierte nicht -- aus den gleichen Gründen wie bei DSL.

Beim Booten offenbart [F2] wieder die Kernel-Parameter: Rufen Sie Feather Linux mit knoppix lang=de toram (Abbildung 6) auf, landet das System im Arbeitsspeicher (toram) und erkennt deutsche Tastaturen. Es lässt Ihnen bei der Grafikdarstellung die Auswahl zwischen Xvesa und Xfbdev -- entscheiden Sie sich für Xvesa.

Mehr Federlesen verlangt Feather Linux nicht. Der Desktop bringt ein paar glasähnliche Icons mit und wirkt recht aufgeräumt. Über das Kontextmenü können Sie die Distribution auf der Festplatte installieren, wenn Sie Enhancements and Extras / HD install / Install to hard disk aufrufen. Über Enhancements and Extras / Install lassen sich noch zusätzliche Programme in die Distribution integrieren, etwa Gimp und OpenOffice.

Abb. 6: Mit seinen 128 MByte verdient auch Feather Linux die Bezeichnung als schlanke Distribution.

Um ein Root-Passwort zu setzen, öffnen Sie eine Konsole und geben sudo passwd ein, gefolgt von Ihrem neuen Passwort. Das Netzwerk richten Sie über Apps / System / Network card configuration tools ein, dort finden Sie auch Skripte für die Konfiguration anderer Geräte vor.

Softwaremäßig bringt Feather ähnliche Komponenten mit, wie etwa Puppy Linux: Siag kümmert sich um Excel-Dokumente, Abiword um Texte. GMplayer spielt dank integrierter Libdvdcss auch CSS-verschlüsselte DVDs ab. Der Sound funktionierte im Test allerdings nicht -- offensichtlich fehlte der passende Treiber. Läuft er, können Sie über XMMS Musikstücke und Internet-Streams abspielen. Welche kleinen Programme die Distribution noch ausliefert, listet die Webseite auf [3].

Die integrierten Skripte von Feather Linux unter Apps / System erleichtern die Konfiguration dieser Linux-Variante sicherlich, auch den Mplayer finden Sie nicht bei den anderen Distributionen.

Fazit

Trotz der etwas veralteten Software gefallen Puppy Linux und DSL 4.0 noch am besten, gefolgt von Feather Linux. SLAX schaut zwar sehr modern und übersichtlich aus, die fehlende deutsche Tastaturbelegung und mangelnde grafische Konfigurationstools machen es dem Benutzer unnötig schwer. (kki)

Infos
[1] Netzwerk einrichten unter SLAX: http://www.slax.org/doc_using_linux_slax.php#network
[2] SLAX-Module: http://www.slax.org/modules.php
[3] Feather Linux: http://featherlinux.berlios.de/about.htm

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